Designerschnitt „Cilly“ – Hängerchen im Mustermix

Schon lange beschäftige ich mich mit Mädchenkleidern, sammle eifrig Ideen bei Pinterest und habe inzwischen einen gewissen Überblick, was so gefertigt wird und was möglich ist.

Wenn aus abgelegter Kleidung Neues entstehen soll, ist meist ein Schnitt günstig, der ein Zusammensetzen aus verschiedenen Stoffen vorsieht. Manchmal ist es aber auch nur einfach schön, im Stoffgeschäft herrlich zueinander passende Stoffe zusammenzustellen. Bei zugehörigen Schnitten befindet sich die Teilungsnaht zwischen verschiedenen Stoffen mal quer unter einer Passe und über einem gerüschten Rockteil, mal wird längs geteilt, oder es wird eine diagonale Teilung genäht. All das habe ich schon ausprobiert. Die Schnittführung hängt auch damit zusammen, wie man das Kleid schließt. Oft ist der Halsausschnitt so groß, dass weder Knöpfe noch Reißverschluss vorgesehen werden. Wenn diese vorhanden sind, befinden sie sich hinten oder vorne längs, manchmal ist die Schulterpartie knöpfbar.

Aus den Erfahrungen ergab sich der Wunsch, mal etwas Neues auszudenken.

So ist der Schnitt Cilly – ein Schnitt für Mustermix – entstanden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilungsnähte bogenförmig geführt werden, dass die Knopfleiste ebenso bogenförmig integriert ist und dass die Teilungsnähte das Kleid fertigstellen, ohne dass die Seitennähte genäht werden müssen. Damit läuft die eine wie die andere Stoffart exakt vom Vorderteil zum Rückenteil. Der Schnitt ist natürlich ebenso geeignet, um ein nicht zusammengesetztes, einfaches Hängerchen zu nähen.

Ich werde noch weitere Exemplare probenähen und dann den Schnitt digitalisieren. Ich denke, dass ich Ende August damit soweit bin. Ihr werdet den Schnitt dann bei Etsy finden.

Upcycling Jeans – Jeanskleidchen aus vier Hosenbeinen – Freebook Größe 86 – 126

Zu Upcycling von Jeans ist Allerlei veröffentlicht. Das erklärt sich dadurch, dass der Jeansstoff so robust und trageangenehm ist. Außerdem ist er in jahreszeitlich verschiedenen Kombinationen ganzjährig einsetzbar.

Ich habe länger darüber nachgedacht und herumgebastelt, bis mir gelungen ist, ein Hängerchen aus Jeans zu kreieren und auch noch den Schnitt zu digitalisieren sowie eine Anleitung zu verfassen. Ein Hängerchen aus Jeansstoff ist ein Allrounder. Nur mit einem Höschen drunter ist es für einen Supersommer wie dieses Jahr ebenso passend wie kombiniert mit einem Rolli oder Pullover im Winter. Nähen und Upcycling lohnen sich also wirklich.

Du möchtest Jeans, die schon gute Dienste getan haben, weiterverwenden? Hier ist ein Vorschlag, wie aus den Hosen ein schönes Mädchenkleid, ebenso robust wie spielfreundlich, entsteht. Der Clou ist das Zusammensetzen aus Bahnen, weil die Hosenbeine eben kein weites und bequemes Kleidchen in A-Linie in einem Stück hergeben. Du benötigst zwei farblich harmonierende, abgelegte Jeans und Baumwollstreifen zum Einfassen von Kanten. Hier empfehle ich ein farblich passendes, abgelegtes Herrenhemd oder eine ausgediente Bluse zu verwenden. Für die zwei großen Größen benötigst du weite Herrenjeans, Damenjeans, insbesondere enge, geben die Stoffstücke der Bahnen nicht her. Der wirklich für das Upcycling ausgeklügelte Schnitt ermöglicht ein leichtes Überziehen und Ausziehen, weil mit dem Zusammensetzen Knopfleisten in einem integriert werden.

Der Schnitt ist auch für eine Stoffresteverwertung super verwendbar.

Aber erst einmal zum Ergebnis:

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Ich möchte euch die Anleitung, die sehr ausführlich bebildert ist und auch Nähanfängerinnen hilft, ebenso wie den Schnitt für die private Nutzung kostenfrei zur Verfügung stellen. Bitte lest die Anleitung, das hilft:

Anleitung Jeanskleidchen aus Jeanshosen, Schnitt: Jeanskleidschnitt

Es wäre nett, wenn ihr mir im Gegenzug Fotos eurer Werke und Gestaltungsbeispiele für eine Galerie zur Verfügung stellen könntet, nutzt meine email. Dann kann ich diesen Artikel erweitern.

Ich verweise noch auf zwei Artikel, in denen ich mir schon einmal zum Upcycling von Jeans Gedanken gemacht habe.

Also viel Freude beim Nachnähen und bei guten Ideen für eine Gestaltung! Ran an Schere und Nähmaschine!

 

 

Hurra, Carlotta ist da! – Babydecke zur Geburt

Welche Freude!!! Carlotta ist geboren, gesund und munter und das gilt auch für die Mutter. Eine relativ leichte und schnelle Geburt wurde geschenkt – Gott sei Dank!

Jedes Enkelkind bekommt seine eigene Babydecke zur Geburt. Weil unser Kölner Mädchen einer in Köln verliebten Mama das Licht der Welt im Herzen von Köln erblickte, habe ich das Thema Köln aufgegriffen und eben die Freude durch Luftballons symbolisiert. Gestern Abend noch habe ich die Decke mit dem Geburtsdatum versehen und war noch ganz aufgeregt von der guten Nachricht, die uns gestern Nachmittag erreichte. Inzwischen ist nach Bangen und Warten angesichts der bevorstehenden Geburt große Erleichterung und Entspannung aufgekommen. Ich berichte also überglücklich und denke, die Decke passt gut zum Anlass. Lotta wird demnächst beim Krabbeln allerhand entdecken können.

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PS: In meinem Dawanda-shop bzw. Etsy-shop Maedchenfein habe ich zwei Krabbeldecken vor einiger Zeit eingestellt. Unter Nähen für Dich kannst du Angebote zu Sonderanfertigungen nachfragen.

 

Rücken luftig mit Herzausschnitt

Bei Pinterest habe ich mich verguckt in eine Variante, wie ein Kinderkleid hinten gearbeitet werden kann, Quelle: Deavita.com.

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So etwas wollte ich unbedingt auch nähen. Ich bin soweit, dass ich anhand von Grundschnitten neue Varianten selbst entwickeln kann. So brauchte ich den Schnitt nicht zu kaufen. Es kostete ein wenig Überlegung, aber es ist gelungen einschließlich eines freebooks, das ich euch zur Verfügung stelle, s.u..

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Stoffgrundlage war wieder abgelegte Kinderbettwäsche, die angesichts der hellen Farbe den Vorteil hat, dass sich der Stoff bei Kochwäsche reinigen lässt. Zudem ist reine Baumwolle prima für heiße Tage.

Das Oberteil muss natürlich doppelt gearbeitet werden. Innen habe ich einen weiteren Bettbezugstoff mit Streifen verwendet.

Ich erinnere noch einmal an die Arbeitsschritte für das Oberteil:

  1. Schulternähte von Außen- und Innenteil schließen
  2. Beide Teile rechts auf rechts exakt zusammenlegen, dass die Schulternähte aufeinander treffen
  3. Armausschnitte knappkantig zusammennähen
  4. ebenso mit Halsausschnitt/Herz/hintere Kanten verfahren, dabei zuvor gut stecken und dann in einem Zug schließen
  5. An Ecken Überstände kürzen, an Rundungen Kanten in Abständen einschneiden bis knapp vor die Nahtlinie
  6. Arbeit wenden, dabei z.B. die Rückseite einer Häkelnadel verwenden, um die schwierigen, engen Stellen sauber bis zur Naht zu wenden
  7. Bügeln oder mit den Fingernägeln dafür sorgen, dass die Kanten ausgearbeitet sind
  8. Seitennähte von Außen- und Innenteil in einem Rutsch schließen
  9. Armausschnitte und Halsausschnitt sowie Herzfigur absteppen

Dann kann man den gekrausten Rock in gewünschter Länge anbringen- einfach ein rechteckiges Stoffstück. In Verlängerung der Knopfleiste die hintere Naht nicht ganz bis oben schließen, hier entsteht eine Falte.

Wer diesen Ausschnitt nachnähen will, hier ist das freebook herzausschnitt. Ich habe ohne Nahtzugabe gezeichnet. Der gepunktete Bereich im Schnitt lässt sich bei allen bei euch als Schnitt vorhandenen Kinderkleiderpassen in anderen Größen anlegen.

Wer einen kompletten Schnitt für die Größen 110/116/120 mit Fotoanleitung haben möchte, schaue bitte bei Etsy nach.

Viel Spaß beim Nachnähen!!!

Applikation Winddrache

Heute war ein schöner Sommertag, aber sehr kräftiger Ostwind störte etwas die Lust, länger draußen zu verweilen, zumindest den Morgen über. Der Wind inspirierte mich aber zu einer Applikation.

Ein nicht getragenes Werbeshirt mit kurzen Ärmeln lag im Upcyclingfundus, noch neu eingepackt. Ein passender Ringelstoff, den ich eigentlich für Curd vorgesehen hatte, ist inzwischen für Curd zu kurz geraten. Leni hat nunmehr Größe 110, dennoch passte das Stück Stoff in der Länge für die Ärmel im Schnitt Bethounia. Die unteren Säume des Werbeshirts habe ich belassen, Vorder- und Rückteil wurden aus dem Shirt von unten angelegt mittig aus Vorder- und Rückenteil ausgeschnitten. Das Werbelogo im Brustbereich fiel weg, weil ich das kürzere Rückenteil aus dem Vorderteil nahm, es störte so nicht.  Die Abschlüsse von Hals und Ärmeln habe ich abgeschnitten und an Hals und Ärmel für Lenis Shirt wiederverwendet.

Sollte es sommertags also mal etwas stürmen und ein Langarmshirt vonnöten sein, zu Jeans wird das Shirt prima passen.

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Wirklich lustig: Eigentlich wollte ich das Shirt am Apfelbaum fotografieren, aber es war zu windig, die Bilder missrieten und verwackelten. So habe ich im geschützten Gartenhäuschen fotografiert.

Wie gut, dass ich vor einigen Tagen Stauden „anseilte“. Sie stehen trotz Wind noch kerzengerade.

 

 

Sommerkleidchen aus Kinderbettwäsche

Es kommt die Zeit, da ziehen die Kleinen in ein großes Bett um. Kinderbettwäsche liegt nun wirklich noch gut und nicht verschlissen im Schrank. Bei mir selbst liegt aus dieser Zeit von vor beinahe 40 Jahren noch Bettwäsche im Kasten, die Enkelkinder könnten sie ja mal beim Übernachten bei Oma und Opa brauchen. Hanna hingegen gab Kinderwäsche in meinen Upcyclingfundus. Sie fiel mir gleich ins Auge, weil rosa Streifen doch zu den Mädels passen.

Dann gab es noch Fußball, Fußball, Fußball… Und Oma mag die tagesfüllenden Sportprogramme nicht. So ging es in meine schöne Rückzugskammer zu schönen Projekten und zu erfüllendem Werkeln. Als Kroos das sensationelle Tor schoss, waren die Kleidchen beinahe fertig.

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Die Cousinchen Clara und Leni bekommen neue Sommerkleidchen im Partnerlook. Ich fand, dass die Schlichtheit und Schönheit der Streifchen nichts weiter vertragen, weder Applikation, noch Spitze, noch aufwendige Schnitte. So habe ich ganz klassisch gearbeitet: gedoppeltes Oberteil, gekrauster Rock, nur eine kleine abgesetzte Rüsche an Halsausschnitt und den Taschen als geringer Pepp, hinten geschlossen mit Reißverschluss.

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Dabei habe ich zwei Reißverschlussvarianten ausprobiert, den zwischen Futter und Oberstoff eingenähten und den durch eine Oberstofflasche verdeckten. Für weitere Projekte werde ich mich immer für den eingenähten entscheiden. Um gut voran zu kommen, habe ich einen Endlosreißverschluss verwendet und diesen erst einmal geteilt. Für solche leichten Projekte kann man m. E. den Endlosreißverschluss verwenden, er ist keinen Belastungen ausgesetzt. Bei Overalls für den Sand habe ich da schlechte Erfahrungen und würde ihn nicht mehr verwenden. Hier ermöglicht er zunächst geteilt leichtes Einnähen auf beiden Seiten. Erst nach dem Einnähen – unten freies Stück stehen lassen – habe ich den Zipper eingeschoben und dann den Reißverschluss unten verriegelt.

Der Sommer wird schön! Angenehme Baumwollkleidchen werden ihre Dienste tun.

 

Sommerbezug für Maxi-Cosi Babyschale

Das neue Enkelkind kommt im Sommer. Ich erinnere mich noch gut an den Besuch im Krankenhaus zur Geburt der nun größeren Schwester. Über die übergroße Freude an diesem Tag will ich jetzt aber nicht berichten, sondern von einer Begegnung unten in der Krankenhaushalle erzählen. Eine Mutter wartete unten in der Halle auf ihren Mann, der das Auto holte und vorfahren sollte. Die Mutter kümmerte sich um ein kleines Mädchen, auf dem Boden stand ein Körbchen moderner Art, nämlich ein Maxicosi, darin ein Neugeborenes. Ich fragte das kleine Mädchen, wer das denn sei. Sie antwortete: „Meine Schwester“. Die Mutter, die gesund und gut aussah, ich denke, sie war sogar geschminkt, erzählte dann, dass sie gestern entbunden hätte, nun ging es nach Hause. Dann war es wohl unkompliziert und leicht! Ja, das wünsche ich uns auch!

Die Begebenheit fand im September bei bedecktem Himmel statt. Das Neugeborene war gut eingepackt. Bei uns wird es anders sein, vielleicht wird es ein heißer und schwüler Tag sein.

So ist verständlich, dass der Wunsch nach einem Sommerbezug aus Baumwolle für den Maxicosi aufkam. Ich habe mich der Sache angenommen und es ist unerwartet ein intensiver Prozess des Lernens daraus geworden. Zwei alte verschlissene Bezüge unterschiedlicher Machart standen als Muster zur Verfügung. Auseinander schneiden, reflektieren, erste Schnittversuche, Kombination der Muster, neue Ideen, verwerfen, verändern, neu nähen, weiteres zur Probe nähen, anprobieren, anpassen usw., mit diesen Aktivitäten ging es eine geraume Zeit unter ständiger Optimierung. Und schließlich habe ich den Schnitt auch noch digitalisiert. Da meine kostenfreie Adobe Illustrator Version nicht mehr richtig funktionierte, habe ich Inkscape erlernt, das kostenfrei angeboten wird. Ich bin damit schließlich gut zurecht gekommen, wahrscheinlich aber, weil ich Illustrator schon kannte. Ich stellte auch noch fest, dass mein Drucker scannen kann, die Funktion war bis dahin noch nie benutzt worden. Dann habe ich mich mit Datei-Formaten jpg, png, eps, pdf, zip usw. herumgeschlagen, bis alles saß. Nun ist es vollbracht! Die Internet-Oma und Hobbyschneiderin ist mächtig stolz.

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Wer hat Lust nachzunähen? Wer benötigt einen Sommerbezug für den Maxicosi? Wer hat Lust auf eine besondere Gestaltung? Ich stelle eine ausführliche Anleitung und den Schnitt für diejenigen zur Verfügung, die mir anschließend ihre Fotos als zu veröffentlichende Designbeispiele zur Verfügung stellen. Bitte meldet euch bei mir unter email.

Ansonsten biete ich die Anleitung und den Schnitt unter Etsy oder Dawanda an.

Hier noch ein Auszug aus der Anleitung:

Schritt 2: Stoff zuschneiden

Du benötigst 80 cm eines dehnbaren Stoffes, z.B. Jersey, dehnbares Frottee etc. Man kann auch ein nicht mehr benötigtes dehnbares Spannbetttuch verwenden. Ich empfehle in jedem Falle einen hohen Baumwollanteil des Stoffs, denn es geht ja um einen Sommerbezug für heiße Tage. Darüber hinaus benötigst du passende Webware. Sie sollte einen 3 cm breiten und 190 cm langen Schrägstreifen hergeben. Für den äußeren Gummitunnel wird ein Streifen mit 3 cm Breite und einer Länge von 2,30 m benötigt. Für die Option Schnullerband und Tasche musst du zusätzlichen Stoff vorsehen.  Der Gummi außen rundum hat eine Länge von 110 cm. Also zusammengefasst:

  • dehnbarer Stoff wie Baumwolljersey 80 cm (Breite 1,40 m) oder ein Spannbetttuch
  • Baumwollstoff für Schrägstreifen und Band, z.B. 30 cm eines Baumwollstoffs (Breite 1,40 m)
  • Gummiband 110 cm
  • passendes Nähgarn
  • Nähmaschinen, Overlock und normale Maschine
  • Schneiderschere
  • optional: Trickmarker
  • optional: Stickvlies oder Backpapier
  • optional: Webware für Tasche und Schnullerband

Der Stoff liegt zunächst wie gekauft längs gefaltet, also doppelt. Wie die Schnittteile auf dem Stoff liegen, siehst du hier:

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Jumpsuit für sommerliches Spielen

Es war einmal Hannas Rock, der mit Smokpasse auf der Hüfte saß. Er war zum Upcycling gegeben worden und er fiel mir wieder ein, als ich Lenis Freundin Milla mit Jumpsuit im Garten bei heißen Temperaturen sah. Auch eine bequeme Kleidung für den Sommergarten, dachte ich damals. Im Stoffmusterheft Lieblingskleider von Lillestoff fand ich, was die Länge und den Hosenboden angeht, passende Schnittteile für meine Idee. Der Smokteil sollte zum Brustteil werden und Trägerchen sollten den Jumpsuit halten. Der untere Rockteil sollte Bauchpartie und Beine hergeben. Es ging so gerade auf mit der Länge. Den Rocksaum habe ich noch gelöst und wie man sieht eine Bommelborde angenäht. Nach Aufschneiden des Rocks an den Seitennähten habe ich die Teile gefaltet, vordere und hintere Mitte des Rocks wurden zum seitlichen Jumpsuit. Die Bögen zum Hosenboden habe ich dann herausgeschnitten, vorne etwas anders als hinten. Zu schließen waren dann nur die vordere und hintere Teilungsnaht sowie die Beininnennähte. Unten an den Beinen habe ich mit einem untergenähten Gummiband etwas gekraust, das ist wohl praktischer beim Spielen im Sand und auf den Klettergeräten.

Lustig ist noch die Herkunft aller verwendeten Stoffteile. Wie gesagt, Hannas Rock wurde fast vollständig verwertet. Die Trägerchen hatte ich aufgehoben, sie stammen von einem Bikini von Christl. Beschädigte Teile konnten wegfallen, die Länge reichte noch. Die Bommelborde unten stammt von Katrins T-Shirt, das unter Upcycling T-Shirts und Stoffreste schon verwendet wurde.

Das ganze Projekt war wieder einmal leicht zu realisieren, es muss einem nur etwas einfallen!

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luftige Höschen aus Musselin

Schon länger liegt der Musselinstoff von Petra unbearbeitet im Nähzimmer. Das ist eine Schande angesichts der sommerlichen Temperaturen, bei denen Musselin gerade recht kommt. Ich hatte ein wenig Sorgen, ob ich den Stoff nähen könnte. Die Ersterfahrungen Spucktücher werden zu Halstüchern – erste Erfahrungen mit Musselin hatten mir gezeigt, dass es zumindest mit der normalen Nähmaschine nicht so einfach ist, man benötigt doch den Obertransportfuß, den ich nicht besitze. Ich habe mich dann entschieden, den Stoff gänzlich mit der Oberlock zu verarbeiten, das macht mit der richtigen Einstellung – etwas auf Zug – keine Probleme.

Zudem fand ich einen Einfachstanleitung bei K-Nähleon. Hier besteht die Hose nur aus zwei Teilen. Der Schnitt ist etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber allseits gelobt. Die zweite Hose habe ich dann in einem klassischen Punphosenschnitt gearbeitet. Damit ich nur mit der Ovberlock klar kam, habe ich die Gummibündchen an Bauch und Beinen angesetzt. So musste ich nicht umschlagen und mit der normalen Maschine festnähen. Petra wird mir Rückmeldung geben, ob die Schnitte und die Verarbeitungsweise sich bewähren. Jedenfalls wird sich Cilly in den angenehmen Sommerstoffen wohlfühlen.

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Die Hosen sind passend zur Verwendung bei Sonnenschein im herrlichen Junigarten fotografiert. Ich füge aus meinem privaten Paradieses einige Fotos hinzu.

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Leichtes für die Frühjahrshitze

Das Wetter im Mai war das wärmste seit 129 Jahren, es fühlte sich an wie im Hochsommer. Das macht Lust auf leichte Bekleidung und dank Abkühlung bei Gewitter wurde Nähen möglich.

Petra hatte mir ein grünes Tuch aus leichter, indischer Baumwolle gegeben. Ich denke, es war als Babytuch verwendet worden. Grün passt nun nicht zu Cilly, aber zu Leni, die damit ein absolut leichtes Sommerkleidchen bekommt.

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Der sehr dünne, durchscheinende Stoff rief geradezu nach einem gekräuselten Rockteil. Für das Oberteil war der Stoff einfach zu dünn. Deshalb habe ich ihn mit einem beige karierten Baumwollstoff hinterfüttert. Ich danke an dieser Stelle Claudia von JamJami dafür, dass sie eine Anleitung für ein gedoppeltes Oberteil ins Netz gestellt hat. Der Clou ist, die Seitennähte erst zum Schluss zu nähen. Das ermöglicht absolut saubere Arm- und Halsausschnitte. Der leichte Stoff verträgt keine Applikation, keine Taschen, nicht einmal Bordüren oder Steppnähte. Das hätte die Leichtigkeit genommen. Um es kindlicher zu machen, habe ich schöne Knöpfe auf der Rückseite verwendet. Ich hatte mir bei Auflösung eines Stoffgeschäfts im Gummersbach ein preiswertes Sortiment gesichert. Hier passten Gott sei Dank die Tierknöpfchen wieder.

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