Was aus Christls Bademantel wurde …

Christl ist eine kleine, schmale Person mit Größe S. Sie gab mir vor längerer Zeit einen dunkelblauen Bademantel. Er war insofern ramponiert als die Gürtelschlaufe samt einem Teil der Seitennaht ausgerissen war. Er wurde mir fürs Upcycling übergeben. Ich begriff gleich, dass man ihn nicht einfach irgendwie zerschneiden sollte. Erstens ist er ein Markenprodukt und zweitens wachsen die Enkelkinder ja noch. Er hing sorgsam verwahrt in meinem Kleiderschrank.

Nun traf es sich, dass sich Curd einen Bademantel wünschte. Vielmehr handelt es sich wahrscheinlich um den geheimen Wunsch, einen Zaubermantel à la Harry Potter zu besitzen. Entsprechende Vorlagen wurden mir geliefert. Das Emblem Gryffindor ist dabei ganz wichtig. Ein solches Emblem bestellte ich per Internet. Nun hat Curd nahezu die Größe 152 und ist auch in den Schultern breit, im Körper lang und schmal.

Das hieß für den Bademantel: Etwas kürzen unten und an den Ärmeln, Seiten einschließlich der Ärmel etwas schmälern – dabei fiel die Schadstelle weg, Emblem aufbügeln, Ränder – sowieso etwas „verbraucht“ – abschneiden und farblich neu einfassen. So sahen entsprechende Vorlagen aus. Zudem schnitt ich herausgezogene Fäden ab. Frottee hat eben den Nachteil, dass sich zuweilen Fäden ziehen. Jetzt ist das gute Stück wie neu! Es wird eine gute Zeit noch gute Dienste tun.

Bademantel oder Curds Zaubermantel

absolutes Lieblingsstück Spielanzug

Die Jumpsuits oder einteilige Spielanzüge, die ich bereits nähte, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind bequem und praktisch, offensichtlich auch hautfreundlich und luftig.

Spielanzug – weil es so bequem ist!

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Und weil es noch etwas heiß bleibt, habe ich für Leni und Lotta noch eine Runde genäht. Diesmal verwendete ich für das größere Exemplar einen Schnitt aus einem alten Burda-Heft – etwas komplizierter als die Vorgängermodelle. Der Schnitt sah einen Reißverschluss im Rücken vor. Das finde ich für ein Kind unpraktisch. Den Reißverschluss habe ich deshalb nach vorne verlegt.

spielhosen

Partnerlook für die Schwestern

Der gestreifte Stoff ist neu, der rote und graue Jersey stammt von abgelegten T-Shirts von Opa Heinz, Tiptop-Markenstoffe. Der Reißverschluss trennte ich aus einem Beinverschluss einer abgelegten Jogginghose von Katrin heraus. Also wieder einmal zumindest ein halbes Upcycling-Projekt! Der Anspruch Upcycling führte dann auch zum colour blocking, so reichten die Stoffstücke. Die Idee kam während der Überlegungen zum Schneiden, offene Prozesse generieren eben nicht alltägliche Ideen.

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Vorderseite

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Rückseite

Ich wünsche luftiges, bequemes Spielen im Hochsommer 2020!

 

 

Spielanzug – weil es so bequem ist!

Aller guten Dinge sind drei! Nachdem ich für Leni schon zwei Jumsuits oder Playsuits nähte und sie diese Kleidung als so bequem empfindet, habe ich nun ein kurzes Exemplar genäht. Das Azorenhoch dieses Jahres soll vor der Türe stehen, da darf Sommerliches nicht fehlen.

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kurzer Playsuit

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farblich abgesetzte Gummitunnel

Wieder habe ich den Schnitt von Ottobre aus Heft 3/20 verwendet, die Hose aber kurz geschnitten. Außerdem habe ich wieder mit Gummitunneln statt mit aufgenähten Gummizügen gearbeitet. Das eröffnete zudem die Möglichkeit, das Kleidungsstück mit einem ruhigen Stoff abzusetzen.

Der Hochsommer darf kommen!

Den mädchenhaften Stoff biete ich im shop unter Stoffpakete an.

baumwolljerseymädchen

 12,- pro m

Ebenso den aus dem vorhergehenden Projekt:

blumenjersey

10,- pro m

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Nachdem der maritime Jumpsuit bei Leni so gut angekommen ist und ich gut nachvollziehen kann, wie bequem ein solches Kleidungsstück ist, habe ich mir überlegt, für die anstehenden Ferien auf dem Bauernhof einen weiteren Jumpsuit oder Playsuit zu nähen.

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Sommerferien für Leni

Der Blumenstoff ist bequemer Jersey, das gelbe Oberteil ist aus Opas Schlafanzugjacke in ebenso guter Jerseyqualität entstanden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und entgegen den Anleitungen zum Schnitt von Ottobre habe ich alle Gummiraffungen in Tunneln untergebracht. Ich erwähnte schon die Mühe, ausgeleierte, eingenähte Gummibänder zu erneuern. Die Raglannähte habe ich innerlich mit einem mitlaufenden Stoffstreifen versäubert, so wie ich es an hinteren Halsausschnitten gewohnt bin: Was aus einem echt langweiligen Shirt werden kann!

Nun muss nur noch entsprechend der sommerlich, hippiemäßigen Anmutung die Sonne lachen! Fröhliche und erholsame Ferien!

 

Hasenbeutel statt Osterkörbchen

Es wird ein wenig traurig werden: Wir können unsere Enkel zu Ostern nicht sehen! Aber vor der Türe werden sie etwas vorfinden, der Osterhase wurde von Oma und Opa beauftragt.

Beutel lassen sich an die Türe hängen, Katzen, Hunde oder Marder, die herumlaufen, können nicht an den Inhalt der Beutel gelangen. Deshalb diesmal statt Osterkörbchen Hasenbeutel.

Es sind wieder einmal sämtlich Upcyclingexemplare.

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für Leni

Das Rucksäckchen wurde aus gefärbtem Laken, weißem Laken (Beides von Uroma) und einem Spitzenshirt von Hanna hergestellt. Für die Schwester Lotta wurde das Ganze in etwas kleiner hergestellt, damit die Beiden im Partnerlook laufen können.

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für Leni und Lotta

Dann gab es noch schöne Stoffe in mint in meinem Fundus. Ich glaube, es waren geschenkte Stoffreste von Anne. Die passen für ein Mädchen. Cilly bekommt diesen Hasenrucksack.

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für Cilly

Für den Zweitklässler Curd ist ein Hasenbeutelchen natürlich unpassend, er ist dafür schon zu groß. Ich habe mich an seine Begeisterung für Ohnezahn erinnert, an seine Farbvorlieben und daran, dass der Beutel etwas robuster sein sollte. Im Fundus fand ich zwei passende Jeans in dunkelblau und türkis. Die Beine lieferten die notwendigen Stoffstücke.

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für Curd

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Applikation Ohnezahn

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Rückseite mit Jeanstasche

Über den Inhalt der Beutel verrate ich natürlich jetzt noch nichts …

Ansonsten wünsche ich den Besuchern meiner Seite frohe Ostern, habt Freude am Nähen und bleibt gesund!!!

 

 

Drache Ohnezahn – Kostüm zu Karneval

Gesicht von Ohnezahn auf der Kapuze

Curd liebt die Geschichten und Phantasien rund um den Drachen Ohnezahn. Was liegt da näher als ein entsprechendes Kostüm zu Karneval zu nähen. Zugegeben, es ist ein wenig aufwendig, aber ich hatte viel Freude beim Überlegen und Nähen.

Gott sei Dank gibt es schon ein Vorbild. Sarah bietet im Netz eine wunderschöne Anleitung, die ich nur weiterempfehlen kann, https://mommymade.de/2017/02/toothless-costume-ohnezahn-kostum.html.

Erst dachte ich, den Kapuzenpulli auch als Upcyclingprojekt zu realisieren. Davon habe ich jedoch angesichts der dann noch fälligen Näharbeit Abstand genommen. Begonnen habe ich also mit einem fertigen schwarzen Kapuzenpulli, hinzu kamen diverse Upcyclingstoffe in schwarz und dunkelblau.

Die Kapuze bekam Ohnezahns Augen appliziert, ein paar Glitzersteinchen machen ihn interessanter. Die Mitte der Kapuze erhielt Drachenzacken, versteift mit Bügelvlies. Sie wurden in eine Falte der Kapuze eingenäht. Seitlich habe ich die Art Ohren, ausgestopft mit Füllwatte, von Hand angenäht.

Drachenzacken im Rücken

Anders als in Sarahs Anleitung habe ich die Flügel zweigeteilt, um im Rücken weitere Drachenzacken unterzubringen.

Ohnezahns Flügel

Die Flügel habe ich mit Füllvlies versteift und abgesteppt.

Flügel von der Rückseite
Schwanz mit oberen Flügelchen

Der Drache Ohnezahn hat natürlich einen langen Schwanz, wie es sich für Drachen gehört. Allerdings stelle ich mir vor, dass ein solcher Schwanz im Straßenkarneval überaus lästig werden kann. Deshalb ist der Schwanz abnehmbar. Innen ist er mit Füllwatte aufgepolstert. Er hat oben und unten weitere Flügelchen. Diese sind mit Pappe versteift.

untere Flügelchen am Schwanz

Nun fehlt noch ein Bild vom ganzen Drachen. Wenn Curd das Kostüm anprobiert, werde ich hoffentlich in der Lage sein, ein schönes Bild festzuhalten. Es wird dann nachgeliefert.

weitere Karnevalskostüme findest du unter:

Püppi neu eingekleidet – super Anleitung bei Firlefanz

Psst!: Zu Weihnachten bekommt Lotta ihre erste Puppe. Die soll natürlich nicht nackt und kalt sein. So hat Oma genäht. Auf der Suche nach Schnittmustern wurde ich bei Firlefanz kostenfrei fündig. Und die Anleitung erwies sich als bombig, denn aus einem Schnitt sind zahlreiche Varianten von Jumper über Schlafsack bis zum Kleidchen abgeleitet. Ohne viel Papier ist man unmittelbar beim Nähen, alles natürlich mit Stoffresten.

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Die Schnitte werden für alle denkbaren Größen von Puppen geliefert. Und so habe ich gleich für Cillys Puppe, die etwas größer ist, ebenso Jumper, Kleid und Jacke genäht. Vom Upcyclinggedanken her ist der Jumper interessant, denn ich habe ihn aus einer Schafanzugjacke unter Beibehalten der Knopfleiste hergestellt. Alle übrigen Kleidungsstücke haben Klettverschlüsse. Das ist für die kleinen Puppenmütter günstiger.

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püppi3

Eine Einschränkung möchte ich mitteilen. Die Puppenkleidung ist so klein, dass es wirklich auf Geschicklichkeit und Handfertigkeit ankommt. Ich denke, dass jemand, der noch nicht geübt im Nähen ist, mit den Minikleidern nicht gut zurecht kommt. Beispielsweise die kleinen Rundungen mit der Overlock zu nähen, ist echt herausfordernd. Ein bisschen Näherfahrung ist ganz sicherlich vonnöten.

Dennoch meine wärmste Empfehlung für das Schnittmuster!

Weihnachtsbäckerei beginnt bald!

Weihnachtsplätzchen werden jetzt schon in den Geschäften angeboten. Aber es geht doch nichts über das eigene Backen, insbesondere dann, wenn es mit den Kindern oder Enkeln gemeinsam angegangen wird. Schönste Küchenstunden stehen uns bevor. Um die Weihnachtsdosen zu füllen, bleibt noch ein wenig Zeit, die Plätzchen sollten ja schließlich ihren frischen Buttergeschmack nicht verlieren. Dennoch kann man sich ja jetzt schon darauf freuen und schon einmal überlegen, welche Plätzchen dieses Jahr im Programm aufgenommen werden. Bei mir sind es in jedem Fall Baseler Leckerli, die niemals fehlen dürfen, weil sie so weihnachtlich aromatisch sind. Der Teig ist langwierig mit Ruhezeiten und ziemlich klebrig.

Und damit sind wir beim Nähthema, denn die Weihnachtsbäckerei verlangt Schürzen.

Letztes Jahr ist mir dazu etwas eingefallen, nämlich Schürzen für Mutter und Kind mit Lebkuchenmännern. Sie wurden so gut nachgefragt, dass ich sie erneut nähe. Hinzu kam, dass ich passenden, festeren Stoff aufkaufte, derweil leider ein Geschäft in Lindlar mit u.a. schönen Stoffen im Sortiment aufgeben musste.

Und so sehen die diesjährigen Schürzen aus:

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Sie sind in meinem Shop erhältlich.

gruselig zu Halloween

Für meinen lieben Enkel Curd hatte ich schon einmal ein Vampirkostüm genäht:  siehe Upcyclingprojekt.

Er ist inzwischen aus diesem Kostüm herausgewachsen und so folge ich seinem Wunsch, erneut als Vampir an den Haustüren der Nachbarschaft Süßes oder Saures zu verlangen.

Diesmal stand ein Bettlaken aus der Haushaltsauflösung meiner Mutter zur Verfügung. Ich färbte einige weiße Bettlaken in schwarz, blau, pink und lila, um sie für Nähprojekte zur Verfügung zu haben. Damit hatte ich so viel Stoff, dass ich nicht Stücke zusammenzusetzen brauchte. Stattdessen wählte ich einen großen Kreis, um ein Cape zu nähen. Außen herum fasste ich den Stoff ein. Am Hals und am vorderen Schlitz setzte ich Belege entgegen und nähte Bindebänder an. Ein aufgenähter Glitzerfaden ergab das Spinnennetz. Ich werde noch eine Platikspinne besorgen und sie auf der Schulter festnähen. Dann ist das Kostüm ganz fertig.

Und so sieht die neue Vampirhaut aus:

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von hinten

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von vorne

Da der Stoff in der Waschmaschine gefärbt wurde, wird man das Kostüm einzeln waschen müssen. Es hat aber durch den Schnitt als Cape den Vorteil, dass es wahrscheinlich eine weitere Runde Wachstum mitmachen und auch noch im nächsten Jahr passen wird. Die Arme werden dann nur etwas herausrutschen. Derzeit wird die Runde mit dem Radius 66 cm über die Hände gehen.

Köln Shirt mit Applikation Kölner Dom

Verbundenheit und Zugehörigkeit werden häufig durch Kleidung ausgedrückt. Man denke nur an die Fanartikel von Fußballvereinen. Meine  beiden großen Enkel besitzen schon einen FC-Köln-Schal und sind ganz stolz darauf.

Die Applikation Kölner Dom ist bei unseren Kölnern sehr beliebt, schon Babymützen haben eine solche Applikation.

Mein nächstes Upcyclingprojekt verarbeitete unter dem Motto: „Aus zwei mach eins!“, ein Schwangerschaftsshirt mit Streifen von Mama und ein Poloshirt von Hannas Mann.

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Schon farbstark fehlte dem Raglanshirt nach Fertigstellung eine Kleinigkeit, wie ich fand. So fiel die Wahl auf eine kleine Applikation, die vorne deutlich hervorsticht. Mit diesem kleinen, roten Farbakzent war ich dann zufrieden mit meinem Werk.

In der Vergangenheit habe ich oft schon solche Motive verwendet:

Upcycling Blockstreifen für Kinder?

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Kleid für kleine Kölnerin

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Hurra, Carlotta ist da! – Babydecke zur Geburt

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Und den Kölner Dom als Knistertuch haben wir auch schon häufig verschenkt:

 

 

Dein Ort oder deine Stadt lässt sich ebenso gut verarbeiten, wenn du die entsprechende Skyline oder Silhouette im Netz suchst oder ein passendes Bild verwendest, ausdruckst und für die Applikation die Außenlinien seitenverkehrt auf Vliesofix überträgst.

Für Koblenz wäre das eine schöne Vorlage: Quelle

Bildergebnis für abendhimmel koblenz

Viel Spaß mit dem Nähen für Fans der Stadt!