Es ist soweit, jetzt ist das besonders schöne Kleidchen fertig. Wie unter traumhafte Stoffe – manchmal muss es etwas Besonderes sein schon beschrieben, war ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Stoffen, denn neben dem Upcycling nähe ich dann auch Kleidchen aus neuen und eben besonderen Stoffen. Beim I-Tüpfelchen in Koblenz war ich fündig geworden. Dem Stoff „Sugar Berry – Strawberry Pie – by flaurie & finch“ konnte ich wahrlich nicht widerstehen. Flaurie & Finch kreieren Stoffe, deren Motive sich aus der Natur speisen, das spricht mich besonders an, und der Erdbeerstoff passt doch genau in die Zeit. Für die kleinen Mädchen – und nicht nur für die – ist wichtig, dass der Stoff leicht glitzert, aber eben sehr zurückhaltend, dass ich das mit dem Foto kaum einfangen konnte. Die Erdbeeren haben am Rand glitzernde Nüsschen. Wieso Nüsschen? Als ehemalige Biologielehrerin der Hinweis: Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht – das nur nebenbei. Der Partnerstoff mit Punkten glitzert in den roten Punkten.
Und das ist also entstanden:
Eines der Kleidchen geht zu meinen Angeboten im shop, das andere bekommt Cilly für einen festlichen Anlass.
Heute sind die ersten Stoffballen mit weiteren ausgesuchten Stoffen angekommen. Ich denke, ich habe Schönes aufgetan. Demnächst werde ich also wieder traumhafte Mädchenkleider für das Frühjahr und den Sommer vorstellen.
Zu Upcycling von Jeans ist Allerlei veröffentlicht. Das erklärt sich dadurch, dass der Jeansstoff so robust und trageangenehm ist. Außerdem ist er in jahreszeitlich verschiedenen Kombinationen ganzjährig einsetzbar.
Ich habe länger darüber nachgedacht und herumgebastelt, bis mir gelungen ist, ein Hängerchen aus Jeans zu kreieren und auch noch den Schnitt zu digitalisieren sowie eine Anleitung zu verfassen. Ein Hängerchen aus Jeansstoff ist ein Allrounder. Nur mit einem Höschen drunter ist es für einen Supersommer wie dieses Jahr ebenso passend wie kombiniert mit einem Rolli oder Pullover im Winter. Nähen und Upcycling lohnen sich also wirklich.
Du möchtest Jeans, die schon gute Dienste getan haben, weiterverwenden? Hier ist ein Vorschlag, wie aus den Hosen ein schönes Mädchenkleid, ebenso robust wie spielfreundlich, entsteht. Der Clou ist das Zusammensetzen aus Bahnen, weil die Hosenbeine eben kein weites und bequemes Kleidchen in A-Linie in einem Stück hergeben. Du benötigst zwei farblich harmonierende, abgelegte Jeans und Baumwollstreifen zum Einfassen von Kanten. Hier empfehle ich ein farblich passendes, abgelegtes Herrenhemd oder eine ausgediente Bluse zu verwenden. Für die zwei großen Größen benötigst du weite Herrenjeans, Damenjeans, insbesondere enge, geben die Stoffstücke der Bahnen nicht her. Der wirklich für das Upcycling ausgeklügelte Schnitt ermöglicht ein leichtes Überziehen und Ausziehen, weil mit dem Zusammensetzen Knopfleisten in einem integriert werden.
Der Schnitt ist auch für eine Stoffresteverwertung super verwendbar.
Also viel Freude beim Nachnähen und bei guten Ideen für eine Gestaltung! Ran an Schere und Nähmaschine!
Julia ist die erste, die das Kleidchen nachgenäht hat. Sie stellt mir ihre Fotos zur Verfügung. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür. Ich freue mich, dass das Projekt Anklang findet und dass Julia so Schönes kreiert hat, einfach super! Gleichzeitig gibt sie mir zwei kleine Anregungen für die Anleitung, damit es noch klarer wird. Ich werde diese aufnehmen und die Anleitung ergänzen. Nachfolgende finden also die durch Julia optimierte Anleitung.
Auch Jasmin hat, nachdem sie die Anleitung per Zufall fand, das Kleidchen in einer Nachtaktion nachgenäht und das Bild des fertigen Kleidchens zum Veröffentlichen freigegeben. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür und schicke Grüße in die Schweiz. Es freut mich, dass die Anleitung Anklang findet. Hier nun das Kleidchen für die Tochter von Jasmin:
Wenn Oma Zeit hat, gerne näht und die Materialien nichts kosten, dann ist ein Kleidchen gerechtfertigt, das saisonal nur kurze Zeit getragen werden wird.
Es zeigt sich wieder einmal, dass Upcycling Zusammensetzen heißt:
Mamas schwarzer Pullover mit Schadstellen nahe dem Ärmelbündchen lieferte Teile des Ärmels. Hannas roter Pullover mit Kurzarmen und weitem Schalkragen lieferte den Hauptteil des Kleidchens. Der Strickbereich über dem Taillenbündchen reichte nicht für die Länge des Kleids. Deshalb wurde der etwas dünner gestrickte Schalkragen unten angesetzt. Die Bündchen am Hals und an den Ärmeln waren zuvor das untere Bündchen. Die gestreifte Passe stammt von einem T-Shirt, das arg verfärbt eben nur den Passenbereich hergab, ansonsten aber in die Tonne wanderte. Der graue Stoff von Rudolph entstammt einem dünnen Jerseyshirt, das im Hauptteil nun noch auf Verwendung wartet.
Der Schnitt ist „Mimmy“, siehe vorhergehender Artikel.
Diesmal wurde es ein Kleidchen nicht mit Miezen oder Bärchen, sondern – Quak! – mit Froschapplikation. Das Prinzesschen benötigt keinen Prinzen, sondern eher etwas Lustiges. Zudem gab die Farbe des Pullovers die Richtung vor und so entstand ein kronenloses Breitmaul als Applikation, die die gedeckte Farbe des Pullovers auflockert.
Ein wirklich schöner, blaugrüner Baumwollpullover aus feinstem, etwas glänzendem Garn wanderte in meine Upcyclingkiste. Wie kann daraus ein Kinderkleidchen entstehen?
Zunächst einmal habe ich die Ärmel und den Rollkragen abgeschnitten, die Seitennähte aber nicht durchtrennt.
Der entscheidende Schritt ist nun zu sehen: Die Seitennähte werden aufeinander gelegt. Darauf kommen die Schnitte für Vorder- und Rückseite. Da ich einen Schnitt für ein Shirt, siehe Oh weh – Schnullerfee angekündigt!, verwendete, habe ich so angelegt, dass nach unten der Pullover maximal verwendet wird und der Saum gar nicht neu zu arbeiten ist. Es ist darauf zu achten, dass die Schnittteile höhengleich angelegt werden. Geschnitten wird dann nur im oberen Bereich.
Wie man sieht, befindet sich im oberen Bereich mehr Stoff, als der Schnitt verlangt. Diesen Überschuss habe ich vor dem Weiterverarbeiten gerafft, d.h. das Kleidchen hat vorne und hinten einen Kräuselbereich und ist dadurch obenherum bequem weit.
Aus einen gepunkteten Jeseystoffrest habe ich nun Kurzärmel angenäht, an diese wiederum den unteren Teil der vorhandenen Ärmel. Dabei spare ich ein, den Ärmelabschluss neu arbeiten zu müssen, und der besondere Bündchenbereich mit einem zusätzlichen farblichen Akzent bleibt erhalten. Ich habe nicht den ganzen vorhandenen Ärmel verarbeitet, um ein kindgemäß aufgelockertes Bild mit Wiederholung in der Applikation zu kreieren.
Als Kragen habe ich den Kragen des Pullovers verwendet, ihn nur entsprechend verkleinert.
Danach habe ich die Applikation gearbeitet. Eine Vorlage fand sich wieder einmal bei Pinterest.
Für die kältere Jahreszeit haben wir nun das erste wärmere Kleidchen. Weitere Pullover warten im Upcyclingfundus. Leni wird nicht frieren.