Hexenkostüm ganz easy

IMG_3796Leni hat sich gewünscht, Karneval als Hexe gehen zu wollen. Wahrscheinlich liegt es an den Hör-CDs mit Bibi. Es war für mich ganz einfach, dem Wunsch nachzukommen, weil noch ein Hexenumhang in der Karnevalskiste aufgehoben wurde. Ich benötige ihn nicht mehr. Der Schnitt ist ein Hängerchenschnitt, den ich aber veränderte. Das Kleidchen habe ich länger als normal gehalten. Der Halsausschnitt ist recht groß geschnitten, leichtes Überziehen ist garantiert. Damit hatte ich zudem die Möglichkeit, einen dehnbaren und gestrickten Schalkragen von einem abgelegten Pullover anzunähen, der eine Verschlusslösung überflüssig macht – keine Knopfleiste, kein Reißverschluss, wirklich easy! Und Leni wird am Hals jedenfalls nicht frieren. Der Stoff mit Hexenmotiv ist ein Karnevalsstoff, qualitätsmäßig wirklich mäßig, aber er ist nicht fransend, sodass Säumen nicht nötig war. Die unteren Säume habe ich zackenförmig abgeschnitten, das habe ich mir an Kostümen abgeschaut, die zum Kauf angeboten werden. Den passenden Hut werde ich weitergeben. Wenn er zu groß ist, werde ich noch einen zusätzlichen Gummizug unternähen. Dann darf es heißen:“Hex, hex …“, und vielleicht sind die Sprüche ja erfolgreich, wer weiß…

Drache Ohnezahn – Kostüm zu Karneval

Gesicht von Ohnezahn auf der Kapuze

Curd liebt die Geschichten und Phantasien rund um den Drachen Ohnezahn. Was liegt da näher als ein entsprechendes Kostüm zu Karneval zu nähen. Zugegeben, es ist ein wenig aufwendig, aber ich hatte viel Freude beim Überlegen und Nähen.

Gott sei Dank gibt es schon ein Vorbild. Sarah bietet im Netz eine wunderschöne Anleitung, die ich nur weiterempfehlen kann, https://mommymade.de/2017/02/toothless-costume-ohnezahn-kostum.html.

Erst dachte ich, den Kapuzenpulli auch als Upcyclingprojekt zu realisieren. Davon habe ich jedoch angesichts der dann noch fälligen Näharbeit Abstand genommen. Begonnen habe ich also mit einem fertigen schwarzen Kapuzenpulli, hinzu kamen diverse Upcyclingstoffe in schwarz und dunkelblau.

Die Kapuze bekam Ohnezahns Augen appliziert, ein paar Glitzersteinchen machen ihn interessanter. Die Mitte der Kapuze erhielt Drachenzacken, versteift mit Bügelvlies. Sie wurden in eine Falte der Kapuze eingenäht. Seitlich habe ich die Art Ohren, ausgestopft mit Füllwatte, von Hand angenäht.

Drachenzacken im Rücken

Anders als in Sarahs Anleitung habe ich die Flügel zweigeteilt, um im Rücken weitere Drachenzacken unterzubringen.

Ohnezahns Flügel

Die Flügel habe ich mit Füllvlies versteift und abgesteppt.

Flügel von der Rückseite
Schwanz mit oberen Flügelchen

Der Drache Ohnezahn hat natürlich einen langen Schwanz, wie es sich für Drachen gehört. Allerdings stelle ich mir vor, dass ein solcher Schwanz im Straßenkarneval überaus lästig werden kann. Deshalb ist der Schwanz abnehmbar. Innen ist er mit Füllwatte aufgepolstert. Er hat oben und unten weitere Flügelchen. Diese sind mit Pappe versteift.

untere Flügelchen am Schwanz

Nun fehlt noch ein Bild vom ganzen Drachen. Wenn Curd das Kostüm anprobiert, werde ich hoffentlich in der Lage sein, ein schönes Bild festzuhalten. Es wird dann nachgeliefert.

weitere Karnevalskostüme findest du unter:

zu Karneval als Pippi

Quelle Pinterest

Cilly hat sich gewünscht, zu Karneval als Pippi zu gehen. Wie gut, dass Oma gerne näht. Eine Vorlage lieferte Cillys Mama. Grundlage war dann ein üblicher Hängerchenschnitt, den ich aber vorne mit tieferem Halsausschnitt versah, um später den Streifenstoff unterzunähen, dies mit Wabenstich. Da der grüne Stoff feste Webware ist, habe ich zum besseren Überstreifen hinten einen kleinen Einschnitt gearbeitet, den ich wie den Halsausschnitt mit dem gelben Stoff der Tasche einfasste.

Hängerchen für Pippi
Schlitz am Hals

Das war ja jetzt recht einfach. Curd, der große Bruder, hat sich Komplizierteres gewünscht, nämlich den Drachen Ohnezahn. Ich bin aber im Netz auf eine schöne Anleitung gestoßen. Demnächst also mehr …

gruselig zu Halloween

Für meinen lieben Enkel Curd hatte ich schon einmal ein Vampirkostüm genäht:  siehe Upcyclingprojekt.

Er ist inzwischen aus diesem Kostüm herausgewachsen und so folge ich seinem Wunsch, erneut als Vampir an den Haustüren der Nachbarschaft Süßes oder Saures zu verlangen.

Diesmal stand ein Bettlaken aus der Haushaltsauflösung meiner Mutter zur Verfügung. Ich färbte einige weiße Bettlaken in schwarz, blau, pink und lila, um sie für Nähprojekte zur Verfügung zu haben. Damit hatte ich so viel Stoff, dass ich nicht Stücke zusammenzusetzen brauchte. Stattdessen wählte ich einen großen Kreis, um ein Cape zu nähen. Außen herum fasste ich den Stoff ein. Am Hals und am vorderen Schlitz setzte ich Belege entgegen und nähte Bindebänder an. Ein aufgenähter Glitzerfaden ergab das Spinnennetz. Ich werde noch eine Platikspinne besorgen und sie auf der Schulter festnähen. Dann ist das Kostüm ganz fertig.

Und so sieht die neue Vampirhaut aus:

halloween.jpg

von hinten

halloween2

von vorne

Da der Stoff in der Waschmaschine gefärbt wurde, wird man das Kostüm einzeln waschen müssen. Es hat aber durch den Schnitt als Cape den Vorteil, dass es wahrscheinlich eine weitere Runde Wachstum mitmachen und auch noch im nächsten Jahr passen wird. Die Arme werden dann nur etwas herausrutschen. Derzeit wird die Runde mit dem Radius 66 cm über die Hände gehen.

Katzenkostüme aus Stoffresten und T-Shirts

Leni und Lotta werden zu Karneval Miezen. Bisher dachte ich, Tierkostüme würde man als Overall mit Kapuze fertigen. Ein bisschen Recherche zeigte mir allerdings, dass es auch anders gehen kann und eben mädchenhafter.

miezeleni

Was ich nur kaufen musste, waren zwei Meter Tüll. Der schwarze Stoff und der plüschige, weiße Stoff – beide Polyester – fanden sich noch in meinem Fundus in Annes Stoffrestekiste. Da ich sicherlich niemals Polyester zu Kleidchen oder sonstigen Bekleidungsstücken für meine Enkel verwenden werde – hier kommen mir nur Baumwolle, Baumwollmischungen oder Wolle unter die Nähmaschine -, darf es für einmaliges Tragen an Karneval eine Ausnahme geben. Ich habe einen einfachen Kleiderschnitt verwendet, diesen sehr kurz gehalten und in Höhe obere Hüfte den gekrausten Tüll angenäht. Das war ein ziemliches Gefummel angesichts der Tüllmassen. An dem Kleid habe ich eine Linie markiert und zunächst den längeren unteren Tüll angenäht, dann auf derselben Naht die obere Lage Tüll. Gekraust wurde der Tüll zuvor mit dem Rüffler bei stark krausender Einstellung, Rüffler, eine feine Sache. Der verwendete Tüll ist Gott sei Dank eine leichte Ware. Ich musste die Kanten nicht einfassen, er pikst nicht. Ich erinnere mich an nur ungern an Tüll. Petticoats in meiner Kindheit hinterließen blutige Beine und flogen deshalb schnell in die Ecke. Ich gehe davon aus, dass Leni eine schwarze Leggings zu dem Kostüm tragen wird, der leichte, aber dennoch ggf. unangenehme Tüll kommt also nicht an ihre Beine. Die Länge der unteren Tüllbahn kann ich noch einkürzen – einfach abschneiden -, dies aber erst nach Anprobe. Ein Haarreif mit Ohren und ein ansteckbarer Schwanz sind schon vorhanden.

Für die kleine Lotta, die noch im Kinderwagen sitzt, gibt es nun tatsächlich einen Overall. Das Kind wird am Karnevalszug schön eingepackt sein. Den Schnitt hatte ich schon einmal verwendet: Unsere Kleinste wird nicht frieren, deshalb ging es leicht.

miezelotta

Das gesamte Kostüm ist ein Upcyclingprojekt: 4 schwarze Shirts sind verwendet worden. Das erste für die Beine, ein zweites für den Körper, Ärmel eines Longshirts samt Bündchen für die Ärmel, und die Kapuze entstand aus dem vierten T-Shirt. Da ich sonst Schwierigkeiten habe, Schwarzes für Kinderkleidung zu verwenden, hat das jetzt richtig geräumt im Fundus der geschenkten, abgelegten Kleidungsstücke.

Nun also Alaaf und Miau!

 

 

Vampirkostüm als Upcyclingprojekt

vampirangezogen

„Süßes, sonst gibt’s Saures“, daran hat Curd Spaß. Zu Halloween wünscht er sich deshalb ein Vampirkostüm.

Ich bin froh, die schwarzen Sachen im Fundus abgelegter Kleidung brauchen zu können. Natürlich steht für einen Umhang kein so großes einzelnes Stoffstück zur Verfügung. Aber das macht nichts, Zusammensetzen aus Teilstücken geht auch, wie schon unter Jeansrock – das ultimative Upcyclingkonzept beschrieben.

Ausgangslage: zwei Poloshirts

Poloshirts

Dass schwarz nicht gleich schwarz ist, sieht man hier. Ich denke aber, dass das gerade ein interessantes Bild ergibt, wenn man die Töne abwechselt.

Schnitt für den halbkreisförmigen Umhang:

Curd hat die Spannweite 94 cm, d.h. der Halbkreis hat den Radius von 47 cm. Von der Ecke eines rechteckigen Bogens werden 47 cm kreisförmig markiert. Der Kreis wird dann ausgeschnitten und zweimal längs gefaltet. Damit hat man ein Achtel des Halbkreises.

schnitt1

schnitt2

Zuschneiden:

Fronten und Rücken der Poloshirts geben 8 brauchbare Teile her, Nähte, Bruststickereien und Schadstellen bleiben außen vor.

teilstücke

Zusammennähen:

Mit der Overlock werden die Teilstücke zum Halbkreis zusammengefügt. Der rückwärtige Halsbogen wird mit Hilfe eines Tellers markiert und abgeschnitten.

halbkreis

unterer Rand:

Der untere Rand wird nun gezackt, jeweils ein Teilstück erhält einen Bogen. Dann wird mit der Overlock versäubert. Auf einen eingeschlagenen Saum habe ich verzichtet.

zackenrand

Applikation:

Es fand sich ein helles, etwas glänzendes Garn – Rest aus einem Häkelprojekt -, der zu einem Spinnennetz gelegt und mit Zickzackstich festgenäht wurde.

spinnennetzapplikation

Befestigen:

Es sind jetzt Varianten denkbar: Im Projekt Kribbel, Krabbel – Marienkäfer verlassen ihr Winterquartier habe ich dem Umhang ein Bindeband angenäht. Im Internet gibt es eine Anleitung, wo durch angenähte Rechtecke quasi Ärmel entstehen. Ich dachte mir, dass Curd sowieso etwas Schwarzes unterziehen muss und dass ich den Umhang dann auch gleich an das Shirt nähen kann. So habe ich aus einem Damenshirt in schwarz ein Kindershirt gefertigt. Um den Umhang annähen zu können, muss man beim Arbeitsschritt Längsnähte unterbrechen, um den Umhang an der Schulter- und Ärmelmitte annähen zu können. Das heißt auch für fertige Shirts, dass man erst auftrennen müsste, um den Umhang annähen zu können.

umhangannähen

Man kann mit Flatlock arbeiten, ich habe mit dem Wabenstich der normalen Maschine genäht. Das ist etwas kniffelig, gründliches Stecken und Backpapier, das unter dem Füßchen mitläuft, haben geholfen. Zunächst habe ich den Schulterbereich und den Ärmelbereich genäht, erst zum Schluss die Rundung im Halsbereich/Rücken. Beim anschließenden Zusammennähen der Ärmel- und Seitennähte gilt es aufzupassen. Der Umhang liegt innerhalb des Ärmels, also ihn schön aus dem Nahtbereich wegschieben.

Vampirkostüm von vorne:

vampirfront

Jetzt sieht man die Overlocknähte von links. Ich habe bewusst einen grauen Faden mitlaufen lassen, weil dann die Assoziation zu den zwischen den langen Fingerknochen der Fledermäuse ausgespannten Flughäuten leicht fällt.

Vampirkostüm von hinten:

vampirrücken

Morgen werde ich noch eine Plastikspinne erwerben, um sie vorne auf dem Shirt zu befestigen, und einen Faden zum Netz ausspannen. So könnte eine lebende Spinne feststellen, ob ihr etwas ins Netz gegangen ist. Die Idee hatte Opa.

Süßes oder Saures!

 

Kribbel, Krabbel – Marienkäfer verlassen ihr Winterquartier

Ob nun heidnisches oder christliches Fest, zu Karneval heißt es, Winter adé. Neben Prinzessinnen und Miezekatzen bevölkern Mädels Kindergärten und Straßen als Marienkäfer. Es muss wohl am rot Gelackten und am lustig Gepunkteten liegen, dass sich Marienkäfer solcher Aufmerksamkeit und Beliebtheit erfreuen. Die Jungs hingegen erscheinen als Polizisten, Feuerwehrmänner oder Ungeheuer. Ich halte diese Unterschiede nicht für anerzogen.

Jedenfalls erfüllt Oma gerne Lenis Wunsch:

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Die Punkte wurden aus einem abgelegten Nickipullover geschnitten. Ein Ärmel reichte. Nicki verleiht dem Cape etwas Felliges im Kontrast zur glatten Unterlage. Das Applizieren auf rotem, festerem Baumwollstoff war Fleißarbeit, die sich aber lohnte, angesichts der ansonsten billigen Fuddelware, die zu Karneval für Marienkäfer angeboten wird.

marienkafer2w

Schwarzes für Drunter haben Kinder nicht. So traf es sich gut, dass Hanna ein kleines Schwarzes – ich hatte fast Hemmungen, die Schere anzusetzen – aus Feinstrick mit Satinband ablegte. XXS nach drei Schwangerschaften passt selbst bei sportlich Schlanken natürlicherweise nicht mehr. Die Satinbänder wurden mit verwendet an Kleid und Cape, und vom kleinen Schwarzen blieben nur winzige Restchen übrig. So muss Hanna nicht traurig sein, Omas Hemmungen beim Zerschneiden sind überwunden und Leni wird nicht frieren.