Mützchen mit Flatlock

4 Fliegen mit einer Klappe, so könnte man den post auch nennen. Aber alles nacheinander…

Es gab zunächst eine Anregung aus dem Bernina-blog, die mich ansprach: https://blog.bernina.com/de/2016/04/tutorial-wie-flachnaht-overlock/. Eine Mütze wurde mit Flatlock fertig gestellt. Das wollte ich auch ausprobieren, nachdem ich schon Pullover im Upcycling-Verfahren mit Flatlock verschönerte, siehe vorheriger Artikel. Und es gab ein Ergebnis: Viel schöner als die Schlingenseite sieht die Leiterseite der dreifägigen Flatlocknaht aus. Insbesondere dann, wenn Bauschgarn verwendet wird. Wählt man Multicolor-Bauschgarn wird es geradezu chic.

Leiterseite der dreifädigen Flatlocknaht
Bauschgarn multicolor

Die erste Fliege ist so erledigt. Ich empfehle die Leiterseite der Flatlocknaht für Mützchen. Sie brauchen auch nicht gefüttert zu werden, weil alles schön sauber genäht wird, innen wie außen!

Gleichzeitig machte ich Erfahrungen mit meiner Bernette 48. Sie steht auf einem Arbeitstisch am Fenster. Wenn die Sonne herein scheint, wird es durchaus warm auf dem Tisch. So wunderte ich mich, dass eine einmal eingestellte und gut funktionierende Einstellung der Fadenspannungen beim nächsten Mal mit gleichem Stoff nicht mehr passend war. Der Hinweis, jedes Mal eine Nähprobe zu machen, ist also durchaus sinnvoll! Mein Bauschgarn lief immer in der Nadel mit Spannung 0, die Greifer waren meist auf 4,5 und auf 6,5 eingestellt. Erfahrungen gesammelt, Fliege 2 erledigt!

Für die Mützchen verwendete ich zunächst einen vierteiligen Schnitt.

Schnitt für Zipfelmütze von Ottobre
Stoffreste verwerten
Teile und Jerseystreifen mit Flatlock

Der Schnitt bietet den Vorteil, dass man für bunte Kindermützchen vier verschiedene Teile verwenden kann. Die Stoffrestekiste freute sich. Viele Stückchen konnten genommen werden. Quasi kostenfrei entstanden bunte Kindermützchen, zunächst 11 Stück mit diesem Schnitt in Größe 48 – 50. Unter dem Stichwort Stoffreste verwenden wurde so die dritte Fliege erledigt.

Über eine Bloggerin, die meinem Blog folgt, kam ich zur Initiative handmade for refugees, https://www.facebook.com/groups/406054740606058. Die neue Initiative für „mehr Wärme und Zuversicht“ bittet um Mützen und Schals für Geflüchtete, die in Griechenland verharren. Es gibt dort auch unbegleitete Jugendliche. Ich will angesichts der Not gerne helfen, zumal ich es mit Nähübungen verknüpfte, gebe aber zu bedenken, dass das wirklich nett und lieb ist. Was ist aber mit den Konzernen, von denen man hört, dass Rückläufe und Überschüsse an Kleidung vernichtet werden.

Jerseymützchen einlagig
multicolor Flatlocknaht schön zu unifarbenem Stoff

In Gedanken an Jugendliche, meist männliche Flüchtlinge, wählte ich einen einfachen Beanieschnitt. Abnäher und Nähte wurden mit grellem Multicolor-Bauschgarn genäht. Der untere Saum wurde ebenso mit dieser Flatlocknaht als Fake-Bündchen gearbeitet.

für Jugendliche

Es entstanden zunächst 7 Mützchen mit attraktivem Flatlockgarn, chic für Jugendliche. Die Näharbeiten haben noch Zeit bis 31. Oktober. Es wird also hoffentlich noch mehr Mützchen geben.

Der Zusammenhang mit handmade for refugees ist sozusagen die vierte Fliege.

nachgelegt: Fotos zu Mantel Charlotte

Nun wurde Leni mit ihrem neuen Mantel fotografiert. Er ist noch etwas lang an den Ärmeln, nächstes Jahr wird er auch noch passen, ein dicker Pullover passt jetzt auch noch darunter.

Anmerkung: Wir bilden unsere Enkel nicht in sozialen Netzwerken ab. Wir haben dafür gute Gründe. Deshalb ist das Gesicht jeweils nicht zu sehen. So sind auch meine Produkte meist auf Schneiderpuppen fotografiert.

Auf diesem Foto sieht man schön die weite Überlappung vorne und die doppelreihige Knöpfung sowie die Nahttaschen.

Hier wird die A-Linie, die durch die vier Falten entsteht, sichtbar. Auf dem Fahrrad und beim Toben super praktisch! Mädchenhaft ist der Bubikragen.

Von der Seite ist die bequeme Weite gut darstellbar.

Den link zum Schnittmuster findest du im Artikel unten, auch zur Historie findest du dort Hinweise:

Wintermantel in feinstem rosa Wollwalk

So kalt war es noch nicht, aber der Wintermantel für Leni wurde fertig. Sie ist inzwischen so groß, dass sie bei Stoffentscheidungen – sofern ich aus neuen Stoffen arbeite – mitentscheiden sollte. Sie hat sich, nachdem ich zahlreiche Muster mitbrachte, für einen Walk in altrosa entschieden. Das macht den Mantel zwar empfindlich, für den Matsch ist er sicher ungeeignet, aber es gibt ja auch feine Anlässe.

Da der Mantel aus Walk nicht gefüttert werden muss, ist ein solch schönes Stück doch relativ leicht und schnell zu nähen. Es gibt sogar Beispiele, wo die Nahtzugaben nach außen verlegt und als Gestaltungselement mit einbezogen werden. Allerdings ist Walk durchaus kostenintensiv, aber eben schön warm, leicht, natürlich, atmungsaktiv und robust. Zu den positiven Eigenschaften habe ich mich schon einmal ausführlicher geäußert: https://sewtonew.blog/2017/09/12/plaedoyer-fuer-walkstoff-winteroverall/

Mantel nach Schnitt Charlotte in Größe 128
hier sieht man die Faltenkonstruktion, insgesamt 4 Falten im Mantel
Kragensteg innen aus passendem Baumwollstoff
und mit passendem Bügel, ebenso passender Baumwollstoff
Abschluss der Falte

Den Schnitt und weitere Informationen findest du unter:

Opas Windjacke wird zu Wetterjacke für kölsches Mädchen

Opa legte sich für seinen Schulaufenthalt in England eine sehr weite Windjacke zu. Sie sollte über das Jacket passen, das Lehrer in England an den Schulen tragen. Ein vorhandener Mantel war ihm wegen des Autofahrens zu unbequem.

Nun hing die dunkelblaue Jacke schon Jahre im Schrank und ist viel zu weit. Aber Oma betreibt ja Upcycling…

Die Sache lohnt sich, weil die Jacke eben so groß ist und weil es sich um ein gutes Schätzchen handelt. Die Qualität von „WindMaster“ kam dann erst richtig zum Vorschein, als ich Inneres von Äußeren trennte. Echte Schneiderkunst kam da zum Vorschein. Die Nähte waren beispielsweise z.T. mit Webband unterlegt, alle Innentaschen waren mittels Bändern in Nähten verankert, so dass nicht herumwabern konnte. Selbst die Innentaschen hatten Paspeln und Schutzstreifen gegen Einklemmen des Reißverschlusses, usw..

Die Qualität des Materials Sympatex basiert offensichtlich darauf, dass der Stoff rückwärtig mit einer Art Folie versehen ist. Wind- und Regendichtigkeit sind damit gegeben. Aber der Stoff erwies sich als schwierig. Er flutschte unter der Nähmaschine weg und lud sich statisch auf.

Abhilfe schaffte die Overlock, mit der war die Sache zu packen. Für das Futter entschied ich mich für Baumwolle, um ein statisches Aufladen zu mildern.

Lenis neue Wetterjacke

Die Farbstellung war dadurch vorgegeben, dass ich den Reißverschluss wieder verwenden wollte, und der hatte eben einen roten Zierstreifen. Die großen Taschen mit Paspeleingriff und Reißverschluss wollte ich übernehmen, deshalb waren beim Zuschnitt einige Überlegungen fällig. Das führte dann dazu, dass ich in den Bereich des Firmenlogos geriet. Kurzerhand habe ich an der Stelle ein Stück abgeschnitten und den Bereich durch ein einfarbiges Stück ersetzt. Das ergab beidseits eine zusätzliche Naht unterhalb der Schulternaht. Bei dem etwas flauschigen Stoff fällt das aber gar nicht auf.

Den Reißverschluss hätte man dann natürlich zwischen Futter und Oberstoff einfügen können. Mit den gestreiften Bündchen und dem rot gepunkteten Inneren fiel mir aber ein, dass ich beim letzten Besuch bei Stoffmöller in Köln ein Webband mitnahm, das die Kölner Skyline abbildet. Das Thema Köln stand damit fest.

Ich erinnerte mich an ein Video bei farbenmix, https://inspiration.farbenmix.de/tutorials/naehtricks/neues-video-reissverschluesse-ganz-easy-mit-webband-einnaehen/, und damit hatte ich die Idee, den Reißverschluss durch das Webband innen abzudecken. Das war auch viel einfacher als ihn zwischen den Stofflagen einzufügen. Das Video zu dieser Art, Reißverschlüsse ansehnlich einzunähen, kann ich nur empfehlen.

Das Band verwendete ich dann auch noch als Zipperverlängerung der Taschenreißverschlüsse.

Opa war ganz begeistert, was aus seiner nicht mehr genutzten Jacke geworden ist. Für Leni wird es eine wirklich praktische Jacke werden.

warmes Kleid aus Doubleface-Jersey

Die Freude war groß

Zu meinem neuesten Stofferwerb gehört ein dickerer, etwas elastischer, doppelter Jersey. Er besticht nicht nur wegen des wärmenden und gemütlichen Charakters, sondern dadurch, dass er zwei schöne und verschiedene Seiten hat. Die eine Seite zieren Flamingos in Glitzer und rosa, die andere Seite klassische Streifen in weiß und rosa.

Und rosa bzw. pink, diese typischen Mädchenfarben, sind ebenso Lieblingsfarben meiner Enkeltöchter. Es muss doch etwas mit den Genen und Hormonen zu tun haben, dass die Mädels auf diese Farben stehen, denn die Mütter und die weitere Umgebung leben diese Farben nicht vor.

Der Schnitt ist einfach: A-Linie und vorne eine Falte für die Bewegungsfreiheit. Der Stoff ist so elastisch, dass ich keine Schließung arbeiten musste, sondern mit gestreiften, elastischen Bündchen abschließen konnte. Die Taschen habe ich aus dem gewendeten Stoff gefertigt, so dass die Innenseite zum Vorschein kommt. Taschen sind immer praktisch beim Spielen.

Mit dem Kleid werde ich auch noch Leni und Lotta erfreuen, ich kaufte einen größeren Stoffvorrat.

Für die, die sich auch freuen möchten, aber nicht selbst nähen, stelle das Kleid in Größen 86 – 122 in meinem Shop ein.

Schnittmuster für Mantel Charlotte nun bis Größe 134

Die Enkelkinder wachsen – wirklich unglaublich schnell! Der Winter naht. Außerdem wurde ich schon oft gefragt, ob es den Mantelschnitt nicht größer gäbe, denn zuvor hatte ich ihn nur für die Größen 104 bis 116 erstellt. Nun ist es soweit: Ich habe den Schnitt bis Größe 122/134 erweitert, für meine und andere Enkelkinder bzw. Kinder.

Den Fünf-Größen-Schnitt 104 – 134 werde ich nun im Shop einfügen. Wer nicht selbst nähen kann oder will und einen solchen Mantel aus Walk oder Softshell dennoch haben möchte, kann mit mir kommunizieren, nutze die email sew-to-new@t-online.de, um einen Mantel mit Wunschstoff in passender Größe zu erhalten.

Der Schnitt enthält zwei Versionen: einen Mantel mit Bubikragen, der gesäumt wird, und einen Mantel mit Kapuze, der rundherum mit Schrägband eingefasst ist. Es werden die Größen 104 – 128 abgedeckt, für schmale Mädchen sollte jeweils die kleinere als die sonst übliche Größe gewählt werden, so dass der Schnitt auch für Mädchen bis Größe 134 anwendbar ist.

Die Größenanpassung für den 5-Größen-Schnitt hat dafür gesorgt, dass nunmehr 25 DINA4-Seiten auszudrucken sind (plus 2 für die optionale Kapuze), bis man den vollständigen Schnitt erhält. Es wird genau erklärt, wie man den Schnitt zusammensetzen muss. Die Anleitung umfasst im Übrigen 12 Seiten und ist sehr ausführlich und bebildert.

Welche Überlegungen mich zu diesem Schnitt geführt haben, kannst du in früheren Artikel nachlesen.

Zunächst habe ich Leni einen neuen Regenmantel genäht. Wie man sieht, muss ich doch wohl eine Nummer kleiner wählen, damit Leni nicht im Mantel versinkt. Aber auch noch im Frühjahr wird es regnen, der Mantel passt dann richtig. Für den nunmehr zu nähenden Walkmantel werde ich das berücksichtigen.

neuer Regenmantel aus Softshell taupe-pink

Wenn Dir der Mantel gefällt, bitte pinnen:

Verjüngungskur für Omas Mantel

An meinem Wintermantel hatte ich mich leid gesehen. Es war ein weiter, kurzer Mantel von Peter Hahn, den ich mal chic fand, jetzt aber nicht mehr. Es traf sich, dass Leni aus allen Mänteln heraus gewachsen war. Vor allem die Ärmel sind ihr schnell zu kurz, Vaters und Opas Erbe mit den langen Armen schlägt hier durch.

So habe ich also zur Schere gegriffen, wobei sich zeigte, dass Knopflöcher und Taschen  in der Front ein echtes Problem sind. Sie unterbrechen große Stücke Stoff, die man bräuchte. Der Schnitt „Charlotte“ fiel deshalb gleich weg, denn hier benötigt man wegen der Falten wirklich große Stoffstücke und kann auch vom Schnitt her nicht zusammensetzen. Anders verhält es sich beim Schnitt für das Rundpassenmäntelchen von „Schnabelina“. Diesen Schnitt verwendete ich schon einmal. Da es ein Mehrgrößenschnitt ist, druckte ich ihn also noch einmal aus und setzte das Schnittmuster zusammen. Es zeigte sich, dass ich dennoch „zirkeln“ musste, um mit dem Stoff auszukommen. So hat die Passe vorne noch einmal einen Einsatz bekommen.

Echtes Upcycling ergab sich dann noch einmal beim Futter. Ein Sommerkleid von Katrin ergab die Front, die Passe, die Kapuze und die Taschen sowie die Applikationen. Den unteren Rücken lieferte ein passender dunkelblauer Stoff aus Gregors Jogginghose. Leider reichte die aber auch nicht ganz, weil ein blöder Aufdruck den gesamten Oberschenkel zierte. So wurden die Ärmel aus dem Rücken eines weiten Herrenhemds in graublau genommen.

Es waren also ein paar Überlegungen fällig, aber das ist die Freude beim Projekt, kostenmäßig blieb es beim Reißverschluss.

mantelleni1

mantelleni4

mantelleni2

mantelleni3

 

Sonnenmütze mit Nackenschutz

Der Wunsch kam kurzfristig. So blieb angesichts einer ereignisreichen Woche keine Zeit, einen Schnitt selber zu basteln, und ich habe mich auf die Suche bei Pinterest begeben. Ich wurde fündig bei Jenny. Die Anleitung kommt mit 15 MB daher und ist für Menschen mit Näherfahrung zu langatmig, Nahtzugabe wird beispielsweise erklärt. Das Layout ist scheußlich für meinem Geschmack und „unter Strafe verboten“ irritiert, wenn auf einer ganzen Seite auf den Urheberschutz hingewiesen wird. Da reicht doch ein Satz, die Sache mit dem Urheberschutz ist doch selbstverständlich! Der Schnitt ist aber gut und variabel erklärt für kleine oder große Kinder. Ich habe also nur 2 Seiten des gesamten Opus ausgedruckt. Gegenüber der Anleitung habe ich die Wendeöffnung wie sonst üblich im Innenfutter vorgesehen. Schirm und Nackenschutz habe ich in einem Rutsch mit dem Zusammennähen von Innenfutter und Außenhaut realisiert. Das ging unproblematisch und schneller als der Weg, der in der Anleitung vorgeschlagen wird. Schön ist die Sache mit dem Bindeband, womit sich die Mütze an die Kopfgröße anpassen lässt, d.h. man kann etwas größer zuschneiden, das Band garantiert, dass die Mütze bei weiterem Wachstum auch noch im nächsten Jahr passt.

Ich habe einen gestreiften Bettwäschestoff verwendet. Der ist sehr angenehm und hautfreundlich. Er wird beim Schwitzen Feuchtigkeit aufsaugen. Er kam schon einmal für Osterkleidchen zum Einsatz. Die herrlichen Farben passen zu Sonnentagen. Innen ist die Mütze einfarbig gelb.

sommermütze

Nun aber ab in die Ferien!

 

 

Babymantel aus Frotteehandtuch für den Strandurlaub

Nun fährt auch schon Lotta, unsere kleinste Enkelin, mit in den Urlaub an das Mittelmeer. Für Leni hatte ich zu diesem Zweck einmal einen Badeumhang genäht, siehe Badeponcho. Ein solcher Umhang aus Frottee ist praktisch, denn er nimmt Feuchtigkeit nach dem Bad auf und er wärmt dadurch schnell. Eine kühle Brise kann den Kleinen im Poncho auch nichts anhaben.

Und was das Upcycling betrifft, ein Handtuch, das zerschnitten werden darf, findet sich in den meisten Haushalten.

Ich hatte ein von der Qualität her sehr schweres Exemplar zur Verfügung. Stücke davon waren schon zu Lätzchen verarbeitet worden. Da der Stoff sehr fest und nicht mehr vollständig  und nicht dehnbar ist, habe ich mich für eine vorne mit Druckknöpfen gehaltene Variante entschieden. Die macht das An- und Ausziehen unproblematisch. Zur farblichen Auflockerung habe ich den beigen Frotteestoff mit Sommersweat kombiniert, der gleichzeitig für Bewegungsfreiheit an Armen und am Kopf sorgt. Zur Verschönerung wurde wieder einmal appliziert, diesmal entsprechend des Themas Mittelmeer mit Seepferdchen, alles Ton in Ton. Ich denke, das passt für ein Baby.

strandmäntelchen1

strandmäntelchen2

Oma wünscht also gute Erholung!

faules Bündchen, falsches Bündchen, Fakebündchen – das geht auch bei Mützen!

Hinter diesen Begriffen verbirgt sich ein Ruckzuckverfahren, um beispielsweise einen einfachen Ärmelabschluss zu gestalten. Und diese Variante beim Nähen hat weitere Vorteile, sie ist nicht nur schnell und einfach:

  • du musst klein farblich passendes Bündchen suchen und finden
  • du arbeitest mit dem gleichen Stoff weiter
  • das Nähprodukt ist farblich einheitlich
  • der Abschluss ist weicher als ein doppelt gelegtes Bündchen
  • die Naht zum falschen Bündchen ist flacher

In jedem Falle ist der Schnitt zu verlängern, d.h. gegenüber den Angaben kannst du getrost um mindestens 5 cm verlängern, das T-Shirt nach unten hin oder die Ärmel nach unten hin. Ich habe mir überlegt, dass das auch bei einer Mütze funktioniert, in meinem Beispiel wird die Mütze also gesichtswärts verlängert.

Und wie geht es dann weiter? In meinem Beispiel liegt die Mütze fertig vor dir. Nun wird am unteren Rand das Nähgut 5 cm nach außen umgeschlagen, es liegt also rechte Seite auf rechter Seite, du schaust auf die linke Seite des Umschlags. Befestigen mit Klammern ist sinnvoll, damit nichts verrutscht. Nun wird der umgeklappte Streifen zurückgeklappt bis zur ersten Umschlagkante. Die Klammern fassen dann neu drei Stofflagen, oben auf treffen linke Seiten aufeinander.

Nun wird entlang der Umschlagkante mit der Overlock genäht. Dabei bitte das Nähgut so gut führen, dass nichts abgeschnitten wird. Du kannst variieren, wie stramm genäht wird. In jedem Falle bleibt die Overlocknaht dehnbar, wichtig beispielsweise für eine Mütze.

 

mütze1

mützeaußen

Die Mütze ist passend zu Lenis Mantel, der inzwischen wegen Längenwachstum zur Jacke geworden ist. Das Besondere gibt es nur, wenn du selbst nähst!

Zur Nachahmung empfohlen!