Designerschnitt „Cilly“ – Hängerchen im Mustermix

Schon lange beschäftige ich mich mit Mädchenkleidern, sammle eifrig Ideen bei Pinterest und habe inzwischen einen gewissen Überblick, was so gefertigt wird und was möglich ist.

Wenn aus abgelegter Kleidung Neues entstehen soll, ist meist ein Schnitt günstig, der ein Zusammensetzen aus verschiedenen Stoffen vorsieht. Manchmal ist es aber auch nur einfach schön, im Stoffgeschäft herrlich zueinander passende Stoffe zusammenzustellen. Bei zugehörigen Schnitten befindet sich die Teilungsnaht zwischen verschiedenen Stoffen mal quer unter einer Passe und über einem gerüschten Rockteil, mal wird längs geteilt, oder es wird eine diagonale Teilung genäht. All das habe ich schon ausprobiert. Die Schnittführung hängt auch damit zusammen, wie man das Kleid schließt. Oft ist der Halsausschnitt so groß, dass weder Knöpfe noch Reißverschluss vorgesehen werden. Wenn diese vorhanden sind, befinden sie sich hinten oder vorne längs, manchmal ist die Schulterpartie knöpfbar.

Aus den Erfahrungen ergab sich der Wunsch, mal etwas Neues auszudenken.

So ist der Schnitt Cilly – ein Schnitt für Mustermix – entstanden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilungsnähte bogenförmig geführt werden, dass die Knopfleiste ebenso bogenförmig integriert ist und dass die Teilungsnähte das Kleid fertigstellen, ohne dass die Seitennähte genäht werden müssen. Damit läuft die eine wie die andere Stoffart exakt vom Vorderteil zum Rückenteil. Der Schnitt ist natürlich ebenso geeignet, um ein nicht zusammengesetztes, einfaches Hängerchen zu nähen.

Ich werde noch weitere Exemplare probenähen und dann den Schnitt digitalisieren. Ich denke, dass ich Ende August damit soweit bin. Ihr werdet den Schnitt dann in meinem shop finden.

Upcycling T-Shirts und Stoffreste

Schon für Kleidchen Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider habe ich das Verfahren erprobt, und ich denke, es ist empfehlenswert. Man nehme abgelegte T-Shirt und kombiniere sie mit passenden Stoffrestchen, um fröhliche Kinderkleidung zu kreieren.

neuer Rock für Clara:

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Clara ist in dem Alter, da Mädels auf Feen und Elfen stehen. In der Stoffrestkiste von Anne fand sich das Stöffchen „Feenwelt“. Für ein vollständiges Kleidungsstück war das Restchen zu klein. Ich fand aber im Fundus ein passendes T-Shirt, dessen unteren Teil ich unter Beibehaltung des Saums verwendete. Das Stoffrestchen schnitt ich in derselben Länge zu, säumte es und setzte es in die Mitte des T-Shirt-Teils vorne und hinten ein. Damit war gehörig Weite erreicht, die Clara so sehr liebt. Die seitliche T-Shirtnaht habe ich unverändert gelassen. Um im Bund zu raffen, fand ich ein farblich passendes T-Shirt, von dem ich den Smokbereich der Hüfte abschnitt. Ansonsten hatte das Shirt einem Ansatz von Knötchen und musste entsorgt werden. Der Smokbereich fiel mir aber gerade passend in die Hände.

neues Sommeroberteil für Leni:

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Zu Mutters gelben T-Shirt fand sich ein Stoffrestchen mit Drachenmotiv. Da es blaugrundig ist, passt es gut zu Lenis neuer Vorliebe für blaue Jeans. Der gelbe T-Shirt-Stoff ist sehr luftig und dünn. Deshalb habe ich mit Kräuselung und mit Rollsaum gearbeitet. Der Sommer kann kommen!

Ballontunika für Leni:

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Ein Sommershirt von Mama in hellem mint hatte unten einen Gummizug und war weit gearbeitet. Dies wahrscheinlich deshalb, weil der Stoff sehr dünn und luftig ist. Den Gedanken habe ich aufgenommen. Weite und Gummizug habe ich für eine Ballontunika übernommen. Den Schnitt Mimmy Schnitt „Mimmy“ ist super habe ich im unteren Teil kurzerhand abgeändert, um die Ballonform zu erreichen. Die Passe ist wieder einmal aus einen Stoffrestchen der vollen Stoffreste-Kiste von Anne. Mit dem Motiv Surfbrett hoffen wir also auf einen sonnigen nächsten Jahresabschnitt.

Was aus T-Shirts und Stoffrestchen entstehen kann – Lenis neue Kleider

An verschiedenen Stellen hatte ich schon berichtet, welche Freude mir beschert wird, wenn ich im Upcycling-Fundus krame, nach Passendem suche, überlege, vielleicht eine Nacht darüber schlafe, und schließlich eine Vorstellung entsteht, was aus den abgelegten T-Shirts und den schönen Stoffrestchen entstehen könnte. Im Prozess der Umsetzung gibt es dann oft noch Änderungen. Beispielsweise kann es sein, dass die ausgesuchte Applikation doch nicht gut aussieht und ich mich für eine Alternative entscheide.

Die Schnitte sind Grundschnitte, die ich entsprechend abändere, um mit den Stoffstücken hin zu kommen. So wird eifrig zusammengesetzt. Die Grundschnitte habe ich nunmehr in Größe 104 kopiert, weil Leni ordentlich gewachsen ist und bis zu wärmeren Temperaturen ja noch hin ist.

Kleidchen 1: aus hellem Sommertop und aus einem winzigen Stückchen zauberhaftem Bambistoff, zusammen Harmonisches

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Kleid 2: aus zwei verschiedenen beigen T-Shirts und einem Streifenstoff, die Ärmel zum Aufkrempeln wurden übernommen, zusammen Harmonisches

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Kleid 3: aus einem gelben T-Shirt ohne Ärmel sowie einem Rest Streifenstoff und einem Rest Tiermotivstoff, Leni liebt große Taschen, zusammen Harmonisches

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Lenis neuer Pulli – aus Opas Nickyjacke und schönem Stoffrestchen

Es macht wirklich Freude, im Fundus herumzusuchen, Stoffe aneinander zu halten, zu überleben, zu verwerfen, neu anzusetzen und schließlich eine Vorstellung zu entwickeln.

Opas Nickyjacke war an den Strickbündchen nicht mehr schön, die Farbe aus der Mode und eigentlich unschön wegen der viel zu großen Knöpfe. Also landete sie im Fundus zum Upcycling. Von Anne, deren Kinder aus dem Alter heraus sind, wo Mutter sie benäht, erhielt ich kistenweise Stoffrestchen, meist aufwändige Kindermotivstoffe. In diese Reste vertiefe ich mich zuweilen und überlege. Hier fand ich Passendes zur Nickyjacke. Für eine Tasche, einen Schalkragen und Bündchen reichte der Rest so gerade. Mit der Jackenöffnung weggeschnitten wanderte das Vorderteil in den Rücken, dort notwendigerweise versehen mit Rückenlängsnaht. Der Rücken wurde zum Vorderteil, die Ärmel ergaben aufgeschnitten neue Ärmel. Aufpassen musste ich wegen einer Ziernaht an der Ursprungsjacke in Passenhöhe. Sie läuft jetzt rundherum in gleicher Höhe, weil ich mir eine Markierung an Vorder- und Rückenteil des Raglanschnitts anbrachte.

Wieder ein Upcycling, das mich wirklich zufrieden stellt. Voilà:

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Ballontunika – schöner Schnitt für unsere Kleinste

Da ich bei Pinterest immer auf Ideensuche bin, habe ich einen Schnitt für ein Ballonkleid gefunden. Lila wie Liebe stellt ihn kostenfrei zur Verfügung und erklärt auch noch Schritt für Schritt, wie es geht. Wer noch keinen Body genäht hat, sollte sich die Bilder, die sich mit dem Halsausschnitt befassen, gut ansehen. Ich selbst hatte durch Fehler beim Bodynähen eindrücklich gelernt. Man muss gut aufpassen, wie die Teile an der Schulter zusammenliegen, vor allem, wenn man den Ärmel gleich mit annäht. Also danke nach Würzburg für die tolle Anleitung!

Ich dachte, der Schnitt wäre etwas für unsere Kleinste, die einjährige Cilly. Es fanden sich Stoffrestchen mit Sternchen und Punkten sowie ein abgelegtes, ärmelloses, graues Longshirt. Hier war der Saum an einer Stelle aufgegangen. Die jungen Haushalte mit kleinen Kindern und ohne Nähmaschine sortieren so etwas dann aus. Es landet im Fundus bei Oma.

Hier ist nun das Produkt in Größe 86:

Petra wird mit Cilly ausprobieren, ob ein solches Kleidchen praktisch und chic ist oder ob Leggings und kürzere Tunika alltagstauglicher sind. Sollte das Kleidchen ankommen, werde ich den Schnitt sicher weiter verwenden. Ich finde die Form ausgesprochen chic und den Halsausschnitt sehr praktisch.

 

Welche Kleinigkeit schenkt man zur Geburt?

12_KlapperstorchDiese Frage stellt sich derzeit des öfteren. Im Freundeskreis von Katrin hat der Klapperstorch reichlich Besuch abgestattet. Zwei Kinder wurden im Dezember geboren, zwei werden für den Januar erwartet und bis zum Sommer werden es weitere vier sein. Alle wollen bedacht sein – also acht Geschenke. Wie gut, wenn einer nähen kann und Zeit hat.

Als Kleinigkeiten für die Freundinnen kommen beispielsweise Lätzchen, Sabberlätzchen, Schnuffeltücher, Knistertücher, Stofftierchen, Utensilos, Mützchen, Täschchen oder eben Windeltäschchen infrage. Ich schaute bei den Stoffresten nach. So habe ich mich für Windeltäschchen entschieden. Eine tolle Anleitung gibt es bei Kaethe. Sie liefert Maße oder gleich das Schnittmuster, ebenso eine Anleitung, die keine Frage offen lässt. Wenn man dann einmal eine Tasche genäht hat, geht es beim nächsten Mal ratzfatz. Wieder etwas gelernt!

für Frida: pink, Tupfen, Sternchen, Blümchen, mit Applikation

für einen Jungen: blau-orange mit Autos

für ein Mädchen: rosa, Blümchen, Streifen, Motive, mit Reißverschluss

für Mädchen oder Jungen, mit „Hippos“

für Mädchen oder Jungen, mit Elefanten und in grau-lila

für Leona in pink

Wer richtig gezählt hat, weiß, dass ich noch nicht fertig bin, zwei Exemplare fehlen noch. Vielleicht erfahre ich später etwas zu den Farbvorlieben der Mütter und zum Geschlecht der weiteren Kinder. Dann kann ich die beiden fehlenden Exemplare passender fertigen oder eben noch andere, falls das Design der vorhandenen Exemplare nicht zu den zu Beschenkenden passt.

Ein weiteres Exemplar biete ich derzeit bei Dawanda an.

 

Knieflicken auf Jeans selber herstellen

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Die Jeans war zu klein. Der Bügelflicken wurde für eine größere Jeans verwendet und dort angenäht. Mit Bügelflicken haben wir schlechte Erfahrung. Sie lösen sich nach einiger Zeit, derweil auf den Knien heftig gerutscht wird.

Nun passt die Jeans der jüngeren Cousine und kann wieder hergerichtet werden. Also Knieflicken selber herstellen und aufnähen!

Da die kleine Cousine offenbar derzeit die Grenzen im Kindergarten testet, sie spricht von „falscher Ordnung“, die sie hergestellt hat, und lacht sich auf dem Nachhauseweg kaputt, habe ich als Vorlage nette Monster ausgesucht, auf Größe gebracht und ausgedruckt.

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Die Silhouetten werden ausgeschnitten und seitenverkehrt auf Vliesofix, auf die Papierseite gemalt.

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Anschließend werden die Stücke auf Stoffreste, linke Stoffseite und Papierseite Vliesofix oben, aufgebügelt.

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Nun wird entlang der Linien ausgeschnitten. Dann entfernt man die Papierseite von Vliesofix und bügelt die Stücke mit der rechten Seite oben auf die defekten Jeansknie auf. Mit einem Trickmarker können weitere Details aufgezeichnet werden.

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Nun wird genäht. Das geht natürlich nicht bei bestehenden Hosenbeinen mit dem Applikationsstich, sondern es geht nur nähmalend mit dem Stopffuß, dem Freiarm der Nähmaschine und dem versenkten Transporteur, siehe Nähmalen – tolle neue Nähwelten. Dennoch ist es ein wenig schwierig, das Nähgut angesichts der engen Hosenbeine richtig zu bewegen. Also langsam nähen!

Das Ergebnis:

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Es darf also weiter auf den Knien herumgerutscht werden mit hoffentlich Spaß an den Monstern.

 

Lecker! Waldfruchteis!

Die Idee zu dieser Applikation ist schon alt. Ich sah einmal ein Sommerkissen in einem Schaufenster beim sommerlichen Bummeln in Ahrweiler mit einem Eis als Applikation, und dachte: „Oh wie schön!“ Ich fotografierte das Kissen sogar, jetzt fand ich entsprechende Anregungen auch unter Pinterest.

Oma und Leni sind verschnuppt, deshalb passt die Applikation, und es ist Sommer.

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Woraus ist das Kleidchen entstanden?

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Es war Katrins Tunika, die am Ärmel Löchlein hatte. Wie man sieht, habe ich den Stoff und das obere Stickband verwendet. Das untere Stickband ist für ein Kinderkleid zu mächtig. Es wird sich eine andere Verwendung später finden. Ansonsten tauchen für die Applikation Stoffreste auf: Gregors Hemd für das Hörnchen, T-Shirt, Shorts und Haarband von Katrin für die Eiskugeln. Aus einem reichen Fundus findet sich immer etwas Passendes.

Wenn es wieder warm wird, Leni, gibt es richtiges Eis mit Oma und Opa, versprochen.

Oma geht fein in den Garten

Diesmal habe ich für mich selbst genäht, die Enkel sind noch zu klein für Gärtnerisches, vielleicht mögen sie es später auch nicht. Ich mag es sehr! Mein Sommerhobby ist ausufernd, so dass ich sogar Pflanzenanzuchten anbieten kann. Aber dazu später.

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Die Gartenhandschuhe haben eine robuste Innenseite aus Jeansstoff – Upcycling von Jeans. Die Außenseite sorgt fürs Feine einschließlich eines Schleifchens. Da die Handschuhe vollständig aus Baumwolle gefertigt sind, schwitzt man nicht und die Handschuhe sind waschbar. Für allzu Nasses sind sie allerdings nicht geeignet, ebenso nicht für den Rosenschnitt. Für Letzteres habe ich noch welche aus Leder mit Stulpen. Vielleicht traue ich mich demnächst daran, auch Lederhandschuhe zu nähen. Jedenfalls habe ich den Schnitt aus „Handschuhe nähen, Feines aus Leder, Fleece und Spitze“, ISBN 978-3-8410-6298-7, entnommen. Handschuhe mit Zwischenfingerstücken zu nähen, ist nichts für Nähanfänger, es gestaltet sich schon etwas schwierig. Einiges ging zunächst daneben. Beispielsweise musste ich mir überlegen, wie ich mit ausfransendem Material zurecht komme. So habe ich für die Nähte einen kleinen, engen Zickzackstich verwendet. Inzwischen habe ich den Schnitt zudem vereinfacht und werde ihn bei Gelegenheit ins Netz stellen.

Neu: Ich habe gerade eine noch einfachere Anleitung im Netz gefunden. Allerdings sind die Handschuhe dann aus einem Stück gefertigt, also Ober- und Unterseite gleicher Stoff. Sieh einmal hier: Fingerhandschuhe

Zunächst einmal bin ich mit meinen Pflänzchen (Blumen des Bauerngartens, englische Wicken und Stauden) bei Jrön & Jedön und biete eben auch Gartenhandschuhe in allerlei Varianten auf dem Markt an. Für das Wetter ist Grandioses vorausgesagt. Ich freue mich.

weiteres Nähbeispiel:

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Impression aus meinem Garten mit dem neuen Sitzhäuschen:

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Bubikragen! – feinstes Sonntagskleidchen

Ich hatte Lust auf einen Bubikragen und fand eine schöne Anleitung, wie man den Kragen vom vorhandenen Schnitt passend abnehmen kann, hamburger liebe erklärt super. Es wird dort richtig kommentiert, dass Ansehen und Wirkung des Bubikragens sich von lieb zu sexy im Laufe der Zeit gewandelt haben. Eine Sammlung von Bubikrägelchen hat „hamburger liebe“ auf Pinterest zusammengestellt.

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Stoffgrundlage war wieder ein abgelegtes Herrenhemd, siehe auch Upcycling: Kragen von Herrenhemd nicht wegschneiden! und Herrenhemd wird zur Mädchenbluse, weiteres Upcycling sowie Herrenhemd wird zur Mädchenbluse – Tipps zum Upcycling. Der Stoff ist ausgesprochen fein. Wahrscheinlich ist das Hemd zu Upcycling gewandert, weil jemand das Bügeln leid war. Dazu fand sich ein Stoffrest aus dem schönen Konvolut von Christl, der farblich und stilmäßig so passte, dass ein feines Kleidchen entstehen konnte. Der Stoffrest reichte aber nur für die vordere Passe, den Kragen und den Beleg sowie für die äußeren Manschetten.

Das Hemd ist diesmal so genutzt, dass die Knopfleiste in der rückwärtigen Passe erscheint. Dabei wurde der obere Teil der Knopfleiste aufgetrennt, um Kragen und Beleg aufnehmen zu können. Das bedingt, dass nicht im Bereich eines Knopfs gearbeitet werden kann. Um aber anschließend das Kleid bis oben hin schließen zu können, muss ein weiterer Verschluss her, Druckknopf, Haken oder aber wie hier ein weiterer Knopf und ein weiteres Knopfloch. Das führt dazu, dass der Abstand der Knöpfe nicht gleich ist. Stört das? Ich finde nicht.

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Da die Taufe von Cilly ansteht, kann Leni jedenfalls fein gemacht werden.