zur Einschulung II

Im vorangegangenen post habe ich schon angekündigt, dass weitere T-Shirts zum Schulstart in der Mache sind. Eigentlich wollte ich nur den Namenszug aufbringen. Dann aber kam mir in den Sinn, dass Leni in die sogenannte Elefantenklasse eingeschult wird. So habe ich die Applikation doch noch etwas aufwändiger gestaltet. Der Namenszug dient dazu, dass die Lehrkraft die vielen neuen Namen schnell zuordnen kann.

Leni wird in die Elefantenklasse eingeschult

Der Schnitt ist ganz einfach und hat übergeschnittene Ärmelchen: https://sewtonew.blog/product/t-shirt-mit-uebergeschnittenen-aermelchen-upcycling-easy-groesse-116-140/.

Das T-Shirt ist aus Mutters T-Shirt entstanden. Da das Ausgangsshirt einen sehr weiten Halsausschnitt hatte, ist auch das neue Shirt recht halsfern. Ich denke, für den Sommer ist das passend. Vom Schnitt bin ich an dieser Stelle abgewichen.

Zur Einschulung

Das erste Enkelkind benähte ich zur Einschulung: Curd bekam ein Shirt mit seinem Namen und der Klassenbezeichnung. Nun ist schon unsere zweite Enkelin an der Reihe. Am 19. August haben wir den Freudentag, von dem man früher sagte: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“ Ich denke, die Zeiten haben sich geändert, Schule ist sehr viel freundlicher geworden, und Leni wird es sicher auf leichte Art gut machen! Ernst ist es aber insofern, als die Einschulung leider immer noch unter Corona-Bedingungen stattfinden muss. In die Schule dürfen Omas und Opas nicht mit, aber nachher zuhause werden wir den denkwürdigen Tag gemeinsam begehen (Die Erwachsenen sind alle geimpft!).

Ein neues Shirt habe ich mit Applikation versehen, ein wenig aufwändig der ganze Schriftzug. Ich denke aber, es ist attraktiv geworden.

Bei Pinterest hatte mich diese Verpackung angesichts der Einschulung inspiriert. Es gibt Anleitungen zu dieser Box in Bleistiftform. Zuvor hatte ich so etwas noch nicht gemacht. Mit dem Anzeichnen hatte ich keine Probleme. Statt Falzbein habe ich im Inneren das vorhandene Rädchen zum Kopieren von Schnittmustern verwendet. Das ging wirklich gut, sodass das Falten keine Probleme machte. Mit dem Kleben ist es mir aber nicht gut von der Hand gegangen, ich habe ziemlich gekleckert. Da der Klebstoff abwaschbar ist, habe ich mit feuchtem Läppchen korrigieren können. Wer so etwas häufiger macht, bekommt sicher Übung und macht es besser als ich. Für ein erstes Exemplar bin ich aber zufrieden.

Ich habe das größte der vorgeschlagenen Exemplare gewählt, damit das Shirt gerollt hinein passt.

Mit dem Foto auf dem Gartenstuhl möchte ich Leni eine entspannte Schulzeit wünschen, entspannt und erfolgreich wird kein Widerspruch sein, da bin ich sicher.

Zwei weitere Shirts, eins als Upcycling-Exemplar, sind noch in der Mache. Sie werden nur den Namenszug Leni tragen, damit auch die Lehrerin oder der Lehrer ganz entspannt die neuen Namen zuordnen kann.

Angeblich war es die Neugier …

Was es damit auf sich hat, später …

Zunächst einmal geht es nicht um Nähen und Upcycling für die Enkelkinder, sondern um mein Gartenhobby. Dennoch denke ich an die Enkelkinder, die neugierig werden könnten auf die Geschichte, an die ich angesichts der neuen Idee für den Garten dachte. Aber nun zuerst zum Garten. Mein Garten steht unter dem Motto „Blütenpracht im Bergischen“. Und die Umsetzung dieses Mottos ist und war angesichts des schweren Lehmbodens, angesichts von Verlust von Mutterboden bei der Bauphase, angesichts der Winterfröste und angesichts des Regenreichtums der Region mit Schneckenplagen eine wahre Herausforderung. Nicht umsonst wird hier Milchwirtschaft und Forstwirtschaft betrieben. Für Gemüse oder Getreide gibt es nur schlechte Voraussetzungen. Ich habe es aber geschafft. Rosen sind zwar erst spät mit einer Drainage in den Garten gezogen, Stauden, die Boden und Klima aushalten, sind aber vielfältig vorhanden, und ich ziehe sie auch selbst aus Samen an. Vor Arbeit, auch körperlich anstrengender, darf man angesichts der Verhältnisse keine Bange haben.

Nun gib es ein Schatten- und Abhangstück zum Kellerausgang, das nur schwer zur Blüte zu bringen ist . Bergenien und Lungenkraut im zeitigen Frühjahr und Digitalis grandiflora etwas später bringen ein wenig Farbe. Ansonsten dominiert halt Farn, das hier sehr gut wächst und Arbeit am Hang erspart.

Manche moderne Gärten mögen Grün und flächig einheitliches Grün, ich finde das ein wenig öde. So habe ich nun über die Situation an dieser schattigen Stelle nachgedacht. Was geht hier Fröhliches und Frisches? Ich dachte zunächst an lustige Gartenzwerge, vielleicht historische Exemplare. Im Internet wurde ich dann in ähnlicher Weise fündig. Franka von https://www.facebook.com/tierischgutekeramik/ habe ich über Facebook kontaktiert, nachdem ich ihre Produkte bei Etsy sah. Man muss ja nicht die gewinnsuchenden Konzerne an der Selbstausbeutung der handwerklich Tätigen beteiligen! Die Abwicklung hat super geklappt und ich bin glücklich mit den Produkten.

So wurde der schattige Farnbereich fröhlich und es gibt ja diese Geschichte: Wie schön wäre es, wenn die Heinzelmännchen von Köln mir zuweilen ein wenig Gartenarbeit abnähmen! In der Kindheit haben mich die Verbfolgen der Sage fasziniert und zum Aufsagen animiert:

„Da kamen bei Nacht, eh‘ man es gedacht, die Männlein und schwärmten und klappten und lärmten und rupften und zupften und hüpften und trabten und putzten und schabten und eh ein Faulpelz noch erwacht, war all‘ sein Tagewerk bereits gemacht!“

„sie sägten und stachen und hieben und brachen, berappten und kappten, visierten wie Falken und setzten die Balken.“

„da schnitten und rückten und nähten und stickten und fassten und passten und strichen und guckten und zupften und ruckten“

usw.

Aber leider ging es nicht gut: „O weh! nun sind sie alle fort, und keines ist mehr hier am Ort!“

Angeblich war es die Neugier von des Schneiders Weib, die sie vertrieb. Als Kind habe ich das so hingenommen. Heutzutage finde ich die Geschichte bedenklich. Nicht nur Eva im Paradies „versaute“ die Zustände, wieder mal eine Frau wird verantwortlich gemacht für den Verlust quasi paradiesischer Zustände. Und auch noch Neugier war die Ursache! Ich hoffe, die Enkelkinder sind neugierig, wenn sie um die Ecke des Hangs kommen.

Was soll denn das? Ich werde die Geschichte von den Heinzelmännchen ansprechen. Ich hoffe, dass sie die Verbfolgen auch so mögen, und werde verraten, dass die Männlein auch in Frangenberg verschwunden sind, nur ihre Mützchen haben sie da gelassen. Die dienen jetzt als Insektenhotel und die Arbeit bleibt allein der Gärtnerin.

Sommerkleidchen zum 3. Geburtstag

Wie die Zeit vergeht! Jetzt wird Lotta schon drei Jahre alt. Zum Geburtstag habe ich ein Sommerkleidchen mit Flügelärmelchen genäht. Der Wunsch war: Bitte mit Tierchen! Im Fundus habe ich lange gekramt und über Tierapplikationen nachgedacht, traf dann aber auf einen leichten, luftigen Sommerstoff mit Eulen und Waldtieren. Den hatte mir Anne noch überlassen. Hätte ich aber ganz aus diesem Stoff genäht, wäre es wohl kaum möglich gewesen, die Zahl 3 noch unterzubringen. So hat sich eine unifarbene Passe dazu gesellt, damit die Applikation 3 noch möglich wurde.

Der Schnitt ist klassisch und schlicht. Die Passe habe ich aber nicht gefüttert, so bleibt es schön luftig, sondern habe Hals- und Armausschnitte mit Schrägband abgefasst. Die Flügelärmelchen sind dann untergenäht. Hinten wird das Kleid mit Knöpfchen verschlossen. Für Festtage ist ein solcher Schnitt wirklich passend, siehe:

Wir werden zwar angesichts des Wetters kein Gartenfest feiern können, aber es wird noch schöne Tage für das luftige Sommerkleidchen geben.

Den Stoff habe ich noch reichlich. Wer also ein solches Kleidchen genäht haben möchte – auch mit anderen Zahlen und in anderen Größen – sollte sich an meine email wenden.

Teekannenhaube nähen – eine Anleitung

Es wäre manchmal praktisch, den Tee ein wenig länger warm zu halten. Eine ausführliche Zeitungslektüre am Morgen oder unterschiedliche Frühstückszeiten beispielsweise rufen diesen Wunsch hervor. Wir haben zwar ein Stövchen mit Teelicht, aber das ist auch lästig, nebenbei auch ökologisch nicht so sinnvoll wie die Wärme zu dämmen.

Nun gehen jedem Nähprojekt eine Recherche und Überlegungen voraus. Bei Pinterest suche ich dann meistens nach Vorbildern und unter dem Stichwort Tea Cosy wird man fündig, Quelle der Bilder also Pinterest.

Meist sind die Kannenwärmer flach gearbeitet, weil Schnute und Henkel eine notwendige Breite verlangen. Sind sie rund gearbeitet, was ich eigentlich schöner finde, werden Schnute und Henkel extra ummantelt oder aber sie schauen aus Lücken hervor. Die Version, den Deckel frei zu lassen, halte ich nicht für gut, weil die Wärme nach oben hin entweicht. Die Überlegung, eine runde große Hülle zu nähen, damit Henkel und Schnute mit unter der Haube verschwinden, habe ich fallen gelassen. Es ergäbe ein Monstrum, für meine Kanne wäre ein Kreisumfang in der Bodenfläche von einem Meter notwendig.

Schließlich habe ich meine Lösung gefunden und gebe euch meine Anleitung dazu.

mein schöner tea cosy

Das Projekt beginnt damit, den Bauchumfang der Kanne zu ermitteln.

Bauchumfang der Kanne

Dann sollte man noch etwas zugeben, damit die Haube nicht zu eng wird und sich leicht überstülpen lässt. Ich habe mich für 60 cm entschieden. Will man nun 6 Teile für die Haube nehmen, ergibt sich die Breite von 10 cm. Die Höhe kann man ermitteln, indem vom Tischboden locker hoch zum Kannendeckel gemessen wird. Ich habe 20 cm ermittelt und mir eine entsprechende Schablone hergestellt.

Schablone

Jetzt werden benötigt:

  • 6 Stoffstücke für außen
  • 6 Stoffstücke für innen
  • Füllwatte entsprechend der 6 Stücke
  • Bändchen 1 m
  • an die Nahtzugaben denken!
Innen- und Außenstoffstücke

Jedes Außenteil wird nun wattiert, indem die Füllwatte mit dem Außenstoffstück per Stepplinien verbunden wird. Man nimmt das Füllvlies zunächst etwas größer. Ich habe einige Schräglinien entsprechend des Rautenmusters gewählt, aber man kann auch andere Stepplinien wählen. Dann wird noch rundherum knappkantig verbunden und überstehendes Vlies wird abgeschnitten.

wattiertes Oberstoffstück

Nun werden je drei Stücke zusammengenäht.

zwei Hälften der Haube

Ehe die beiden Hälften zusammengeführt werden, wird noch ein Bändchen als oberer Griff der Haube angesteckt. Genäht wird dann nicht vollständig, weil ja Schnute und Henkel herausragen müssen. Wie weit die Verbindungsnaht geführt wird, richtet sich nach der jeweiligen Kanne. Man muss es ausprobieren und abstecken. Schließlich ist die Außenhaut mit zwei Schlitzen fertig.

Griff mitfassen
Hälften im oberen Bereich zusammennähen
fertige Außenhaut

Mit dem Innenstoff wird nun fast ebenso verfahren, aber natürlich wird er nicht auch noch wattiert. Außerdem ist eine Wendeöffnung vorzusehen, durch die man das gesamte Gebilde von links auf rechts drehen kann. Das Ganze erinnert an das Nähen eines gefütterten Mützchens. Innen- und Außenteil werden rechts auf rechts zusammengelegt und gesteckt. Ehe genäht wird, werden die Bändchen, vier Stück, zwischen die Stofflagen am Ende der Schlitze gesteckt, damit sie beim Nähen mitgefasst werden können. Die Bändchen schließen per Schleife später den Bodenkreis der Teehaube. Dann wird zusammengenäht. Nahtüberstände müssen eingekürzt werden, insbesondere an den Ecken. Wichtig sind auch die Spitzen der Schlitze, hier muss bis zur Naht eingeschnitten werden, damit nach Wenden eine saubere Ecke entsteht.

Teehaube mit Schlitzen für Schnute und Henkel

Man kann dann noch absteppen, damit der Futterstoff auch innen bleibt. Ich habe mich für breite Hand-Steppstiche rundherum mit Ziergarn entschieden. Das fand ich schön passend und einfach.

Der schöne Stoff ist heißt „garden party“ und ist in meinem shop erhältlich.

Stoff garden party
Teekanne mit Haube

Da die Teekannenhaube aus 6 Stoffstücken besteht, kann man sich das Projekt auch unter dem Motto Stoffreste verwerten oder Upcycling vorstellen. Gerne nehme ich entsprechende Fotos, die ihr mir zusendet, nachfolgend auf.

Also viel Freude beim Überlegen, beim Nähen und zur teatime!!!

Wer eine solche oder ähnliche Teekannenhaube genäht haben möchte, kann sich mit seinen Maßen über meine mail an mich wenden. Ich werde dann gerne ein Angebot unterbreiten.

Mädchenfein zur Hochzeit

Das war doch mal ein passender, freudiger Auftrag für mich. Stefanie, für deren Mädels ich vor zwei Jahren schon einmal nähte, erinnerte sich an mich, weil eine Einladung zur Hochzeit ansteht. Da will man doch fein gehen! Stefanie suchte einen Stoff aus – romantische Blümchen über Stoffe.de – und ich nähte nach dem vereinbarten klassischen Schnitt in Größe 116/122 und 92/98.

Ich stelle mir einen tollen Auftritt der Blumenmädchen vor. „Oh wie süß!“, wird wahrscheinlich der Kommentar sein. Später sind die Kleidchen sehr wohl für den Alltag geeignet. Die Streublümchen und die gedeckte Farben verzeihen Fleckchen und der ausgesuchte Stoff ist robust. Mit unterschiedlichem Drunter sind die Kleidchen für fast jede Wetterlage geeignet. Die rückwärtige Knopfleiste ist breit, insbesondere beim kleineren Exemplar ist der Saum großzügig. So wachsen die Kleidchen noch ein wenig mit, denn Knöpfe lassen sich versetzen und Säume lassen sich rauslassen.

Für Interessierte biete ich fertige Mädchenkleider im shop an. Oder aber ich erfülle spezielle Wünsche über

email: sew-to-new@t-online.de, Anfragen auch telefonisch unter: 02266 2397

Nähen und Garten – Upcycling Herrenhemd

In einer Hauptsichtachse meines Gartens steht ein schönes Häuschen, in dem es sich am heißen Nachmittag schattig oder bei Regen trocken gut verweilen lässt.

Die Bank ist allerdings etwas hart und ein Kissen wäre schön.

Als nun mein Mann ein Hemd, das zu eng geworden war, dem Fundus „Zum Zerschneiden“ übergab, mir die Farbe für das blaßgrün gestrichene Häuschen gefiel und ich mich an ein altes dazu passendes Seidentuch erinnerte, war die Idee geboren.

Die Knopfleiste des Hemds verwendet ich als Verschluss für den Kissenbezug. Das war schon ganz einfach!!! Da die Hemdtasche verhinderte, dass ich eine Seite ganz aus der Front nehmen konnte, habe ich auf der einen Seite einen Streifen des Tuchs hinzugefügt. Die andere Seite stammt aus der Mitte des Tuchs. Ich finde die Kombination von schlichtem Karo und geblümt wunderschön.

Zu meinen Ausführungen, was alles aus Herrenhemden entstehen kann, ist dieses Beispiel hinzu zu fügen. Es gibt zahlreiche Varianten, wie Kissenbezüge verschlossen werden. Dies, so denke ich, ist ein nachahmenswertes Beispiel, weil Wiederverwendung tatsächlich jede Menge Arbeit erspart.

Nun kann man sich noch fragen: Wozu die Schlaufe?

Eine streunende Katze, meist mit Zecken im Fell, schläft gerne auf unserer Bank des Häuschens. Das schöne Kissen finde ich für sie zu schade. Nun kann ich es dank Schlaufe am Fenster aufhängen, wenn ich nicht dort bin.

Eine weitere Verschönerung des Häuschens brachte ich neulich an. Ein aus mit Flechten besetzten Aststückchen gefertigter Kranz ziert den Giebel.

Mein Lieblingsplätzchen!

Der Rücken des Hemds ist noch vorhanden, ebenso Stücke aus dem verwendeten Tuch. So wird es demnächst ein zweites Kissen geben. Tête à tête im Häuschen …

Upcycling T-Shirt zu Nachtkleid

Leni zieht gerne bequeme Nachtkleidchen an. Es fehlen Sommerexemplare. So nahm ich zwei Shirts von Katrin aus dem Fundus, um ein neues Exemplar zu nähen.

Kleid oder Nachtkleid aus zwei Shirts

Als Schnitt verwendete ich meinen easy-peasy-Schnitt, zu dem ich auch schon einen ausführlichen Artikel veröffentlichte.

Ich habe es mir ganz einfach gemacht:

Den Halsausschnitt des braunen Shirts habe ich so übernommen wie er war. Damit ist das Nachtkleid etwas halsfern, aber gerade für ein Nachtkleid ist das passend. Das schmale braune Shirt gab die übergeschnittenen Ärmelchen nur her, indem ich einen Teil des Ärmels vom Ausgangsshirt mit verwendete. Ich denke, die zusätzliche Naht an der übergeschnittenen Stelle ist sogar chic. Das Bündchen des gelben Shirts hielt für die Ärmeleinfassung her. Die Saumnaht des gelben Shirt blieb bestehen. Ich schnitt von unten her zu, so fiel auch ein Fleckchen im oberen Bereich des gelben Shirts weg. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Das Kleidchen oder Nachtkleidchen war binnen einer Stunde entstanden, weil Vorhandenes erhalten blieb. Ein Vorteil beim Upcycling!!!

Neues Leben für ein geliebte Kleidchen

So sieht es aus, das geliebte Kleidchen von Cilly in Größe 110 – 116. Nun ist es zu klein, es müsste Größe 122 haben. Es ist nicht hochwertig, aber das Motiv gefällt Cilly so sehr und ich unterstütze die Identifikation mit Pippi, denn Pippi ist ein starkes Mädchen.

Lieblingskleidchen

Ich musste lange suchen, aber ich fand farblich Passendes in Form eines T-Shirts, dessen Rücken noch verwendbar war. Ebenso fand sich Bündchenware in orange aus der Restekiste, die mir Anne überließ. Da ich nicht abschätzen konnte, was der geraffte Rock hergeben könnte, trennte ich ihn erst einmal ab und legte das Maßband an. Dabei entdeckte ich auch noch einen Flecken, der offenbar die Wäschen überlebt hatte. So schnitt ich dann alles auseinander und den Flecken weg, um zu reflektieren, was gehen könnte. Schnell war klar, ein neues, größeres Kleidchen würde nicht gehen, egal wie man es zusammensetzen würde. In meinem Kopf entstand eben kein schönes Bild.

Ausgangskleidchen auseinander geschnitten

Dann also ein Röckchen! Aus Rücken- und Vorderteil schnitt ich 4 Teile, die die Bahnen des vormals gerafften Teils verlängern sollten. Immer noch zu kurz! Deshalb wurde der Stoff als Oberstoff mit Pippi zu einem vorne rafften Röckchen verwendet. Der Unterstoff aus dem T-Shirt ist dann etwas länger. Die Idee zu einem zweilagigen Rock hatte ich aus Pinterest aufgeschnappt.

Röckchen mit Ober- und Unterstoff

Das Band zum Raffen wurde im Übrigen als Schrägstreifen aus einem Sommershorts von Gregor geschnitten. So haben insgesamt drei abgelegte Kleidungstücke, von denen man üblicherweise dachte, dass sie entsorgt werden müssten, ein neues Leben erhalten. Nachhaltigkeit ist das eine, aber zudem hatte ich Freude an den Überlegungen und beim Nähen. Und Cilly wird sich bestimmt freuen, Pippi wieder zu sehen.

Schmuckstückchen per T-Shirt-Upcycling

Leni mag Eis, deshalb dieses Motiv

Das Pfingstwetter war sozusagen scheußlich, abends wurde sogar der Kamin befeuert. Nun denn, das Nähzimmer bietet immer schöne Stunden. Der erste Teil ist besonders bereichernd, nämlich im Fundus zu kramen und Ideen kommen zu lassen. Welche Stoffe passen zusammen, was muss wegen Löchlein oder Verschleiß weggeschnitten werden, was habe ich zum Aufhübschen usw.. Alles zusammenlegen, Einiges wieder wegräumen, dann entsteht ein Bild im Kopf und der Drang, es zu realisieren bricht sich Bahn. Eigentlich bin ich dann zum Leidwesen meines Mannes nicht mehr ansprechbar. Mir macht es aber Freude.

Der Schnitt findet sich im shop, der dunkle Stoff war zuvor ein T-Shirt von Gregor, der Rücken war noch verwendbar, der gepunktete Stoff ist neu, die Applikation lieferten Stoffrestchen von Hemden. Und reichlich Schleifchen habe ich sowieso, weil ich damit gepolsterte , stoffbezogene Kleiderbügel dekoriere.

Katrin mag erdbeerrot, deshalb diese Farben

Bei diesem easy peasy shirt haben sich zwei T-Shirts von Katrin getroffen. Einzeln hätten sie nach Wegschneiden störender Zonen kein Shirt für Leni in Größe 134 mehr ergeben. So wurde unterteilt. Aufhübschen konnte ich mit einer aufbügelbaren Stickerei, die mir eine Nachbarin schenkte. Da man weiß, dass ich nähe, werden so manche Nähkästchen aufgeräumt, damit Schönes noch weiterverwendet werden kann. Hier hat es passend geklappt. Zusätzlich zum Aufbügeln habe ich noch ein wenig aufgenäht, damit die Stickerei kindliches Verhalten aushält.

Nun muss das Wetter nur noch sommerlich werden!