Optimierung: Badeponcho aus Badetuch

Leni ist enorm gewachsen. Der schon einmal genähte Badeponcho passt nun der Schwester und Leni benötigt einen größeren. In der Wäschekiste meiner verstorbenen Mutter fand sich ein noch niemals genutztes, riesige Badetuch, groß genug den neuen Zweck.

Wie hier geschnitten wird, habe ich schon einmal erläutert: Badeponcho aus Badetuch. Aber diesmal habe ich noch eine Optimierung eingeführt.

Badeponcho aus riesigem Badetuch

Der Frotteestoff ist nicht flexibel. Deshalb fällt das notwendige Halsloch recht groß aus, damit das Kind hineinschlüpfen kann. Dann allerdings wird das Kind evtl. nach dem Baden bzw. Schwimmen am Hals kalt. So habe ich ein Halsbündchen zwischen Kapuze und Tuch eingefügt. Es ist aus zwei Stücken genäht – also nicht gefaltet – und fasst die Kapuze oben zwischen. Unten ist es mit Overlock angenäht. Seitlich habe ich es verjüngend geschnitten. So legt sich das Tuch am Hals eng und warm an.

Die Kapuze stammt von einem abgelegten Bademantel, bei dem der Reißverschluss völlig kaputt war. Plastikreißverschlüsse an Wäschestücken, die heiß gewaschen werden, das ist so eine Sache. Nachhaltig wird es dabei nicht, aber immerhin verwende ich die Stoffe weiter. Die Taschen des Bademantels habe ich ebenso verwendet und durch Applikation aufgepeppt.

Seepferdchen als Applikation

Die Kapuze habe ich durch ein innen liegenden Bändchentunnel flexibel gehalten, wie gesagt, das Kind soll nicht frieren!

Kapuze kann gezurrt werden

Seitlich habe ich auch noch Bänder angenäht, so bleibt das Tuch besser geschlossen, wie gesagt, Leni soll nicht frieren!

Upcycling T-Shirt zu Nachtkleid

Leni zieht gerne bequeme Nachtkleidchen an. Es fehlen Sommerexemplare. So nahm ich zwei Shirts von Katrin aus dem Fundus, um ein neues Exemplar zu nähen.

Kleid oder Nachtkleid aus zwei Shirts

Als Schnitt verwendete ich meinen easy-peasy-Schnitt, zu dem ich auch schon einen ausführlichen Artikel veröffentlichte.

Ich habe es mir ganz einfach gemacht:

Den Halsausschnitt des braunen Shirts habe ich so übernommen wie er war. Damit ist das Nachtkleid etwas halsfern, aber gerade für ein Nachtkleid ist das passend. Das schmale braune Shirt gab die übergeschnittenen Ärmelchen nur her, indem ich einen Teil des Ärmels vom Ausgangsshirt mit verwendete. Ich denke, die zusätzliche Naht an der übergeschnittenen Stelle ist sogar chic. Das Bündchen des gelben Shirts hielt für die Ärmeleinfassung her. Die Saumnaht des gelben Shirt blieb bestehen. Ich schnitt von unten her zu, so fiel auch ein Fleckchen im oberen Bereich des gelben Shirts weg. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Das Kleidchen oder Nachtkleidchen war binnen einer Stunde entstanden, weil Vorhandenes erhalten blieb. Ein Vorteil beim Upcycling!!!

Was aus Christls Bademantel wurde …

Christl ist eine kleine, schmale Person mit Größe S. Sie gab mir vor längerer Zeit einen dunkelblauen Bademantel. Er war insofern ramponiert als die Gürtelschlaufe samt einem Teil der Seitennaht ausgerissen war. Er wurde mir fürs Upcycling übergeben. Ich begriff gleich, dass man ihn nicht einfach irgendwie zerschneiden sollte. Erstens ist er ein Markenprodukt und zweitens wachsen die Enkelkinder ja noch. Er hing sorgsam verwahrt in meinem Kleiderschrank.

Nun traf es sich, dass sich Curd einen Bademantel wünschte. Vielmehr handelt es sich wahrscheinlich um den geheimen Wunsch, einen Zaubermantel à la Harry Potter zu besitzen. Entsprechende Vorlagen wurden mir geliefert. Das Emblem Gryffindor ist dabei ganz wichtig. Ein solches Emblem bestellte ich per Internet. Nun hat Curd nahezu die Größe 152 und ist auch in den Schultern breit, im Körper lang und schmal.

Das hieß für den Bademantel: Etwas kürzen unten und an den Ärmeln, Seiten einschließlich der Ärmel etwas schmälern – dabei fiel die Schadstelle weg, Emblem aufbügeln, Ränder – sowieso etwas „verbraucht“ – abschneiden und farblich neu einfassen. So sahen entsprechende Vorlagen aus. Zudem schnitt ich herausgezogene Fäden ab. Frottee hat eben den Nachteil, dass sich zuweilen Fäden ziehen. Jetzt ist das gute Stück wie neu! Es wird eine gute Zeit noch gute Dienste tun.

Bademantel oder Curds Zaubermantel

Eine Runde Nachthemden im Upcyclingverfahren

Die Enkeltochter Leni mag Nachthemden. Der Wunsch kam auf, dass ich ihr etwas nähen solle. Gerne!

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Ringelnachthemd

Das erste Nachthemd ist entstanden aus einem Longshirt. Und wieder einmal habe ich im Upcyclingverfahren Arbeit gespart: Den untere Saum und die Ärmelsäume habe ich übernommen. Das Nachthemd ist schmal aus dem Longshirt heraus geschnitten worden, ebenso die Ärmel schmal und gekürzt aus den vorhandenen kurzen Ärmeln. Nur die Armkugelnaht und die Seitennähte waren dann neu zu nähen. Das Longshirt war weit ausgeschnitten. Das sollte wieder so werden, aber für ein Kind war das Halsloch dann doch zu weit. So habe ich kurzerhand mit einem aufgenähten, elastischen Dessousbändchen den Halsausschnitt etwas gerafft bzw. verkleinert. Wirklich easy! Und mit einem kreisrunden Kinderstoff, der Mäuse zeigt, wird das Kleidungsstück zu einem Kinderkleidungsstück.

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Auf ein Nächstes:

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zusammengesetztes Nachthemd

Ausgangspunkt war hier ein T-Shirt, leider mit Maschinenstickerei unter dem vorderen Halsausschnitt, leider wirklich omahaft, außerdem zu kurz für ein Nachthemd. So habe ich ein harmonierendes Stück gesucht und in Form eines Sommerhalsschals in grün gefunden. Der grüne Einsatz vorne ersetzt die Stickerei. Dieser Stoff wiederholt sich als Abschluss der angeschnittenen, kurzen Ärmelchen, als Gummitunnel am Halsausschnitt und zur Verlängerung unten. Zum Schluss noch ein Stückchen Webband für das Kindhafte, fertig!

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Noch einmal das Problem Spitze:

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Nachthemd mit Einsatz

Ausgangstück war tatsächlich ein Nachthemd für das Kindernachthemd. Aber: Im Brustbereich hatte der feinste Nachtwäschestoff leider Stickereien und Spitze, die einer Oma vielleicht gefallen, nicht aber einem Kind. Gott sei Dank war das Teil so groß, dass ich mit dem Zurechtschneiden weit nach unten rutschen konnte. Dennoch blieb Spitze im Schnittbereich übrig. So habe ich ein Stück entfernt und durch ein Stück zarten Kinderstoffs ersetzt. Der weite Raglanschnitt ist bequem und der Halsausschnitt ist mit einem Bändchen im Tunnel gerafft.

Leni hat einen wirklich guten Schlaf, die kleine Persönlichkeit ruht in sich. Dennoch: Gute Nacht mit den neuen Nachthemden!

Nachthemd und Bettwäsche werden zu Kindernachthemd

So ist der Lebenslauf. Nun löse ich das Haus meiner verstorbenen Eltern auf. Es fällt jede Menge Bettwäsche und Nachtwäsche an. Meine Mutter legte immer großen Wert auf guten Schlaf: beste Matratzen, beste Federbetten, gutes Lüften der Schlafräume, Schlafräume an des ruhigsten Stellen des Hauses, Tagesrituale usw.. Es hat wohl geholfen, sie ist 94 Jahre im eigenen Haus geworden. So ist auch nicht verwunderlich, dass ich beinahe mehr Nachthemden als Kleider finde. Die Stoffe sind überwiegend aus Baumwolle und von leichter Qualität, farblich eindeutig der Nachtwäsche zuzuordnen. Sie taugen nicht für das, was ich am liebsten nähe, nämlich Mädchenkleider. Aber wie im Schnittheft: „Kinderkleider, ISBN 978-3-572-08203-2“, in wunderschönen Fotos festgehalten, eignen sich die Schnitte sowohl für weite Mädchenkleider als auch für Nachthemden. Für den Bedarf an Nachthemden in den nächsten Jahren wird also gesorgt sein.

Los geht es mit einem Nachthemd für Clara.

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Für die Passe habe ich Bettwäsche genommen, Flügelärmelchen und Rockteil sind aus einem Nachthemd entnommen.

Das mit dem guten Schlaf sollte also weitergehen!

Nachtrag: Was mache ich aber bloß mit den vielen weißen Bettlaken? Eine Freundin riet, sie für heiße Tage zu verwahren und sie dann als Zudecke zu nehmen. Die Idee mit Einfärben lassen (um sie dann für Baumwollkleider zu verwenden), habe ich verworfen, nachdem mir mitgeteilt wurde, dass der Stoff bei nachträglichem Färben nicht ganz farbecht sei.

Wenn Jemand Ideen zu diesem Thema hat – Wie verwende ich weiße Bettlaken weiter? -, wäre ich für einen Eintrag im Kommentarfeld dankbar. Derzeit bin ich da ratlos und Engelkostüme für ein Krippenspiel oder Gespensterumhänge wurden schon genäht.

Upcycling, so einfach!

Katrin äußerte den Wunsch nach einem kurzärmeligen Nachthemd für Leni. Und ich hätte selbst nicht gedacht, wie einfach der Wunsch zu erfüllen war.

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Und der Prozess – im Übrigen zur Nachahmung ausdrücklich empfohlen – beginnt mit der Überlegung, was im Fundus geeignet sein könnte. Eine Schafanzugjacke, lang genug und mit weiten Ärmeln im Stil der 80er schien geeignet, weil der leichte Stoff schon fürs Schlafen gedacht aus 100% Baumwolle bestand.

Und nun die zweite wichtige Überlegung: Was kann erhalten werden und wie spart man dadurch unnötige Näharbeit. Im Kopf sollte das neue Stück zunächst fertig gedacht werden, ehe die Schere angesetzt wird. In diesem Fall war eine seitlich versetzte Knopfleiste im oberen Teil oberhalb einer Falte schon vorhanden, leichtes An- und Ausziehen dadurch möglich, genügende Weite gesichert. Also erhalten! Die Länge passte so gerade, also Saum unten erhalten! Ein Grundschnitt wurde unten angesetzt. Die Ärmel der Schafanzugjacke hatten unten einen schönen Abschluss mit Bündchen und Knöpfchen. Also erhalten! Für kurze Ärmel hieß das nun, dass der untere Teil der Ärmel so, wie er mit Manschette war, verwendet werden konnte.

Das einzige, was dann zu nähen war: Schulternähte, Seitennähte, Ärmel einsetzen, Halsabschluss neu gestalten. Hier habe ich mich für eine Einfassung im gleichen Stoff entschieden.

Das Nachthemd hat mich also nichts gekostet, nur eine Stunde Arbeit. Gespart wurde auch der Weg zum Altkleidercontainer, der Weg in die Stadt zum Shopping oder das Surfen zum Onlinekauf eines neuen Nachthemds, später das Entsorgen der Verpackung. Ganz zu schweigen von den allgemeinen Aufwendungen wie beispielsweise Transport möglicherweise aus Indien.

Und wieder einmal stellt sich die Erkenntnis ein: Es ist in allererster Linie Kopfsache!

 

Hurra, Carlotta ist da! – Babydecke zur Geburt

Welche Freude!!! Carlotta ist geboren, gesund und munter und das gilt auch für die Mutter. Eine relativ leichte und schnelle Geburt wurde geschenkt – Gott sei Dank!

Jedes Enkelkind bekommt seine eigene Babydecke zur Geburt. Weil unser Kölner Mädchen einer in Köln verliebten Mama das Licht der Welt im Herzen von Köln erblickte, habe ich das Thema Köln aufgegriffen und eben die Freude durch Luftballons symbolisiert. Gestern Abend noch habe ich die Decke mit dem Geburtsdatum versehen und war noch ganz aufgeregt von der guten Nachricht, die uns gestern Nachmittag erreichte. Inzwischen ist nach Bangen und Warten angesichts der bevorstehenden Geburt große Erleichterung und Entspannung aufgekommen. Ich berichte also überglücklich und denke, die Decke passt gut zum Anlass. Lotta wird demnächst beim Krabbeln allerhand entdecken können.

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Andere Babydecken findest du in meinem shop, siehe Menüleiste.

colorblocking – wunderbares Upcycling

Das passiert häufiger: Ein Kleidungsstück, das sich zum Upcycling eignet, gibt nicht genug Stoff für das erdachte neue Stück her, weil ggf. Abnäher im Weg sind oder Nutzungsspuren weggeschnitten werden müssen. Ich hatte schon an anderer Stelle auf das Problem hingewiesen: Wenn der Stoff nicht reicht. Auch die Beiträge Upcycling T-Shirts und Stoffreste oder Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider widmen sich diesem Problem. Allerdings war ich bis jetzt darauf bedacht: Beim Upcycling Harmonisches zusammenbringen!

Ein wiederentdeckter, stylischer Trend eröffnet nun weitere Möglichkeiten. Coloblocking bedeutet, dass Gegensätzliches, ggf. Schrilles und Buntes kombiniert werden, allerdings wohl immer in geometrischer Weise. Das verlangt ja auch schon das Nähen, ohne wohlmöglich Kurvenmuster aneinander nähen zu müssen.

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Mein Versuch in dieser Richtung:

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Der Rücken ist entsprechend viergeteilt.

Ein leichtes Nachthemd für Leni entstand aus zwei T-Shirts vom Vater und einem violetten Achselshirt von Mama. Die Farbkombination ist noch vergleichsweise zurückhaltend – immerhin ein Nachthemd -, aber den Trend werde ich sicher weiter verfolgen. Er eignet sich m.E. insbesondere für Sommerlooks. Demnächst also mehr.

Rüffler, eine feine Sache

Da Oma am liebsten Mädchenkleider näht, kommt es oft vor, dass gekräuselt werden muss. Deshalb habe ich mir einen Rüffler oder ein Kräuselfüßchen zugelegt.

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Er wird wie ein Füßchen befestigt und zusätzlich an der Nadelhalterung arretiert. Beim Nähen schubst der Rüffler in regelmäßigen Abständen den Stoff ein Stückchen vor, so dass eine Falte entsteht. Die Faltensequenz und die Faltenbreite lassen sich einstellen über eine Verstellmöglichkeit am Füßchen und/oder durch die Stichlänge.

Wie das Ganze arbeitet, kannst du dir im Video ansehen.

Katrin äußerte den Wunsch, Nackenkissen für die Mädels zu umhüllen. Das könnte man einfach realisieren, doch das fand ich zu langweilig. Anne hatte mir einen Kinderbettbezug zum Zerschneiden gegeben, top in Ordnung, und der weiche, etwas dickere Baumwollstoff ist wirklich für Bettwaren geeignet, Anbieter ehemals Ikea.

Der Stoff reichte für zwei Kissenhüllen und für die Rüsche rundherum. Würde man das von Hand in Falten legen oder kräuseln, wäre man arg beschäftigt, und es ist fraglich, ob man das gleichmäßig hin bekäme. Bei Pinterest findest du Anleitungen, wie an dieser Stelle eine Gabel helfen kann. Mit dem Rüffler ging es jedenfalls ratzfatz. Ich habe die Einstellung 6 am Rüffler und Stichlänge 3 genommen.

Die Bezüge haben einen Hotelverschluss auf der Rückseite, das ist schon einfach. Was nicht so einfach sein wird, ist das Bügeln der Rüsche. Ich denke aber, Katrin wird das managen. Jedenfalls finde ich die Bezüge so schmucker als einfach nur glatt. Ich hoffe, Katrin wird diese Ansicht teilen.

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Was aus Mutters Schlafanzug wurde

Der schöne Schlafanzug hatte am Hosenbein einen Riss. So wanderte er zu Omas Upcycling und wurde ein Kinderschlaf- oder -spielanzug.

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Die Anregung zu dieser Applikation kam wieder einmal aus Pinterest. Die Schleifchen und die kleine Tasche unten habe ich dem Ausgangsstück entnommen. An der Schulter rechts oben sieht man noch, wo das Täschchen zuvor saß. Ich denke, mit ein paar Wäschen gleicht sich die Färbung dort noch an.

Leni, die sowieso sehr gut schläft, wird – so hoffe ich – mit den Kätzchen um die Wette schnurren.