Schnittmuster für Mantel Charlotte nun bis Größe 134

Die Enkelkinder wachsen – wirklich unglaublich schnell! Der Winter naht. Außerdem wurde ich schon oft gefragt, ob es den Mantelschnitt nicht größer gäbe, denn zuvor hatte ich ihn nur für die Größen 104 bis 116 erstellt. Nun ist es soweit: Ich habe den Schnitt bis Größe 122/134 erweitert, für meine und andere Enkelkinder bzw. Kinder.

Der Schnitt enthält zwei Versionen: einen Mantel mit Bubikragen, der gesäumt wird, und einen Mantel mit Kapuze, der rundherum mit Schrägband eingefasst ist. Es werden die Größen 104 – 128 abgedeckt, für schmale Mädchen sollte jeweils die kleinere als die sonst übliche Größe gewählt werden, so dass der Schnitt auch für Mädchen bis Größe 134 anwendbar ist.

Die Größenanpassung für den 5-Größen-Schnitt hat dafür gesorgt, dass nunmehr 25 DINA4-Seiten auszudrucken sind (plus 2 für die optionale Kapuze), bis man den vollständigen Schnitt erhält. Es wird genau erklärt, wie man den Schnitt zusammensetzen muss. Die Anleitung umfasst im Übrigen 12 Seiten und ist sehr ausführlich und bebildert.

Welche Überlegungen mich zu diesem Schnitt geführt haben, kannst du in früheren Artikel nachlesen.

Den Fünf-Größen-Schnitt 104 – 134 werde ich nun im Shop einfügen.

Zunächst habe ich Leni einen neuen Regenmantel genäht. Wie man sieht, muss ich doch wohl eine Nummer kleiner wählen, damit Leni nicht im Mantel versinkt. Aber auch noch im Frühjahr wird es regnen, der Mantel passt dann richtig. Für den nunmehr zu nähenden Walkmantel werde ich das berücksichtigen.

neuer Regenmantel aus Softshell taupe-pink

Babyoverall zum Binden – Schnittmuster

Babyoverall
Babyoverall aus Walk zum Binden

Ein Stoffrest Wollwalk inspirierte mich, er lachte mich geradezu an beim Gedanken an den nahenden Herbst. Er war viel zu klein, um meinen jetzt schon doch großen Enkelkindern etwas daraus zu nähen. Er war übrig geblieben vom letzten Winteranzug für Leni. In allen Jahren zuvor hatte ich mich mit Winteroveralls aus Walk beschäftigt und dafür gesorgt, dass die Kleinen gut eingepackt waren.

Meine Vorliebe für Naturstoffe und speziell im Winter für Walk hatte ich damit schon kundgetan. Es geht nichts über die wärmenden Eigenschaften von Wolle!

Nun war der Stoffrest so klein, dass er nur für einen wirklich kleinen Babyoverall passen würde. Und dabei fiel mir dann auf, dass die Kleinsten eben noch nicht laufen und krabbeln und damit die Anforderungen an einen Overall anders sind. Es geht darum, dass die Babies weich und warm liegen und dass Mutter sie leicht an- und ausziehen kann. Eine Bindevariante lag dann sozusagen auf der Hand.

Es war relativ leicht, ein Schnittmuster zu zeichnen, ich hatte mich ja schon oft mit Overalls und Babybekleidung befasst. Das Schnittmuster dann zu digitalisieren war schwieriger, will man möglichst DINA4 Blätter für den Ausdruck sparen. Die Anforderung hat mich aber gereizt. Es sind 12 DINA4 Seiten geworden, 9 habe ich angesichts der Länge des Overalls dann doch nicht geschafft, wie auch immer ich die Schnittteile in den diversen Formaten drehte. Das Schnittmuster samt ausführlicher Anleitung biete ich im Shop unter Schnittmuster an.

Meine Erinnerungen an die im Garten bei Wind und Wetter schlafenden Enkelkinder sind damit wieder wach. Was schläft es sich gut an frischer Luft! Und wie gesund ist das! Für die Herbst- und Winterbabies ist dann warmes Einpacken Bedingung. Ein Wolloverall kommt zu diesem Zweck gerade richtig.

Schöne Walkstoffe sind auf dem Weg zu mir. Die Enkelkinder warten auf Wintermäntel. Demnächst finden sich deshalb auch Walkoveralls in meinem Shop für alle die, die nicht selber nähen wollen oder können. Eigentlich ist das Schnittmuster aber gerade für Nähanfängerinnen geeignet. Man sollte sich trauen!

Partnerlook für Schwestern

Es ist ja ein wenig schwierig, dass sich Geschwister vertragen. Die Erstgeborenen haben mit dem nächsten Geschwisterkind so ihre Probleme, und wenn man sich hineinversetzt, ist das ja auch wirklich hart, die volle Aufmerksamkeit nun teilen zu müssen. Bei Leni und Lotta ist der Prozess recht gut gelaufen, Zeiten mit „ein Herz und eine Seele“ sind doch recht häufig. Deshalb dachte ich mir, dass ein Partnerlook ganz gut passt, und außerdem ist keiner eifersüchtig, wenn der eine etwas bekommt und der andere nicht. Beide bekommen in ihrer Größe fast Identisches.

Partnerlook für die Schwestern

Den schönen Stoff mit Mäusen hatte ich noch. Einen Winteroverall für Leni hatte ich im letzten Herbst damit gefüttert, aber damals konnte ich im Stoffgeschäft nicht widerstehen, den Stoff in größerer Menge zu kaufen – zu süß!

schöner Kinderstoff mit Mäusen

So gibt es also jetzt Shirts mit langen Ärmeln für die lieben Mäuse mit Mäusen, denn der Herbst naht. Als Schnitt habe ich wieder den Ottobre-Schnitt verwendet, der ein mädchenhaftes Aussehen kreiert, siehe auch: https://sewtonew.blog/2020/05/01/maedchenhaftes-shirt/

Häkeln hilft beim Upcycling

Noch eine Strickjacke lag im Fundus und wartete auf das Werkeln für die kältere Jahreszeit. Ich hätte es so machen können wie es im vorhergehenden Artikel beschrieben wurde – Strickwaren Upcycling – Sticken als Option – , aber das wäre ja langweilig geworden. Diesmal lechzte der dunkelgraue Ton nach etwas Frischem, was sich dann Gott sei Dank in der Garnkiste fand: ein kleines Knäuel schreiend pink gefärbt.

Und ich musste für die Idee noch einmal mein geliebtes Buch aus Kindertagen hervorholen, Ruth Zechlin, Werkbuch für Mädchen, weil ich mich dort an eine Übersicht zu Häkeln erinnerte. Und richtig: Wie gehen noch einmal „Mausezähnchen“?, die Frage konnte ich dort beantwortet finden. Manchmal tun es auch Bücher statt youtube!

Halsabschluss mit gehäkelten Mausezähnchen
Lenis zweite Jacke aus Mutters Jacke

Die gehäkelte Zierde wiederholte ich an den Taschen. So ist die triste Jacke doch ein wenig mädchenhaft geworden.

Ansonsten bin ich so verfahren, wie ich es im vorhergehenden Artikel beschrieb. Die Grundarbeit Zuschneiden und neu mit der Overlook zusammennähen ist quasi ein Kinderspiel und zur Nachahmung empfohlen.

Strickwaren Upcycling – Sticken als Option

Katrins Strickjacke

Die abgelegte Strickjacke von Katrin wartete auf ein Upcycling für das Töchterchen. Ein Fädchen war auf die Rückseite zu ziehen, ansonsten hatte die Jacke keine Schadstellen, der gesamte Strick stand also für eine Umgestaltung zur Verfügung. Speziell die Abschlüsse an den Kanten wie auch die Knopfleiste galt es zu erhalten. Also legte ich den Schnitt von unten an, so wurde die Jacke kürzer und schmaler. Mit der Overlock waren die neuen Seitennähte und die neuen Schulternähte schnell genäht. Auch das Einsetzen der nun verkürzten und verschmälerten Ärmel erledigte die Overlook im Nu. Bleibt der Halsausschnitt wieder einmal als Problem, denn der alte Halsabschluss ist abgeschnitten zu schmal für ein Halsbündchen.

Halsausschnitt mit Strickstreifen und Stickstich

Aus dem oberen alten Rückenteil schnitt ich einen breiteren Streifen heraus und nähte ihn gedehnt an den Hausausschnitt. Dann klappte ich den Streifen um die Overlooknaht und steckte die untere Kante unter der Naht fest. Mit der Maschine wollte ich das jetzt aber nicht festnähen. Das hätte die Dehnbarkeit behindert und wahrscheinlich wäre das unter der normalen Nähmaschine auf Strick nicht akkurat genug geraten. Da ich in Pinterest viel surfe, um mir Ideen zu holen, war ich auf Stickstiche gestoßen. Ich fand auch eine Videoanleitung zu „french knot“. So befestigte ich den Streifen rückseitig in einem mit den vorderen Stickknötchen und es entstand eine zarte Verzierung um das schmale Halsbündchen.

Alternative Überlegungen zu Applikationen, die ich sonst gerne beim Upcycling wähle, verwarf ich, um die Dehnbarkeit der Jacke vollends zu erhalten.

des Töchterchens neues Jäckchen

Die Verzierung mit „french knots“ wiederholte ich an den Ärmelbündchen. So ist ein stimmiges ganzes entstanden. Herbsttage können kommen.

Eine Verbesserung will ich aber noch erwähnen. Der Versuch auf Strick ein zusätzliches Knopfloch ganz oben in der Knopfleiste zu nähen misslang. Das machte meine Maschine nicht gut, also auftrennen. Beim nächsten dieser Versuche werde ich so schneiden, dass der oberste Knopf wirklich ganz oben erscheint. Man lernt nicht aus!

absolutes Lieblingsstück Spielanzug

Die Jumpsuits oder einteilige Spielanzüge, die ich bereits nähte, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind bequem und praktisch, offensichtlich auch hautfreundlich und luftig.

Spielanzug – weil es so bequem ist!

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Und weil es noch etwas heiß bleibt, habe ich für Leni und Lotta noch eine Runde genäht. Diesmal verwendete ich für das größere Exemplar einen Schnitt aus einem alten Burda-Heft – etwas komplizierter als die Vorgängermodelle. Der Schnitt sah einen Reißverschluss im Rücken vor. Das finde ich für ein Kind unpraktisch. Den Reißverschluss habe ich deshalb nach vorne verlegt.

spielhosen

Partnerlook für die Schwestern

Der gestreifte Stoff ist neu, der rote und graue Jersey stammt von abgelegten T-Shirts von Opa Heinz, Tiptop-Markenstoffe. Der Reißverschluss trennte ich aus einem Beinverschluss einer abgelegten Jogginghose von Katrin heraus. Also wieder einmal zumindest ein halbes Upcycling-Projekt! Der Anspruch Upcycling führte dann auch zum colour blocking, so reichten die Stoffstücke. Die Idee kam während der Überlegungen zum Schneiden, offene Prozesse generieren eben nicht alltägliche Ideen.

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Vorderseite

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Rückseite

Ich wünsche luftiges, bequemes Spielen im Hochsommer 2020!

 

 

tolle Stoffe fordern ein Upcycling ein

Ein wirklich toller Stoff, der mir da unter die Nähmaschine geriet, feinste, dennoch feste Baumwolle, die auch ein wenig elastisch ist! Keine Flecken, keine Schwitzränder – man fragt sich, wieso so ein tolles Sommerkleid weggegeben wurde. Das Kleid machte Lust aufs Upcycling! Oma Inge hatte das Sommerkleid der Nachbarin vor dem Abfallsack gerettet, ihr sei Dank.

Das Kleid war vorne mit spärlicher Passe gearbeitet, Spaghettiträger führten zu einem kleinen Rückenriegel, hinten war das Kleid rückenfrei. Also eigentlich Stoffmangel, aber der lange Rock generierte Vorstellungen für ein Upcycling: Ich trennte den Reißverschluss hinten am Rock auf, ebenso die Abnäher. Vorne trennte ich den Rock von der Passe und löste die Rockfältchen. Der Rockteil war dann vorne wesentlich breiter als hinten. Verziert war der Rock vorne mit einer Fake-Knopfleiste, die aber Gott sei Dank doppelt angelegt war.

Ich überschlug die Länge des Rocks : Sie reichte für ein ganzes Kinderkleid.

Ich überschlug die Breite des hinteren oberen Rockteils: Sie reichte für die Passe eines Mädchenkleids, wenn man die Reißverschlussnaht wieder vernähte.

Die Breite des vorderen oberen Teils reichte natürlich reichlich für eine vordere Passe. Nur musste ich die Fake-Knopfleiste in eine echte Knopfleiste umarbeiten, indem ich durchgenähte Knöpfe abtrennte, Knopflöcher arbeitete und die Knöpfe wieder annähte. So ist das Kleidchen leicht an- und auszuziehen.

Da der hintere Rockteil wesentlich schmaler als der vordere war, bot sich ein gekrauster Rock für das Mädchenkleid an. Dann verschwinden zwei Längsnähte im Gekrausten und fallen nicht als unsymmetrisch, da nicht seitlich, auf.

Auch im Rockteil des Mädchenkleids arbeitete ich den obersten Knopfbereich in einen echten um.

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Hals- und Armloch fasste ich rot ein. Die rote Farbe wiederholt sich im Garn der neuen Knopflöcher. Das fand ich chic.

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Es war ein wenig Arbeit, sie hat mir wirklich Freude bereitet, weil Überlegungen nötig waren, und es hat sich wegen des tollen Stoffs gelohnt.

Hier verweise ich auf meinen allerersten Artikel: Wann lohnt es sich?

und auf meine Startseite, wo sich erste Impressionen zum Upcycling befinden: https://sewtonew.blog/

Von da aus kann man für das eigene Projekt auf Ideensuche gehen.

feinstes Sonntagskleidchen aus Oma Inges Etuikleid

In meinem Fundus lag schon länger ein feines Etuikleid von Oma Inge. Im Schulterbereich gab es ein Minifleckchen, weshalb das Kleid wahrscheinlich weggegeben wurde. Im Schulterbereich stört ein solcher Makel fürs Upcycling nicht. Was Überlegungen verlangte war einerseits die schöne, damenhafte Stoffart und andererseits, dass das Kleid in Bahnen gearbeitet war, um den Brustbereich schön auszuarbeiten.

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Lösung für die Stoffart:

Ein ebenso feiner Kinderstoff namens „garden party“ gesellte sich zum mit Ranken strukturierten hellgelben Damenstoff. Damit wurde das Kleidchen mädchenhaft.

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Rankenstoff „garden party“, auch im Shop

Es war ein wenig aufwändig: Mit dem Kinderstoff wurde ein Taillenband und ein Schleifenband ansetzend in der Seitennaht hergestellt. Darüber hinaus ist die Halspartie mit einem breiten Einsatz kindgemäß aufgepeppt. Dazu musste ich mir den Schnitt erst einmal herstellen.

Lösung für den Stoff in Bahnen:

Den Rockteil habe ich unten aus dem Kleid genommen, so wie er war. Hinten trennte ich ein kleines Stück des Reißverschlusses heraus, damit war der Schlitz für den nun angekrausten Rockteil schon fertig. Den Saum unten musste ich nicht mehr nähen. Die Bahnenteile hätten dann nicht mehr ganz das Kleidchenoberteil ergeben. Aber ich habe ja das Taillenband und den Halsabschluss aus dem Kinderstoff dazu gewählt. So reichten die Bahnenstückchen des Etuikleids.

Fazit:

  • Ein wunderschöner Stoff wurde erhalten.
  • Kleine Stücke Kinderstoff machen ein Upcycling für Kinder möglich.
  • Ganz ohne Überlegungen geht es nicht, man muss sich etwas einfallen lassen.

Nun noch ein paar Bilder mit dem Kleid im Garten, weil es wirklich ein Kleidchen für eine Gartenparty ist.

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Spielanzug – weil es so bequem ist!

Aller guten Dinge sind drei! Nachdem ich für Leni schon zwei Jumsuits oder Playsuits nähte und sie diese Kleidung als so bequem empfindet, habe ich nun ein kurzes Exemplar genäht. Das Azorenhoch dieses Jahres soll vor der Türe stehen, da darf Sommerliches nicht fehlen.

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kurzer Playsuit

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farblich abgesetzte Gummitunnel

Wieder habe ich den Schnitt von Ottobre aus Heft 3/20 verwendet, die Hose aber kurz geschnitten. Außerdem habe ich wieder mit Gummitunneln statt mit aufgenähten Gummizügen gearbeitet. Das eröffnete zudem die Möglichkeit, das Kleidungsstück mit einem ruhigen Stoff abzusetzen.

Der Hochsommer darf kommen!

Den mädchenhaften Stoff biete ich im shop unter Stoffpakete an.

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 12,- pro m

Ebenso den aus dem vorhergehenden Projekt:

blumenjersey

10,- pro m

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Nachdem der maritime Jumpsuit bei Leni so gut angekommen ist und ich gut nachvollziehen kann, wie bequem ein solches Kleidungsstück ist, habe ich mir überlegt, für die anstehenden Ferien auf dem Bauernhof einen weiteren Jumpsuit oder Playsuit zu nähen.

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Sommerferien für Leni

Der Blumenstoff ist bequemer Jersey, das gelbe Oberteil ist aus Opas Schlafanzugjacke in ebenso guter Jerseyqualität entstanden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und entgegen den Anleitungen zum Schnitt von Ottobre habe ich alle Gummiraffungen in Tunneln untergebracht. Ich erwähnte schon die Mühe, ausgeleierte, eingenähte Gummibänder zu erneuern. Die Raglannähte habe ich innerlich mit einem mitlaufenden Stoffstreifen versäubert, so wie ich es an hinteren Halsausschnitten gewohnt bin: Was aus einem echt langweiligen Shirt werden kann!

Nun muss nur noch entsprechend der sommerlich, hippiemäßigen Anmutung die Sonne lachen! Fröhliche und erholsame Ferien!