einfacher Mundschutz aus Herrenoberhemd

Es geht um einen einfachen Mundschutz, besser als gar nichts in Zeiten von Corona. Er bietet einen gewissen Schutz, keine absolute Sicherheit. Die Handhabung ist auch zu beachten, siehe unten.

Ein Herrenoberhemd habe ich deshalb gewählt, weil ich als Upcyclingfan viele Exemplare in meinem Fundus liegen habe. Wo soll man auch derzeit Stoffe kaufen gehen?! Außerdem bestehen die Oberhemden meist aus qualitativ hochwertiger, fester, dichter Baumwolle. Das erleichtert das Nähen und die spätere Desinfektion. Baumwollfasern saugen Tröpfchen weg, und mit ihnen sollen ja die Viren daherkommen. Deshalb ist Baumwolle im Übrigen ein typischer Stoff für verschwitzte Sommer.

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Der Mundschutz wird aus einem doppelt gelegten Stück Stoff hergestellt. Dieses sollte ungefähr 18 x 36 cm groß sein. Das Oberhemd bietet in der Vorderseite zwei solche Abschnitte unterhalb der Brusttasche. Auch die Ärmel können dafür aufgeschnitten werden. Insgesamt lassen sich so mindestens vier Schutztücher aus einem Herrenhemd herstellen. Der Rücken des Hemds dient dazu, Stoffstreifen, Schrägstreifen, für die Einfassung und die Bänder zu liefern. Da das Rückenstück lang genug ist, müssen für die Bänder dann keine Stücke zusammengesetzt werden.

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Das Stoffstück wird zunächst gefaltet, so dass eine Doppellage mit 18 x 18 entsteht. Diese doppelte Lage erhält nun drei kleine Falten parallel zum Umschlag, pi mal Daumen 0,7 cm breit. Am besten man steckt die Falten seitlich fest und bügelt.

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In den Umschlag der beiden Stofflagen schiebt man nun ein Stück Draht, ca. 14 cm lang. Der dient dazu, dass der Mundschutz eng an die Nase gepresst angelegt werden kann. Ich habe ihn mit breitem Zickzackstich dicht am Umschlag fixiert. Ebenso habe ich die Falten per Geradstich fixiert.

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Nun zur Einfassung: Ich bin glückliche Besitzerin eines Bändchenfassers. Wer darüber nicht verfügt, kann mit fertigem oder selbst hergestelltem Schrägband weiterarbeiten. Der Umschlag und die gegenüberliegende Kante werden nun eingefasst. Bei mir dienten dazu die Stoffstreifen, die ich aus dem Rücken des Hemds heraus geschnitten habe.

Die Bänder, die dem Mundschutz hinten am Kopf befestigen, habe ich ebenso aus diesen Streifen mit dem Bändchenfasser gearbeitet. Das geht wie im Fluge. Erst ein Stück Band, dann den Mundschutz zwischengefasst, dann wieder ein Stück Band. Linke und rechte Seite werden so in gleicher Weise fertig gestellt.

Das Ergebnis:

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Wir gehören als Oma und Opa zur Risikogruppe. Bisher werden wir mit Essen und Lebensmitteln versorgt. Sollte sich dennoch einmal ergeben, dass wir unter Leute müssen, sind wir nun zusätzlich zum Abstand halten vorbereitet.

Zur Handhabung: Tröpfchen mit Viren könnten sich auf der Außenfläche des Mundschutzes niederlassen. Deshalb sollte man beim Ausziehen die Front nicht anfassen. In jedem Falle sowieso zu Hause die Hände waschen, ehe man sich vielleicht unbeabsichtigt ins Gesicht fasst. Wie wird dann der Mundschutz behandelt? Waschen bei 60°C geht bei Baumwolle und wird empfohlen, ebenso ein „Backen“ bei 80°C im Umluftbackofen.

Kein offizieller Hinweis: Ich denke ein heißes Dampfbügeleisen tut es aber auch. Ich denke ebenfalls als naturwissenschaftlich gebildete Person, dass, wenn man den Mundschutz einige Zeit der prallen Sonne aussetzt, alles „platt“ sein müsste.

Bleibt gesund und habt Freude beim Nähen!

Hundemäntelchen für Spielehund Andy

Hundeliebhaber mögen entsetzt sein, denn es geht nicht um einen lebendigen Hund. Es gibt einen digitalen Spielehund, der jault, der Männchen macht, Knochen frisst und ihn als Häufchen hinten wieder abgibt.  Gesteuert wird das Tierchen mit einer Fernbedienung. Für eine Zweijährige ist das allemal geeigneter als ein richtiger Hund. Außerdem gibt es familiär Allergien gegen Tierhaare.

Das Tierchen heißt Andy und Omas und Mütter fanden ihn allzu süß. Sowohl Cilly als auch Leni haben nunmehr ein solches Haustier.

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Und das neue Familienmitglied sollte zu Weihnachten nicht leer ausgehen. So hat Oma mit Pappe anprobiert und geschnitten, schließlich genäht. Von Lenis Softshellmantel Softshelljacke – soll es doch ruhig regnen! war noch ein Restchen übrig. Das bot sich hier an. Die Umrandung war mit dem Bändchenfasser, Bändchenfasser – enorme Erleichterung, schnell gemacht. Vorne ist das Mäntelchen mit einem Kamsnap gehalten. Das Schleifchen ziert den süßen Hund.

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Den Schnitt stelle ich euch zur Verfügung. Es wird noch weitere Andys geben, die im Winter frieren. Hier ist der download: hundandy

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Und der Bändchenfasser kann noch mehr!

In meinem Artikel Bändchenfasser – enorme Erleichterung hatte ich gezeigt, wie die Arbeit mit dem Bändchenfasser Schrägband anzunähen kinderleicht macht. Dass dies für Webware gilt, ist ja eigentlich selbstverständlich.

Aber wie sieht es aus, wenn dehnbare Materialien ins Spiel kommen. Kann dann der Bändchenfasser dann ebenso helfen?

Ich habe es ausprobiert, und zwar einerseits mit einem Dessousbändchen, das ich als Abschluss bei einem Kleidchen für Cilly verwenden wollte, und andererseits mit Jerseystoff, den ich für ein zweites weihnachtliches Kleidchen für meine Enkelin einsetzen wollte.

Annähen von Ziergummiband

Es werden fertige Gummibänder angeboten, die mittig schon eine Falz besitzen. Sie werden üblicherweise für feine Arbeiten an Unterwäsche eingesetzt. Bei den Minikleidchen für eine Zweijährige fand ich ein solches Bändchen passend. Da das Bändchen gefaltet die richtige Breite für meinen Bändchenfasser hatte, konnte ich ihn einsetzen und er brauchte den Stoff nicht nach innen umlegen, die Kanten des Gummibands sind fertig. Auch das funktioniert mit dem Bändchenfasser. Und noch etwas Praktisches hat sich ergeben. Während des Nähvorgangs lässt sich das Gummiband etwas einhalten. Damit habe ich den Halsausschnitt so hinbekommen, dass nichts lappt, nichts zu eng ist und dass das Band gerade passend anliegt. Es bedarf allerdings einiger Erfahrung im Nähen und entsprechendem Feingefühl, damit das Gummiband unter passendem Dehnen angenäht wird. Bei den Ärmeln habe ich stärker gezogen. So wurde der Armabschluss wie von selbst etwas gekraust und ist gleichzeitig dehnbar. Das gefällt mir überaus gut. Daumen hoch für den Bändchenfasser!

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Annähen von Jerseyband

Jerseyband ist tückisch, weil es sich rollt und zwar auch noch ausgerechnet in die Richtung, die entgegen der Falz für ein Schrägband liegt. Was tun? Zuerst habe ich versucht, mit Hilfe von hauchdünner Bügeleinlage das Band zu zähmen. Das ließ sich machen, das Annähen klappte, aber leider ist der Jerseystreifen anschließend – auch nach Waschen – nicht mehr dehnbar und damit ungeeignet, um dehnbare Kleidung einzufassen. Dann stieß ich bei Pinterest auf einen Eintrag von K-Naehleon. Cailin schlägt vor, Sprühstärke zu verwenden. Das habe ich in mehreren Runden nachgemacht und bin schließlich – so denke ich – zu einer Optimierung gekommen.

Bei Jersey ist es egal, wie die Fadenlaufrichtung für das Schrägband liegt. Es gehen Streifen quer oder längs zur Strickrichtung des Stoffs. Wie bei Schrägband sollte das Zusammennähen allerdings immer diagonal erfolgen. Aber zunächst zur Stärke und dem Ausschneiden der Streifen. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, erst ein Stück Jersey, aus dem die Streifen geschnitten werden sollen, mit Sprühstärke gründlich einzusprühen, ich habe Zeitungspapier untergelegt. Wenn die Stärkelösung ein wenig eingezogen und ein wenig eingetrocknet ist, wird gründlich von links und rechts gebügelt. Danach fühlt sich der Jerseystoff wie Webware an: fest, nicht verzogen, keine Wölbungen und Rollen. Er ist so prima hergerichtet, um die Streifen zum Einfassen in exakter Größe herauszuschneiden. Und die verhalten sich dann im Bändchenfasser wie Webware, es gibt überhaupt keine Probleme mehr, das Nähgut läuft 1A durch. Es lässt sich beim Durchlaufensogar ein wenig einhalten. Das ist günstig bei Halsausschnitten. An den Ärmeln habe ich den einzufassenden Stoff zuvor gekräuselt, weil ein zu starkes Dehnen des Streifens die durch Stärke erreichte Festigkeit zunichte macht. Hier geht es also anders als bei Gummiband.

Fazit: Der Bändchenfasser eignet sich für Einfassungen mit Jersey. Ausblicke auf wirklich fein eingefasste Jerseykleidung tun sich damit auf. Wieder ein Satz nach vorne in meiner Nähentwicklung!

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Bändchenfasser – enorme Erleichterung

Wie soll man Kanten versäubern?

Bei Hals- und Armausschnitten ärmelloser Kleidung oder bei Halsausschnitten in jedem Falle stellt sich regelmäßig diese Frage. Viele Schnitte sehen hier Belege vor, die rechts auf rechts angenäht und dann nach innen umgeschlagen werden. Die Belege müssen an der nicht angenähten Seite versäubert werden. Von innen sieht das Kleidungsstück also nicht so perfekt aus, so denke ich. Umgangen wird das dann, wenn vollständig gefüttert wird. Dann sind alle Nahtkanten verschwunden. Bei Kinderkleidung will man aber nicht unbedingt diesen Aufwand treiben, vom späteren Bügeln will ich da gar nicht reden.

Mit Schrägband einfassen!

Schöner und leichter kann es mit Schrägband gehen, das die Kanten vollständig umgreift, innen wie außen ergibt sich dann ein absolut sauberes Bild. Bei dicken Stoffen wie bei Jeansstoff oder bei Walk oder bei Steppstoffen ist das Einfassen die erste Wahl. Außerdem lassen sich mit Schrägband Gestaltungsideen umsetzen. Das Band kann farblich identisch sein oder aber sich vom Grundstoff deutlich abheben und als Designelement das Kleidungsstück heben. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Ich fasse deshalb gerne mit Schrägband ein.

Kauft man nun Schrägband, ist die Auswahl bezogen auf die vielen eigenen Ideen absolut eingeschränkt. Außerdem sollte man den Grundstoff an das Schrägband halten, damit man mit der farblichen Harmonie einverstanden sein kann. Onlinekäufe haben mich schon gelehrt, dass Bildschirmdarstellungen täuschen können.

Schrägband selbst herstellen!

Also warum nicht im reichen Fundus suchen, ob sich ein passender Stoff für das Schrägband findet.  Allein dieses Suchen und Aneinanderhalten beflügelt die Ideen. Schrägband nun selber herzustellen, hat verschiedene Etappen der Nähentwicklung. Auf diesem Weg befindet sich der ein oder andere von euch ebenso.

Erste Etappe: Schrägband nur mit Hilfe des Bügeleisens herstellen

Der in der Breite passend zugeschnittene Schrägbandstreifen wird mittig gefaltet und gebügelt, dann aufgeklappt. Nun werden die Seiten zur jetzt sichtbaren Mitte gelegt und es wird wieder gebügelt. Schließlich wird wieder mittig gefaltet und fertig gebügelt. Die fertige und später am Kleidungsstück sichtbare Breite ist nun ¼ der Breite des ursprünglichen Stoffstreifens.

Zweite Etappe: Schrägband mit Hilfe von Bügeleisen und Schrägbandformer herstellen

Schrägbandformer gibt es in verschiedenen Größen, in jedem Falle ist der in der Breite passende Stoffstreifen zu zuschneiden. In den Schrägbandformer wird der Stoffstreifen eingeführt und nun wird der Former entlang des Streifens geführt.  Dabei erledigt der Schrägbandformer das Falten der Seiten zur Mitte. Sinnvoll ist es, auf dem Bügeltisch zu arbeiten und beim Entlangziehen durch den Streifen gleich zu bügeln. Anschließend muss nur noch mittig gefaltet und gebügelt werden.

Ehe ich zur dritten Etappe komme, dann noch ein paar Zeilen zum Annähen. Es gibt Profis, die können das Schrägband mit einer Naht anbringen. Ansonsten ist das Band aufzuklappen und entlang der Linie ¼ des Bandes anzunähen. Dann wird umgeklappt bzw. eingefasst und festgenäht, sprich es sind üblicherweise zwei Nähte zu setzen, um das Band zu befestigen.

Dritte Etappe: Einfassen mit dem Bändchenfasser

Das ist nun wahrlich eine Erleichterung und ich weiß jetzt, wie schnell die Industrie mit ihren vielfältigen Maschinen arbeiten kann.

Wie geht das nun mit dem Bändchenfasser?

Ich beginne mit demjenigen, der Streifen von 2,4 cm aufnimmt, also 0,6 cm breite Streifen produziert, geeignet beispielsweise für Ärmelschlitze an Blusen und Hemden.

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Der Bändchenfasser wird auf der Nähplatte der Nähmaschine mit einer Schraube (schwarz) montiert. Er wird an den zugehörigen Nähfuß geschoben und fest geschraubt. Das Band wird eingeführt und der Bändchenfasser faltet es korrekt ähnlich wie der Schrägbandformer, hier jedoch auch mittig. Schon gefaltet wird das Band unter den Nähfuß geführt. Der Nadeleinstich wird passend eingestellt und  nun werden einige Stiche genäht, das Band ist begonnen. Dann wird bei eingestochener Nadel das Nähfüßchen gehoben und die zu umfassende Kante wird in den Spalt des Bandes eingeschoben. Füßchen herunter und los geht es! Im Handumdrehen ist die Kante selbsttätig eingefasst. Arbeitsersparnis:  Falten, mehrfaches Bügeln und zweifaches Nähen.

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Mein Bändchenfasser für 3,2 cm breite Streifen ist noch komfortabler. Er lässt sich montiert auf der Nähplatte nach vorne ausklappen. So fällt das Einführen des Stoffstreifens noch leichter. An das Nähfüßchen geführt geht es dann im Prinzip so wie zuvor beschrieben, nur dass der fertige Streifen 0,8 cm breit ist. Diese Breite eignet sich für festere Stoffe und beispielsweise Steppware. Meine Fotos stammen aus der Herstellung der Tasche mit Rudolph, Applikationsvorlage Rudolph – das Rentier mit der roten NaseVon wegen graue Maus!

Da mein zweiter Bändchenfasser neu ist, habe ich erst einmal ein paar Lätzchen für die Winter- und Weihnachtszeit genäht, gerne zu erwerben über meinen shop, siehe Menüleiste.

Siehe den weiteren Artikel zu Bändchenfasser: Und der Bändchenfasser kann noch mehr!