Das Besondere gibt es nur, wenn du selbst nähst!

Wenn man schon nicht von der Stange kauft, sollte das, was man mit Liebe näht, immer etwas Besonderes ergeben, was man eben auch nicht kaufen kann. Sei es, dass der Stoff besonders schön ist, sei es, dass die Zusammenstellung der Materialien außergewöhnlich ist, sei es, dass man eine besondere Idee verfolgt, sei es, dass man an bestimmten Materialien oder Farben hängt, sei es, dass der Schnitt ins Auge fällt usw..

Mir ist etwas ins Auge gefallen und zwar tüchtig, dass ich gar nicht anders konnte, als es zu nähen. Schnabelina stellt einen Schnitt samt Anleitung für ein Rundpassemäntelchen ins Netz. Die Nähbeispiele haben mich ins Schwärmen gebracht, ich war richtig unruhig, also ran an das Projekt! Die Anleitung erweist sich als super gut, insbesondere da, wo sie über das Einsetzen des Reißverschlusses schreibt. Ebenso ist das Einsetzen der Paspel nicht ohne, die Anleitung hilft. Also ganz herzlichen Dank an „Schnabelina“.

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Der Oberstoff ist Polarfleece, der Innenstoff Baumwolljersey. Nachdem ich nun den Schnitt erprobt habe, und eigentlich mag ich nur Naturstoffe, werde ich diesen tollen Schnitt beim nächsten Mal mit Walk umsetzen. Beim ersten Versuch war ich noch vorsichtig, weil Walk 5 – 10 mal teurer ist als Fleece. Leni wächst ja, eine nächste Gelegenheit zum Nähen eines größeren Mäntelchens wird sich finden. Außerdem hat die größere Cousine vielleicht Interesse.

Den Schnitt empfehle ich ausdrücklich zum Nachnähen. Eine tolle Sache jenseits des Üblichen!

 

Mütze und Halssocke – warm und weihnachtlich

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Wie schnell sind Mütze und Halssocke genäht! Dann las ich noch, dass Kinder von 3-6 Jahren sich im Kopfumfang nicht verändern, sie haben durchschnittlich Größe 50, d.h. die Mützen passen auch noch nächstes Jahr zu Weihnachten.

Bei meinen Stoffresten fand sich Weihnachtliches, Glitzerstern und Glitzerbambi. Die Stoffrestchen reichten noch für ein Mützchen und eine passende Halssocke. Die grauen Teile sind nicht abgefüttert, weil sie innen fellig sind. So habe ich mit Bündchenstoff den Rand versäubert. Die dunkleren Exemplare sind innen vollständig mit Jersey gefüttert, es handelte sich um einen Rest Sweatstoff.

Den Schnitt habe ich aus Ottobe kids fashion 6/17 entnommen. Ich kann aber auch kostenfreie Schnitte aus dem Netz empfehlen:

  • Mütze mit Schirm: http://www.lila-wie-liebe.de/supermuezz-kindermuetze-naehen/
  • stark zipfelige Mütze: http://www.frau-mathilda.de/shop/produkt/ebook-frau-mathildas-hampelmuetze/
  • Standardschnitt: https://www.purlsoho.com/create/2016/02/22/wool-cotton-sewn-ear-flap-hat/

Die Projekte sind für Nähanfänger unbedingt geeignet. Man sieht so schnell, dass die Stoffstückchen etwas Schönes ergeben. Es macht einfach Lust und Freude!

 

Plädoyer für Walkstoff – Winteroverall

Der Winter naht, jedenfalls nähplanerisch sollte man sich schon auf die kältere Jahreszeit vorbereiten.

Ich plädiere an dieser Stelle für Wolle. Wolle ist eine absolute Superfaser, das wissen – leider ist es ihnen nicht bewusst – Schafe und Ziegen, dem Schäfer mit seinem Walkumhang ist es bei Sauwetter sehr bewusst. Die Faser ist isolierend durch Mikrolufträume und sie ist gleichzeitig regulierend, was das Wasser und die Feuchtigkeit angeht. Schmutzabweisend verhält sie sich ebenso, und sie ist elastisch. Wenn man allerdings Wollfäden verstrickt, bleiben Löcher, durch die der Wind ziehen kann. Walk hingegen hat verfilzte Fasern und wird für den Wind undurchlässig. Man kommt dem natürlichen Schaffell so schon recht nahe.

Nähtechnisch ist Walk super, weil es nicht franst. Alle Versäuberungsarbeiten entfallen. Man muss auch nicht füttern, das habe ich nur aus modischen Gründen getan. Gegenüber Softshell bleiben mit den Nadelstichen dank der Elastizität von Walk keine Löcher, Auftrennen kann man also, falls mal etwas schief läuft beim Nähen.

So nähte ich dieses Jahr schon den dritten Walkoverall für die Enkelin. Walk hält wirklich warm, der Overall dafür, dass alle Körperteile verpackt sind, auch beim Bücken und Spielen. Leni hat den letzten Winter immer noch Mittagsschlaf draußen im Kinderwagen gehalten, warm verpackt u. A. dank Walkoverall.  Und die Frischluft unter Bäumen hat für eine gute Immunabwehr gesorgt. Dieses Jahr wird sie auf den Wegen zwischen Wohnung und Kindergarten gut verpackt sein, wenn Wind und Wetter ihr auf dem Fahrradsitz nicht so viel werden anhaben können.

diesjähriges Projekt, gefüttert mit Jersey, Einhornmotiv:

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Detail Zipperanhänger aus Perlen und Filz:

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Der Winteroverall aus dem letzten Jahr mit Häkelmäusen als Zipperanhänger:

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Der Schnitt stammt aus Ottobre, kids fashon 4/15. Das Heft hatte ich mir extra bestellt, Altexemplare kann man online ordern. Der Schnitt hat sich als super bequem und praktikabel erwiesen.

Für hochwertige Walkstoffe kann ich ein Spezialgeschäft empfehlen. Für einen weiteren Overall für die zweite Enkelin habe ich dort aktuell die Farbkarte bestellt.

erste Bewährungsprobe bei Herbstwetter:

bewährungsprobe

Softshelljacke – soll es doch ruhig regnen!

Die Sommer sind wechselhaft, manchmal platscht es heftig. Da ist es gut, eine leichte, dennoch dichte Jacke zu haben, beispielsweise auf dem Weg in den Kindergarten per Fahrrad.

Oma hat sich informiert, beispielsweise kann man es hier tun.

Softshell zu nähen, ist nichts für Anfänger, denn Nähte hinterlassen Löcher im Material, d.h. man kann nichts auftrennen, es muss alles gleich sitzen. So ist es gut, dass ich erst jetzt zu diesem Material komme.

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Den Grundschnitt habe ich aus Ottobre kidsfashon 3/2017. Statt mit Knöfpfen zu schließen, habe ich einen Reißverschluss mit dahinter liegender Blende eingearbeitet. Außerdem habe ich die Jacke hinten länger gelassen, im Rücken verstellbar gerafft und Taschen aufgesetzt, statt Eingriffsblenden zu innenliegenden Taschen zu arbeiten. Letzteres schien mir angesichts des doch sperrigen Softshells leichter realisierbar. Ebenso fand ich es aus dem gleich Grund leichter, die Kanten mit Schrägband zu versäubern, statt Blenden gegenzunähen Die Ärmel habe ich mit verdeckten Bündchen abgeschlossen, dann pfeift auch nicht der Wind von vorne in die Ärmel – wie gesagt, ich dachte an den Vater, der Leni mit dem Fahrrad zum Kindergarten bringt und der auch bei Sauwetter die Straßenbahn meidet.