absolutes Lieblingsstück Spielanzug

Die Jumpsuits oder einteilige Spielanzüge, die ich bereits nähte, erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind bequem und praktisch, offensichtlich auch hautfreundlich und luftig.

Spielanzug – weil es so bequem ist!

fröhlicher Playsuit zu den Ferien

Und weil es noch etwas heiß bleibt, habe ich für Leni und Lotta noch eine Runde genäht. Diesmal verwendete ich für das größere Exemplar einen Schnitt aus einem alten Burda-Heft – etwas komplizierter als die Vorgängermodelle. Der Schnitt sah einen Reißverschluss im Rücken vor. Das finde ich für ein Kind unpraktisch. Den Reißverschluss habe ich deshalb nach vorne verlegt.

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Partnerlook für die Schwestern

Der gestreifte Stoff ist neu, der rote und graue Jersey stammt von abgelegten T-Shirts von Opa Heinz, Tiptop-Markenstoffe. Der Reißverschluss trennte ich aus einem Beinverschluss einer abgelegten Jogginghose von Katrin heraus. Also wieder einmal zumindest ein halbes Upcycling-Projekt! Der Anspruch Upcycling führte dann auch zum colour blocking, so reichten die Stoffstücke. Die Idee kam während der Überlegungen zum Schneiden, offene Prozesse generieren eben nicht alltägliche Ideen.

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Vorderseite

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Rückseite

Ich wünsche luftiges, bequemes Spielen im Hochsommer 2020!

 

 

Upcycling für Anfänger

Wie aus einen T-Shirt ein T-Shirt für Kinder wird, das hatte ich schon einmal beleuchtet, und wie die Zugriffszahlen zeigen, wird die Anleitung fleißig genutzt: T-Shirts für Kinder

Der Schnitt für ein Kinderkleid mit übergeschnittenen Ärmeln (Schnitt kreiert – angeschnittene Ärmelchen) brachte mich dann auf die Idee, wie es noch viel einfacher gehen kann. Sogar das Einsetzen von Ärmeln kannst du dir sparen, wenn du einen Schnitt für ein T-Shirt mit angeschnittenen Ärmeln verwendest. Diesen stelle ich im shop ein.

Und so geht es in Einzelnen:

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Shirt von Mamma

Du gehst von einem abgelegten T-Shirt aus. Je nach Größe ist es egal, ob Abnäher vorhanden sind oder nicht, die fallen bei den kleineren Größen weg. Insgesamt sind aber T-Shirts ohne Abnäher und die von Männern wegen der Größe immer verwendbar auch bei Kindergröße 140. Zusätzlich benötigst du passendes Bündchenmaterial, 2 mal 5 x 25 cm für die Armabschlüsse und 1 mal 5 x 35 cm für den Halsabschluss.

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mittig falten

Das T-Shirt wird mittig sorgfältig gefaltet. Der Schnitt, und zwar ist nur die Rückenseite vorhanden, wird unten am Saum angelegt, der Saum des T-Shirts soll übernommen werden. Die Bruchkante des Schnitts kommt auf die Längsfalte des T-Shirts, also die Stoffbruchkante.

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2 mal Rückteil ausschneiden

Dann wird mit ca. 0,7 cm Nahtzugabe ausgeschnitten. Du hast nun zweimal das Rückenteil. Um aus dem einen Rückenteil ein Vorderteil zu machen, falte das Rückenteil wieder längs. Dann misst du 3 cm von der Halskante Mitte nach unten und schneidest einen schönen Bogen für den vorderen, tieferen Halsausschnitt, der dann genau auf der inneren Schulterkante auskommt.

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ein Rückenteil wird zum Vorderteil

Nähe die Schulternähte. Optional: Wenn du ihnen mehr Festigkeit verleihen willst, nähe ein Framilonband mit.

Optional: Soll das neue T-Shirt vorne oder hinten eine Applikation, einen Plot oder Nähgemaltes erhalten oder sollen Taschen aufgesetzt werden, ist jetzt Gelegenheit fürs Verzieren, weil die Teile noch nicht seitlich zusammengenäht sind und sich so alles leichter händeln lässt.

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Verzieren

Die Bündchenteile für die Armabschlüsse werden nun mittig gefaltet und gedehnt rechts auf rechts an die Armkanten genäht. Nähe langsam und genau, damit du den Bogen der übergeschnittenen Ärmel gut ausarbeitest. Die Nahtzugabe der Schulter wird nach hinten gebogen. Bei solchen Arbeiten habe ich die Pinzette, die die Stofflagen zusammen hält, immer in der Hand und am Stoff.

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Bündchen für Armausschnitt angesteckt, Anfänger bitte Plastikklammern verwenden!

Dann werden die Seitennähte geschlossen. Dabei ist wichtig, dass die Bündchen passgenau aufeinander liegen, ebenso die Säume unten, (Pinzette!).

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Seitennähte schließen

Nun noch die Halsabschlusskante: Auch hier wird die Bündchenware gefaltet und gedehnt rechts auf rechts angenäht, nachdem zuvor die Bündchenware mit einer Naht zum Ring geschlossen wurde. Die Schließnaht des Rings sollte auf die Mitte der hinteren Halsnaht treffen. Optional: Wenn du besonders schön und professionell arbeiten willst, empfiehlt es sich, einen Stoffstreifen von Schulternaht zu Schulternaht beim Annähen mit zu führen, der später den inneren hinteren Nahtüberstand überdeckt.

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Halsbündchen arbeiten

Dieser Stoffstreifen wird unter den Nahtüberstand gesteckt und unten schmalkantig festgenäht. Ich nehme wegen der Dehnungsfähigkeit eine Zickzacknaht.

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optional: Naht hinter Stoffstreifen verstecken

Da es so gut lief, habe ich gleich mehrere T-Shirts verarbeitet, Clara und Leni sind so zunächst für schöne Tage versorgt.

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Meinen sorgfältig erstellten Schnitt für die Größen 116 – 140 mit noch einmal der Anleitung habe ich in meinem Shop unter Schnittmuster eingestellt.

Reste von Motivstoffen nicht entsorgen!

Gerade Kinderstoffe sind häufig Motivstoffe mit Tieren, Autos oder sonstigen schönen Mustern. Und im Upcyclingfundus – sofern Du meinem Grundkonzept folgst – findest Du überwiegend unifarbene Kleidungsstücke Erwachsener, die Du für Kinder weiterverwenden möchtest. Und hieraus entsteht eine perfekte Allianz. Stücke der Motivstoffe lassen sich als Applikation verarbeiten, ohne dass Du Applikationen aufwendig zusammensetzen musst, gleichzeitig peppst du die neuen Kreationen auf leichte Art und Weise auf.

Wie T-Shirts für Kinder aus Shirts Erwachsener entstehen, habe ich schon beschrieben: T-Shirts zu Kinder-T-Shirts – eine Anleitung zum planvollen Upcycling.

Wie Du nun einfach aufpeppen kannst, siehst du hier:

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Die pinkfarbenen Applikationen stammen aus der Stoffrestekiste von Anne. Hieraus habe ich schon so Allerlei verwendet. Anne nähte mit Leidenschaft für ihre Kinder, immer aus edlen Stoffen. Alle Reste befinden sich nun in meinem Fundus, wieder einmal mein Dank an Anne!

Upcycling vom Upcycling

Es scheint verrückt, dennoch geschah es. Das T-Shirt, das ich für Cosi einst nähte, https://sewtonew.blog/2017/02/17/bulli-parat-ab-in-die-ferien/, war zunächst zu klein geworden und wurde verlängert.

Ferienshirt verlängert

Nun ist es wirklich zu klein und kleine Flecken im weißen Bereich lassen sich auch nicht mehr entfernen. Es drang aber die Anregung zu mir, die Applikation doch wiederzuverwenden. So weit zum Thema: „Wann es sich lohnt“. Nämlich dann, wenn Kleidung noch gut ist oder aber es sich um etwas Geliebtes handelt, das man nicht in den Altkleidersack geben möchte. Selbstgenähtes hat es an dieser Stelle schwer. In meinem Kleiderschrank befinden sich beispielsweise immer noch selbst genähte Stücke, längst zu eng, aber ich kann mich noch nicht trennen.

Nun denn, die Bulliapplikation lässt sich natürlich herausschneiden und neu aufnähen. Gesagt, getan, und das ist dabei herausgekommen.

Ferienshirt neu und größer

Der weiße Bereich ist wieder ein abgelegtes T-Shirt von Christl, den gestreiften Stoffrest hatte ich noch im Fundus. Cosi kann das geliebte Shirt nun wieder anziehen.

Katzenkostüme aus Stoffresten und T-Shirts

Leni und Lotta werden zu Karneval Miezen. Bisher dachte ich, Tierkostüme würde man als Overall mit Kapuze fertigen. Ein bisschen Recherche zeigte mir allerdings, dass es auch anders gehen kann und eben mädchenhafter.

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Was ich nur kaufen musste, waren zwei Meter Tüll. Der schwarze Stoff und der plüschige, weiße Stoff – beide Polyester – fanden sich noch in meinem Fundus in Annes Stoffrestekiste. Da ich sicherlich niemals Polyester zu Kleidchen oder sonstigen Bekleidungsstücken für meine Enkel verwenden werde – hier kommen mir nur Baumwolle, Baumwollmischungen oder Wolle unter die Nähmaschine -, darf es für einmaliges Tragen an Karneval eine Ausnahme geben. Ich habe einen einfachen Kleiderschnitt verwendet, diesen sehr kurz gehalten und in Höhe obere Hüfte den gekrausten Tüll angenäht. Das war ein ziemliches Gefummel angesichts der Tüllmassen. An dem Kleid habe ich eine Linie markiert und zunächst den längeren unteren Tüll angenäht, dann auf derselben Naht die obere Lage Tüll. Gekraust wurde der Tüll zuvor mit dem Rüffler bei stark krausender Einstellung, Rüffler, eine feine Sache. Der verwendete Tüll ist Gott sei Dank eine leichte Ware. Ich musste die Kanten nicht einfassen, er pikst nicht. Ich erinnere mich an nur ungern an Tüll. Petticoats in meiner Kindheit hinterließen blutige Beine und flogen deshalb schnell in die Ecke. Ich gehe davon aus, dass Leni eine schwarze Leggings zu dem Kostüm tragen wird, der leichte, aber dennoch ggf. unangenehme Tüll kommt also nicht an ihre Beine. Die Länge der unteren Tüllbahn kann ich noch einkürzen – einfach abschneiden -, dies aber erst nach Anprobe. Ein Haarreif mit Ohren und ein ansteckbarer Schwanz sind schon vorhanden.

Für die kleine Lotta, die noch im Kinderwagen sitzt, gibt es nun tatsächlich einen Overall. Das Kind wird am Karnevalszug schön eingepackt sein. Den Schnitt hatte ich schon einmal verwendet: Unsere Kleinste wird nicht frieren, deshalb ging es leicht.

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Das gesamte Kostüm ist ein Upcyclingprojekt: 4 schwarze Shirts sind verwendet worden. Das erste für die Beine, ein zweites für den Körper, Ärmel eines Longshirts samt Bündchen für die Ärmel, und die Kapuze entstand aus dem vierten T-Shirt. Da ich sonst Schwierigkeiten habe, Schwarzes für Kinderkleidung zu verwenden, hat das jetzt richtig geräumt im Fundus der geschenkten, abgelegten Kleidungsstücke.

Nun also Alaaf und Miau!