Törtchenprinzessinnen – Schürzenset für Mutter und Töchterchen

Eine Anfrage brachte mich auf eine Idee. Während das Schürzenset zur Weihnachtsbäckerei für die Weihnachtszeit gedacht ist, will doch so manch einer ein Schürzenset, das ganzjährig einsetzbar ist, natürlich auch für die Weihnachtsbäckerei geeignet, darüber hinaus aber für alle Backfreuden von Geburtstag bis Party gedacht. Die kältere Jahreszeit puscht die häuslich schönen Aktivitäten und da kommt ein außergewöhnliches Schürzenset gerade richtig, insbesondere wenn das Töchterchen so groß geworden ist, dass die Kleine schon mitmachen kann.

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Diesmal habe ich die Schürzen teils gesäumt und teils eingefasst. Die Einfassung geht in die Bänder Richtung Hals und Rücken über, ist aber an den Übergangsstellen noch einmal verstärkt worden. Den Stoff konnte ich hier in Lindlar bei coming home erwerben, er ist fest und auch zu Dekorationszwecken geeignet. Die Applikation war durchaus aufwendig, weil die einzelnen Etagen festzunähen waren. Ich denke aber, der Aufwand hat sich gelohnt. Zudem macht eine Applikation aus Baumwollstoffen im Unterschied zu Plots heiße Wäschen, die bei Schürzen wahrscheinlich notwendig werden, ohne Schaden zu nehmen mit.

Das Schürzenset werden ich bei Etsy anbieten oder jemand fragt hier über email nach. Ich biete es für € 58,50 bei Etsy an. Beim emai-Weg reduziert sich der Preis um die Gebühr bei Etsy, nämlich um 8%. Bei Interesse also melden. Törtchenverliebte würden sich über ein solches Geschenk freuen!

 

Enkelkinder wie die Orgelpfeifen

Wie haben ein großes Glück, nämlich prächtige Enkelkinder aus 2012, 2014, 2016 und 2018, im Zweijahrestakt geboren, sozusagen wie die Orgelpfeifen, und mit den Namen, Lotta, Cilly, Leni und Curd, von klein nach groß. Entsprechend fällt deren Kleidung aus. Dazu kam mir eine Winteridee, angeregt über Pinterest.

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Diese einfache Applikation habe ich auf schöne Longshirts in Ökotexqualität aufgenäht, die man ja immer gebrauchen kann. Der Aufwand, die Longshirts zu nähen, wäre viel zu groß gewesen, deshalb habe ich sie in den passenden Größen bestellt. Dann hat ein winterliches Refashion stattgefunden, und ich hoffe darauf, alle vier Sprößlinge gleich gekleidet zu den Festtagen gemeinsam sehen zu können.

Noch einmal zur Ansicht die Applikation bzw. Nähmalarbeit einzeln, bei der klar wird, dass es sich um eine Ratzfatz-Nähgeschichte handelt:

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Schnee und Wintertage können kommen!

 

Adventsgeschenke aus Stoffresten

Du nähst sehr viel? Du weißt nicht wohin mit den überquellenden Stoffrestekisten?

Da ich alle Schnipsel aufbewahre, weil sie ja vielleicht noch für die ein oder andere Applikation taugen könnten oder weil sie zumindest Puppenkleider noch ergeben, weiß ich jetzt bald nicht mehr, wohin mit den Stoffresten. Aber es lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nachdem mir dank der Anregung bei Pinterest eine Idee kam.

Was ist also entstanden?

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Topflappen in Blattform! Topflappen kann man gerade zur Weihnachtsbäckerei doch gut gebrauchen, heiße Bleche sind eine Gefahrenquelle. Und wer will schon zu Weihnachten verpflastert herumlaufen.

Ausgegangen wird von Stoffstreifen, die versetzt aneinander genäht werden. Es kommt sich nicht genau mit den Stoffbreiten und -längen, insgesamt sollte eine Blattform später herauszuschneiden sein. Es werden etwa 6-7 Streifen aneinander gefügt. Fadenlauf und Muster können ebenso vernachlässigt werden. Ich denke aber, man sollte in einer Farbfamilie bleiben.

Es versteht sich von selbst, dass nur hitzebeständige Baumwolle infrage kommt.

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Die beiden Stücke für links und rechts werden in der Mitte zusammengenäht. Eine zuvor aus Papier ausgeschnittene Blattform wird aufgelegt und größere Überstände werden schon einmal abgeschnitten, die stören das weitere Nähen. Schließlich wird ein passendes Stück Füllvlies untergelegt und für die Rückseite ein größerer Stoffrest. Alles wird – noch nicht in Form gebracht – aufeinandergesteckt. Dabei ist darauf zu achten, dass auch die Rückseite stramm sitzt und keine Falten bildet.

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Nun werden alle Nähte zwischen den Streifen von oben, alle Stofflagen fassend, sorgsam abgesteppt, beginnend mit der Längsnaht in der Mitte. Dann wird die Blattform rundherum mit Zickzack „gezeichnet“. Nun kann man sauber entlang der Zickzacknaht  das „Blatt“ ausschneiden. Mit dem Bändchenfasser und Schrägband aus Stoffresten habe ich anschließend rundherum den Topflappen abgefasst. Dabei habe ich unten begonnen und oben am „Blatt“ eine Schlaufe zum Aufhängen in einem Zug mitgenäht. Unten muss das Bändchen zum Schluss umgeschlagen festgenäht werden.

Meine Stoffrestekisten sind ein wenig, allerdings nur ein wenig, leerer geworden, und Beschenkte werden sich hoffentlich freuen.

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Mantel „Charlotte“

Vor geraumer Zeit nähte ich einen Kindermantel für Leni, Das Besondere gibt es nur, wenn du selbst nähst!, damit sie neben dem warmen Overall, Plädoyer für Walkstoff – Winteroverall, noch eine Alternative für kalte Tage hat.

Im Nachgang ergaben sich Gespräche über Wintermäntel für Kinder und mein lieber Sohn verwies auf ein Internetbild von Charlotte aus dem britischen Königshaus, die nunmehr den Kindergarten besuchen würde. Das Bild zeigte sie mit einem roten Mäntelchen. Mein Sohn fand Charlotte in diesem Outfit überaus chic.

Das brachte mich ins Grübeln. Das Mäntelchen von Charlotte war eben ein sehr klassisches, sozusagen ein elegantes. Die Anregungen, die ich über Pinterest und die Nähgemeinschaft erhalte, sind eher bunt – manchmal auch für meinen Geschmack zu bunt -, und ich nenne diesen Stil  à la Pipi Langstrumpf. Dieser Stil macht Selbstgenähtes wirklich reizend und außergewöhnlich.

Nun denn, diesmal wollte ich für die kalten Tage den Geschmack meines Sohnes eher treffen. Ich wälzte Schnittmuster, sah mir das Bild von Charlotte genau an und kreierte einen eigenen Schnitt, den ich wegen des Ausgangspunktes „Charlotte“ nennen werde.

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Wie der Mantel von Charlotte ist das Mäntelchen doppelreihig geknöpft angelegt. Vier Knöpfe in einem exakten Quadrat fand ich chic. Damit der Mantel dennoch unten gut schließt, ist eine weite Überlappung nötig. Das bedingt einen hohen Stoffverbrauch von zweimal der Länge. Auch die Falten verschlingen Stoff, als Upcyclingschnitt ist „Charlotte“ also nicht geeignet. Die vier Falten unten, vorne und hinten zwei, setzen mit einer Naht an der Schulter an. Der Stoffüberschuss muss angesichts des wärmenden und dicken Walkmaterials hinterrücks abgeschnitten werden. Die Faltenanfänge werden mit einer Naht gesichert. Es bleibt innen alles sauber, auch ohne Futterstoff, weil ich Walkstoff verwendete, der nicht versäubert werden muss. Alternativ würde Fleece auch gehen, aber ich habe ja ein Faible für Naturmaterialien. Oben habe ich mädchenhaft einen Bubikragen auf Kragensteg eingearbeitet. Das Mäntelchen hat in den Seitennähten Eingriffstaschen. Hinten habe ich das Mäntelchen etwas länger geschnitten. Ich denke, dass passt gut für die Bewegungsabläufe bei Kindern.

Der Schnitt befindet sich zurzeit auf dem Scanner, bei Inkscape auf dem Rechner, die Anleitung ist noch zu schreiben, und es wird noch etwas dauern, bis er in das Probenähen gehen kann. Danach werde ich ihn vorstellen und anbieten.

Zwischenzeitlich wollte ich die schönen Bilder nicht für mich behalten. Mein Sohn fotografierte und Leni spielte mit. Wie man hier sieht (s.u.), gibt es einen meilenweiten Unterschied zwischen Kleidung auf der Schneiderpuppe fotografiert und der Kleidung am Model. Schön ist, dass so fotografiert ist, dass Leni dennoch nicht im Internet erscheint. Das hielte ich für problematisch.

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