Schönen Grundschnitt gefunden!

Eine Reise ins Allgäu brachte mir neue Erkenntnisse. Nicht nur, welche Mengen an Schnee es geben kann, sondern die Reise mit der Bahn hatte Folgen für mein Nähen. Im Bahnhof bei Wartezeiten hielt ich mich in der Buch- und Zeitschriftenhandlung auf. Welche Fülle an verschiedensten Zeitschriften! Wirklich gut sortiert war auch das Regal für DIY und Handarbeit. Mir fiel das aktuelle Heft B-TRENDY12 (*Werbung) in die Hände und ich sah in der Übersicht zu den Schnittmustern gleich, dass ich das Heft mitnehmen musste. In meinen Sammlungen von Ideen zu Mädchenkleidern fehlte dieser wirklich neue Schnitt noch.

btrendyaus B-TRENDY12

Was mich sofort ansprach, war der glockige Rock, der in der Höhe der Hüfte ansetzte, die übergeschnittenen Ärmel und der schöne, schlichte Kragen.

Ich habe dann, wieder zu Hause angekommen, drei Kleidchen mit dem Schnittmuster genäht. Zusammenfassend kann ich den Schnitt nur weiterempfehlen:

  • Der Schnitt ist recht einfach umzusetzen.
  • Das Nähen nimmt nicht sehr viel Zeit in Anspruch, der Erfolg ist schnell greifbar.
  • Wie sich zeigte, eignet er sich für sehr verschiedene Stoffe, z.B. Jersey, Sweat, Webware.
  • Der glockige Rock kommt bei den Mädchen überaus gut an.
  • Der Kragen schmiegt sich sehr schön am Hals an. Sehr kleidsam, wie ich finde!
  • Für den Upcycling-Gedanken: Stoffe und Stoffreste können kombiniert werden.
  • Für die Kreativen: Es lässt sich mit dem Schnitt „spielen“. Es ist ein Grundschnitt für vielerlei Abwandlungen.

Beispiel 1:

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In diesem Beispiel habe ich einen Jerseystoff in lila-pink mit grauen Mäusen verwendet. Mein Spielen bestand darin, in der Trennlinie zum Rock links und rechts je eine in der Naht eingearbeitete Tasche zusätzlich zum Schnitt unterzubringen. Über den Taschen habe ich eine Lasche beim Nähen mitgefasst. Sie ist aus grau gepunktetem Jerseystoff, der sich am Kragen wiederfindet.

Beispiel 2:

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Hier sieht man sehr schön, dass der Schnitt dazu anregt, verschiedene Stoffe zu kombinieren. Ich habe zwei verschiedene Sommersweatstoffe kombiniert. Was ich auch noch gegenüber dem Schnitt verändert habe, ist, dass der Ärmelumschlag durch einen quer angesetzten Stoffstreifen ersetzt wurde. Bündchenware ist hier auch denkbar.

Beispiel 3:

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Dieses Kleid ist ein Upcyclingprojekt. Ausgangspunkt war Opas gemütliches Herrenhemd aus locker gewebter Baumwolle. Es war an den Ärmeln nicht mehr schön.

Nun habe ich statt einen Reißverschluss vorne einzuarbeiten die Knopfleiste des Herrenhemds übernommen. Das bedingt, dass der Kragen um die Breite der Knopfleiste zu verlängern ist. Das Herrenhemd gab dann nicht mehr den glockigen Rock in zwei Stücken her, so wie es der Schnitt vorsieht. Macht nichts: Den Rock habe ich aus 6 Teilen zusammengesetzt.

Die Webware des Herrenhemds war so locker, dass es mir ratsam erschien, am Saum, an den Ärmeln und für den Kragen einen dichteren, leichter zu verarbeitenden Stoff, nämlich einen gepunkteten Jersey, zu verwenden. Ich denke auch, dass der unruhige Karostoff so einen ruhigen, lieblichen, mädchenhaften Abschluss rundum findet.

Meine Enkelinnen werden sich sicher über die neuen Kleider freuen. Das Kleid mit den Mäusen geht in meinem Shop, siehe Menüleiste.

Fazit: Wirklich ein toller Schnitt, der bei meinen zukünftigen Projekten immer wieder eine Rolle spielen wird.

5 Gedanken zu „Schönen Grundschnitt gefunden!

  1. Julia März sagt:

    Liebe Angelika,
    gerne springe ich auch in den Lostopf.
    Deine Abwandlung mit den Knöpfen gefällt mir sehr gut.RV direkt auf der Haut mag ich persönlich auch nicht so.
    Gestern auf dem Stoffmarkt habe ich mir einen schönen Blumenstoff gekauft, da könnte ich auch die Rest für ein Kleidchen verwenden. Oder Blumen applizieren, das lässt es gleich Frühling werden.

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