Diesen kleinen Prahlhans mit seinem unverschämt roten Bauch sah ich derzeit im Garten. Vielleicht deshalb gefiel mir dieser Stoff …
Jersey mit Vögeln, gekauft bei Stoffe Hemmers
Außerdem mag Katrin offenbar grau und grelles Rosa.
So entstand kurzerhand eine bequeme und praktische Tunika für Leni. Wieder habe ich den Schnitt mit den Sattelärmeln von Ottobre verwendet. Das Nähen geht ganz fix und das Erfolgserlebnis stellt sich umgehend ein.
Tunika für das Frühjahr
Damit es nicht zu bunt wird, habe ich die Ärmel und Taschen in grau gehalten.
Derweil Kinder im Garten zwitschern oder besser gesagt frühlingshaft laut tollen und spielen, wird sich der Gimpel verziehen. Aber ganz früh morgens wird er wieder auftauchen. Vielleicht erscheint er sogar am Vogelhaus, das Leni mit Papa baute. Freuen wir uns auf das Frühjahr!
Der schöne rosa Pullover wurde zum Upcycling gegeben. Er war bis auf Schweißgeschehen an den Achseln vollkommen in Ordnung, der Bereich fällt beim Upcycling für Kinder natürlich weg. Das tolle Material war weich, wärmend und ohne Fussel, ein Upcycling lohnte wirklich.
Vorder- und Rückenteil wurden zu Ärmeln am größeren Kleid.
Die Ärmel wurden zu Ärmeln am kleineren Kleid.
Der Rollkragen lieferte Hals- und Armbündchen am größeren Kleid.
Reste aus Vorder- und Rückenteil wurden zu Mäuschen und zu Bündchen am kleineren Kleid.
Abschlusskanten des Pullovers unten wurden zu Abschlusskanten an den Taschen.
Diese Verfahren ermöglichte, zwei baugleiche Kleidchen für die Schwestern Leni und Lotta herzustellen. Omas Pullover umschlingt nun wärmend in gleicher Weise die beiden Enkelinnen.
Der dunkelrote Stoff ist ein samtener, weicher und warmer Stretch-Cord, der mit dem Strickstoff harmoniert. Er ist aus Baumwolle, und ich erstand ihn bei der Auflösung eines Stoffgeschäfts. Da dem Pullover die Etiketten fehlten, kann ich nun keine Hinweise für die Waschanleitung geben. Katrin wird noch erfragen, ob der Strickstoff nur kalte Wäschen vertragen kann.
Den Schnitt hatte ich schon einmal verwendet und er kam super an:
Aller guten Dinge sind drei! Nachdem ich für Leni schon zwei Jumsuits oder Playsuits nähte und sie diese Kleidung als so bequem empfindet, habe ich nun ein kurzes Exemplar genäht. Das Azorenhoch dieses Jahres soll vor der Türe stehen, da darf Sommerliches nicht fehlen.
kurzer Playsuit
farblich abgesetzte Gummitunnel
Wieder habe ich den Schnitt von Ottobre aus Heft 3/20 verwendet, die Hose aber kurz geschnitten. Außerdem habe ich wieder mit Gummitunneln statt mit aufgenähten Gummizügen gearbeitet. Das eröffnete zudem die Möglichkeit, das Kleidungsstück mit einem ruhigen Stoff abzusetzen.
Der Hochsommer darf kommen!
Den mädchenhaften Stoff biete ich im shop unter Stoffpakete an.
Wie geht das Spiel „Tote Löwen“? Die Kinder legen sich auf den Boden und müssen ganz still sein – welch eine Spielanleitung für Coronazeiten! Ein Kind, zuvor ausgelost, darf Arzt spielen. Der Arzt muss die toten Löwen zum Leben erwecken, weil sie sich vor Lachen nicht mehr still halten können. Das geht aber völlig ohne Berühren, Kitzeln verboten, sondern das, was der Arzt erzählt, muss Lachen hervorbringen. Wer aufwacht, wer lacht, ist auch Arzt und hilft dem ersten, die Mitspieler zu erwecken. Wenn alle sich vor Lachen biegen, ist das Spiel zu Ende.
schlafender, toter Löwe
Es war natürlich umgekehrt. Erst nach Fertigstellung des Shirts kam mir die Assoziation zum Spiel.
Die Herausforderung bestand darin, ein langes, ärmelloses Kleid von Hanna in braun (!) zu verarbeiten. Hanna ist dunkelhaarig, die Enkelkinder sind blond und eben Kinder. Wie soll da die Farbe braun passen?
So ist mir die Kombination mit gelb und eben die Applikation Löwe eingefallen. Gleichzeitig wollte ich den Schnitt, den ich im vorhergehenden Artikel erwähne, noch einmal verwenden, mädchenhaftes Shirt.
Upcycling aus Jerseykleid
glockig fallender Schnitt
Die Kosten waren wieder einmal Null, weil ich Abgelegtes verwendete. Der Jerseystoff war zuvor Hannas Kleid, die Bündchen schenkte mir Hanna, ihre Reste, das Löwengesicht kam aus Oma Inges Kleid, der Flausch aus dem Innenfutter von Katrins Parka.
Wie gesagt, es kommt immer auf die Ideen an und Aufpeppen mit Applikation ist eines meiner routinierten Verfahren.
Ottobre machte Werbung für einen Nachdruck eines erfolgreichen Schnittmusterhefts. Das Heft 1/14 wurde neu aufgelegt und ich griff zu. Ich fand einen sehr mädchenhaften Schnitt, der mir zusagte.
aus Ottobre 1/14
Schön ist der unten glockenartige Rand. Der lässt das Shirt schwingen. Es sieht an den Enkeltöchtern wirklich nett und mädchenhaft aus.
Ich nähte aus einen schönen Jersey mit Rotkäpchenmuster, und ich nähte für Leni und Lotta im Partnerlook, also in Größe 122 und 92.
Größe 92 für Leni
Größe 122 für Leni
Der Schnitt zeichnet sich durch überlange Ärmel aus. Das ist für Leni genau richtig. Die meisten Schnitte sind für sie an den Ärmeln zu kurz. Für Lotta werde ich das aber demnächst kürzen müssen, wenn ich den Schnitt noch einmal verwende. Das ist aber sicher, ich kann den Schnitt nämlich nur empfehlen, er gefällt mir sehr gut. Es ist einmal etwas ganz anderes als die gerade geschnittenen Shirts.
Auf der Suche nach schönen Schnitt bin ich auf „Daisy“ gestoßen. Er findet sich in Ottobre kids fashion 3/15 für die Größen 128 – 152. Es ist ein Schnitt mit übergeschnittenen Schultern. So entstehen kurze Ärmelchen gleichzeitig mit der Passe, très chic. Der Rockteil hat vorne eine große Falte und hinten zwei kleine, so dass genügend Bewegungsfreiheit gegeben ist.. Das Kleid geht bis zu den Knien.
Mir ist mit diesem Schnitt, der eigentlich keine Taschen vorsieht, Minnie Mouse eingefallen.
Schnitt Daisy mit aufgesetzten Taschen
applizierte Händchen
angeschnittene Ärmelchen
hinten Reißverschluss
Die kleidsam gebogene Passe ist schwarz gefüttert. Der Rockteil ist aus gepunktetem Baumwollcord in anthrazit gefertigt, die Passe ist aus rotem Baumwollstoff mit kleinen weißen Sternchen genäht.
Das Kleid geht in meinen Shop. Auf Anfrage nähe ich es auch in anderen Größen. Ich werde mir vornehmen, den Schnitt auch noch zu verkleinern. Demnächst also mehr.
Es gibt gute Gründe, gerade Herrenbekleidung für das Upcycling in Betracht zu ziehen. Die Stoffstücke, die dann zur Verfügung stehen, sind größer. Gerade für die heranwachsenden Enkel ist das günstig. Eine Tunika aus Mutters T-Shirt gerät ab Größe 122 zu kurz, aber ein Herren T-Shirt gibt noch genügend Länge her. Weiterhin ist von Vorteil, dass die Hemden, Pullover oder T-Shirts der Männerwelt meist keine Taillenabnäher und auch keine Brustabnäher besitzen. Man kann sich also das Auftrennen sparen, und außerdem hat die Erfahrung gelehrt, dass sich hinter der Abnähernaht oft farblich Anderes befindet, weil Wäschen und Sonne im Inneren nicht so stark gearbeitet haben. Dann hat man mühsam und vorsichtig aufgetrennt und erlebt dennoch eine Pleite.
Zugegeben, es gibt auch einen Nachteil der Herrenbekleidung. Der Nachteil allerdings, dass Herrenoberteile unter den Achseln stärker verschwitzt und deshalb ggf. verfärbt sind, fällt nicht ins Gewicht, weil die Kinderkleidung sehr viel schmaler ist, und die vielleicht vorhandenen hässlichen Bereiche wegfallen bzw. weggeschnitten werden.
So hat Leni eine neue Tunika bekommen. Das blaue Shirt habe ich durch einen hübschen Kinderstoff an Ärmeln und Taschen aufgepeppt, ebenso durch die rot-weiß gestreiften Bündchen.
Als Schnitt habe ich einen Ottobre Grundschnitt verwendet, der den üblichen Raglanschnitt variiert, indem der Ärmelsteg zum Hals recht schmal geschnitten wird und dadurch die Ärmelnaht schön nach oben gebogen ausfällt.