Optimierung: Badeponcho aus Badetuch

Leni ist enorm gewachsen. Der schon einmal genähte Badeponcho passt nun der Schwester und Leni benötigt einen größeren. In der Wäschekiste meiner verstorbenen Mutter fand sich ein noch niemals genutztes, riesige Badetuch, groß genug den neuen Zweck.

Wie hier geschnitten wird, habe ich schon einmal erläutert: Badeponcho aus Badetuch. Aber diesmal habe ich noch eine Optimierung eingeführt.

Badeponcho aus riesigem Badetuch

Der Frotteestoff ist nicht flexibel. Deshalb fällt das notwendige Halsloch recht groß aus, damit das Kind hineinschlüpfen kann. Dann allerdings wird das Kind evtl. nach dem Baden bzw. Schwimmen am Hals kalt. So habe ich ein Halsbündchen zwischen Kapuze und Tuch eingefügt. Es ist aus zwei Stücken genäht – also nicht gefaltet – und fasst die Kapuze oben zwischen. Unten ist es mit Overlock angenäht. Seitlich habe ich es verjüngend geschnitten. So legt sich das Tuch am Hals eng und warm an.

Die Kapuze stammt von einem abgelegten Bademantel, bei dem der Reißverschluss völlig kaputt war. Plastikreißverschlüsse an Wäschestücken, die heiß gewaschen werden, das ist so eine Sache. Nachhaltig wird es dabei nicht, aber immerhin verwende ich die Stoffe weiter. Die Taschen des Bademantels habe ich ebenso verwendet und durch Applikation aufgepeppt.

Seepferdchen als Applikation

Die Kapuze habe ich durch ein innen liegenden Bändchentunnel flexibel gehalten, wie gesagt, das Kind soll nicht frieren!

Kapuze kann gezurrt werden

Seitlich habe ich auch noch Bänder angenäht, so bleibt das Tuch besser geschlossen, wie gesagt, Leni soll nicht frieren!

Jumpsuit – der Sommer kann kommen

erneut Jumpsuit mit den Stoffen Sale Away

Der ein oder andere, der meinen blog kennt, wird sich wundern: Das gab es doch schon einmal! Richtig, es ist eine wiederholendes Projekt, https://sewtonew.blog/2020/06/23/sommer-sonne-sand-und-meer-jumpsuit/. Und das kam so: Im zeitigen Frühjahr gab es schon einen herrlichen Sommertag von den Temperaturen her. Der Jumpsuit wurde hervorgekramt, doch oh weh, die Beine hatten arges Hochwasser. Sonst passte er noch und wurde auch angezogen. Im Garten beim ersten Wasserspielen des Jahres lieh sich dann Lenis Freundin den Jumpsuit aus – und wollte ihn partout nicht mehr hergeben! Nun ja, Oma sagte zu, einen Neuen für Leni zu nähen, nur eben mit längeren Beinen. Auf ein Bild von den Freundinnen im Partnerlook freut sich Oma schon jetzt …

Der Schnitt ist von Ottobre. Man kann sich so etwas aber auch selbst zusammenstellen. Man benötigt einen weiten Hosenschnitt und den Schnitt eines weiten Oberteils mit geraffter Halspartie. Über die Halspartie wird der Jumpsuit übergezogen, sie muss also weit sein und mit Gummizug gerafft werden. Ober- und Unterteil sind dann mit Gummi und Gummitunnel mittig zusammengeführt. Der Anzug ist beliebt, weil er so super bequem ist. Die Stoffe tun das Chice und Robuste dazu. Die Stoffe biete ich an

und sie fallen unter mein Thema nachhaltige, gute Stoffe, siehe auch https://sewtonew.blog/2021/03/04/schoene-stoffkombinationen-eingetroffen/.

Fingerpuppen in Osterkarte

Wir haben uns so gefreut! Leni schrieb uns in Druckbuchstaben eine wunderschöne Osterkarte, obwohl sie noch nicht in der Schule ist. Sie schrieb, wie man es hört, das macht aber nichts, Rechtschreibung kommt später. Natürlich wollen wir uns revanchieren mit einer für sie lesbaren Karte in Druckbuchstaben.

Damit es schön wird, wollen wir nicht malen, sondern ich nähte. Ich fand eine Anleitung: https://das-naehzimmer.de/hase-und-huhn-eine-neuauflage/. Die Fingerpuppen Huhn und Hase stecken dabei in einer Osterkarte. Sie sind aus Walk gefertigt. Perlen für die Augen hatte ich nicht, ich habe mir mit Filz und Nadel und Faden geholfen.

Fingerpuppen Huhn und Hase

Die Karte ist eine in Stoff eingenähte Pappe mit aufgenähter Tasche.

Opa hat die Aufgabe, einen für Leni lesbaren Brief zu schreiben. Der wird dann in die Karte hinter die Puppen gesteckt.

An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern meines Blogs ein frohes, gesegnetes und gesundes Osterfest!

Nähen zu Ostern – Anleitung Hasenbeutel

Die Osterbeutel für Kinder, die ich schon erwähnte (https://sewtonew.blog/2020/04/03/hasenbeutel-statt-osterkoerbchen/), sind wirklich schnell genäht und ein schönes Ostergeschenk, zumal, wenn sie noch österlich befüllt werden.

Ich dachte mir, ich stelle die Anleitung zusammen und zur Verfügung, damit sich viele Kinder freuen können.

Viel Freude beim Nachnähen!!!

Playfood für die Kinderküche

Cilly hat schon zum Geburtstag etwas an Utensilien für die Kinderküche bekommen. Ich nahm wahr, dass es ihr Lieblingsgeschenk war. Cilly spielte diesen Sommer gerne in ihrer „Matscheküche“ im Garten. Nun ist es für Spielen draußen zu ungemütlich. Insofern waren die Kochutensilien für innen genau richtig.

Ehe ich aber über Ergänzungen zum Kochen berichte, fehlt die Aufklärung, was es mit diesen Schächtelchen auf sich hat.

Kaufmannsladen in den 50ern

Derweil ich für Cilly mit Wonne bastelte, kamen Erinnerungen an intensives, zeitvergessendes Spielen mit Macht hervor. Im Juli 2019 löste ich das Haus meiner verstorbenen Eltern auf. Damit begann eine emotionale Rückreise, deren Seelenarbeit bis dato anhält. Auf dem Speicher fand ich Spielsachen aus meiner Kindheit. Diese beiden Schächtelchen sind noch vollkommen intakt. Es waren arme Zeiten in den 50ern, es gab nur wenig. Das, was man hatte, wurde wie ein Augapfel gehütet und man ging vorsichtig damit um. Schächtelchen auf und zu, in das Einkaufskörbchen legen und wieder ins Regal des Kaufmannsladen, so ging es stundenlang hin und her. Sie sind also noch da, diese Schächtelchen. Weder meine Eltern noch ich entsorgten sie. Wohl kaum von Wert, sie werden immer noch gehütet. Das sagt etwas aus.

Und die Berichte von Cillys Spielen in der „Matscheküche“ triggerten meine Erinnerung zusätzlich. Bei jedem Ausschneiden und jeder Naht für neues Playfood kam das Spielen meiner Kindheit zum Vorschein. Was wäre man glücklich gewesen über solche Utensilien! Die Frage aber bleibt, ob bei einem Mehr an Spielsachen die Schächtelchen heute noch da wären. Jedenfalls hatte ich ganz besondere Bastelstunden und das Ergebnis macht mich in besonderer, sozusagen doppelter Weise glücklich, aus dem Blickwinkel der Rückreise und aus dem der Vorausschau auf Cillys zukünftiges Spielen.

Nun aber zu den Filzgeschichten. Ich fand Filz in meinem Näh- und Bastelfundus. Zudem begeisterten mich Anleitungen und Bilder im Netz, weiter unten setze ich Links für Interessierte.

Obst und Gemüse
Herzhaftes
Naschereien

Dann fand ich im Keller noch ein passenden Körbchen.

Vorratskörbchen für die Kinderküche

So wünsche ich Cilly also inbrünstiges Spielen.

Anregungen und Anleitungen zur Herstellung von Playfood findet sich z. B:

https://www.facebook.com/Minifilz/

https://www.heimwerker.de/naehen-fuer-die-spielkueche-lebensmittel-und-zubehoer-selber-machen/

http://hellohcmc.canalblog.com/archives/2010/09/18/19092627.html

Was aus Christls Bademantel wurde …

Christl ist eine kleine, schmale Person mit Größe S. Sie gab mir vor längerer Zeit einen dunkelblauen Bademantel. Er war insofern ramponiert als die Gürtelschlaufe samt einem Teil der Seitennaht ausgerissen war. Er wurde mir fürs Upcycling übergeben. Ich begriff gleich, dass man ihn nicht einfach irgendwie zerschneiden sollte. Erstens ist er ein Markenprodukt und zweitens wachsen die Enkelkinder ja noch. Er hing sorgsam verwahrt in meinem Kleiderschrank.

Nun traf es sich, dass sich Curd einen Bademantel wünschte. Vielmehr handelt es sich wahrscheinlich um den geheimen Wunsch, einen Zaubermantel à la Harry Potter zu besitzen. Entsprechende Vorlagen wurden mir geliefert. Das Emblem Gryffindor ist dabei ganz wichtig. Ein solches Emblem bestellte ich per Internet. Nun hat Curd nahezu die Größe 152 und ist auch in den Schultern breit, im Körper lang und schmal.

Das hieß für den Bademantel: Etwas kürzen unten und an den Ärmeln, Seiten einschließlich der Ärmel etwas schmälern – dabei fiel die Schadstelle weg, Emblem aufbügeln, Ränder – sowieso etwas „verbraucht“ – abschneiden und farblich neu einfassen. So sahen entsprechende Vorlagen aus. Zudem schnitt ich herausgezogene Fäden ab. Frottee hat eben den Nachteil, dass sich zuweilen Fäden ziehen. Jetzt ist das gute Stück wie neu! Es wird eine gute Zeit noch gute Dienste tun.

Bademantel oder Curds Zaubermantel

absolutes Lieblingsstück Spielanzug

Die Jumpsuits oder einteilige Spielanzüge, die ich bereits nähte, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind bequem und praktisch, offensichtlich auch hautfreundlich und luftig.

Spielanzug – weil es so bequem ist!

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Und weil es noch etwas heiß bleibt, habe ich für Leni und Lotta noch eine Runde genäht. Diesmal verwendete ich für das größere Exemplar einen Schnitt aus einem alten Burda-Heft – etwas komplizierter als die Vorgängermodelle. Der Schnitt sah einen Reißverschluss im Rücken vor. Das finde ich für ein Kind unpraktisch. Den Reißverschluss habe ich deshalb nach vorne verlegt.

spielhosen

Partnerlook für die Schwestern

Der gestreifte Stoff ist neu, der rote und graue Jersey stammt von abgelegten T-Shirts von Opa Heinz, Tiptop-Markenstoffe. Der Reißverschluss trennte ich aus einem Beinverschluss einer abgelegten Jogginghose von Katrin heraus. Also wieder einmal zumindest ein halbes Upcycling-Projekt! Der Anspruch Upcycling führte dann auch zum colour blocking, so reichten die Stoffstücke. Die Idee kam während der Überlegungen zum Schneiden, offene Prozesse generieren eben nicht alltägliche Ideen.

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Vorderseite

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Rückseite

Ich wünsche luftiges, bequemes Spielen im Hochsommer 2020!

 

 

Spielanzug – weil es so bequem ist!

Aller guten Dinge sind drei! Nachdem ich für Leni schon zwei Jumsuits oder Playsuits nähte und sie diese Kleidung als so bequem empfindet, habe ich nun ein kurzes Exemplar genäht. Das Azorenhoch dieses Jahres soll vor der Türe stehen, da darf Sommerliches nicht fehlen.

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kurzer Playsuit

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farblich abgesetzte Gummitunnel

Wieder habe ich den Schnitt von Ottobre aus Heft 3/20 verwendet, die Hose aber kurz geschnitten. Außerdem habe ich wieder mit Gummitunneln statt mit aufgenähten Gummizügen gearbeitet. Das eröffnete zudem die Möglichkeit, das Kleidungsstück mit einem ruhigen Stoff abzusetzen.

Der Hochsommer darf kommen!

Den mädchenhaften Stoff biete ich im shop unter Stoffpakete an.

baumwolljerseymädchen

 12,- pro m

Ebenso den aus dem vorhergehenden Projekt:

blumenjersey

10,- pro m

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Nachdem der maritime Jumpsuit bei Leni so gut angekommen ist und ich gut nachvollziehen kann, wie bequem ein solches Kleidungsstück ist, habe ich mir überlegt, für die anstehenden Ferien auf dem Bauernhof einen weiteren Jumpsuit oder Playsuit zu nähen.

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Sommerferien für Leni

Der Blumenstoff ist bequemer Jersey, das gelbe Oberteil ist aus Opas Schlafanzugjacke in ebenso guter Jerseyqualität entstanden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und entgegen den Anleitungen zum Schnitt von Ottobre habe ich alle Gummiraffungen in Tunneln untergebracht. Ich erwähnte schon die Mühe, ausgeleierte, eingenähte Gummibänder zu erneuern. Die Raglannähte habe ich innerlich mit einem mitlaufenden Stoffstreifen versäubert, so wie ich es an hinteren Halsausschnitten gewohnt bin: Was aus einem echt langweiligen Shirt werden kann!

Nun muss nur noch entsprechend der sommerlich, hippiemäßigen Anmutung die Sonne lachen! Fröhliche und erholsame Ferien!

 

Hasenbeutel statt Osterkörbchen

Es wird ein wenig traurig werden: Wir können unsere Enkel zu Ostern nicht sehen! Aber vor der Türe werden sie etwas vorfinden, der Osterhase wurde von Oma und Opa beauftragt.

Beutel lassen sich an die Türe hängen, Katzen, Hunde oder Marder, die herumlaufen, können nicht an den Inhalt der Beutel gelangen. Deshalb diesmal statt Osterkörbchen Hasenbeutel.

Es sind wieder einmal sämtlich Upcyclingexemplare.

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für Leni

Das Rucksäckchen wurde aus gefärbtem Laken, weißem Laken (Beides von Uroma) und einem Spitzenshirt von Hanna hergestellt. Für die Schwester Lotta wurde das Ganze in etwas kleiner hergestellt, damit die Beiden im Partnerlook laufen können.

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für Leni und Lotta

Dann gab es noch schöne Stoffe in mint in meinem Fundus. Ich glaube, es waren geschenkte Stoffreste von Anne. Die passen für ein Mädchen. Cilly bekommt diesen Hasenrucksack.

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für Cilly

Für den Zweitklässler Curd ist ein Hasenbeutelchen natürlich unpassend, er ist dafür schon zu groß. Ich habe mich an seine Begeisterung für Ohnezahn erinnert, an seine Farbvorlieben und daran, dass der Beutel etwas robuster sein sollte. Im Fundus fand ich zwei passende Jeans in dunkelblau und türkis. Die Beine lieferten die notwendigen Stoffstücke.

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für Curd

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Applikation Ohnezahn

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Rückseite mit Jeanstasche

Über den Inhalt der Beutel verrate ich natürlich jetzt noch nichts …

Ansonsten wünsche ich den Besuchern meiner Seite frohe Ostern, habt Freude am Nähen und bleibt gesund!!!