Sommerbezug für Maxi-Cosi Babyschale

Das neue Enkelkind kommt im Sommer. Ich erinnere mich noch gut an den Besuch im Krankenhaus zur Geburt der nun größeren Schwester. Über die übergroße Freude an diesem Tag will ich jetzt aber nicht berichten, sondern von einer Begegnung unten in der Krankenhaushalle erzählen. Eine Mutter wartete unten in der Halle auf ihren Mann, der das Auto holte und vorfahren sollte. Die Mutter kümmerte sich um ein kleines Mädchen, auf dem Boden stand ein Körbchen moderner Art, nämlich ein Maxicosi, darin ein Neugeborenes. Ich fragte das kleine Mädchen, wer das denn sei. Sie antwortete: „Meine Schwester“. Die Mutter, die gesund und gut aussah, ich denke, sie war sogar geschminkt, erzählte dann, dass sie gestern entbunden hätte, nun ging es nach Hause. Dann war es wohl unkompliziert und leicht! Ja, das wünsche ich uns auch!

Die Begebenheit fand im September bei bedecktem Himmel statt. Das Neugeborene war gut eingepackt. Bei uns wird es anders sein, vielleicht wird es ein heißer und schwüler Tag sein.

So ist verständlich, dass der Wunsch nach einem Sommerbezug aus Baumwolle für den Maxicosi aufkam. Ich habe mich der Sache angenommen und es ist unerwartet ein intensiver Prozess des Lernens daraus geworden. Zwei alte verschlissene Bezüge unterschiedlicher Machart standen als Muster zur Verfügung. Auseinander schneiden, reflektieren, erste Schnittversuche, Kombination der Muster, neue Ideen, verwerfen, verändern, neu nähen, weiteres zur Probe nähen, anprobieren, anpassen usw., mit diesen Aktivitäten ging es eine geraume Zeit unter ständiger Optimierung. Und schließlich habe ich den Schnitt auch noch digitalisiert. Da meine kostenfreie Adobe Illustrator Version nicht mehr richtig funktionierte, habe ich Inkscape erlernt, das kostenfrei angeboten wird. Ich bin damit schließlich gut zurecht gekommen, wahrscheinlich aber, weil ich Illustrator schon kannte. Ich stellte auch noch fest, dass mein Drucker scannen kann, die Funktion war bis dahin noch nie benutzt worden. Dann habe ich mich mit Datei-Formaten jpg, png, eps, pdf, zip usw. herumgeschlagen, bis alles saß. Nun ist es vollbracht! Die Internet-Oma und Hobbyschneiderin ist mächtig stolz.

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Wer hat Lust nachzunähen? Wer benötigt einen Sommerbezug für den Maxicosi? Wer hat Lust auf eine besondere Gestaltung? Ich stelle eine ausführliche Anleitung und den Schnitt für diejenigen zur Verfügung, die mir anschließend ihre Fotos als zu veröffentlichende Designbeispiele zur Verfügung stellen. Bitte meldet euch bei mir unter email.

Ansonsten biete ich die Anleitung und den Schnitt unter Dawanda an.

Hier noch ein Auszug aus der Anleitung:

Schritt 2: Stoff zuschneiden

Du benötigst 80 cm eines dehnbaren Stoffes, z.B. Jersey, dehnbares Frottee etc. Man kann auch ein nicht mehr benötigtes dehnbares Spannbetttuch verwenden. Ich empfehle in jedem Falle einen hohen Baumwollanteil des Stoffs, denn es geht ja um einen Sommerbezug für heiße Tage. Darüber hinaus benötigst du passende Webware. Sie sollte einen 3 cm breiten und 190 cm langen Schrägstreifen hergeben. Für den äußeren Gummitunnel wird ein Streifen mit 3 cm Breite und einer Länge von 2,30 m benötigt. Für die Option Schnullerband und Tasche musst du zusätzlichen Stoff vorsehen.  Der Gummi außen rundum hat eine Länge von 110 cm. Also zusammengefasst:

  • dehnbarer Stoff wie Baumwolljersey 80 cm (Breite 1,40 m) oder ein Spannbetttuch
  • Baumwollstoff für Schrägstreifen und Band, z.B. 30 cm eines Baumwollstoffs (Breite 1,40 m)
  • Gummiband 110 cm
  • passendes Nähgarn
  • Nähmaschinen, Overlock und normale Maschine
  • Schneiderschere
  • optional: Trickmarker
  • optional: Stickvlies oder Backpapier
  • optional: Webware für Tasche und Schnullerband

Der Stoff liegt zunächst wie gekauft längs gefaltet, also doppelt. Wie die Schnittteile auf dem Stoff liegen, siehst du hier:

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Jumpsuit für sommerliches Spielen

Es war einmal Hannas Rock, der mit Smokpasse auf der Hüfte saß. Er war zum Upcycling gegeben worden und er fiel mir wieder ein, als ich Lenis Freundin Milla mit Jumpsuit im Garten bei heißen Temperaturen sah. Auch eine bequeme Kleidung für den Sommergarten, dachte ich damals. Im Stoffmusterheft Lieblingskleider von Lillestoff fand ich, was die Länge und den Hosenboden angeht, passende Schnittteile für meine Idee. Der Smokteil sollte zum Brustteil werden und Trägerchen sollten den Jumpsuit halten. Der untere Rockteil sollte Bauchpartie und Beine hergeben. Es ging so gerade auf mit der Länge. Den Rocksaum habe ich noch gelöst und wie man sieht eine Bommelborde angenäht. Nach Aufschneiden des Rocks an den Seitennähten habe ich die Teile gefaltet, vordere und hintere Mitte des Rocks wurden zum seitlichen Jumpsuit. Die Bögen zum Hosenboden habe ich dann herausgeschnitten, vorne etwas anders als hinten. Zu schließen waren dann nur die vordere und hintere Teilungsnaht sowie die Beininnennähte. Unten an den Beinen habe ich mit einem untergenähten Gummiband etwas gekraust, das ist wohl praktischer beim Spielen im Sand und auf den Klettergeräten.

Lustig ist noch die Herkunft aller verwendeten Stoffteile. Wie gesagt, Hannas Rock wurde fast vollständig verwertet. Die Trägerchen hatte ich aufgehoben, sie stammen von einem Bikini von Christl. Beschädigte Teile konnten wegfallen, die Länge reichte noch. Die Bommelborde unten stammt von Katrins T-Shirt, das unter Upcycling T-Shirts und Stoffreste schon verwendet wurde.

Das ganze Projekt war wieder einmal leicht zu realisieren, es muss einem nur etwas einfallen!

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luftige Höschen aus Musselin

Schon länger liegt der Musselinstoff von Petra unbearbeitet im Nähzimmer. Das ist eine Schande angesichts der sommerlichen Temperaturen, bei denen Musselin gerade recht kommt. Ich hatte ein wenig Sorgen, ob ich den Stoff nähen könnte. Die Ersterfahrungen Spucktücher werden zu Halstüchern – erste Erfahrungen mit Musselin hatten mir gezeigt, dass es zumindest mit der normalen Nähmaschine nicht so einfach ist, man benötigt doch den Obertransportfuß, den ich nicht besitze. Ich habe mich dann entschieden, den Stoff gänzlich mit der Oberlock zu verarbeiten, das macht mit der richtigen Einstellung – etwas auf Zug – keine Probleme.

Zudem fand ich einen Einfachstanleitung bei K-Nähleon. Hier besteht die Hose nur aus zwei Teilen. Der Schnitt ist etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber allseits gelobt. Die zweite Hose habe ich dann in einem klassischen Punphosenschnitt gearbeitet. Damit ich nur mit der Ovberlock klar kam, habe ich die Gummibündchen an Bauch und Beinen angesetzt. So musste ich nicht umschlagen und mit der normalen Maschine festnähen. Petra wird mir Rückmeldung geben, ob die Schnitte und die Verarbeitungsweise sich bewähren. Jedenfalls wird sich Cilly in den angenehmen Sommerstoffen wohlfühlen.

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Die Hosen sind passend zur Verwendung bei Sonnenschein im herrlichen Junigarten fotografiert. Ich füge aus meinem privaten Paradieses einige Fotos hinzu.

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Leichtes für die Frühjahrshitze

Das Wetter im Mai war das wärmste seit 129 Jahren, es fühlte sich an wie im Hochsommer. Das macht Lust auf leichte Bekleidung und dank Abkühlung bei Gewitter wurde Nähen möglich.

Petra hatte mir ein grünes Tuch aus leichter, indischer Baumwolle gegeben. Ich denke, es war als Babytuch verwendet worden. Grün passt nun nicht zu Cilly, aber zu Leni, die damit ein absolut leichtes Sommerkleidchen bekommt.

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Der sehr dünne, durchscheinende Stoff rief geradezu nach einem gekräuselten Rockteil. Für das Oberteil war der Stoff einfach zu dünn. Deshalb habe ich ihn mit einem beige karierten Baumwollstoff hinterfüttert. Ich danke an dieser Stelle Claudia von JamJami dafür, dass sie eine Anleitung für ein gedoppeltes Oberteil ins Netz gestellt hat. Der Clou ist, die Seitennähte erst zum Schluss zu nähen. Das ermöglicht absolut saubere Arm- und Halsausschnitte. Der leichte Stoff verträgt keine Applikation, keine Taschen, nicht einmal Bordüren oder Steppnähte. Das hätte die Leichtigkeit genommen. Um es kindlicher zu machen, habe ich schöne Knöpfe auf der Rückseite verwendet. Ich hatte mir bei Auflösung eines Stoffgeschäfts im Gummersbach ein preiswertes Sortiment gesichert. Hier passten Gott sei Dank die Tierknöpfchen wieder.

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colorblocking – wunderbares Upcycling

Das passiert häufiger: Ein Kleidungsstück, das sich zum Upcycling eignet, gibt nicht genug Stoff für das erdachte neue Stück her, weil ggf. Abnäher im Weg sind oder Nutzungsspuren weggeschnitten werden müssen. Ich hatte schon an anderer Stelle auf das Problem hingewiesen: Wenn der Stoff nicht reicht. Auch die Beiträge Upcycling T-Shirts und Stoffreste oder Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider widmen sich diesem Problem. Allerdings war ich bis jetzt darauf bedacht: Beim Upcycling Harmonisches zusammenbringen!

Ein wiederentdeckter, stylischer Trend eröffnet nun weitere Möglichkeiten. Coloblocking bedeutet, dass Gegensätzliches, ggf. Schrilles und Buntes kombiniert werden, allerdings wohl immer in geometrischer Weise. Das verlangt ja auch schon das Nähen, ohne wohlmöglich Kurvenmuster aneinander nähen zu müssen.

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Mein Versuch in dieser Richtung:

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Der Rücken ist entsprechend viergeteilt.

Ein leichtes Nachthemd für Leni entstand aus zwei T-Shirts vom Vater und einem violetten Achselshirt von Mama. Die Farbkombination ist noch vergleichsweise zurückhaltend – immerhin ein Nachthemd -, aber den Trend werde ich sicher weiter verfolgen. Er eignet sich m.E. insbesondere für Sommerlooks. Demnächst also mehr.

Upcycling: Knopfleiste verwenden

Diesmal verwandelte sich der allerletzte Rest eines Jeansherrenhemds in ein Oberteil für Claras beflügeltes Sommerkleidchen. Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass man sich die Arbeit erleichtert, indem schöne Details erhalten bleiben – Beim Upcycling schöne Details erhalten -, und dass Knopfleisten ebenso wiederverwendet werden können, beispielsweise als Knopfleisten im Rücken für ein ganzes  Kleidchen – Feine, fröhliche Kleidchen – Weniger ist manchmal mehr!.

Der Rest vom Jeanshemd ergab noch die Passe des Kleidchens. Im Rücken habe ich ein Stück Knopfleiste des Herrenhemds wiederverwendet. Allerdings musste ich im oberen Teil noch einen Druckknopf verdeckt anbringen, weil die Knöpfe sehr weit auseinander angebracht waren. Zu dem Jeansstoff habe ich einen Baumwollstoff kombiniert, der Feen und Elfen zeigt. Dazu passen wohl die „Flügel“ am Armausschnitt. Clara wird begeistert sein. Weil Clara ein so schlankes Mädchen ist, habe ich die Passe anders als im Grundschnitt unten und innwendig noch mit einem Gummi gerafft.

Upcycling Kleid durch Applikation

Das geliebte Sommerkleid von Christl hatte den gewählten Fleckenentferner nicht vertragen. Man sieht es nur in der Vergrößerung, aber die schwarzen Balken waren an zwei Stellen rötlich geworden, und leider hatte das Mittel auch auf die Rückseite durchgeschlagen. So war das Kleid nicht einmal etwas für den Altkleidersack. Entsorgen? Nicht, wenn man Lenis Oma kennt!

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Ein Wunsch zum Upcycling wurde mitgegeben: etwas Maritimes oder etwas mit rot. Das finde ich eine gute Wahl angesichts des schwarz-weiß gestreiften Untergrunds. In der Stoffrestekiste fand sich ein Stöffchen in hellblau mit Schiffchen. Nun will man ein Kleid der Mutter nicht mit Schiffchen versehen, aber Sterne gehen immer, so dachte ich. Zwei Sterne für die zwei Flecken waren mir aber einerseits zu unharmonisch und andererseits zu wenig spannungsreich. Deshalb wurde ein kleineres Sternchen weiter abseits appliziert. Die Rückseite des Sommerkleids sieht entsprechend aus.

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Das geliebte Kleid kann nun weiter getragen werden. Der Aufwand war wirklich gering.

 

Waschküche neu und chic – für Freude und Spaß bei der Arbeit

Zu Nähen und Upcycling gehört Bügeln und Waschen dazu. Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass Stoffe gut zu prüfen sind, bevor man sie für ein neues Projekt zerschneidet –Upcycling – Stoffe gut prüfen und Schnitte gut wählen. Manchmal müssen die Kleidungsstücke gewaschen werden. Dazu wähle ich immer eine Stufe wärmer als das Etikett erlaubt. Ich denke, dass Wäsche bei 60° in jedem Falle keimfreie Kleidung hinterlässt. Diese Temperatur ist meine erste Wahl.

Meine Waschküche im Kellergeschoss hatte nun schon 35 Jahre auf dem Buckel. Damals wurden die Wände mit Korkplatten versehen und für das Bügeln und Falten gab es einen an der Wand befestigten Tisch aus lackierten Spanplatten. Waschmaschine und Trockner standen neben einem Doppelwaschbecken. Schon komfortabler Keller, wie sich herausstellte! Denn bei der Suche nach dem Thema Waschküche fand ich nur spärliche Informationen zu einer schönen Gestaltung. Das meiste gab es im amerikanischen Raum. Ein hiesiger Küchenbauer gab nicht einmal ein Angebot zu meinen langsam gereiften Vorstellungen ab. Ich denke, viele Menschen haben einfach eine Waschmaschine und einen Trockner im nicht gerade einladenden Keller, im günstigsten Fall ist ebenso ein Waschbecken vorhanden.

So wollte ich es nicht mehr! Dass es reichlich Arbeit kosten würde, den Raum komplett zu renovieren, das war mir klar. Ich denke aber, der Aufwand hat sich gelohnt – es geht ja schließlich um Freude.

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Die Wasch- und Trocknerseite:

Ich wollte mich nicht mehr so bücken. Deshalb wurden Waschmaschine und Trockner aufgebockt. Dazu gibt es stabile Unterbauten aus Metall, die bis 500 kg aushalten. Die symmetrische Anordnung gefiel mir und zwischen Waschmaschine und Trockner passten Ablagen und Waschbecken. Der Wasserhahn ist so gewählt, dass ein Putzeimer leicht zu füllen ist. Die Schubkästen sind alle der gleichen Art in verschiedenen Größen. Unten wird darin die Schmutzwäsche sortiert, in denen darüber allerlei Zubehör wie Bürsten, Fleckentferner, Tücher, Klammern, Müll (Flusen). Zum Umbau bzw. Bau wurden Birke-Multiplexplatten verwendet. Die sind robust gegen Feuchtigkeit, und mit einem speziellen Öl habe ich sie zusätzlich behandelt.

Bügelseite:

Scherenwäschetrockner an der Wand sind in bequemer Schulterhöhe angebracht. Sie nehmen das auf, was nicht im Trockner getrocknet wird, z.B. Putztücher, Küchentücher (linke Seite), oder aber die fertig gebügelten Blusen und Hemden auf Bügeln (rechte Seite). Der Tisch zum Falten ist wieder aus Birke-Multiplexplatten gefertigt und hat für mich die bequeme Höhe 90 cm. Wie auf der gegenüberliegenden Seite habe ich auf den verbindenden Gehrungsschnitt der Holzplatten Wert gelegt. Die Schübe sind zum Sortieren der Wäsche gedacht: noch zu Bügeln, für das Erdgeschoss, für das Obergeschoss – Thema Arbeitsabläufe. Was noch fehlt: Ich habe ein Unterbau-Bügelbrett zum Aufklappen gefunden und erhalten (Befestigung24.de). Das muss der Tischler links unter dem Tisch noch montieren.

Und der Clou: Das ist wohl die Tapete. Ich habe sie von Rebel Wall über MeineWand bezogen und sie konnte auf Maß geliefert werden.

Seit die Waschküche nun so aussieht, überlasse ich die Wäsche nicht mehr meiner Hilfe, sondern ich erledige die Arbeiten selbst, mit Freude und Spaß!

Das Foto vorher: Da hat man doch keine Lust, die Wäsche zu erledigen!

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Upcycling T-Shirts und Stoffreste

Schon für Kleidchen Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider habe ich das Verfahren erprobt, und ich denke, es ist empfehlenswert. Man nehme abgelegte T-Shirt und kombiniere sie mit passenden Stoffrestchen, um fröhliche Kinderkleidung zu kreieren.

neuer Rock für Clara:

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Clara ist in dem Alter, da Mädels auf Feen und Elfen stehen. In der Stoffrestkiste von Anne fand sich das Stöffchen „Feenwelt“. Für ein vollständiges Kleidungsstück war das Restchen zu klein. Ich fand aber im Fundus ein passendes T-Shirt, dessen unteren Teil ich unter Beibehaltung des Saums verwendete. Das Stoffrestchen schnitt ich in derselben Länge zu, säumte es und setzte es in die Mitte des T-Shirt-Teils vorne und hinten ein. Damit war gehörig Weite erreicht, die Clara so sehr liebt. Die seitliche T-Shirtnaht habe ich unverändert gelassen. Um im Bund zu raffen, fand ich ein farblich passendes T-Shirt, von dem ich den Smokbereich der Hüfte abschnitt. Ansonsten hatte das Shirt einem Ansatz von Knötchen und musste entsorgt werden. Der Smokbereich fiel mir aber gerade passend in die Hände.

neues Sommeroberteil für Leni:

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Zu Mutters gelben T-Shirt fand sich ein Stoffrestchen mit Drachenmotiv. Da es blaugrundig ist, passt es gut zu Lenis neuer Vorliebe für blaue Jeans. Der gelbe T-Shirt-Stoff ist sehr luftig und dünn. Deshalb habe ich mit Kräuselung und mit Rollsaum gearbeitet. Der Sommer kann kommen!

Ballontunika für Leni:

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Ein Sommershirt von Mama in hellem mint hatte unten einen Gummizug und war weit gearbeitet. Dies wahrscheinlich deshalb, weil der Stoff sehr dünn und luftig ist. Den Gedanken habe ich aufgenommen. Weite und Gummizug habe ich für eine Ballontunika übernommen. Den Schnitt Mimmy Schnitt „Mimmy“ ist super habe ich im unteren Teil kurzerhand abgeändert, um die Ballonform zu erreichen. Die Passe ist wieder einmal aus einen Stoffrestchen der vollen Stoffreste-Kiste von Anne. Mit dem Motiv Surfbrett hoffen wir also auf einen sonnigen nächsten Jahresabschnitt.

Beim Upcycling schöne Details erhalten

Meine Nähhobby hat eigentlich derzeit Pause. Ein großer Garten, der nach dem Winter wieder zum privaten Paradies erweckt werden will, erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. Noch bin ich nicht ganz durch, aber bald … Ein Glück ist, dass der strenge, späte Frost in zuvor sehr nassem Boden eine gute Frostgare hinterlassen hat, das macht die Arbeit in lehmigem Untergrund leichter. Allerdings haben auch empfindliche Pflanzen, inbesondere meine Staudenanzuchten in Töpfchen, den späten Frost nicht überlebt.

Eigentlich also Nähpause, aber vorgestern Abend war Fußball, Bayern gegen Madrid. Opa ist dann absorbiert und Oma sucht das Nähzimmer auf. Da Leni Sommershirts benötigt, habe ich zwei Shirts von Mama zerschnitten, aber eben mit Bedacht, denn es gilt, Schönes zu erhalten.

Knopfleiste mit Biesen wiederverwendet:

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Bei diesem leichten Shirt habe ich die Knopfleiste mit Biesen für das Kindershirt übernommen. Ein Raglangrundschnitt diente als Basis. Es traf sich gut, dass das Shirt nur im unteren Bereich Rostflecken aufwies, die fielen einfach weg, weil ich den Schnitt Größe 104 oben an den Biesen ansetzte. Statt Bündchen habe ich oben eine Gummirüsche angenäht, das passt doch sehr schön zu den Biesen. Die Säume unten habe ich mit Zwillingsnadel gearbeitet.

Biesen und Smokbereich wiederverwendet:

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Ausgangspunkt war ein Kurzarmshirt von Mama, das einen beschädigten breiten Smokbereich als unteren Saum aufwies. Den habe ich kurzerhand abgeschnitten. Die Kurzärmel schlossen unten mit Raffung durch doppelten Smokgummi ab. Dieses schöne Detail wollte ich übernehmen. Beim Zuschnitt musste ich mit Gewichten den unteren Bereich des aufgeschnittenen Ärmels dehnen, um den Schnitt ordnungsgemäß anlegen zu können. Ansonsten habe ich wieder den Raglangrundschnitt verwendet. Das war schon einfach. Auch die Biesen des Ausgangsshirts blieben erhalten. Dabei musste ich aufpassen, dass beim Zuschnitt die Symmetrie erhalten blieb. Das nicht gedehnt angenähte Halsbündchen habe ich dann mit einem Gummifaden gesmokt, um eine passende Anmutung zu erreichen. Aus demselben Grund habe ich den Saum als gewellten Rollsaum gearbeitet.

Es stand dann 2:1 und beispielsweise Stürmer Müller war im Interview offensichtlich sauer. Oma war nicht sauer, sie nutzte die Fußballzeit für zwei schnelle Upcycling-Shirts.

Nachtrag:

Auch Sonntag gab es spät noch Sport im Fernsehen. Derweil Opa gebannt zusah, nähte Oma.

Smokbereich wiederverwendet:

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Aller guten Dinge sind drei. Aus dem vorherigen Projekt war noch Smokabschluss des weißen Shirts übrig, der in Teilen noch unverletzt war. Von Hanna stammt das dunkle Shirt mit Vögelchen, es fand sich in der aktuellen Upcycling-Tüte. Ich verwendete einen einfachen Grundschnitt und legte ihn unten am Shirt an – das spart das spätere Säumen. Ebenso verwendete ich den unteren Bereich der nicht aufgeschnittenen Ärmel – Säumen und Ärmelinnennaht gespart -, siehe auch Upcycling: Ärmel nicht aufschneiden!. Um das dunkle Shirt aufzupeppen, fand ich das Restchen Smokbereich als zusätzliche Flügelärmelchen nett. Ich fasste es beim Einsetzen der Ärmel zwischen die Stofflagen. So ergab sich ein weiteres flottes Shirt, das mich selbst freut, weil mir die Idee mit den Flügelärmelchen kam.