Flauschjacke – Winterkälte Ende Februar

Der Winter war bis jetzt eher mild. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch einmal so kalt wird. Die Ostströmung hat uns noch einmal fest im Griff. Unser Kamin wird den ganzen Tag nachgefüllt. Die im letzten Jahr gefällte Tuja ist fast verschwunden. So ist es schön gemütlich.

Leider habe ich letzte Woche schon einen Zug Gänse gesichtet und ihre Rufe vernommen, derweil sie gen Norden flogen. Das tun sie immer Mitte Februar, und mich freut das normalerweise, weil ich denke, das Frühjahr naht. Aber diesmal haben sich die armen Tiere und ich mich offensichtlich vertan. Die Verfrühten finden hoffentlich am Ankunftsort Vogelfreunde, die ihnen mit Futter aushelfen. Bei der Kälte werden sie reichlich Nahrung verbrennen müssen, um sich warm zu halten.

Die Kälte veranlasste mich, Stoffreste in Fleece zu verarbeiten. Der Schnitt ist aus Ottobre 5/15 (Titelbild) und super leicht zu nähen. Es war ein kurzes Nachmittagsprojekt. Die Jacke ist hinten etwas länger geschnitten und insgesamt glockig. Knöpfe sind eigentlich nicht vorgesehen, aber ich finde die Jacke praktischer mit Knöpfen. Für das Schalstück musste ich einen passenden Stoff kombinieren, der gemusterte reichte nicht mehr. Das beige Schalstück hatte den Vorteil, dass die Vorderkante sich von selbst wellte, deshalb so belassen werden konnte und nicht versäubert werden musste.

Leni, die ich morgen besuche, wird sich einmummeln können, zumal sie wegen Erkältung das Haus hütet.

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Schnitt von Zipfeljacke Bella verwendet

Aus dem Projekt Das Besondere gibt es nur, wenn du selbst nähst! war noch Stoff übrig. Ein passender Innenstoff fand sich im Fundus. Für ein Mäntelchen reichte der Rest jedoch nicht, allenfalls für eine Jacke oder für eine warme Weste. So habe ich mich auf die Suche nach einen kostenfreien Schnitt gemacht und wurde bei Rabaukennaht fündig. Für die große Zipfelkapuze war dann leider zu wenig Stoff vorhanden, aber man kann ja verändern: So ist ein Stehkragen entstanden, denn die Kinder haben ja schließlich Halssocken und Mützen. Für ein bisschen mehr Pepp habe ich die Taschenvariante des vorherigen Mäntelchens übernommen und für eine lieblichere Anmutung der Tasche eine gehäkelte Litze aufgenäht.

Clara ist nun Testerin für den Schnitt. Wenn ich eine positive Rückmeldung erhalte, werde ich den Schnitt zu den häufig verwendeten legen. Er hat noch den entscheidenden Vorteil, dass die Passe in einem anderen Stoff gearbeitet werden kann. Das ist immer gut für Upcycling „sew to new“. Dass der Rücken hinten länger geschnitten ist, wird sich wahrscheinlich als überaus praktisch erweisen.

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