Partnerlook für Schwestern

Das ist ja mal ein Stöffchen!

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Der süße Lillestoff zeigt lustige Tierchen. Ich hatte ihn schon in einem Stoffgeschäft gesehen, er war mir aber zu teuer. Dann hatte ich dank Schließung eines anderen Stoffgeschäfts die Gelegenheit, Restbestände echt reduziert aufzukaufen. Und ich griff reichlich zu.

Der aussagekräftige Stoff verlangt nach einen schlichten Schnitt. Außerdem hat er Rapport, was beim Zuschneiden zu bedenken ist. Die Tierchenreihen sollten schon rundum laufen. Schön ist auch, dass er farblich zu Jeans passt. Deshalb fiel meine Wahl auf einen Tunikaschnitt aus Ottobre, kids fashion, 4/16. Der Schnitt ist ein veränderter Raglanschnitt mit zu den Ärmeln hin verlagerter Naht. Dadurch wird das Muster der Front bzw. des Rückenteils weniger durchbrochen und gleichzeitig ist Raglan eben wirklich einfach zu nähen.

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Und diesmal dachte ich mir, dass es auch schön wäre, wenn Lotta nicht nur die Sachen von Leni aufträgt, sondern beide mal in gleichen Weise beschenkt werden und demnächst im Partnerlook laufen. Ich stelle mir das wirklich drollig vor.

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Der Schnitt hat noch eine Kängurutasche, die ich aber wegließ. Sie hätte das schöne Muster beeinträchtigt.

Wenn die Mutter mit der Tochter

demnächst im sommerlichen Garten gemeinsam und von Oma gemeinsam benäht auftaucht, ist Oma nicht nur stolz auf Garten und Nähen, sondern der Partnerlook signalisiert, wie stolz Mutter auf das Töchterchen ist – und das kann sie auch wahrlich sein.

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Die Idee zum Partnerlook tauchte im Gespräch am Rande auf und inspirierte mich. Auf der Suche nach Schnitten wurde ich bei Topas von Farbenmix fündig – kostenfrei nach Anmeldung. Ich erhielt 1A Anleitung und Beratung.

Es handelt sich um ein Upcycling-Projekt. Entstanden sind die Kleidungsstücke aus Omas Midi-Kleid mit Bahnen, das wegen der Farbe für Oma ein Fehlkauf war. Gedecktere Farben machen Oma schlanker. Also hing das Kleid beinahe ungetragen im Schrank. Die Bahnennähweise machte erforderlich, dass gestückelt werden musste. So haben die Teile nicht nur zwei Seitennähte, sondern insgesamt 5 bzw. 6 Längsnähte, seitlich bzw. mittig. Da die ausgesprochen leichte Viskose kaum Dehnung hat und Topas für  Jersey vorgesehen ist, habe ich beim Kinderkleidchen einen Schulterverschluss am Halsring gearbeitet. Dann kommt Leni auch ohne Dehnung in das Kleidchen. Außerdem habe ich den Halsring doppelt gearbeitet – außen rosa Feincord, innen Kleiderstoff – und wie bei Manschetten verdeckt genäht. Das untere Ärmelloch sowie den Saum habe ich mit einer schönen Litze abgeschlossen.

Impressionen aus meinem Garten, in dem das Foto entstand:

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Das Sitzhäuschen hat Martin mir nach einem Foto aus Landlust – gefunden bei Pinterest – noch sehr viel schöner als in der Fotovorlage gezimmert.

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Wie man sieht, sind Wildnis, Bauerngarten und mixed border des cottage garden meine Inspirationsquellen. Alle Stauden sind selbstgezogen und ich lerne jährlich dazu – an der Nähmaschine übrigens sicher wöchentlich. Blütenpracht im Bergischen zu erreichen, ist eine echte Herausforderung, das trockene Frühjahr hat mir auf unserem Lehmgrund geholfen.

Brüderchen und Schwesterchen

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Curd ist gegenüber seinem neuen Schwesterchen ausgesprochen liebevoll, deshalb sind Pullover und Strampler so fotografiert. Ein 140 cm breites Stück Stoff für ein Kinderoberteil gibt immer einen Rest ab, so dass Cilly mit Curd gestreift gleichzieht.

Für das Sweatshirt habe ich einen Grundschnitt  Gr. 122 verwendet, allerdings für Curd im Schulterbereich einige Zentimeter zugegeben, da er stark gewachsen ist. Für den Strampler verwendete ich das freebook wie beim Strampler unter Nähmalen – tolle neue Nähwelten. Die Streifen sind sehr dominant, deshalb wurde nur mit grau – Stoffrest bzw. Bündchenstoff – abgesetzt.