Turnbeutel

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Für den Kindergartenstart benötigt Cosi einen Turnbeutel/Rucksack. Ich habe mich orientiert an einer Anleitung im Netz. Für den Schelm habe ich eine passende Applikation bei Pinterest gefunden, siehe dort Oma näht, zauberhafte Applikationen.

Das Projekt ist vollständiges Upcycling. Nur die Kordel wurde neu gekauft. Grundlage waren drei Herrenhemden: Das Jeansartige hatte einen weiten, unmodischen Schnitt, das Gestreifte war zu eng geworden. Für das Futter wurde ein hellblaues Hemd verwendet, das im Schulterbereich verschossen war. Da der Rücken dieses Hemds nicht für das mittig ungeteilte Futter reichte, wurden noch Streifen des Oberstoffs seitlich ergänzt. Zudem befindet sich innen die Hemdtasche des Streifenhemds als Innentasche. Selbst die Schlaufen seitlich sind Upcycling, es handelt sich um Gürtelschlaufen einer Jeans. Warum neu nähen, wenn es Passendes im Fundus schon fertig genäht gibt? Die Schlaufen seitlich haben gegenüber eingenähten Kordeln den Vorteil, dass man die Kordellänge noch an die Größe des Kindes anpassen kann. Insofern ist die verwendete Anleitung super. Für die Applikation fanden sich Stoffrestchen. Katrin wird die Haare des Kerlchens, Stichwort Parka, wiedererkennen.

Jedenfalls hat nun Cosi einen Turnbeutel, der alles andere ist als Nullachtfünfzehn.

In derselben Weise entstand später ein Turnbeutel für die Enkelin. Da ihre Mutter mit Leidenschaft tanzt, wird der Beutel wohl gefallen. Ein Kissenbezug, ein Bettbezug und ein Hemd lieferten die großen Stoffstücke einschließlich Futter. Für die Applikation griff ich in die Läppchenkiste mit Restchen.

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Plädoyer für Latzhosen

Es liegt nicht an meiner Ökophase der 80er Jahre, dass ich mich für Latzhosen ausspreche. Vielmehr sehe ich auf Spielplätzen auf nackte Nierengegenden sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Mich fröstelt es dann mitfühlend. Die Hosen rutschen beim Bücken herunter – besonders die, die schon auf cool hängend geschnitten sind, – und die Jacken nach oben. Manchmal sieht man geradewegs auf die Poporitze.

Im Bauwesen – Straßenbau, Bauhof, Hochbau, Gartenbau – sind Arbeitshosen immer Latzhosen. Ein Hoch auf Praktisches!

Und was ist im Sandkasten los?  Baggerfahrer, Treckerfahrer, Tunnelbauer, Burgenbauer, Bäcker, diese angehenden Handwerker sind heftig mit ihren Werken beschäftigt. Hosenmode interessiert wahrlich nicht. Cool ist, wer den tollsten Tunnel baut. Es ist aber extrem lästig, mit Sandfingern immer wieder die Hose hoch ziehen zu müssen, oder Muttern ist damit ständig umsorgend beauftragt.

Zieht doch Latzhosen an !!!

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Die Hose ist ein Upcycling aus Vaters Jeans, echter used look. Ich habe mich an einem freebook orientiert, allerdings im Bund nicht mit Knöpfen gearbeitet, sondern hinten mit Gummizug für noch mehr Bequemlichkeit gerafft.

Die Applikation gefällt Cosi bestimmt, wo das Bullishirt Bulli parat – ab in die Ferien! so gut angekommen war.

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Wie man dann ebenso erkennt, ist die Hose mit Vaters Hemdenstoff gefüttert, der schon für das Innenleben einer Puppentrage herhalten musste. Die Hemdrestchen wandern nun in den Korb mit Applikationsstoffen. Die Taschen der Jeans wurden kleiner geschnitten und wiederverwendet.

Die Knöpfe liegen in der oberen Abbildung nur auf. Cosi muss erst anprobieren. Im Übrigen können die Knöpfe mit dem Wachstum wandern, und die Hose wird zunächst mit umgekrempelten Hosenbeinen verwendet werden. Aber Achtung: Vor der Türe herunterschlagen, Sandreservoir! Ich vermute, dass die Hose auf diese Art noch „mitwächst“ und so lange Cosis Sandspielhose bleiben wird. Der Jeansstoff ist zudem robust.

Also Cosi, auf in den Sand ohne kalten Rücken!