
Die Frage, was nähe ich dieses Jahr an kleinen Geschenken, ist nun beantwortet. Es sind 5-strahlige Weihnachtssterne geworden. Im Netz fand ich allerlei Anregungen, allerdings waren die genähten Weihnachtssterne meist 6-strahlig. Da hat wohl den Grund, dass man dann mit zweierlei Stoffresten auskommt. Die Stoffarten wechseln dann nacheinander regelmäßig ab. Nun ist fünf nicht teilbar durch zwei, sodass mindestens drei Stoffarten zur Verfügung stehen sollten. In einem Strahl steht dann ein Stoffmuster alleine, dieses kann sich aber auf der Rückseite paarig auffinden lassen.
Fünf Strahlen finde ich wesentlich schöner und spannungsreicher als sechsstrahlig, wenn auch praktische Gründe bei der Stoffauswahl und beim symmetrischen Nähen eher für sechsstrahlig sprechen.
Die Stoffe

Es sollte leichte Webware verwendet werden, sonst verzieht sich das Nähgut bei dieser eher filigranen Angelegenheit zu sehr. Man kann es ganz bunt anlegen mit 5 verschiedenen Stoffresten oder aber Ton in Ton mit harmonierenden Stoffen. Ich sah den weiß-roten Stoff mit Waldtieren beim letzten Stoffeinkauf, der inspirierte mich zu diesen ersten Arbeiten. Die Farben passen zu denen, die ich beschenken möchte. Für andere zu Beschenkende werde ich weitere Arbeiten in anderen Farbstellungen angehen. Dazu demnächst mehr.
Das Schnittmuster
Um zu einem Schnitt zu kommen, habe ich einen Stern aus dem Internet genommen, ihn in word so groß wie eine Seite gezogen und ausgedruckt. Dann habe ich senkrechte Linien gezogen von den „Tälern“ zu den „Spitzen“. Dadurch erscheint der Mittelpunkt und man kann ein Fünftel ausschneiden.

Schnittmuster
Es hat sich so ergeben, dass die längste Linie 11 cm lang ist und die Querlinie 5 cm. Mit diesem Schnittmuster habe ich dann Stoffstückchen ausgeschnitten. Um Arbeit zu sparen und damit alles gut passt, empfiehl es sich, gleich mehrere Stofflagen aufeinander zusammen auszuschneiden.
Nähprozess

Nahtzugabe nicht mitnähen!
Die fünf Stoffstückchen für eine Seite werden dann an der kurzen Seite zusammengenäht. Dabei ist überaus wichtig, nicht die Nahtzugabe auch zu übernähen, denn dann ist das Anfügen eines weiteren Stückchens nicht mehr möglich. Also man lasse die Naht am Mittelpunkt des Sterns aufhören.

Nahtzugaben plätten
Sind die fünf Teile aneinander genäht, kann man die Nähte auseinander streifen und in der Mitte überstehende Spitzen einkürzen.

zusammen stecken
Ist zur Vorderseite in gleicher Weise eine Rückseite gefertigt worden, werden die beiden Seiten rechts auf rechts zusammen gelegt. Dann steckt man die Arbeit in den „Tälern“ zusammen. Es ist sinnvoll, stückweise zu arbeiten. Immer wird von einem „Tal“ zur „Spitze“genäht, dann von nächsten „Tal“ aus zur gleichen „Spitze“, usw..
Aber Halt: Eine Wendeöffnung muss gelassen werden. Diese ist sinnvollerweise ein Stück einer Strahlenseite. Die „Spitze“ sollte immer genäht werden. Es wäre zu schwer, sie nachträglich per Nähen von Hand hinzubekommen.

Wendeöffnung
Und noch einmal Halt: Will man ein Aufhängeband gleich mit einbringen, muss dieses von einer „Spitze“ aus nach innenliegend untergebracht werden. Dabei ist beim Nähen darauf zu achten, dass das Band nicht irrtümlich in eine der Nähte gerät.

Aufhängeband
Ehe gewendet wird, sollte man an den „Spitzen“ überschüssigen Stoff abschneiden, damit die Strahlen schön ausgebildet werden können. Eine Häkelnadel hilft mir beim Wenden, um die „Spitzen“ perfekt ausdrücken zu können. An den „Tälern“ die Nahtzugabe bis zur Naht einschneiden, damit es nach dem Wenden nicht spannt.
Man könnte die Sterne schon so platt verwenden, aber ich finde es schöner, wenn sie ein wenig gepolstert werden.
Stopfen
Mit Füllwatte gefüllt erhalten die Sterne eine 3D-Struktur. Man stopft zunächst die einzelnen „Spitzen“ mit den Fingern oder der schon genannten Häkelnadel als Hilfsmittel. Wenn dies erledigt ist, bekommt noch die Mitte ordentlich Füllwatte.
Nun muss nur noch die Wendeöffnung geschlossen werden. Je dicker die Füllung ist, umso schwerer lässt sich das mit der Nähmaschine bewerkstelligen. Ich rate dazu, per Hand mit Matratzenstich die fehlende Naht zu schließen.

Nun ist der Stern fertig, und er wartet auf den ersten Advent oder Nikolaus oder Weihnachten.
Zu Weihnachten habe ich immer viel genäht. Zu Anregung also einige Verweise:
genähte Tannenbäumchen: https://sewtonew.blog/2022/11/23/genaehte-tannenbaeumchen-ii-naehtipp/
Weihnachtslätzchen: https://sewtonew.blog/2020/11/16/schnell-genaeht-laetzchen-fuer-baby-zu-weihnachten/
Utensilo: https://sewtonew.blog/2022/12/07/noch-schnell-was-naehen-utensilo/
Weihnachtsdeko: https://sewtonew.blog/2022/11/01/genaehte-weihnachtsdekoration-vorlagen/
Weihnachtskleider: https://sewtonew.blog/2016/12/19/frohe-weihnachten-weihnachtskleidchen-fuer-die-maedels/




















































