Kordelaufnähfuß ermöglicht neues Design

Bisher habe ich aussortierte Kleidung beim Upcycling für Kinder sehr häufig mit Applikationen kindgerecht gestaltet. Nun werden die Enkel größer und Tierchen sind nicht mehr unbedingt en vogue. So kam mir die Idee, mit Schriftzügen zu arbeiten, damit unifarbene, abgelegte Kleidung Erwachsener Attraktivität für Kinder erlangt.

Zu meiner robusten, alten und tüchtigen Dame, die mich schon so lange begleitet, nämlich meiner Bernina 1090, gab es noch einen Kordelaufnähfuß zu kaufen, Nr. 21. So machte ich mich dann ans Werk. Unter den Stichworten Schriftzug und Sticken erhält man im Netz allerlei Anregungen.

Meine ersten Übungen waren mit Upcyclingsstoffen völlig risikofrei. Zunächst habe ich mit Trickmarker einen Schriftzug auf der Front eines T-Shirts ausprobiert.

Schriftzug mit Trickmarker

Zum Nähen auf Jersey wird ein Unterlegen mit Papier oder Stickvlies empfohlen. Wie sich zeigte, ist Papier nicht so gut, denn zwischen den Zickzackstichen ist die Unterlage kaum zu entfernen. Auswaschbares Vlies ist also doch günstiger.

Rückseite mit Rückständen Papier

Eine Alternative, die mir dann einfiel, weil ich schon mal Einfassungen aus Jersey entsprechend vorbereite, ist das Stoffstück mit Sprühstärke zu behandeln und zu bügeln, ehe man die Kordel aufnäht.

Festigkeit durch Sprühstärke

Die Erfahrungen beim Nähen sind dann wirklich fantastisch. Der aufzunähende Zierfaden gelangt ganz sicher unter dem Nähfaden. Bei engeren Kurven empfiehlt sich, bei eingestochener Nadel den Nähfuß kurz zu heben und das Nähgut etwas zu drehen. Das kennt man vom Applizieren.

Und nach den verschiedenen Übungen ist dann ein T-Shirt für die Enkelin entstanden. Für welche, kann man lesen.

mit Kordelaufnähfuß

Es handelt sich um ein Upcycling-Projekt: Der untere Saum und der Ärmelsaum blieben erhalten. Das T-Shirt ist aus einem T-Shirt des Onkels Gregor entstanden und wurde geschickt heraus geschnitten.

Wer einen schnellen und leicht zu nähenden Schnitt für ein T-Shirt sucht, das man auf diese Art und Weise leicht aufpeppen kann, ist hier auch richtig:

Covern – jetzt wird es weich und professionell

Mit meiner neuen Bernette b48 funlock habe ich eine erste Übungsrunde durchlaufen. Es ist immer etwas aufregend, Neues zu erproben. Wird man mit der neuen Maschine und den neuen Möglichkeiten Freund? Ich denke, das wird es!

Die Maschine ist eine kombinierte Cover- und Overlock mit zahlreichen Stichvarianten. Es bedarf ein wenig der Übung, sie zu den jeweiligen Arbeitsschritten umzurüsten, sprich im wesentlichen neu einzufädeln. Aber wenn man es durchdacht hat, geht es dann immer routinierter. Noch muss ich im Anleitungsheft die jeweils empfohlenen Fadenspannungen für die Stichart nachlesen, aber das Umrüsten ansich ist schnell klar. Klar ist auch, dass der Arbeitsprozess durchdacht werden sollte, damit es bei einem Projekt, sprich einem Kleidungsstück, nur einmal nötig wird umzurüsten. Die Planung von Arbeitsschritten bin ich aber gewohnt, weil mein Arbeitstisch nur Platz für eine Maschine hat. So habe ich schon immer reflektiert, wann ich die normale Nähmaschine und wann die Overlock benutze, damit, wenn es gut geplant ist, nur einmal die Maschine auf dem Tisch gewechselt werden muss.

Nun aber zu den ersten Näherfahrungen:

Meine Übungsprojekte waren zwei Kleidungsstücke für Cilly. Ein bunter, feiner Jersey und ein doppelter, wendbarer Sweat waren die Stoffe, wichtig für die unterschiedlichen Erfahrungen, denn der eine ist dünn und sehr elastisch und der andere dicker und weniger elastisch. Der Schnitt ist von Ottobre für eine glockige Tunika, im Falle des Sweatstoffes habe ich den Schnitt vorne bogenförmig unterteilt.

Der Coverstich ist vor allem für dehnbare Säume verwendbar. Und die Sache hat mich wirklich überzeugt! Von Bedeutung ist hier auch der glockige Schnitt und die damit stark gebogene Saumlinie. Ohne Cover habe ich das meist so gemacht: Um den inneren Stoffüberschuss beim Umschlagen zu bändigen, habe ich zunächst die untere Kante eingehalten, entweder mit dem Geradstich der normalen Maschine mit Stichlänge 5 und leichtem Zurren zum leichten Kräuseln oder aber mit der Overlock und Einstellung des Transports auf leichtes Kräuseln. Anschließend habe ich mich dann entweder für die Zwillingsnadel und somit für eine sichtbar doppelte Nahtlinie oder aber für den Wabenstich entschieden. Innen hat das Kleidungsstück dann in jedem Falle viele Nahtfäden – nicht schön! Nun wird komfortabler und mit weniger Nahtgewimmel gesäumt:

Covernaht zum säumen

Den glockigen Saum mit durchaus Stoffüberschuss im Innern habe ich lediglich gesteckt, dies mit kurzen Abständen der Stecknadeln und genauem Umschlag, damit der Saum überall exakt gleich zu liegen kommt. Denn beim Covern ist die Rückseite nicht zu sehen und es ist sicherzustellen, dass die rückwärtigen Schlingen noch auf der rechten Seite des Stoffs liegen, ansonsten wäre der Saum nicht überall angenäht. Dieses Vorgehen unterscheidet sich aber nicht vom Aufwand, den man bei Verwendung der Zwillingsnadel oder des Wabenstichs hat. Ich habe dann den dreifädigen Coverstich in breit gewählt. Zu meinem Erstaunen gab es keinerlei Fältchen auf der Rückseite, das Nähgut wurde ohne jede Schwierigkeit exakt transportiert, dies bei Standardeinstellung des Nähfüßchendrucks. Damit sieht der Saum vorne wie hinten perfekt aus.

Bei der gepunkteten Tunika hatte ich die schmale Variante für das Säumen gewählt. Das hat sich nicht als optimal herausgestellt, die Saumnaht ist dann im Verhältnis zum dickeren Stoff zu schmal. So habe ich der Einfachheit halber eine zweite schmale Naht gesetzt statt aufzutrennen. Insgesamt ging es hier aber ebenso einfach zu wie beim Säumen der anderen Tunika: kein Knubbeln, keine Fältchen im Inneren, kein Fadengewirr!

Die Ärmel habe ich ebenso mit Covernaht gesäumt. Hier hat sich als Nachteil herausgestellt, dass meine Bernette wie aber auch andere Covermaschinen keinen Freiarm für die Ärmelbearbeitung hat. Die Übungen haben mir gezeigt, dass dieser Projektabschnitt am besten zu händeln ist, wenn man den Ärmel auf links hat, man sieht den Umschlag außen, genäht wird aber innen auf der rechten Seite, indem man die Ärmelnaht langsam rundführt.

Tasche mit Covernaht aufgenäht

Eine weitere Erleichterung und Optimierung ist zu nennen. Taschen aufzunähen erforderte bisher folgende Schritte:

  • zunächst die obere Kante versäubern und säumen, erst Overlock, dann Zwillingsnadel oder Wabenstich oder normaler Stich
  • die Tasche außen herum versäubern, Overlock mit Einhalten
  • Außenkanten umschlagen, stecken und anstecken
  • Aufnähen mit normalen Stich oder Wabenstich

Nun bleibt alles elastisch auf und mit elastischem Material:

  • obere Kante mit Covern säumen oder wie hier mit Covern Spitze annähen
  • Kanten umschlagen und stecken und anstecken
  • Tasche mit Covern aufnähen

Wer genau hinsieht, wird entdecken, dass die Naht noch nicht gut geführt ist, sodass es ein wirklich wichtiges Fazit gibt:

Der transparente!!! Standardnähfuß wird demnächst zum Einsatz kommen,

damit man die Nahtführung optisch gut kontrollieren kann. Dies gilt auch für den nächsten Arbeitsschritt.

Jerseystreifen als Halsabschluss

Gerade bei leichten Stoffen möchte man am Hals nicht unbedingt mit einem Bündchen arbeiten. Gestreifte oder farblich akzentuierende Bündchen sind zwar ein bewährtes und beliebtes Gestaltungsmittel, aber nicht immer hat man ein passendes Bündchen zur Hand oder aber die Ware ist einfach zu fein für die meist doch dickeren Bündchen. Dann habe ich in der Vergangenheit schon Jerseystreifen verwendet. Welche Arbeitsschritte waren dann nötig? Die Jerseystreifen werden gefaltet und mit der Overlock gedehnt angenäht, entweder im Ring noch offen von vorderer zweiter Schulter zu hinterer zweiter Schulter, bevor man die Schulternaht schließt, oder aber als Ring geschlossen an die schon vollständig geschlossene Halsrundung. In jedem Falle hat man es dann innwendig mit einer abstehenden, dicken Overlocknaht zu tun – nicht schön! Es lässt sich mit einen eventuell farblich abgesetzten Streberstreifen im hinteren Halsbereich noch Chic hinzufügen und auf dem Bügel hängend oder gefaltet liegend sieht man dann die hässliche Naht nicht. Dick bleibt es aber dennoch und der Streberstreifen sorgt auch nicht unbedingt für hohe Elastizität!

Der Durchbruch ist nun gefunden: Der gefaltete und zum Ring zusammengenähte Jerseystreifen wird der leicht umgeklappten Halsrundung gedehnt untergesteckt. Ich habe tatsächlich nur gründlich mit Stecknadeln das Nähen vorbereitet! Dann wird knappkantig gecovert – fertig! Alles liegt flach aneinander und ist sauber und ist absolut elastisch! Damit bin ich sehr zufrieden!

Allerdings und ich wiederhole mich: Der transparente Standardnähfuß wird demnächst auch hier zum Einsatz kommen!

Bei der gepunkteten Tunika habe ich statt des Jerseystreifens eine elastische Spitze gewählt, das Verfahren ist hier aber entsprechend.

Fazit zu den Nähmaschinen: Ich denke, dass sich eine Covermaschine für Diejenigen lohnt, die viel nähen und Freude daran haben. Meine Wahl fiel auf eine Kombimaschine, weil meine erste Overlockmaschine kaputt ging und die Reparatur nicht wirtschaftlich erschien. In diesem Zusammenhang warne ich vor allzu preiswerten Einsteigermodellen wie der meinen ersten Overlock. Hier gilt wahrscheinlich: Wer billig kauft, kauft zweimal. Meine normale Nähmaschine ist im Übrigen die gute alte Bernina 1090 und sie begleitet mich schon Jahrzehnte. So sollte es sein! Sie war ein Geschenk meiner Eltern, das macht sie noch einmal wertvoller, zumal ich für meine Enkelkinder und ihre Urenkelkinder damit nähe.

Flatlock- neuer Weg beim Upcycling

Es zieht sich durch meinen blog durch: Wie bekommt man abgelegte Kleidung Erwachsener zu Kinderkleidung ansprechend aufgearbeitet und umgestaltet. Bisher habe ich unifarbene und damit etwas triste Sachen dadurch aufgepeppt, dass ich mit Kinderstoffen kombinierte oder aber – und dies sehr häufig – kindliche Applikationen aufbrachte. Jetzt wird Leni 7 Jahre alt und Curd ist schon 9. Damit sind die vorhandenen brauchbaren Stoffstücke oft einfach zu klein, Kombinationen werden die Regel werden, und zudem entwachsen die Enkelkinder den kindlichen Applikationen.

Neue Wege sind zu finden!

Nun bin ich auf Bauschgarn in Flatlocknähten gestoßen. Und siehe da: Schnelles und einfaches Upcycling steht in Aussicht. Bauschgarn gibt es einfarbig, multicolor oder sogar neonfarbig.

Mutters Pullover verkleinert und mit Flatlock zusammengenäht

Nach einem einfachen Grundschnitt in Größe 134 habe ich den Pullover von Mamma seitlich und oben sowie oben an den Ärmeln für das Töchterchen gekürzt. Die Bündchen unten blieben erhalten. Das Halsbündchen habe ich abgeschnitten und gekürzt wiederverwendet. Alles ist rundum mit Flatlock in Multicolor-Bauschgarn zusammengenäht.

Detail Flatlocknähte

Am Ärmel habe ich unten noch eine Flatlocknaht zur Zierde gesetzt.

Ziernaht

Mein Nähen war ein erster Versuch mit Flatlock. Da man immer dazu lernt, ist das erste Stück noch nicht perfekt. Die Flatlocknähte haben, wie ich dann merkte, eine Richtung. Sie stehen an einer Seite etwas hoch. Damit symmetrisch gearbeitet wird, ist das bei den Nähten links und rechts zu beachten. Näht man die Seitennaht mit den Vorderteil oben von oben nach unten, sollte man auf der anderen Seite mit Vorderteil oben von unten nach oben nähen. Dann wird es symmetrisch. Es gibt auch die Anweisung, die Flatlocknaht noch einmal mit Geradstich zu übernähen. Dann entfiele meine Überlegung, weil der Geradstich Flatlock niederdrückt. Allerdings ist dann auch die Dehnbarkeit hin. Ich habe also auf die zusätzliche Naht verzichtet.

zweiter Versuch mit Flatlock

Bei diesem Exemplar habe ich dann schon symmetrisch gearbeitet. Außerdem habe ich eine zusätzliche Ziernaht entlang des Ärmels gesetzt. Die Ärmel habe ich diesmal mit Overlock eingesetzt. Und dann ist mir noch aufgefallen, dass, je nachdem in welche Richtung man arbeitet, das Halsbündchen auch anders aussehen kann.

mit Flatlock angenähtes Halsbündchen

Diesmal verschwindet die untere Kante des Strickbündchens innen, bei vorherigen Exemplar lag sie außen. So kann man also auch mit den Nähten und ihrer Richtung spielen.

Meine Flatlockexperimente werden sich weiter entwickeln. Ich habe zunächst die Dreifadenvariante angewendet. Ich bin sicher, dass ich die Möglichkeit Flatlock bei weiteren Gestaltungsideen unbedingt mit bedenken werde. Außerdem kann meine neue Bernette 48 auch covern. Demnächst also mehr zu Flat- und Coverlock, denn es gilt, Tristesse für Kinder aufzumuntern.

Törtchen, Törtchen, Törtchen

Es war der Wunsch meiner Enkelin Leni, noch einmal ein Kleid oder ein T-Shirt oder eine Tunika mit einem Törtchenstoff genäht zu bekommen. Die kleine Schwester trug gerade ein Kleidchen mit entsprechendem Motivstoff auf. Der vormals verwendete, grüne Stoff war ausverkauft, nur ein gleicher in festerer Baumwolle für Dekorationszwecke war verfügbar. So habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und fand diesen Jerseystoff bei Slantastoffe, der sich als sehr schön weich erwies. Ich bestellte 1,30 m.

Im Fundus fand ich einen passenden einfarbigen Jersey, ehemals ein Nachthemd meiner verstorbenen Mutter, in sehr guter Qualität. Etwas Einfarbiges zum starken Motivstoff beruhigt die Wirkung, so denke ich. So entstanden aus den 1,30 m drei Kleidungsstücke für die drei Enkeltöchter. Wenn die Uroma das sehen könnte!

Das erste Kleidchen ist nach meinem bewährten Schnitt gefertigt.

für Cilly nach meinem easy-peasy-Schnitt
für Lotta nach einem Ottobre-Schnitt
für Leni ebenso nach Ottobre-Schnitt
Partnerlook für Schwestern

Törtchen, das scheint für Mädchen, die beim Backen helfen und die gerne naschen, ein beliebtes Motiv zu sein. Ich hatte das schon einmal berücksichtigt, so gibt es eine Törtchen-Applikationsvorlage kostenfrei und ein Schürzenset für Mutter und Kind mit Törtchen im shop.

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zur Einschulung II

Im vorangegangenen post habe ich schon angekündigt, dass weitere T-Shirts zum Schulstart in der Mache sind. Eigentlich wollte ich nur den Namenszug aufbringen. Dann aber kam mir in den Sinn, dass Leni in die sogenannte Elefantenklasse eingeschult wird. So habe ich die Applikation doch noch etwas aufwändiger gestaltet. Der Namenszug dient dazu, dass die Lehrkraft die vielen neuen Namen schnell zuordnen kann.

Leni wird in die Elefantenklasse eingeschult

Der Schnitt ist ganz einfach und hat übergeschnittene Ärmelchen: https://sewtonew.blog/product/t-shirt-mit-uebergeschnittenen-aermelchen-upcycling-easy-groesse-116-140/.

Das T-Shirt ist aus Mutters T-Shirt entstanden. Da das Ausgangsshirt einen sehr weiten Halsausschnitt hatte, ist auch das neue Shirt recht halsfern. Ich denke, für den Sommer ist das passend. Vom Schnitt bin ich an dieser Stelle abgewichen.

Zur Einschulung

Das erste Enkelkind benähte ich zur Einschulung: Curd bekam ein Shirt mit seinem Namen und der Klassenbezeichnung. Nun ist schon unsere zweite Enkelin an der Reihe. Am 19. August haben wir den Freudentag, von dem man früher sagte: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“ Ich denke, die Zeiten haben sich geändert, Schule ist sehr viel freundlicher geworden, und Leni wird es sicher auf leichte Art gut machen! Ernst ist es aber insofern, als die Einschulung leider immer noch unter Corona-Bedingungen stattfinden muss. In die Schule dürfen Omas und Opas nicht mit, aber nachher zuhause werden wir den denkwürdigen Tag gemeinsam begehen (Die Erwachsenen sind alle geimpft!).

Ein neues Shirt habe ich mit Applikation versehen, ein wenig aufwändig der ganze Schriftzug. Ich denke aber, es ist attraktiv geworden.

Bei Pinterest hatte mich diese Verpackung angesichts der Einschulung inspiriert. Es gibt Anleitungen zu dieser Box in Bleistiftform. Zuvor hatte ich so etwas noch nicht gemacht. Mit dem Anzeichnen hatte ich keine Probleme. Statt Falzbein habe ich im Inneren das vorhandene Rädchen zum Kopieren von Schnittmustern verwendet. Das ging wirklich gut, sodass das Falten keine Probleme machte. Mit dem Kleben ist es mir aber nicht gut von der Hand gegangen, ich habe ziemlich gekleckert. Da der Klebstoff abwaschbar ist, habe ich mit feuchtem Läppchen korrigieren können. Wer so etwas häufiger macht, bekommt sicher Übung und macht es besser als ich. Für ein erstes Exemplar bin ich aber zufrieden.

Ich habe das größte der vorgeschlagenen Exemplare gewählt, damit das Shirt gerollt hinein passt.

Mit dem Foto auf dem Gartenstuhl möchte ich Leni eine entspannte Schulzeit wünschen, entspannt und erfolgreich wird kein Widerspruch sein, da bin ich sicher.

Wer ein solches T-Shirt mit dieser Applikation wünscht, wende sich an meinen Shop, dort Kategorie Festtage.

Zwei weitere Shirts, eins als Upcycling-Exemplar, sind noch in der Mache. Sie werden nur den Namenszug Leni tragen, damit auch die Lehrerin oder der Lehrer ganz entspannt die neuen Namen zuordnen kann.

Schmuckstückchen per T-Shirt-Upcycling

Leni mag Eis, deshalb dieses Motiv

Das Pfingstwetter war sozusagen scheußlich, abends wurde sogar der Kamin befeuert. Nun denn, das Nähzimmer bietet immer schöne Stunden. Der erste Teil ist besonders bereichernd, nämlich im Fundus zu kramen und Ideen kommen zu lassen. Welche Stoffe passen zusammen, was muss wegen Löchlein oder Verschleiß weggeschnitten werden, was habe ich zum Aufhübschen usw.. Alles zusammenlegen, Einiges wieder wegräumen, dann entsteht ein Bild im Kopf und der Drang, es zu realisieren bricht sich Bahn. Eigentlich bin ich dann zum Leidwesen meines Mannes nicht mehr ansprechbar. Mir macht es aber Freude.

Der Schnitt findet sich im shop, der dunkle Stoff war zuvor ein T-Shirt von Gregor, der Rücken war noch verwendbar, der gepunktete Stoff ist neu, die Applikation lieferten Stoffrestchen von Hemden. Und reichlich Schleifchen habe ich sowieso, weil ich damit gepolsterte , stoffbezogene Kleiderbügel dekoriere.

Katrin mag erdbeerrot, deshalb diese Farben

Bei diesem easy peasy shirt haben sich zwei T-Shirts von Katrin getroffen. Einzeln hätten sie nach Wegschneiden störender Zonen kein Shirt für Leni in Größe 134 mehr ergeben. So wurde unterteilt. Aufhübschen konnte ich mit einer aufbügelbaren Stickerei, die mir eine Nachbarin schenkte. Da man weiß, dass ich nähe, werden so manche Nähkästchen aufgeräumt, damit Schönes noch weiterverwendet werden kann. Hier hat es passend geklappt. Zusätzlich zum Aufbügeln habe ich noch ein wenig aufgenäht, damit die Stickerei kindliches Verhalten aushält.

Nun muss das Wetter nur noch sommerlich werden!

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Jumpsuit – der Sommer kann kommen

erneut Jumpsuit mit den Stoffen Sale Away

Der ein oder andere, der meinen blog kennt, wird sich wundern: Das gab es doch schon einmal! Richtig, es ist eine wiederholendes Projekt, https://sewtonew.blog/2020/06/23/sommer-sonne-sand-und-meer-jumpsuit/. Und das kam so: Im zeitigen Frühjahr gab es schon einen herrlichen Sommertag von den Temperaturen her. Der Jumpsuit wurde hervorgekramt, doch oh weh, die Beine hatten arges Hochwasser. Sonst passte er noch und wurde auch angezogen. Im Garten beim ersten Wasserspielen des Jahres lieh sich dann Lenis Freundin den Jumpsuit aus – und wollte ihn partout nicht mehr hergeben! Nun ja, Oma sagte zu, einen Neuen für Leni zu nähen, nur eben mit längeren Beinen. Auf ein Bild von den Freundinnen im Partnerlook freut sich Oma schon jetzt …

Der Schnitt ist von Ottobre. Man kann sich so etwas aber auch selbst zusammenstellen. Man benötigt einen weiten Hosenschnitt und den Schnitt eines weiten Oberteils mit geraffter Halspartie. Über die Halspartie wird der Jumpsuit übergezogen, sie muss also weit sein und mit Gummizug gerafft werden. Ober- und Unterteil sind dann mit Gummi und Gummitunnel mittig zusammengeführt. Der Anzug ist beliebt, weil er so super bequem ist. Die Stoffe tun das Chice und Robuste dazu. Die Stoffe biete ich an

und sie fallen unter mein Thema nachhaltige, gute Stoffe, siehe auch https://sewtonew.blog/2021/03/04/schoene-stoffkombinationen-eingetroffen/.

Jersey und Webware vereinen

Jersey ist dehnbar. Deshalb ist es so beliebt, denn es passt sich an. Auf Verschlüsse kann meistens verzichtet werden. T-Shirts, Tuniken oder Kleider werden über den Kopf gedehnt angezogen. Näht man Gleichartiges aus Webware müssen Knopfleisten oder Reißverschlüsse eingeplant und Bequemlichkeit durch Weite realisiert werden. Deshalb habe ich bei meinem easy-peasy-Schnitt für ein Mädchenkleid zwei Versionen vorgesehen, eine Anleitung und ein Schnitt für Jersey und eine veränderte Version für Webware.

Aber es geht auch in Kombination von Jersey und Webware! Mit diesem Nähtrick geht es leicht!

Zunächst wird ein Gummifaden in der Länge der Verbindungsnaht zwischen Jersey und Webware, gemessen am Jersey, zurecht geschnitten.

Der Gummifaden wird dann an die Webware genäht, wobei auf ein gleichmäßiges Raffen dadurch geachtet wird, dass Mitte auf Mitte kommt. Die Webware wird immer fülliger geschnitten, damit die Bequemlichkeit erhalten bleibt. Der Gummifaden im Unterschied zu einem festen Kräuselfaden erhält die Dehnbarkeit.

Der Faden wird knappkantig mit Zickzack festgenäht, so wie man es beim Smoken macht. Nun ist die Webware bereit, um an den Jerseyteil genäht zu werden, dies mit der Overlock, damit die Dehnbarkeit erhalten bleibt.

Beim Anziehen und beim Tragen ist diese Naht dehnbar und bequem, obwohl Webware mit verwendet wurde.

Diese Kleidchen wurden im vorhergehenden Artikel beschrieben.

Harmonie mit starken Motivstoffen

Den Motivstoff von Disney mit MickyMouse musste ich einfach kaufen. Manchmal überfällt mich eine Kauflust, obwohl das Nähzimmer voller Stoffe liegt und ich damit nähen kann, bis die Enkelkinder groß sind. Der Stoff schien mir passend für die etwas wilde, quicklebendige, lustige Cilly. Wenn man mit einem größeren, extrovertierten Bruder aufwächst, entwickeln sich Mädchen offenbar recht taff.

Die Tunika ganz aus dem Stoff mit den Mickys zu fertigen, schien mir dann aber doch zu unruhig. Kurzerhand habe ich den Schnitt für eine glockige Tunika vorne bogenförmig unterteilt und einen harmonierenden einfarbigen Stoff eingefügt.Der blaßrosa Baumwoll-Strickstoff macht die Tunika etwas ruhiger und mädchenhafter. Die Ärmel haben Fake-Bündchen und unten ist die Tunika mit gewelltem Rollsaum abgeschlossen.

Offenbar neige ich zu solchen Lösungen. Wenn die Motivstoffe sehr stark sind, geselle ich einen passenden, ruhigeren Stoff dazu.

Angebote zu Partnerstoffen gibt es auch im Shop: https://sewtonew.blog/product-category/stoffe/