Meine Liebe zu Floralem

Meine Liebe zu Floralem manifestiert sich nicht nur in der Gestaltung von Gartenbeeten, sondern auch beim Nähen. So habe ich mich in einen Stoff mit Sukkulenten verguckt. Er eignet sich – da opulent gemustert – nicht für ein ganzes Kleidungsstück, aber er lässt sich prima mit einfarbigem Stoff kombinieren. Er ist aus ausgesprochen hochwertiger Baumwolle und wieder einmal einer englischen Designerin zu verdanken.

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Schwarz oder anthrazit geht zum Kombinieren sofort ohne näheres Besehen. Und so ist ein Kleidchen für Cilly entstanden. Das Oberteil und die aufgesetzten Taschen sind schwarz gefüttert, der Rockteil ist aus schwarzen Jersey.

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Zum Schnitt gilt das, was ich vorherigen Projekt Schnitt und Stoff sollten zueinander passen! beschrieb.

Ein baugleiches Kleidchen geht in meinen shop, ebenso wie ein Stoffangebot mit diesem Stoff „Sukkulenten“.

Schnitt und Stoff sollten zueinander passen!

Denke nur an karierte Stoffe, dann wird das Problem unmittelbar deutlich. Schottenröcke haben Falten und sind nicht etwa gekraust. Wenn Glockenröcke aus karierten Stoff gefertigt werden, liegt das Karomuster diagonal. Entsprechendes gilt für Streifen. Sie können quer, längs oder diagonal verlaufen, aber das Kleidungsstück mit Streifen hat immer ein einheitliches Linienkonzept. Es gilt, erst denken, dann zuschneiden!

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Nun stehe ich da mit meinen „floral pets“ Miezen. Ich hatte mich in diesen Stoff verguckt. Er hat für einen Patchwork-Stoff nicht ungewöhnlich ein Rechteckmuster von 15,5 cm x 11,2 cm, so groß ist ein Stück Mieze. Nun wollte ich diesen Stoff für Mädchenkleider verwenden. Wenn nur ein Stück für eine Tasche oder für eine Applikation verwendet wird, kein Problem! – siehe meinen vorherigen Beitrag. Den Stoff als Ganzes für ein beliebig geschnittenes Kleid zu verwenden, schien mit unpassend und unschön. Aber meine Sammlung von Mädchenkleidern bei Pinterest hatte nun einmal Wirkung, ebenso dass ich mich mit einen Grundschnitt auseinandersetzte, Grundschnitt von B Trendy. Die Lösung war so gefunden: Eine Passe mit übergeschnittenen Ärmeln nimmt die Reihe der Miezen auf, und die Miezen werden symmetrisch, mittig positioniert.

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Den Schnitt der Passe habe ich mir selbst gebastelt. Als Ausgangspunkt diente der erwähnte Grundschnitt mit übergeschnittenen Ärmeln. Die Passe ist gefüttert. Dann dachte ich mir, dass ein Schließen über Schlaufen und Knöpfe entlang der Schultern mal ganz nett sei. Die Taschen sind groß geraten – zwei Miezen wurden verwendet -, viel Platz für allerlei Gesammeltes oder Mitzunehmendes. Auch die Taschen sind gefüttert. Das alles ist robust angelegt und dazu passt der Baumwoll-Piqué, der wie gesteppt aussieht und zu den langlebigen Doppelstoffen gehört. So ist ein unverwüstliches Kleid entstanden, dass mit Longshirt drunter auch noch in der Übergangszeit getragen werden kann.

Das Kleid ist für meine Enkelin Leni. Ein gleiches Exemplar werde ich in meinem shop bei Mädchenkleidern einstellen. Du benötigst für eine ähnliche Kombination, z. B. mit Jeansstoff, ein Stoffstück mit 8 Miezen. Auch das stelle ich im shop bei Stoffpakete ein.