Babytunika – Schwestern im Partnerlook

Lotta kann sich zwar noch nicht drehen, passend zum Drehkleid – Feines Drehkleid zu Weihnachten– habe ich aber zumindest Weite und Stoff für das Schwesterchen gleichermaßen gewählt und für Lotta eine weite Babytunika genäht. Ich habe einen Schnitt aus Ottobre kids fashion 6/15 verwendet. Diesen habe ich allerdings verändert. Statt einer Knopfleiste im Rücken, die ich für ein Baby als zu unbequem erachtete, habe ich eine Schließung per Kamsnap an beiden Schultern vorgenommen und hierzu wiederum Stoffstreifen des defekten Babyshirts verwendet, das sich als Upcycling an Lenis Kragen ebenso wiederfindet.

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Den Schnitt hatte ich bisher noch nicht ausprobiert und kann ihn nach meinem ersten Projekt damit nur empfehlen. Wenn man einige Hefte mit Ottobeschnitten besitzt, kommt man in der Regel für die meisten Nähideen klar. Nach einiger Näherfahrung lassen sich viele der guten Grundschnitte abwandeln, so dass der Kreativität trotz der begrenzenden Stoffstücke aus dem Upcyclingfundus dennoch keine Grenzen gesetzt sind.

Sommerbezug für Maxi-Cosi Babyschale

Das neue Enkelkind kommt im Sommer. Ich erinnere mich noch gut an den Besuch im Krankenhaus zur Geburt der nun größeren Schwester. Über die übergroße Freude an diesem Tag will ich jetzt aber nicht berichten, sondern von einer Begegnung unten in der Krankenhaushalle erzählen. Eine Mutter wartete unten in der Halle auf ihren Mann, der das Auto holte und vorfahren sollte. Die Mutter kümmerte sich um ein kleines Mädchen, auf dem Boden stand ein Körbchen moderner Art, nämlich ein Maxicosi, darin ein Neugeborenes. Ich fragte das kleine Mädchen, wer das denn sei. Sie antwortete: „Meine Schwester“. Die Mutter, die gesund und gut aussah, ich denke, sie war sogar geschminkt, erzählte dann, dass sie gestern entbunden hätte, nun ging es nach Hause. Dann war es wohl unkompliziert und leicht! Ja, das wünsche ich uns auch!

Die Begebenheit fand im September bei bedecktem Himmel statt. Das Neugeborene war gut eingepackt. Bei uns wird es anders sein, vielleicht wird es ein heißer und schwüler Tag sein.

So ist verständlich, dass der Wunsch nach einem Sommerbezug aus Baumwolle für den Maxicosi aufkam. Ich habe mich der Sache angenommen und es ist unerwartet ein intensiver Prozess des Lernens daraus geworden. Zwei alte verschlissene Bezüge unterschiedlicher Machart standen als Muster zur Verfügung. Auseinander schneiden, reflektieren, erste Schnittversuche, Kombination der Muster, neue Ideen, verwerfen, verändern, neu nähen, weiteres zur Probe nähen, anprobieren, anpassen usw., mit diesen Aktivitäten ging es eine geraume Zeit unter ständiger Optimierung. Und schließlich habe ich den Schnitt auch noch digitalisiert. Da meine kostenfreie Adobe Illustrator Version nicht mehr richtig funktionierte, habe ich Inkscape erlernt, das kostenfrei angeboten wird. Ich bin damit schließlich gut zurecht gekommen, wahrscheinlich aber, weil ich Illustrator schon kannte. Ich stellte auch noch fest, dass mein Drucker scannen kann, die Funktion war bis dahin noch nie benutzt worden. Dann habe ich mich mit Datei-Formaten jpg, png, eps, pdf, zip usw. herumgeschlagen, bis alles saß. Nun ist es vollbracht! Die Internet-Oma und Hobbyschneiderin ist mächtig stolz.

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Wer hat Lust nachzunähen? Wer benötigt einen Sommerbezug für den Maxicosi? Wer hat Lust auf eine besondere Gestaltung? 

Ich biete die Anleitung und den Schnitt unter Etsy  oder über meinen Blog, siehe Angebote in der Menüleiste, an.

Hier noch ein Auszug aus der Anleitung:

Schritt 2: Stoff zuschneiden

Du benötigst 80 cm eines dehnbaren Stoffes, z.B. Jersey, dehnbares Frottee etc. Man kann auch ein nicht mehr benötigtes dehnbares Spannbetttuch verwenden. Ich empfehle in jedem Falle einen hohen Baumwollanteil des Stoffs, denn es geht ja um einen Sommerbezug für heiße Tage. Darüber hinaus benötigst du passende Webware. Sie sollte einen 3 cm breiten und 190 cm langen Schrägstreifen hergeben. Für den äußeren Gummitunnel wird ein Streifen mit 3 cm Breite und einer Länge von 2,30 m benötigt. Für die Option Schnullerband und Tasche musst du zusätzlichen Stoff vorsehen.  Der Gummi außen rundum hat eine Länge von 110 cm. Also zusammengefasst:

  • dehnbarer Stoff wie Baumwolljersey 80 cm (Breite 1,40 m) oder ein Spannbetttuch
  • Baumwollstoff für Schrägstreifen und Band, z.B. 30 cm eines Baumwollstoffs (Breite 1,40 m)
  • Gummiband 110 cm
  • passendes Nähgarn
  • Nähmaschinen, Overlock und normale Maschine
  • Schneiderschere
  • optional: Trickmarker
  • optional: Stickvlies oder Backpapier
  • optional: Webware für Tasche und Schnullerband

Der Stoff liegt zunächst wie gekauft längs gefaltet, also doppelt. Wie die Schnittteile auf dem Stoff liegen, siehst du hier:

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Ballontunika – schöner Schnitt für unsere Kleinste

Da ich bei Pinterest immer auf Ideensuche bin, habe ich einen Schnitt für ein Ballonkleid gefunden. Lila wie Liebe stellt ihn kostenfrei zur Verfügung und erklärt auch noch Schritt für Schritt, wie es geht. Wer noch keinen Body genäht hat, sollte sich die Bilder, die sich mit dem Halsausschnitt befassen, gut ansehen. Ich selbst hatte durch Fehler beim Bodynähen eindrücklich gelernt. Man muss gut aufpassen, wie die Teile an der Schulter zusammenliegen, vor allem, wenn man den Ärmel gleich mit annäht. Also danke nach Würzburg für die tolle Anleitung!

Ich dachte, der Schnitt wäre etwas für unsere Kleinste, die einjährige Cilly. Es fanden sich Stoffrestchen mit Sternchen und Punkten sowie ein abgelegtes, ärmelloses, graues Longshirt. Hier war der Saum an einer Stelle aufgegangen. Die jungen Haushalte mit kleinen Kindern und ohne Nähmaschine sortieren so etwas dann aus. Es landet im Fundus bei Oma.

Hier ist nun das Produkt in Größe 86:

Petra wird mit Cilly ausprobieren, ob ein solches Kleidchen praktisch und chic ist oder ob Leggings und kürzere Tunika alltagstauglicher sind. Sollte das Kleidchen ankommen, werde ich den Schnitt sicher weiter verwenden. Ich finde die Form ausgesprochen chic und den Halsausschnitt sehr praktisch.

 

Welche Kleinigkeit schenkt man zur Geburt?

12_KlapperstorchDiese Frage stellt sich derzeit des öfteren. Im Freundeskreis von Katrin hat der Klapperstorch reichlich Besuch abgestattet. Zwei Kinder wurden im Dezember geboren, zwei werden für den Januar erwartet und bis zum Sommer werden es weitere vier sein. Alle wollen bedacht sein – also acht Geschenke. Wie gut, wenn einer nähen kann und Zeit hat.

Als Kleinigkeiten für die Freundinnen kommen beispielsweise Lätzchen, Sabberlätzchen, Schnuffeltücher, Knistertücher, Stofftierchen, Utensilos, Mützchen, Täschchen oder eben Windeltäschchen infrage. Ich schaute bei den Stoffresten nach. So habe ich mich für Windeltäschchen entschieden. Eine tolle Anleitung gibt es bei Kaethe. Sie liefert Maße oder gleich das Schnittmuster, ebenso eine Anleitung, die keine Frage offen lässt. Wenn man dann einmal eine Tasche genäht hat, geht es beim nächsten Mal ratzfatz. Wieder etwas gelernt!

für Frida: pink, Tupfen, Sternchen, Blümchen, mit Applikation

für einen Jungen: blau-orange mit Autos

für ein Mädchen: rosa, Blümchen, Streifen, Motive, mit Reißverschluss

für Mädchen oder Jungen, mit „Hippos“

für Mädchen oder Jungen, mit Elefanten und in grau-lila

für Leona in pink

Wer richtig gezählt hat, weiß, dass ich noch nicht fertig bin, zwei Exemplare fehlen noch. Vielleicht erfahre ich später etwas zu den Farbvorlieben der Mütter und zum Geschlecht der weiteren Kinder. Dann kann ich die beiden fehlenden Exemplare passender fertigen oder eben noch andere, falls das Design der vorhandenen Exemplare nicht zu den zu Beschenkenden passt.

Ein weiteres Exemplar biete ich derzeit bei Dawanda an.