Covern mit Bauschgarn immer beliebter

Ja diese Gestaltungsmöglichkeit setze ich nunmehr vermehrt ein. Insbesondere das Multicolorgarn sagt mir besonders gut zu. Mit ihm kann ich dazu kombinierte Unistoffe an Partnerstoffe schön anpassen.

Pulloverupcycling 1
Pulloverupcycling zu Kleidchen 2

Wieder einmal habe ich Stücke von aussortierten, guten Pullovern verwendet und sie mit einem Motivstoff, Jersey, für Kinder kombiniert. Zu diesem Upcycling von Pullovern gibt es weitere Beispiele: https://sewtonew.blog/2022/01/09/upcycling-pullover-zu-warmen-kleidchen/, die auch einen Blick lohnen. Mit dem grünen Multicolorgarn in Bauschqualität habe ich die Halsbündchen bzw. die Passe an den Motivstoff angepasst sowie die Säume damit realisiert. Das eine Kleidchen ist für Lotta, das andere für Leni. Die Schwestern können so im Partnerlook gehen.

die Schwestern freuen sich und schicken mir dieses Foto mit ihren geliebten Tierchen

Drei Enkeltöchter – erster Blick in den Sommer

Es gab Lust aufs Nähen und im Fundus lag noch ein attraktiver Upcycling-Stoff, nämlich abgelegte Kinderbettwäsche. Zu deren Verwendung habe ich mich schon mehrfach geäußert, denn Kinderbettwäsche wird selten verschlissen, dazu ist die Nutzungsdauer zu kurz. Die Muster eignen sich für Kinder und meist sind die Stoffe auch robust und kochfest.

So habe ich ein Projekt für die drei Enkeltöchter Leni, Cilly und Lotta wiederholt und sozusagen ratz-fatz drei Kleidchen genäht, dies in Größe 104, 128 und 134.

drei Kleidchen im Partnerlook
aller guten Dinge sind drei
die Schwestern im Partnerlook freuen sich

Die Passe ist aus Jersey und der Rockteil ist aus der abgelegten Bettwäsche geschnitten. Wie man Jersey und Webware geschickt und dehnbar verbindet, findest du in dem zugehörigen Artikel: https://sewtonew.blog/2021/05/07/easy-peasy-kleidchen-aus-bettwaesche/

Die Kleidchen sind natürlich insbesondere für den Sommer gedacht, aber mit einem passenden Longshirt drunter funktioniert der Schnitt auch für kältere Übergangszeiten.

Der Schnitt ist der wirklich einfache für Nähanfängerinnen:

easy-peasy-Schnitt

und den gibt es auch für Sommer T-Shirts:

So habe ich die graue Zeit und das scheußliche Wetter für Vorfreuden auf bessere Zeiten genutzt.

Passen vorteilhaft für Mädchenkleider

Schnitte für Mädchenkleider, bei denen über dem Rockteil oben bis in den Brustbereich oder bis zur Taille eine Passe vorgesehen ist, haben mehrere große Vorteile.

Wenn Stoffreste nicht mehr für ein ganzes Kleid reichen, lassen sich passende Stoffreste kombinieren, damit ein Kleid statt nur einer Tunika entstehen kann.

Ebenso reichen Upcyclingstoffe für die größeren Kindergrößen ab 122 meist nicht mehr. Nur Oberteile oder aber Röcke sind dann ganz aus dem abgelegten Kleidungsstück Erwachsener realisierbar.

Und es gibt noch etwas ganz Wichtiges: Kinderstoffe sind meist sehr unruhig oder aber opulent im Ausdruck. Ein Kleid vollständig aus einem solchen Stoff wirkt nach meiner Ansicht zu unruhig und nicht fein. Geschickter ist es, einen Motivstoff mit einem zurückhaltenden Exemplar zu kombinieren.

starkes Motiv und feine Pünktchen

Bei diesem Kleid habe ich einen Stoffrest (mit der Eisprinzessin) kombiniert mit einen dunkelblauen Jersey, der kleine heller blaue Pünktchen trägt.

Covernähte

Abschlüsse an diesem Kleid habe ich mit flachen, dehnbaren Covernähten realisiert.

Mickystoff mit Altrosa

Bei diesem Exemplar habe ich einen rosafarbenen Pullover von Mutter kleiner genäht und mit einem Stoffrest – Motivstoff mit Micky Mouse – kombiniert, der die gleiche Farbe rosa aufweist.

Pulloverrest und Stoffreste

Ein hellblauer Pullover wurde mit Stoffresten kombiniert. Das Halsbündchen ist wie so oft aus dem unteren Bündchen des Pullovers entstanden. Dunkelblaues Bauschgarn setzte in Ziernähten und als Rollsaum Akzente.

Pullover und Stoffrest
Lillestoff zum Advent

Den Weihnachtsstoff von Lillestoff hatte ich schon einmal verwendet, https://sewtonew.blog/2019/12/11/halbes-upcycling-geht-auch/. Es war noch etwas übrig. Da er nicht für die volle Länge in Größe 134 reichte, habe ich Mutters rote abgelegte Jacke im Passenteil mit verwendet. Dennoch fehlte Länge. Da der Stoff einen Rapport hat, konnte ich die Länge nur durch geraffte, aneinander gesetzte Streifen erreichen.

An dieser Stelle verweise ich auf zwei meiner Schnitte für Stoffmix ebenso auf fertige Mädchenkleidung: ➜

Törtchen, Törtchen, Törtchen

Es war der Wunsch meiner Enkelin Leni, noch einmal ein Kleid oder ein T-Shirt oder eine Tunika mit einem Törtchenstoff genäht zu bekommen. Die kleine Schwester trug gerade ein Kleidchen mit entsprechendem Motivstoff auf. Der vormals verwendete, grüne Stoff war ausverkauft, nur ein gleicher in festerer Baumwolle für Dekorationszwecke war verfügbar. So habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und fand diesen Jerseystoff bei Slantastoffe, der sich als sehr schön weich erwies. Ich bestellte 1,30 m.

Im Fundus fand ich einen passenden einfarbigen Jersey, ehemals ein Nachthemd meiner verstorbenen Mutter, in sehr guter Qualität. Etwas Einfarbiges zum starken Motivstoff beruhigt die Wirkung, so denke ich. So entstanden aus den 1,30 m drei Kleidungsstücke für die drei Enkeltöchter. Wenn die Uroma das sehen könnte!

Das erste Kleidchen ist nach meinem bewährten Schnitt gefertigt.

für Cilly nach meinem easy-peasy-Schnitt
für Lotta nach einem Ottobre-Schnitt
für Leni ebenso nach Ottobre-Schnitt
Partnerlook für Schwestern

Törtchen, das scheint für Mädchen, die beim Backen helfen und die gerne naschen, ein beliebtes Motiv zu sein. Ich hatte das schon einmal berücksichtigt, so gibt es eine Törtchen-Applikationsvorlage kostenfrei und ein Schürzenset für Mutter und Kind mit Törtchen im shop.

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zusammengesetzte Kleidchen für den Herbst

Jetzt ist Langärmeliges gefragt. Ich wollte dazu abgelegte Stücke aus dem Fundus und Stoffreste verwenden. Beim Stöbern fand ich farblich Passendes und wählte zum Kombinieren den schon oft verwendeten Schnitt „Mimmy“.

Die Passe und die Ärmel sowie die Taschen lieferte der Rücken eines abgelegten Herren-T-Shirts. Der Saum der Ärmel war zuvor der Saum des T-Shirts. Die Vorderseite des T-Shirts war mit einem nicht verwendbarem Plot versehen und wurde entsorgt. Der untere Teil des Kleidchens ließ sich aus einem Stoffrest schneidern. Ein kleinstes Stoffrestchen bot Herzchen, die ich ausschnitt und applizierte.

Hier war es ähnlich: Passe und Ärmel lieferte der Rücken eines Männer-T-Shirts, dessen Frontplot mit Surfmotiv in der Tonne landete. Der Rockteil entstammt einem weiteren Herren-T-Shirt, bei dem beide, also Vorder- und Rückseite verwendbar waren. Damit es wenigsten ein wenig kindlich wird, habe ich ein Kinder-Webbändchen am Ärmelende angenäht.

Die Passe war ehemal ein Sommertop. Mit seinen Spaghettiträgern konnte es aber die Ärmel nicht mehr hergeben. Der Lillestoffrest mit St. Martin Motiv reichte aber noch für Rockteil und Ärmel. Er war leider zu kurz, um den Frontbogen des Schnitts zu kreieren. Nun ist der Übergang von Passe zu Rockteil also gerade geworden, auch gut.

Die Kleidchen sind für Lotta. Sie bekommt üblicherweise Sachen der größeren Schwester. Jetzt ist sie mal extra benäht worden und freut sich hoffentlich.

feinstes Sonntagskleidchen aus Oma Inges Etuikleid

In meinem Fundus lag schon länger ein feines Etuikleid von Oma Inge. Im Schulterbereich gab es ein Minifleckchen, weshalb das Kleid wahrscheinlich weggegeben wurde. Im Schulterbereich stört ein solcher Makel fürs Upcycling nicht. Was Überlegungen verlangte war einerseits die schöne, damenhafte Stoffart und andererseits, dass das Kleid in Bahnen gearbeitet war, um den Brustbereich schön auszuarbeiten.

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Lösung für die Stoffart:

Ein ebenso feiner Kinderstoff namens „garden party“ gesellte sich zum mit Ranken strukturierten hellgelben Damenstoff. Damit wurde das Kleidchen mädchenhaft.

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Rankenstoff „garden party“, auch im Shop

Es war ein wenig aufwändig: Mit dem Kinderstoff wurde ein Taillenband und ein Schleifenband ansetzend in der Seitennaht hergestellt. Darüber hinaus ist die Halspartie mit einem breiten Einsatz kindgemäß aufgepeppt. Dazu musste ich mir den Schnitt erst einmal herstellen.

Lösung für den Stoff in Bahnen:

Den Rockteil habe ich unten aus dem Kleid genommen, so wie er war. Hinten trennte ich ein kleines Stück des Reißverschlusses heraus, damit war der Schlitz für den nun angekrausten Rockteil schon fertig. Den Saum unten musste ich nicht mehr nähen. Die Bahnenteile hätten dann nicht mehr ganz das Kleidchenoberteil ergeben. Aber ich habe ja das Taillenband und den Halsabschluss aus dem Kinderstoff dazu gewählt. So reichten die Bahnenstückchen des Etuikleids.

Fazit:

  • Ein wunderschöner Stoff wurde erhalten.
  • Kleine Stücke Kinderstoff machen ein Upcycling für Kinder möglich.
  • Ganz ohne Überlegungen geht es nicht, man muss sich etwas einfallen lassen.

Nun noch ein paar Bilder mit dem Kleid im Garten, weil es wirklich ein Kleidchen für eine Gartenparty ist.

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Schöne Mädchenkleider für den Sommer

Schon eine ganze Weile beschäftige ich mich mit dem Thema Mädchenkleider. Das ist angesichts von drei Enkeltöchtern ein aktuelles, aber auch wahrscheinlich zukunftsträchtiges Thema für mich. Es wird sich aber wandeln.

Bei Pinterest sammle ich deshalb Ideen zu diesem Thema, die Pinnwand heißt Mädchenfein.

Es kristallisieren sich dabei folgende Gedanken heraus:

Partnerstoffe verwenden!

Ganz vorweg: Für den Sommer sollte es immer Baumwolle sein, die verarbeitet wird, und gute Webware ist auch zu empfehlen, die ist luftig.

Ein Kleidchen ganz aus einem einzigen Stoff zu gestalten, das wäre doch dann langweilig. Schön sind mindestens zwei harmonierende Stoffe. Dabei hat sich bewährt, einen herausstechenden Stoff zu verwenden, den anderen zurückhaltender zu wählen. Ich denke, man sollte sich nicht verleiten lassen, nur auf die ausgefallenen Stoffe zu setzen. Im Stoffvorrat sollten sich immer unifarbene oder nur leicht gemusterte Stoffe befinden, die sich zum Kombinieren eignen. In letzter Zeit habe ich mit hochwertigsten Stoffen in Makoqualität Folgendes realisiert:

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Der herausragende Stoff darf dabei durchaus üppig ausfallen.

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Auch in der Vergangenheit habe ich diesen Gedanken oftmals verfolgt: Feine, fröhliche Kleidchen – Weniger ist manchmal mehr!

Mit Applikationen spielen!

Nicht ohne Grund sammle ich auf der Pinnwand zauberhafte Applikationen alles, was mir ins Auge sticht. Kindliche Motive machen aus den Kleidungsstücken für die Kinder Lieblingsstücke. Die morgendliche Frage nach dem, was angezogen werden soll, kann dann beantwortet werden mit: die Maus!, die Katze! usw..

So entstanden beispielsweise diese Kleidchen:

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miezenkleid

maus

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bewährte Schnitte verwenden!

Ein Sommerkleidchen sollte luftig sein, d.h. nach unten hin sollte es Bewegungsfreiheit und Luftdurchzug ermöglichen.

Das gelingt mit Hängerchen, die daneben den Vorteil haben, dass sie mit wechselndem „Drunter“ ggf. ganzjährig tragbar sind. Bei der einfachen Variante gelingt es, die Weite dadurch zu schaffen, dass schon am Halsausschnitt vorne und hinten gekraust wird, oder aber es wird eine Falte gesetzt, wie in den Beispielen mit den Applikationen s.o..

Oftmals wird die Weite unterhalb einer Passe durch glockenartigen oder gekrausten Rockteil geschaffen, so in den Beispielen weiter oben. Die Passe kann unterhalb des Brustbereich oder in Taillenhöhe oder sogar im Hüftbereich enden, siehe Schönen Grundschnitt gefunden!. Die Passe kann doppelt genäht, d.h. gefüttert werden oder aber sie ist an Hals- und Armausschnitten eingefasst oder gesäumt. Statt einer unten waagerecht endenden Passe, ist eine runde Passe ebenso attraktiv.

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pink

Noch luftiger wird es, wenn, der Rücken teilweise frei ist oder mit Spaghettiträgern gearbeitet wird. Deshalb mein Verweis auf das Schnittmuster mit Herzausschnitt im Rücken, siehe Schnittmuster in der Menüleiste.

Es liegen noch weitere schöne Stoffe im Nähzimmer. Meine Sommerkollektion wird im Mai noch wachsen.

Der heiße Sommer kann dann ruhig kommen!

Schönen Grundschnitt gefunden!

Eine Reise ins Allgäu brachte mir neue Erkenntnisse. Nicht nur, welche Mengen an Schnee es geben kann, sondern die Reise mit der Bahn hatte Folgen für mein Nähen. Im Bahnhof bei Wartezeiten hielt ich mich in der Buch- und Zeitschriftenhandlung auf. Welche Fülle an verschiedensten Zeitschriften! Wirklich gut sortiert war auch das Regal für DIY und Handarbeit. Mir fiel das aktuelle Heft B-TRENDY12 (*Werbung) in die Hände und ich sah in der Übersicht zu den Schnittmustern gleich, dass ich das Heft mitnehmen musste. In meinen Sammlungen von Ideen zu Mädchenkleidern fehlte dieser wirklich neue Schnitt noch.

btrendyaus B-TRENDY12

Was mich sofort ansprach, war der glockige Rock, der in der Höhe der Hüfte ansetzte, die übergeschnittenen Ärmel und der schöne, schlichte Kragen.

Ich habe dann, wieder zu Hause angekommen, drei Kleidchen mit dem Schnittmuster genäht. Zusammenfassend kann ich den Schnitt nur weiterempfehlen:

  • Der Schnitt ist recht einfach umzusetzen.
  • Das Nähen nimmt nicht sehr viel Zeit in Anspruch, der Erfolg ist schnell greifbar.
  • Wie sich zeigte, eignet er sich für sehr verschiedene Stoffe, z.B. Jersey, Sweat, Webware.
  • Der glockige Rock kommt bei den Mädchen überaus gut an.
  • Der Kragen schmiegt sich sehr schön am Hals an. Sehr kleidsam, wie ich finde!
  • Für den Upcycling-Gedanken: Stoffe und Stoffreste können kombiniert werden.
  • Für die Kreativen: Es lässt sich mit dem Schnitt „spielen“. Es ist ein Grundschnitt für vielerlei Abwandlungen.

Beispiel 1:

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In diesem Beispiel habe ich einen Jerseystoff in lila-pink mit grauen Mäusen verwendet. Mein Spielen bestand darin, in der Trennlinie zum Rock links und rechts je eine in der Naht eingearbeitete Tasche zusätzlich zum Schnitt unterzubringen. Über den Taschen habe ich eine Lasche beim Nähen mitgefasst. Sie ist aus grau gepunktetem Jerseystoff, der sich am Kragen wiederfindet.

Beispiel 2:

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Hier sieht man sehr schön, dass der Schnitt dazu anregt, verschiedene Stoffe zu kombinieren. Ich habe zwei verschiedene Sommersweatstoffe kombiniert. Was ich auch noch gegenüber dem Schnitt verändert habe, ist, dass der Ärmelumschlag durch einen quer angesetzten Stoffstreifen ersetzt wurde. Bündchenware ist hier auch denkbar.

Beispiel 3:

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Dieses Kleid ist ein Upcyclingprojekt. Ausgangspunkt war Opas gemütliches Herrenhemd aus locker gewebter Baumwolle. Es war an den Ärmeln nicht mehr schön.

Nun habe ich statt einen Reißverschluss vorne einzuarbeiten die Knopfleiste des Herrenhemds übernommen. Das bedingt, dass der Kragen um die Breite der Knopfleiste zu verlängern ist. Das Herrenhemd gab dann nicht mehr den glockigen Rock in zwei Stücken her, so wie es der Schnitt vorsieht. Macht nichts: Den Rock habe ich aus 6 Teilen zusammengesetzt.

Die Webware des Herrenhemds war so locker, dass es mir ratsam erschien, am Saum, an den Ärmeln und für den Kragen einen dichteren, leichter zu verarbeitenden Stoff, nämlich einen gepunkteten Jersey, zu verwenden. Ich denke auch, dass der unruhige Karostoff so einen ruhigen, lieblichen, mädchenhaften Abschluss rundum findet.

Meine Enkelinnen werden sich sicher über die neuen Kleider freuen. Das Kleid mit den Mäusen geht in meinem Shop, siehe Menüleiste.

Fazit: Wirklich ein toller Schnitt, der bei meinen zukünftigen Projekten immer wieder eine Rolle spielen wird.

Upcyclingschnitt für Interessantes gesucht und gefunden

Für das Upcycling und für den Einsatz von Stoffresten, über die jeder Nähhaushalt zu genüge verfügt, sind Schnitte günstig, die ein Zusammensetzen ermöglichen bzw. verlangen. So bin ich auf einen Schnitt für eine absolut bequeme Tunika bei Ottobre 6/17 (Größe 62-104) gestoßen, der vielerlei bietet.

Für ein Zusammensetzen von verschiedenen Stoffen spricht aber nicht nur der Upcyclinggedanke, sondern auch die Möglichkeit, Interessantes zu kreieren. Was fällt denn der Industrie ein? Ich sehe zuhauf einfarbige Bekleidung mit Plots auf der Brust, ggf. aus glänzendem Material. Wie langweilig! Eine gewisse Ausnahme stellt Boden mini dar. Hier findet man fröhlich Zusammengesetztes, das entspricht jedenfalls eher meinem Geschmack.

Einen schönen Stoff mit kleinen Mäusen, an dem ich im Stoffgeschäft nicht vorbeikam, habe ich kombiniert mit grauem Jersey aus der Restkiste von Anne und mit gestreiften Bündchen, die ich noch hatte. Man stelle sich vor, die ganze Tunika wäre aus dem Mäusestoff gefertigt. Ich denke, das wäre ein wenig fad geraten.

Katrins Nachbarin übergab mir ihre Stoffrestbeutel. Darin fand sich ein etwas dickerer Jersey in beige. In Annes Stoffrestekiste habe ich einen passenden Streifenstoff entdeckt. Der Prozess ist recht lustig: Die Behältnisse werden auf dem Boden ausgekippt und los geht suchen, aneinander halten, am Fenster bei Licht betrachten, Schnitt auflegen, überlegen, wie es passen kann, verwerfen, neu suchen usw.. Der Stoff in beige reichte nicht vollständig, deshalb ist vorne ein Stück Streifenstoff eingesetzt. Dann fand ich beige eigentlich für ein Kind etwas zu farblos. Deshalb habe ich links und rechts unten einen kleinen Igel appliziert. So ist es doch kindgerechter geworden und Leni wird es mögen.

Der helle Stoff mit Eistütenmotiv aus Annes Stoffrestekiste reizte mich schon lange. Mit dem Tunikaschnitt gelang nun eine Verwendung. Das Unterteil war ein abgelegtes Pumashirt von Hanna. Ich habe Saum und Seitennähte erhalten, musste dann allerdings die Ärmel klassisch in die Armrundung einsetzen, aber kein Problem. Der Stoffrest gab nicht die volle erforderliche Länge der Ärmel her. So habe ich mir mit einem etwas längeren Bündchen geholfen. Den weißen Bündchenstoff hatte ich noch.

Der Schnitt wird in die Kategorie leicht eingeordnet. Ich kann das bestätigen. Die drei Teile waren im Nu fertig. Drei Empfehlungen habe ich dazu:

  • Der V-förmige Halsausschnitt wird von einem gedehnten Streifen gesäumt. Dieser Streifen sollte unbedingt aus Bündchenstoff sein, damit der Ausschnitt gut anliegt und das Kind gut hineinkommt.
  • Wenn der Stoff zu dick ist, fällt das Ankrausen hin zur Passe ein wenig schwer. Der Schnitt funktioniert leichter mit mittelschwerem oder leichtem Jersey.
  • Ottobreschnitte fallen recht groß aus, also Maßtabelle beachten.

Ich verweise an dieser Stelle auf ebenso günstige Schnitte fürs Upcycling

colorblocking – wunderbares Upcycling

Das passiert häufiger: Ein Kleidungsstück, das sich zum Upcycling eignet, gibt nicht genug Stoff für das erdachte neue Stück her, weil ggf. Abnäher im Weg sind oder Nutzungsspuren weggeschnitten werden müssen. Ich hatte schon an anderer Stelle auf das Problem hingewiesen: Wenn der Stoff nicht reicht. Auch die Beiträge Upcycling T-Shirts und Stoffreste oder Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider widmen sich diesem Problem. Allerdings war ich bis jetzt darauf bedacht: Beim Upcycling Harmonisches zusammenbringen!

Ein wiederentdeckter, stylischer Trend eröffnet nun weitere Möglichkeiten. Coloblocking bedeutet, dass Gegensätzliches, ggf. Schrilles und Buntes kombiniert werden, allerdings wohl immer in geometrischer Weise. Das verlangt ja auch schon das Nähen, ohne wohlmöglich Kurvenmuster aneinander nähen zu müssen.

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Mein Versuch in dieser Richtung:

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Der Rücken ist entsprechend viergeteilt.

Ein leichtes Nachthemd für Leni entstand aus zwei T-Shirts vom Vater und einem violetten Achselshirt von Mama. Die Farbkombination ist noch vergleichsweise zurückhaltend – immerhin ein Nachthemd -, aber den Trend werde ich sicher weiter verfolgen. Er eignet sich m.E. insbesondere für Sommerlooks. Demnächst also mehr.