Nachthemd und Bettwäsche werden zu Kindernachthemd

So ist der Lebenslauf. Nun löse ich das Haus meiner verstorbenen Eltern auf. Es fällt jede Menge Bettwäsche und Nachtwäsche an. Meine Mutter legte immer großen Wert auf guten Schlaf: beste Matratzen, beste Federbetten, gutes Lüften der Schlafräume, Schlafräume an des ruhigsten Stellen des Hauses, Tagesrituale usw.. Es hat wohl geholfen, sie ist 94 Jahre im eigenen Haus geworden. So ist auch nicht verwunderlich, dass ich beinahe mehr Nachthemden als Kleider finde. Die Stoffe sind überwiegend aus Baumwolle und von leichter Qualität, farblich eindeutig der Nachtwäsche zuzuordnen. Sie taugen nicht für das, was ich am liebsten nähe, nämlich Mädchenkleider. Aber wie im Schnittheft: „Kinderkleider, ISBN 978-3-572-08203-2“, in wunderschönen Fotos festgehalten, eignen sich die Schnitte sowohl für weite Mädchenkleider als auch für Nachthemden. Für den Bedarf an Nachthemden in den nächsten Jahren wird also gesorgt sein.

Los geht es mit einem Nachthemd für Clara.

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Für die Passe habe ich Bettwäsche genommen, Flügelärmelchen und Rockteil sind aus einem Nachthemd entnommen.

Das mit dem guten Schlaf sollte also weitergehen!

Nachtrag: Was mache ich aber bloß mit den vielen weißen Bettlaken? Eine Freundin riet, sie für heiße Tage zu verwahren und sie dann als Zudecke zu nehmen. Die Idee mit Einfärben lassen (um sie dann für Baumwollkleider zu verwenden), habe ich verworfen, nachdem mir mitgeteilt wurde, dass der Stoff bei nachträglichem Färben nicht ganz farbecht sei.

Wenn Jemand Ideen zu diesem Thema hat – Wie verwende ich weiße Bettlaken weiter? -, wäre ich für einen Eintrag im Kommentarfeld dankbar. Derzeit bin ich da ratlos und Engelkostüme für ein Krippenspiel oder Gespensterumhänge wurden schon genäht.

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