Da die Fächer 2 cm breit sein müssen, damit die Stifte störungsfrei eingeschoben werden können, ergibt sich ein Mindestmaß von 80 cm. Ich habe sie noch etwas länger gemacht nämlich 90 cm. Aus ganz einheitlichem Stoff war mir das etwas langweilig. Deshalb habe ich Stoffreste kombiniert, die ich auch schon teilweise bei der Strick- und Häkeltasche verwendete. Ich fand aber wichtig, symmetrisch zu arbeiten. Der Streifenstoff mittig macht es leicht, die Nähte für die Fächer zu setzen, immer dem Streifen entlang.
Es kann so aussehen: Bei der Suche nach der passenden Häkelnadel oder den vier gleichen Stricknadeln für Socken entsteht ein Wühlen und ein sich Verhaken zwischen Knäueln und Nadeln. Das geht natürlich stressfreier, wenn man über ein entsprechendes Utensilo verfügt.
Es ist eine schöne Nähtasche dabei heraus gekommen, die Platz bietet, nicht nur für die Nadeln.
Die Tasche besteht im Prinzip aus drei Taschen, die mittig zusammengehalten werden. Eine Pappschablone musste erst her und die drei Taschen werden nach innen hin jeweils etwas kleiner.
Jede Tasche hat einen Außen- und Innenstoff und mitgefasste Einschübe.
Hier wurde der aufgesetzte Stoff zunächst mit dem Innenstoff durch Längsnähte verbunden und unterteilt. So ist Platz für verschiedene, sortierte Nadeln.
Zwei Lagen ermöglichen einerseits das Einschieben von geraden Nadeln und im darunter liegenden Fach in voller Breite die Aufnahme von Rundstricknadeln.
Eine Tasche mit Reißverschluss kann „Kleinkram“ aufnehmen. Das darunter liegende Fach kann weitere Nadeln und sonst noch Benötigtes beherbergen.
Ein langes Fach für beispielsweise Scheren …
Was soll noch hinein? Weitere Möglichkeiten sind gegeben …
auch noch in der letzten Tasche.
Ich denke, so schafft man Ordnung und Wühlen und Verhaken sind passé.
Es war ein wenig Überlegung nötig, aber es hat geklappt, ich habe dabei gelernt, es hat Freude bereitet.
Ostern naht, ebenso die Überlegungen, wie man dekorieren möchte und was verschenkt wird. Wer näht, kann selbst schnell etwas hinbekommen. Ein Osterkörbchen ist ein für Nähanfängerinnen geeignetes Projekt. Diesmal habe ich Stoffe verwendet, die sich sehr schön bei weißer Einrichtung und selbst mit ungefärbten Eiern toll machen.
Nicht mehr lange bis Weihnachten! Da wird es schon Zeit, wenn man Genähtes verschenken möchte.
Aber ein Utensilo geht immer und ist wirklich schnell hergestellt, dies zudem in jedweder Größe und Ausführung und für jedweden Zweck.
weihnachtliches Utensilo für Servietten
Das Utensilo wurde außen aus blauem Walk und mit einem gemusterten Innenfutter hergestellt. Zu dem Innenfutter gibt es eine Geschichte. Der Ehemann wurde dazu „verdonnert“, nun die Wäsche der Familie zu übernehmen. Nun ist das ja etwas mutig, wenn keine Vorerfahrung beim sich Emanzipierenden vorliegt. Die Erfahrungen wurden dann aber gemacht. Die Kinder hatten plötzlich rosa Strümpfchen und rosafarbene Unterwäsche, auch der Sohn, und Bettwäsche bekam rosa Flecken, die partout nicht weichen wollten und zahlreiche Entfärbeversuche überstanden. So wanderte der gemusterte Stoff in meinen Fundus. Aus nicht verfärbten Stellen ließ sich mit dem guten Stoff noch etwas herstellen. Der Wunsch nach einem Tischläufer wurde erfüllt. Zu Weihnachten gibt es jetzt dazu noch Servietten im Utensilo. Ein genähter Stern macht das Utensilo weihnachtlich, der ist aber nur lose befestigt, nicht weihnachtliche Verwendung bedenkend.
Dieses Utensilo hat eine Grundfäche von 10 x 10 cm. Wie man die Größe je nach Wunsch anpasst, habe ich in einem früheren Artikel schon beschrieben. Einen Schnitt dazu muss man wirklich nicht erwerben.
Lustvolles Nähen für Weihnachten hat in den letzten Tagen bei mir um sich gegriffen. Neben Baumschmuck sind unzählige genähte Tannenbäumchen für zu Beschenkende entstanden. Dabei findet wie sonst auch üblich ein Optimierungsprozess statt. Für umwickelnde Schnüre und Bändchen ist mir dabei Folgendes eingefallen.
grau Flanell
Schnüre mit einnähen
Statt die Bändchen später von außen aufzunähen, ist es doch viel einfacher, sie beim Zusammennähen von Vorder- und Rückseite mit zu fassen. Erstens sind sie dann viel schöner und fester angenäht und zweitens wird ermöglicht, dass die Schnüre beim Wenden zur Hilfe kommen. Wenn sie unten aus der Wendeöffnung heraus schauen, kann man an ihnen ziehen und einen Großteil der Wendearbeit so erledigen. Sind zwei Schnüre untergebracht, lässt sich eine Schleife binden, in die weiteres Dekomaterial mit hineinkommt. Zusätzliches Annähen von Hand wird so gespart.
Attraktiv finde ich aber auch die genähten Tannenbäumchen, die man schön dekoriert und fein arrangiert aufstellen kann. Passend zur Einrichtung lässt sich eine Farbanmutung wählen. So sind nun Geschenke entstanden, verschiedene und jeweils zur Wohnung und den Farbvorlieben der Beschenkten passende. Allerlei Stoffrestchen und allerlei Schnüre sowie Filzstückchen sind verwendet worden, gekauft habe ih nichts. Wieder einmal gut, wenn aufgehoben wird …
in grün
in rot
in beige
Um die Aufsteller zu fertigen, bedarf es aber nicht nur der genähten Tannenbäumchen, sondern weiterer handwerklicher Schritte.
Martin, unser Schreiner, stellte mir schöne Holzscheibchen zur Verfügung. So glatt geschnitten hätte ich das selbst nicht hinbekommen können. Mein Garten lieferte Holzstämmchen verschiedener Art. Sie wurden mit einer guten Gartenschere glatt abgeschnitten. In die Holzscheibchen bohrte ich mittig Vertiefungen, in die Holzlein hinein kam. Zunächst versuchte ich die Stöckchen hinein zu quetschen. Da sie unterschiedlich dick waren, ging das nicht nur gut. Also habe ich die Vertiefungen mit einem dickeren Bohrer verbreitert. Damit die Stämmchen zum Halten kamen, habe ich zusätzlich zum Leim einen kleinen Nagel eingeschlagen, dem ich das Köpfchen abknipste. Dieser Nagel ließ sich dann mittig in die Stämmchen drücken, die so nicht mehr wackelig aufrecht zu stehen kamen. Überschüssiger Leim wurde abgewischt und das Ganze durfte erst einmal trocknen.
mein Handwerkzeug
angebohrte Holzscheibchen
Stift für mehr Halt
aus dem Garten
Stämmchen plaziert
Die genähten Tannenbäumchen waren schon fertig. Unten waren sie offen gelassen. Um die Holzstäbe hinein zu bekommen, habe ich mit den Fingern die Füllung mittig weggedrückt. So ließ sich das Stämmchen mit dem genähten Teil verbinden. Unten habe ich dann von Hand zugenäht und dabei den Stiel mit fest umwickelt, damit nichts verrutscht.
Ich denke, die Beschenkten werden sich freuen. Ich selbst freue mich, dass ich das jenseits der Näharbeit hinbekommen habe – eigentlich gar nicht so schwer und zur Nachahmung empfohlen.
Immer auf der Suche nach Ideen, um beim Nähen und Upcycling Besonderes zu kreieren, habe ich diesmal seitlich Gerafftes eingesetzt, das die Shirts von den üblichen, glatt gearbeiteten unterscheidet. Die Stoffauswahl mit Motivstoff und der Stoffmix aus Upcyclingstoffen kombiniert mit neuem Motivstoff erlaubten diesmal keine Applikation oder Plots oder Gesticktes zum Aufhübschen.
neue Shirts für Schwestern
Der graue Stoff mit den Kätzchen ist neu gekauft. Dazu habe ich Stoffreste in rosa und Teile von abgelegten T-Shirts verwendet. Wieder verfolge ich die Gedanken Nachhaltigkeit, Stoffe geschickt kombinieren, Farbharmonie und Harmonie zwischen Unistoffen mit Gemustertem.
Wie entsteht das Detail Raffung?
Gerafftes
Schema, wie es geht
Für den Raffbereich wird ein versäubertes Stück Stoff auf der linken Seite des Kleidungsstücks positioniert und mit drei Nähten befestigt. Die Schnur zum Raffen wird nun durchgezogen. Mit ihr kann man den Bereich nach Belieben mehr oder weniger raffen.
Unendlich viele Stoffrestchen und meine Nähleidenschaft führten dazu, dass ich mich mit genähter Weihnachtsdeko beschäftigte. Und erst einmal habe ich Ideen gesammelt: Quelle https://www.pinterest.de/sewtonew/weihnachten/
Aufgrund der Bilder habe ich dann zunächst digitale Vorlagen erstellt, die ich im shop kostenfrei zur Verfügung stelle. Es handelt sich um 6 DINA4 Seiten mit Umrissen, die sich von der Größe her eignen, um damit Baumschmuck oder Aufsteller herstellen zu können. Durch Veränderung der Druckereinstellungen lassen sich aber auch andere Größen generieren. Vorhanden sind Sterne verschiedener Art, Rudolph, verschiedene Tannenbaumarten, Lebkuchenmann und Herzchen.
Dann habe ich zur Probe drei Exemplare hergestellt, um Erfahrungen zu sammeln. Der Stoff ist ein Upcyclingstoff, ehemals Schlafanzug, der sich vom Karo her durchaus weihnachtlich verwenden lässt.
erste Übungen
Es haben sich dabei Tipps ergeben:
Schablone aufstecken
Statt die Schablone mittels Kreide oder Marker auf den Stoff zu überragen, ist es auch möglich, die Papierschablone auf den Stoff zu stecken und an den Rändern entlang zu nähen.
Hilfreich ist in jedem Fall ein durchsichtiges Applikationsfüßchen, das ermöglich gute Sichtkontrolle.
Das Nähen ist das Eine, durchaus schnell und leicht. Das Andere ist das Wenden, das exakte Herausdrücken der Ecken und Spitzen und das Füllen, eher zeitaufwändig und Geduld fordernd. Eine Häkelnadel kann helfen.
Die Nahtzugaben sind klein zu halten, Spitzen sind knapp abzuschneiden und Ecken bis zur Naht sind einzuschneiden.
Die Wendeöffnung sollte aber mehr Nahtzugabe erhalten.
Die Wendeöffnung kann mit der Hand und mit Matratzenstich geschlossen werden oder knappkantig mit der Machine genäht werden.
Neben Füllwatte habe ich Styroporkügelchen als Füllung ausprobiert, rate aber davon ab, weil man die nicht stopfen kann.
Wer sich der Mühe des Wendens entziehen möchte, kann wie im oberen Bild in der Mitte links auf links nähen und die Nahtzugaben mit der Zackenschere verschönern.
Rote Stoffrestchen oder weitere geeignete Stückchen werden demnächst zu kleinen Geschenken verarbeitet werden. Bändchen, Perlen, Filzstückchen, Spitzenreste, Zimtstangen usw. habe ich schon zurecht gelegt. Damit lässt sich jedes weihnachtliche Werk fein weiter dekorieren.
Wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, habe ich derzeit das Sticken neu entdeckt. Und da es so gut lief, habe ich gleich weitergemacht. Ein zweites, absolut schlichtes Baumwollkleid habe ich per Sticken zum Gesamtoutfit mit meinen schönen Sommerschuhen vervollständigt. Man hätte auch über ein passendes buntes Tuch oder Schmuck nachdenken können, um die Schlichtheit des unifarbenen Kleids aufzupeppen, nun wurde aber Sticken eingesetzt.
Anpassen mit Sticken
Die Linien sind umschlungene einfache Stickstiche, die kleinen Früchtchen wurden mit Knötchenstich realisiert und die großen Blüten sind „gewebte Rosen“, so nennen sie sich. Zu den Blättern gibt es im Netz zahlreiche Anleitungen für den Blätter-Plattstich, siehe auch meine Zusammenstellungen bei Pinterest: https://www.pinterest.de/sewtonew/gesticktes/.
Mein Stickkörbchen aus Kindertagen war noch vorhanden, ebenso Stickübungen und Stickgarn aus dieser Zeit. Zu eben meiner Zeit, also vor 60 Jahren, gab es auf einem reinen Mädchengymnasium statt Kunst auch Nadelarbeit. Es waren arme Zeiten, und ich weiß noch, dass meine Mutter nicht gerade erfreut war, dass ein Stickkörbchen angeschafft werden musste. Vielleicht deshalb habe ich es bis heute aufbewahrt, es war damals etwas Kostbares, das man stolz zum Unterricht trug und das man sehr mochte.
Es kam jetzt wieder zum Einsatz! Und das kam so:
Sticken wiederentdeckt
Da ich mich mit Upcycling beschäftige, und sich so manches gestickte Deckchen aus der Genration zuvor in unseren Schränken befindet, suche ich nach Upcyclingideen für gestickte Tischdecken. Meine Sammlung auf Pinterest: https://www.pinterest.de/sewtonew/upcycling-tischw%C3%A4sche/
Und so traf diese neue Vorliebe auf ein ganz einfaches Sommerkleid in grober Baumwolle, das ich per Internet zum Schleuderpreis erstand. So hieß es also zunächst nicht Upcycling, sondern Refashion. Kinderkleidung habe ich schon so oft aufgepeppt durch schöne Stoffkombinationen, durch Webbänder, durch Applikationen und durch aufgenähte Kordeln. Sticken hatte ich dabei kaum im Sinn. Dabei gibt es zahlreiche Anleitungen im Netz. Auf Pinterest habe ich etwas zusammengestellt: https://www.pinterest.de/sewtonew/gesticktes/
Refashion eines einfachen Kleids durch Sticken
Wie man sieht, habe ich zunächst nur mit Kettstich und Rückstich gearbeitet, das war für den Anfang leicht. Dennoch denke ich, dass aus dem 0-8-15-Kleid nun mein besonderes Kleid geworden ist.
Ich denke neben der Schnittentwicklung für ein Tischdecken-Upcycling werde ich Sticken in Zukunft mit in Betracht ziehen, wenn es um Upcycling und Refashion geht. Sticken ist zudem bei Hitze unterm Gartenbaum möglich, mein Nähzimmer liegt unter dem Dach. Dort ist es derzeit zu heiß. Insofern kam die Idee auch hitzetechnisch passend daher.