Applikation Elefant von und für Leni

Meine Enkelin Leni liebt das Malen. Sie zeichnet für ihre 8 Jahre wirklich erstaunlich. So hebt Mutter Zeichnungen auch auf, schneidet sie aus und laminiert sie.

Lenis Entwurf

Leni ist in der „Elefantenklasse“ und feierte ihren Geburtstag unter dem Motto Elefant. So sind zahlreiche Muffins dekoriert worden.

Elefantengeburtstag

Mich erreichte der Wunsch, ein Loch in einem Jerseykleid zu flicken, ein Kleid, das sie sehr mag. Das Loch befand sich hinten und war recht groß. Eine einzelne Applikation auf dem Popo will man aber doch nicht realisieren. So habe ich die Elefantenvorlage von Leni zunächst digitalisiert.

Applikationsvorlage

Ich dachte mir, ein einzelner Luftballon könne das Loch auf der Rückseite des Kleids überdecken. Der zugehörige Elefant ist dann auf der vorderen unteren Seite des Kleid positioniert worden.

Applikation, um Loch zu flicken

Die Applikation ist sehr kindlich. Es kann sein, dass Leni sie nicht mag, denn sie schaut schon ins Teenageralter hinüber, zumal die Cousine älter ist und schon „Disco“ auf dem T-Shirt stehen hat. Aber es ist immerhin ihr eigener Entwurf. Falls es nicht zusagt, gibt es noch die kleinere Schwester…

Demnächst werde ich sicher in der Lage sein, auf Wunsch „Angesagtes“ zu nähen, da bin ich flexibel. Schauen wir also, was der Blog in Zukunft mit größer werdenden Enkelkindern präsentiert…

Die Applikationsvorlage stelle ich kostenfrei zur Verfügung: https://sewtonew.blog/product/applikationsvorlage-elefant/

Anpassen mit Sticken

Wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, habe ich derzeit das Sticken neu entdeckt. Und da es so gut lief, habe ich gleich weitergemacht. Ein zweites, absolut schlichtes Baumwollkleid habe ich per Sticken zum Gesamtoutfit mit meinen schönen Sommerschuhen vervollständigt. Man hätte auch über ein passendes buntes Tuch oder Schmuck nachdenken können, um die Schlichtheit des unifarbenen Kleids aufzupeppen, nun wurde aber Sticken eingesetzt.

Anpassen mit Sticken

Die Linien sind umschlungene einfache Stickstiche, die kleinen Früchtchen wurden mit Knötchenstich realisiert und die großen Blüten sind “gewebte Rosen”, so nennen sie sich. Zu den Blättern gibt es im Netz zahlreiche Anleitungen für den Blätter-Plattstich, siehe auch meine Zusammenstellungen bei Pinterest: https://www.pinterest.de/sewtonew/gesticktes/.

Sticken – neu entdeckt

Wer hätte das gedacht! 

Stickkörbchen aus den 60ern
Nadelarbeit in den 60ern

Mein Stickkörbchen aus Kindertagen war noch vorhanden, ebenso Stickübungen und Stickgarn aus dieser Zeit. Zu eben meiner Zeit, also vor 60 Jahren, gab es auf einem reinen Mädchengymnasium statt Kunst auch Nadelarbeit. Es waren arme Zeiten, und ich weiß noch, dass meine Mutter nicht gerade erfreut war, dass ein Stickkörbchen angeschafft werden musste. Vielleicht deshalb habe ich es bis heute aufbewahrt, es war damals etwas Kostbares, das man stolz zum Unterricht trug und das man sehr mochte.

Es kam jetzt wieder zum Einsatz! Und das kam so:

Sticken wiederentdeckt

Da ich mich mit Upcycling beschäftige, und sich so manches gestickte Deckchen aus der Genration zuvor in unseren Schränken befindet, suche ich nach Upcyclingideen für gestickte Tischdecken. Meine Sammlung auf Pinterest: https://www.pinterest.de/sewtonew/upcycling-tischw%C3%A4sche/

Es reift dabei so langsam etwas heran, das in einem Schnitt für ein Mädchenkleid münden wird. Dazu dann später. Bei den Recherchen bin ich natürlich auf viele Stickmuster gestoßen. Dabei haben es mir Blumenwiesen besonders angetan: https://www.pinterest.de/pin/634374297529154436/, https://www.pinterest.de/pin/634374297529065992/

Und so traf diese neue Vorliebe auf ein ganz einfaches Sommerkleid in grober Baumwolle, das ich per Internet zum Schleuderpreis erstand. So hieß es also zunächst nicht Upcycling, sondern Refashion. Kinderkleidung habe ich schon so oft aufgepeppt durch schöne Stoffkombinationen, durch Webbänder, durch Applikationen und durch aufgenähte Kordeln. Sticken hatte ich dabei kaum im Sinn. Dabei gibt es zahlreiche Anleitungen im Netz. Auf Pinterest habe ich etwas zusammengestellt: https://www.pinterest.de/sewtonew/gesticktes/

Refashion eines einfachen Kleids durch Sticken

Wie man sieht, habe ich zunächst nur mit Kettstich und Rückstich gearbeitet, das war für den Anfang leicht. Dennoch denke ich, dass aus dem 0-8-15-Kleid nun mein besonderes Kleid geworden ist.

Ich denke neben der Schnittentwicklung für ein Tischdecken-Upcycling werde ich Sticken in Zukunft mit in Betracht ziehen, wenn es um Upcycling und Refashion geht. Sticken ist zudem bei Hitze unterm Gartenbaum möglich, mein Nähzimmer liegt unter dem Dach. Dort ist es derzeit zu heiß. Insofern kam die Idee auch hitzetechnisch passend daher.

T-Shirt Upcycling zu Sommeroutfit

wenn es heiß ist

Diesmal habe ich mal kein Kleidchen oder eine Passe für ein Kleidchen aus einem T-Shirt gefertigt. Ich hatte Lust Hemdchen und Höschen für das Schwimmbad, für den Strand oder den Spielplatz bei Sommersonnenschein zu nähen. Von Hanna, die dunkelhaarig ist, habe ich noch zahlreiche bräunliche T-Shirts im Fundus, allesamt tiptop, und sie warten schon länger auf eine neue Verwendung. Dann fiel mir mein Pfötchenstoff ein. Er wird auch im shop angeboten: https://sewtonew.blog/product/baumwollstoff-pfoetchen-serie-purrfect-petals-je-50-cm-kopie/.

Er passt perfekt zu dem Braunton dieses Shirts. Von unten her habe ich das neue Hemdchen herausgeschnitten, wobei ich den Saum und sogar die Seitennaht erhalten konnte, weil Hanna so schlank ist. Aus dem schönen Baumwollstoff habe ich das Höschen und die Flügelärmel genäht. Diesmal sind die Flügel ganz schmal mit dem Bändchenfasser eingefasst. Eine Alternative mit Rollsaum und Bauschgarn hatte ich schon dargestellt. Den Schrägstreifen lieferte ein beigefarbenes Hemd bzw. dessen Rückenteil. Das Halsbündchen stammt von einem anderen braunen T-Shirt, bei dem das Bündchen breit genug war, um es ohne Auftrennen einer Naht herausschneiden zu können. Und noch eine Stoffquelle gab es: Das dehnbare Band im Höschenbund entnahm ich einem Kleid von Hanna.

So ist es doch wieder einmal gut, wenn man Vieles aufhebt!

luftiges Sommerkleidchen

Kleidchen für Cilly

Nach meinem schnellen easy-peasy Schnitt mit übergeschnittenen Schultern entstand ein sommerlich romantisches Exemplar für Cilly.

Diesmal habe ich ein Top von Katrin für die Passe verwendet. Sie ist etwas gebogen gehalten. Der Trikotstoff passte farblich sehr gut zu dem bunten Motivstoff. So ist das Projekt ein halbes Upcycling. An die übergeschnittenen Ärmelchen habe ich noch Flügel montiert. Dabei entfiel das schmale Bündchen zum Abschluss der Ärmelöffnung. Den unteren Teil habe ich dann mit Stickgarn von Hand umfasst. Das Stickgarn wiederholt sich am Halsausschnitt. Der dunkle Stoff wird so etwas und auf sehr einfache Weise aufgefrischt.

einfaches Aufpeppen mit Stickgarn

Die aufgesetzten Taschen haben diesmal Herzform und sind innen weiß abgefüttert.

Luftige Sommerkleidchen kann man nie genug haben! Ich weiß, dass sich Cilly freuen wird und der heiße Tag war fürs ruhige Nähen geeigneter als für die Gartenarbeit.

Es war einmal ein Schlafanzug

und zwar der von Lenis Mama. Nun ist es ein Nachthemd für Leni geworden.

Upcycling zum Nachthemd

Wie ist das möglich? Folgende Schritte führen zu diesem Upcyclingergebnis:

  • du legst die Schlafanzugjacke schön plan hin
  • dann wird der Schnitt eines passenden Rückenteils – T-Shirt oder Kleiderschnitt – mittig aufgelegt, nach unten hin evtl. verlängern, damit du bis zum Saum schneidest
  • es fallen weg: knappkantig der untere Saum der Schlafanzugjacke, seitliche Bereiche, der Kragen und die Ärmel
  • für den vorderen Teil wird der Halsausschnitt tiefer geschnitten
  • die Ärmel der Schlafanzugjacke werden glatt mit der unteren Naht nach unten exakt aufeinander gelegt
  • ein Ärmelschnitt längs zur Hälfte gefaltet wird aufgelegt und zwar von der unteren Kante der Ärmel beginnend und unten auf die untere Naht stoßend
  • nun werden die Ärmel heraus geschnitten und sind damit verkürzt, wenn sie oben zu weit sind, macht das nichts, das kann später angekraust werden
  • die Schlafanzughose wird in der inneren Naht aufgetrennt
  • da der hintere Teil der Hose breiter ist, eignet er sich für eine Verlängerung der ehemaligen Jacke zum Nachthemd, Fadenlauf jetzt quer
  • du schneidest aus beiden hinteren Beinteilen einen möglichst langes rechteckiges Stück
  • die beiden Teile werden zusammengenäht
  • die offenen, kurzen Kanten werden gesäumt
  • die obere Kante wird mit Reihfaden versehen
  • die untere Kante wird gesäumt
  • nun kannst du die Schulternähte schließen
  • die Halsausschnittkante wird mit einem Schrägstreifen eingefasst
  • die Seitennähte werden geschlossen
  • dann werden die Ärmel eingesetzt, Hemd auf links, Ärmel innen eingesteckt auf rechts, oberen Bogen evtl. passend kräuseln
  • an die untere Kante der langen Jacke nähst du nun den Rechteckstreifen so gekraust, dass er passt

Das Projekt ist auch denkbar, indem zwei gleichartige Hemden verwendet werden oder ein Hemd und ein Stoffrest. Jedenfalls wurde wieder einmal ein Kleidungsstück einer neuen Verwendung zugeführt. Und vielleicht schläft es sich besonders gut in Mutters ehemaligem Schlafanzug!

Das Nachthemd ist schon für den Herbst, denn der Stoff ist flanellartig.

leichter Sommernachtstraum

Sommernachtshemdchen

Die vorhergehenden Übungen mit Rollsaum haben dieses Projekt angestoßen.

Es ist ein Upcyclingprojekt: Im Fundus lag ein weißes Sommerkleid von Katrin. Es war in den Spitzen an Saum und in der Passe vergilbt. Der Rest einschließlich Futter aus Baumwolle war noch gut. Die Baumwolle ist wirklich leicht, sodass das Kleid für Damen ein Futter verlangte, aber für ein Kinderkleid zu empfindlich schien. Leni zieht gerne Nachthemden an, dafür passt der Stoff. Die kommenden Feriennächte werden heiß, da passt es noch besser. Der obere Teil stammt aus dem Außenstoff des ehemaligen Kleids, der untere Volant und die Flügelärmelchen sind aus dem Futter des Kleids genommen.

Säume und Abschlüsse sind wieder einmal absolut leicht in Ausführung und Tragekomfort mit Rollsaum aus Bauschgarn gearbeitet.

Und Oma gibt mit aufgenähtem Schriftzug noch einen Wunsch mit auf die Ferienreise (dem Kordelfüßchen sei Dank). Das ist aber bei Leni eigentlich nicht nötig. Die Enkelin hatte schon immer einen besonders guten Schlaf, seelische Speckschicht für das ganze Leben! Wunderbar!

Rundherum Rollsäume für Sommerliches

Es nahen das Azorenhoch und der Hochsommer mit Hitze. Da sollte Kleidung leicht, luftig und wenig auftragend sein.

rundherum gerollte Abschlüsse
Partnerlook für Schwestern

Abschlüsse an Hals, Ärmel und Säumen können sehr unterschiedlich gestaltet werden. Wenn der Einfachheit halber die üblichen Bündchen verwendet werden, sind diese doch recht fest und warm. So habe ich es einmal ganz einfach und zart versucht – dazu noch in flotter Variante -, nämlich mit Rollsäumen rundherum, nicht nur am unteren Saum. Um sie deutlich sichtbar zu machen und sie als Gestaltungselement einzusetzen, habe ich dabei Multicolor-Bauschgarn eingesetzt.

Zwei Nähtipps kamen dabei zusätzlich zutage:

  • Bei starken Innenbögen sollte man das Messer der Overlock wegklappen!
  • Bei den Halsausschnitten sollte man den Stich etwas auf Zug, sprich kräuselnd, einstellen!

Ansonsten hat sich die Sache bewährt. Deshalb habe ich Rollsäume umfassend nicht nur für die Sommeroutfits für Leni und Lotta verwendet, sondern auch für ein Kleidchen für Cilly. Dieses hat einen besonders schönen Mädchenstoff und auffallende Flügelärmelchen.

Sommerkleidchen

Und in den Hauptrollen: Knöpfe!

Das neue Kleid für Leni entstand nach längeren Überlegungen, die aus zweierlei Richtungen kamen.

für Leni

Im Fundus lag ein hochwertiger Bettbezug, schöne feste Baumwolle ohne jeden Makel. Leider fand ich das Design zunächst ungeeignet für ein Kinderkleid im Unterschied zu anderen Projekten aus Bettwäsche, die ich zum Upcycling geradezu empfehle.

Was macht man mit diesem Stoffdesign? Es erscheint mir blass, brav, beinahe streng. Als Mittel zum Aufpeppen fielen mir zunächst bunte Webbänder entlang der Streifen ein. Jede Applikation, die mir in den Sinn kam, erwies sich als ungeeignet. Auch die Überlegung bunte, aufgesetzte Taschen verwarf ich. Immerhin ist der Stoff aber hellblau. Und diese Farbe, so nehme ich es wahr, wird ggf. Lenis Lieblingsfarbe. Recht hat sie mit ihren blond bis hellbraunen Haaren und den dunklen Augen.

Snaps und Knöpfchen
Knopfsammelsurium

Im Fundus finden sich dann auch wirklich viele Knöpfe. Denn wenn Kleidung in die Mülltonne wandert und zu schäbig für den Altkleidersack ist, so trenne ich doch wenigstens die Knöpfe ab. Die kann man bestimmt irgendwann gebrauchen, so auch jetzt. Dies war dann die zündende Idee. Außerdem bin ich kein Freund von Reißverschlüssen mit Plastikzähnchen. Kinderkleidung wird zuweilen sehr schmutzig, häufige Wäschen sind die Regel, und da machen die Reißverschlüsse schnell schlapp. Bettwäschestoffe können heiß gewaschen werden, Reißverschlüsse nicht unbedingt. Geknöpftes ist so wirklich nachhaltiger. Wenn vorne geknöpft wird, bedarf es dann nicht der Hilfe eines Erwachsenen beim An- und Ausziehen, das schafft Kind bestimmt. So habe ich einen Grundschnitt abgeändert und mit seitlich verschobener Knopfleiste versehen. Und wer sagt denn, dass alle Knöpfe eines Projekts gleich aussehen müssen? 12 gleiche Knöpfe hätte ich auch nicht gehabt. Aber 12 gleich große in harmonierenden Farben, das gab es. Und die Knopflöcher habe ich entsprechend farblich gehalten. So spielen die Knöpfe eine deutliche Hauptrolle und geben dem Kleid den Pfiff.

Knöpfe als Hingucker

Schnitt und Kleid mit Herz

für meine Enkelin Lotta

Die Idee mit dem eingesetzten Herz kam mir schon im Winter beim Surfen zu Mädchenkleidern. Es hat ein wenig gedauert, bis die Idee in einem Schnittmuster und Kleidern mündete.

Meist sind solche Sommerhängerchen einfach gehalten, eben mit Bindebändern auf der Schulter. Das ist zugleich praktisch wie einfach und sommerlich luftig. Nur ein Höschen drunter und es geht ab zum Strand, zum Schwimmbad oder zum Eisessen. Und die Bindebänder sowie die Weite sorgen dafür, dass das Kleidchen auch noch im nächsten Jahr passt. Die Machart ist für Nähanfängerinnen geeignet und wie schnell ist ein solches Kleidchen genäht, auch im Upcyclingverfahren! Günstig ist ein Bändchenfasser: https://sewtonew.blog/2018/10/25/und-der-baendchenfasser-kann-noch-mehr/.

Manchmal sind sie aufwändiger gestaltet, indem Rüschen den Ausschnitten aufgenäht werden. Die Rüsche kann sich unten wiederholen. Jede Art von Taschen ist auch denkbar. Oder sie sind mit Applikationen oder Webbändern verziert.

Mir ist dann das eingenähte Herz eingefallen.

Das eingesetzte Herz ist doppelt genäht, also innen gefüttert. Damit verschwinden die Nähte des Einsetzens. Seitlich am Herz ist das Kleidchen ganz leicht gekraust, das betont das Herzchen. Ansonsten ist das Kleid einfach gehalten, kein weiterer Schnickschnack. Möglich ist der natürlich schon.

Das Schnittmuster dazu habe ich entworfen, digitalisiert und erprobt. Die mitgelieferte Anleitung ist ausgesprochen ausführlich gehalten und mit Fotos des Arbeitsprozesses unterlegt. Du findest es im shop: https://sewtonew.blog/product/schnittmuster-kleid-mit-herz-groesse-86-128/

Hier aber zunächst weitere Impressionen zu meinem Projekt:

Viel Freude beim Nachnähen und Deinen eigenen Gestaltungsideen! Und natürlich einen wunderschönen Sommer!