Püppi neu eingekleidet – super Anleitung bei Firlefanz

Psst!: Zu Weihnachten bekommt Lotta ihre erste Puppe. Die soll natürlich nicht nackt und kalt sein. So hat Oma genäht. Auf der Suche nach Schnittmustern wurde ich bei Firlefanz kostenfrei fündig. Und die Anleitung erwies sich als bombig, denn aus einem Schnitt sind zahlreiche Varianten von Jumper über Schlafsack bis zum Kleidchen abgeleitet. Ohne viel Papier ist man unmittelbar beim Nähen, alles natürlich mit Stoffresten.

püppi1

Die Schnitte werden für alle denkbaren Größen von Puppen geliefert. Und so habe ich gleich für Cillys Puppe, die etwas größer ist, ebenso Jumper, Kleid und Jacke genäht. Vom Upcyclinggedanken her ist der Jumper interessant, denn ich habe ihn aus einer Schafanzugjacke unter Beibehalten der Knopfleiste hergestellt. Alle übrigen Kleidungsstücke haben Klettverschlüsse. Das ist für die kleinen Puppenmütter günstiger.

püppi2

püppi3

Eine Einschränkung möchte ich mitteilen. Die Puppenkleidung ist so klein, dass es wirklich auf Geschicklichkeit und Handfertigkeit ankommt. Ich denke, dass jemand, der noch nicht geübt im Nähen ist, mit den Minikleidern nicht gut zurecht kommt. Beispielsweise die kleinen Rundungen mit der Overlock zu nähen, ist echt herausfordernd. Ein bisschen Näherfahrung ist ganz sicherlich vonnöten.

Dennoch meine wärmste Empfehlung für das Schnittmuster!

Werbeanzeigen

Upcycling Festkleider statt Verstauben lassen

Zu Weihnachten oder Silvester auf der Suche nach etwas Besonderem für die Festtage fällt der Blick mancherorts in den Kleiderschrank auf lange nicht getragene Kleider, die zu einem besonderen und außergewöhnlichen Anlass angeschafft wurden. Seither fristen sie ein Schattendasein im dunklen Schrank und man erinnert sich kaum an sie, auch daran nicht, dass sie längst aus der Mode sind, vielleicht inzwischen zu eng oder doch zu festlich zum Jahreswechsel. Für den Altkleidersack waren sie aber bisher wirklich zu schade.

Ich rege an, daraus etwas Neues zu nähen!

Die Mädels, sprich Enkelin und deren Cousine, wachsen heran. Babyoutfits oder Kleinkinderoutfits adé. Hinzu kam, dass wir mit unserem Enkel zu Hänsel und Gretel in der Oper waren. Manche Mädchen dort boten in ihren zauberhaften Kleidchen den rechten Rahmen für die Oper. Ich war ganz hin und weg!

Festkleider für die Mädels, das war mein Gedanke. Und es traf sich, dass zwei Abendkleider, eins von Lenis Mutter, das andere von Lenis Oma Inge den Weg in meinen Fundus gefunden hatten.

So kann für die Mädels Weihnachten und Silvester kommen, selbst in die Oper könnten sie so gekleidet gehen.

festkleidbraun.jpg

Weihnachtskleid aus Mutters Festkleid

Grundlage war ein stark gerafftes, langes, ärmelloses Kleid. Nach Auftrennen waren die Stücke zu schmal, um auf einfache Art und Weise ein unten weites Kleidchen zu nähen. Deshalb habe ich einen Schnitt mit Bahnen verwendet. Die Applikationen heben das braune Kleid für Weihnachten.

festkleidschwarz

aus Oma Inges Festkleid

Grundlage war ein schwarzes, langes, fließendes Kleid mit Spaghettiträgern, in das ein Glitzerfaden eingewebt war. Das Futter habe ich für die obere Passe verwendet. Eine liebe Nachbarin schenkte mir Spitze. Da Clara so gerne mit Röcken wippt, macht sich die Spitze am Saum wahrscheinlich gut. Sie wiederholt sich rund um den Halsausschnitt. Die ehemals Spaghettiträger schnüren den kleinen vorderen Schlitz, der ein leichtes Überstreifen des Kleidchens ermöglicht.

In Vorjahren hatte ich schöne Kleidchen zu Weihnachten genäht, die aber aus neuen Stoffen genäht waren, das geht natürlich auch:

Weihnachten 16

Weihnachten 18

halbes Upcycling geht auch

Für Weihnachten habe ich einen wunderschönen Lillestoff erstanden.

rentiere2

Ich stellte mir dann ein ganzes Kleidungsstück aus diesem Motivstoff vor und entschied, dass das ein wenig zu unruhig würde. Ein Unistoff in blaugrau, weiß, bräunlich oder rot, fand ich, würde hingegen den Motivstoff heben und aufwerten.

Wegen des starken Stoffs habe ich mich zudem für einen schlichten Raglanschnitt entschieden, der Stoff alleine wirkt genug.

Un so habe ich von einem abgelegten Pullover die Ärmel im unteren Teil genommen – tatsächlich habe ich sie vollends unten ganz gelassen, Bündchennähen gespart -, um sie für Lenis Weihnachtsshirt zu verwenden. Beide Stoffarten sind aus Baumwolle, der Lillestoff ist organischer Sweat und die Ärmel sind Baumwollstrickware, also perfekt für Tragekomfort und das Waschen kombiniert.

rentiere1

Vom schönen Lillestoff besitze ich noch 60 cm. Wer Interesse hat, sie zu erwerben, nutze die email.