Törtchenprinzessinnen – Schürzenset für Mutter und Töchterchen

Eine Anfrage brachte mich auf eine Idee. Während das Schürzenset zur Weihnachtsbäckerei für die Weihnachtszeit gedacht ist, will doch so manch einer ein Schürzenset, das ganzjährig einsetzbar ist, natürlich auch für die Weihnachtsbäckerei geeignet, darüber hinaus aber für alle Backfreuden von Geburtstag bis Party gedacht. Die kältere Jahreszeit puscht die häuslich schönen Aktivitäten und da kommt ein außergewöhnliches Schürzenset gerade richtig, insbesondere wenn das Töchterchen so groß geworden ist, dass die Kleine schon mitmachen kann.

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Diesmal habe ich die Schürzen teils gesäumt und teils eingefasst. Die Einfassung geht in die Bänder Richtung Hals und Rücken über, ist aber an den Übergangsstellen noch einmal verstärkt worden. Den Stoff konnte ich hier in Lindlar bei coming home erwerben, er ist fest und auch zu Dekorationszwecken geeignet. Die Applikation war durchaus aufwendig, weil die einzelnen Etagen festzunähen waren. Ich denke aber, der Aufwand hat sich gelohnt. Zudem macht eine Applikation aus Baumwollstoffen im Unterschied zu Plots heiße Wäschen, die bei Schürzen wahrscheinlich notwendig werden, ohne Schaden zu nehmen mit.

Inzwischen habe ich wegen der Nachfrage drei weitere Schürzensets genäht, eins in weinrot mit Teekanne und eins wie zuvor mit Streifen und einem Törtchen, das dritte in taupe mit Törtchenparade. Die Törtchen geraten wegen der Verwendung von Stoffresten immer ein wenig anders.

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Schürzensets dieser Art biete ich in meinem shop an: https://sewtonew.blog/product/schuerzenset-toertchenprizessinnen-fuer-mutter-und-kind/

Törtchen- und Kochverliebte würden sich über ein solches Geschenk freuen!

Neu sind dann Schürzensets für das Gärtnern:

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Adventsgeschenke aus Stoffresten

Du nähst sehr viel? Du weißt nicht wohin mit den überquellenden Stoffrestekisten?

Da ich alle Schnipsel aufbewahre, weil sie ja vielleicht noch für die ein oder andere Applikation taugen könnten oder weil sie zumindest Puppenkleider noch ergeben, weiß ich jetzt bald nicht mehr, wohin mit den Stoffresten. Aber es lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nachdem mir dank der Anregung bei Pinterest eine Idee kam.

Was ist also entstanden?

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Topflappen in Blattform! Topflappen kann man gerade zur Weihnachtsbäckerei doch gut gebrauchen, heiße Bleche sind eine Gefahrenquelle. Und wer will schon zu Weihnachten verpflastert herumlaufen.

Ausgegangen wird von Stoffstreifen, die versetzt aneinander genäht werden. Es kommt sich nicht genau mit den Stoffbreiten und -längen, insgesamt sollte eine Blattform später herauszuschneiden sein. Es werden etwa 6-7 Streifen aneinander gefügt. Fadenlauf und Muster können ebenso vernachlässigt werden. Ich denke aber, man sollte in einer Farbfamilie bleiben.

Es versteht sich von selbst, dass nur hitzebeständige Baumwolle infrage kommt.

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Die beiden Stücke für links und rechts werden in der Mitte zusammengenäht. Eine zuvor aus Papier ausgeschnittene Blattform wird aufgelegt und größere Überstände werden schon einmal abgeschnitten, die stören das weitere Nähen. Schließlich wird ein passendes Stück Füllvlies untergelegt und für die Rückseite ein größerer Stoffrest. Alles wird – noch nicht in Form gebracht – aufeinandergesteckt. Dabei ist darauf zu achten, dass auch die Rückseite stramm sitzt und keine Falten bildet.

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Nun werden alle Nähte zwischen den Streifen von oben, alle Stofflagen fassend, sorgsam abgesteppt, beginnend mit der Längsnaht in der Mitte. Dann wird die Blattform rundherum mit Zickzack „gezeichnet“. Nun kann man sauber entlang der Zickzacknaht  das „Blatt“ ausschneiden. Mit dem Bändchenfasser und Schrägband aus Stoffresten habe ich anschließend rundherum den Topflappen abgefasst. Dabei habe ich unten begonnen und oben am „Blatt“ eine Schlaufe zum Aufhängen in einem Zug mitgenäht. Unten muss das Bändchen zum Schluss umgeschlagen festgenäht werden.

Meine Stoffrestekisten sind ein wenig, allerdings nur ein wenig, leerer geworden, und Beschenkte werden sich hoffentlich freuen.

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Upcycling Kleid durch Applikation

Das geliebte Sommerkleid von Christl hatte den gewählten Fleckenentferner nicht vertragen. Man sieht es nur in der Vergrößerung, aber die schwarzen Balken waren an zwei Stellen rötlich geworden, und leider hatte das Mittel auch auf die Rückseite durchgeschlagen. So war das Kleid nicht einmal etwas für den Altkleidersack. Entsorgen? Nicht, wenn man Lenis Oma kennt!

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Ein Wunsch zum Upcycling wurde mitgegeben: etwas Maritimes oder etwas mit rot. Das finde ich eine gute Wahl angesichts des schwarz-weiß gestreiften Untergrunds. In der Stoffrestekiste fand sich ein Stöffchen in hellblau mit Schiffchen. Nun will man ein Kleid der Mutter nicht mit Schiffchen versehen, aber Sterne gehen immer, so dachte ich. Zwei Sterne für die zwei Flecken waren mir aber einerseits zu unharmonisch und andererseits zu wenig spannungsreich. Deshalb wurde ein kleineres Sternchen weiter abseits appliziert. Die Rückseite des Sommerkleids sieht entsprechend aus.

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Das geliebte Kleid kann nun weiter getragen werden. Der Aufwand war wirklich gering.

 

Waschküche neu und chic – für Freude und Spaß bei der Arbeit

Zu Nähen und Upcycling gehört Bügeln und Waschen dazu. Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass Stoffe gut zu prüfen sind, bevor man sie für ein neues Projekt zerschneidet –Upcycling – Stoffe gut prüfen und Schnitte gut wählen. Manchmal müssen die Kleidungsstücke gewaschen werden. Dazu wähle ich immer eine Stufe wärmer als das Etikett erlaubt. Ich denke, dass Wäsche bei 60° in jedem Falle keimfreie Kleidung hinterlässt. Diese Temperatur ist meine erste Wahl.

Meine Waschküche im Kellergeschoss hatte nun schon 35 Jahre auf dem Buckel. Damals wurden die Wände mit Korkplatten versehen und für das Bügeln und Falten gab es einen an der Wand befestigten Tisch aus lackierten Spanplatten. Waschmaschine und Trockner standen neben einem Doppelwaschbecken. Schon komfortabler Keller, wie sich herausstellte! Denn bei der Suche nach dem Thema Waschküche fand ich nur spärliche Informationen zu einer schönen Gestaltung. Das meiste gab es im amerikanischen Raum. Ein hiesiger Küchenbauer gab nicht einmal ein Angebot zu meinen langsam gereiften Vorstellungen ab. Ich denke, viele Menschen haben einfach eine Waschmaschine und einen Trockner im nicht gerade einladenden Keller, im günstigsten Fall ist ebenso ein Waschbecken vorhanden.

So wollte ich es nicht mehr! Dass es reichlich Arbeit kosten würde, den Raum komplett zu renovieren, das war mir klar. Ich denke aber, der Aufwand hat sich gelohnt – es geht ja schließlich um Freude.

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Die Wasch- und Trocknerseite:

Ich wollte mich nicht mehr so bücken. Deshalb wurden Waschmaschine und Trockner aufgebockt. Dazu gibt es stabile Unterbauten aus Metall, die bis 500 kg aushalten. Die symmetrische Anordnung gefiel mir und zwischen Waschmaschine und Trockner passten Ablagen und Waschbecken. Der Wasserhahn ist so gewählt, dass ein Putzeimer leicht zu füllen ist. Die Schubkästen sind alle der gleichen Art in verschiedenen Größen. Unten wird darin die Schmutzwäsche sortiert, in denen darüber allerlei Zubehör wie Bürsten, Fleckentferner, Tücher, Klammern, Müll (Flusen). Zum Umbau bzw. Bau wurden Birke-Multiplexplatten verwendet. Die sind robust gegen Feuchtigkeit, und mit einem speziellen Öl habe ich sie zusätzlich behandelt.

Bügelseite:

Scherenwäschetrockner an der Wand sind in bequemer Schulterhöhe angebracht. Sie nehmen das auf, was nicht im Trockner getrocknet wird, z.B. Putztücher, Küchentücher (linke Seite), oder aber die fertig gebügelten Blusen und Hemden auf Bügeln (rechte Seite). Der Tisch zum Falten ist wieder aus Birke-Multiplexplatten gefertigt und hat für mich die bequeme Höhe 90 cm. Wie auf der gegenüberliegenden Seite habe ich auf den verbindenden Gehrungsschnitt der Holzplatten Wert gelegt. Die Schübe sind zum Sortieren der Wäsche gedacht: noch zu Bügeln, für das Erdgeschoss, für das Obergeschoss – Thema Arbeitsabläufe. Was noch fehlt: Ich habe ein Unterbau-Bügelbrett zum Aufklappen gefunden und erhalten (Befestigung24.de). Das muss der Tischler links unter dem Tisch noch montieren.

Und der Clou: Das ist wohl die Tapete. Ich habe sie von Rebel Wall über MeineWand bezogen und sie konnte auf Maß geliefert werden.

Seit die Waschküche nun so aussieht, überlasse ich die Wäsche nicht mehr meiner Hilfe, sondern ich erledige die Arbeiten selbst, mit Freude und Spaß!

Das Foto vorher: Da hat man doch keine Lust, die Wäsche zu erledigen!

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Osterhasen als Eierwärmer

Bald ist Ostern! Vielleicht denkst du auch schon über deine Osterdekoration nach. Petra gab mir einen Tipp: Graziela bietet eine kostenfreie Anleitung an, die dir hilft, Osterhasen als Eierwärmer zu nähen (Foto aus dem link).

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Für Petra, Thomas und die lieben Enkel Curd und Cilly habe ich das dann gleich ausprobiert. Stoffreste fanden sich noch.

Im Unterschied zur Anleitung hatte ich nur Füllvlies, das sich nicht aufbügeln lässt. Ich habe das Vlies mithilfe von Sprühkleber fixiert, das geht genauso gut. Dann fand ich es schwierig, die untere Naht in einem so engen Teil zu führen, denn ich wollte innen auch noch etwas höher füttern. So habe ich noch Puschel hergestellt und mit dem lang gelassenen Faden der Puschel den Umschlag zusammen mit dem Puschel von Hand befestigt. So ist der Puschel auch gut fest und lässt sich nicht von der kleinen Cilly abreißen. Tasthaare auf der Vorderseite in Nasenhöhe fand ich auch noch schön.

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Also frohe Ostern allen Nähbegeisterten!

 

genähte Weihnachtsgeschenke

Untensilos als Plätzchenverpackung:

Unter Schnitt für Utensilo selbst herstellen hatte ich schon versprochen, meine Werke nach Fertigstellung zu veröffentlichen. Ich habe Utensilos mit der Grundfäche 10 cm x 10 cm hergestellt, um darin selbst gebackene Plätzchen zu verschenken. Es sind drei Typen entstanden: Die mit dem auberginefarbigen Innenstoff musste ich nicht weiter verstärken, weil der Innenstoff selbst gehörige Steifheit aufwies. Die mittleren Exemplare habe ich mit Füllwatte verstärkt, weil Innen- und Außenstoff sehr fein sind. Sie sind deshalb recht „knuffig“ geraten und bieten etwas weniger Platz. Die rechts stehenden habe ich mit einer Lage Vieseline 630 versteift. Ich finde nachträglich, dass dies das bessere Verfahren war gegenüber dem Füllvlies. Im Übrigen habe ich sämtlich Upcyclingstoffe verwendet.

Weitere Ideen für kleine Geschenke zu Weihnachten findest du aktuell unter: https://sewtonew.blog/2022/11/18/genaehte-tannenbaeumchen-deko-zum-aufstellen/ sowie unter: https://sewtonew.blog/2022/11/01/genaehte-weihnachtsdekoration-vorlagen/

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Mit diesem Bild wünsche ich euch allen frohe Weihnachten. Ich hoffe, es kommt nicht allzu viel Stress auf, und ein schönes Weihnachtsfest möge bevorstehen. Für das neue Jahr wünschen ich allen Nähbegeisterten und Blogbesuchern tolle Ideen und erfolgreiche Umsetzung ihrer Projekte.

Wer Stoffe für ein Utensilo sucht, kann in meinem ➜ shop stöbern. Auf Wunsch schneide ich auch den Stoff bzw. die Stoffe schon für die gewünschte Größe zu, bitte email für die individuellen Wünsche und ein unverbindliches Angebot nutzen.

Für Leni:

Ihr habt schon lesen können, was Leni bekommt: Puppentrage – super Anleitung bei Stickuhlinchen.

Aber das arme Puppenkind ist bis jetzt noch nackt. Ein einziger Strampler ist vorhanden. Für die Ausflüge in der Puppentrage sollte Martin noch etwas zum Anziehen bekommen. Es fanden sich reichlich Stoffreste für Windeln, Body, Schlafanzug, Hoodie, Wollanzug, Hemdchen usw..

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Damit die Sachen demnächst nicht im Kinderzimmer herumfliegen, habe ich noch einen Beutel dazu genäht. Aus dem gleichen Stoff (Upcycling Bettwäsche) ergänzt dann ein Schlafsack die Sammlung.

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Für Cilly:

Für Cilly ist mir dann ganz zum Schluss noch etwas eingefallen. Statt dass die liebe Kleine Mutters untere Schubladen inspiziert, kann sie in einem sog. „quiet book“ sehen, entdecken, befühlen und knautschen, selbst darauf schlafen kann sie.

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Ich bin gespannt, wie Cilly das Geschenk in Angriff nehmen wird. Hinter dem Reißverschluss werde ich noch ein Plätzchen deponieren.

Beutel – relativ flottes Projekt

An einem Beutel, der mit Notwendigem befüllt – Spielsachen, Obst, Trinkflasche etc. – für Spaziergänge zum nahe gelegenen Spielplatz benutzt wird, waren die Bändel an einer Seite abgerissen. Dem Wunsch zu flicken bin ich nicht nachgekommen. Wirklich Verschliessenes sollte man entsorgen, auch wenn es sich um einen Beutel handelte, der viel Spielplatzsand gesehen hat und sehen würde.

Also neu!

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Mit den Erfahrungen Turnbeutel ging es schnell von der Hand. Diesmal in der Größe 45 x 35 cm für Muttern. Der untere Teil war ehemals ein Bein einer Jeans in taupe. Der untere Saum war der Innensaum der Hose. Darüber befindet sich ein Stoff von Hannas Rock, ebenso verwendet bei der Applikation. Die Applikation ist ein vierblättriges Kleeblatt. Ich wünsche damit Glück, das derzeit besonders benötigt wird. Die Taschen von Hannas Rock sind innen und außen weiterverwendet worden. Die Schnur vom alten Beutel wurde gewaschen und wiederverwendet. Der Schnurdurchzug stammt von einem festen Kissenbezug – Hannas Nachbarin bedachte mich. Die Filzverzierung, Stanzstücke aus Filz, nahm ich mit, als ich mir neue Filzpantoffel kaufte. Ein ganzer Beutel wartet noch auf weitere Verwendung. Innen wurde ein Tischläufer in beige von Hanna verarbeitet, ein fester Baumwollstoff gibt dem Ganzen so Formstabilität. Hanna muss den Beutel unbedingt sehen, innen und außen. Sie wird erstaunt sein, was sie dort wiedererkennt.

So ist festzuhalten: keine Kosten, eine Stunde Arbeit, fertig ist der neue Beutel! Das Flicken des alten hätte, da ich innwendig hätte auftrennen müssen, fast ebenso lange gedauert. So ist es aber doch viel schöner. Die Farbe passt zur Verwendung im Spielplatzsand, taupe ist unempfindlich und der untere Jeansteil zudem robust.

Schnitt für Utensilo selbst herstellen

Über feebooks zum Nähen von Utensilos ärgere ich mich nicht. Danke den vielen lieben Menschen, die ihr know how kostenfrei zur Verfügung stellen! Was mich aber wundert, sind Schnitte, die gegen Bezahlung angeboten werden, selbst für Utensilos mit quadratischem oder rechteckigem Boden. Das muss doch nicht sein! Denn es ist so einfach, sich selbst zu helfen:

Es gilt die allgemeine Formel angegeben in cm (wer Mathe nicht mag, bitte gleich beim Beispiel weiterlesen):

Stoffbedarf: 2 x ((gewünschte Breite + 2 + gewünschte Tiefe) x (wünschte Höhe + 2 + 1/2 gewünschte Tiefe)) und für den Futterstoff noch einmal genauso 2 x ((gewünschte Breite + 2 + gewünschte Tiefe) x (gewünschte Höhe + 2 + 1/2 gewünschte Tiefe)).

Eckeneinschnitte: 1/2 Tiefe x 1/2 Tiefe

Wie soll das gehen? Hier erkläre ich das Ganze noch einmal am Beispiel.

Sehen wir einmal den Boden eines quadratischen Utensilos an:

Utensiloboden

Wenn man nun den vorderen Stoffteil gedanklich abtrennt und aufklappt, sieht das so aus:

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Man benötigt also für ein Utensilo mit 10 x 10 cm Bodenfläche 22 cm breiten Stoff. Die Höhe kann variieren, je nachdem wie hoch das Utensilo werden soll. Zur gewünschten Höhe muss man nur oben und unten je einen Zentimeter Nahtzugabe zuschneiden, gemessen ab den eingeschnittenen Ecken (hier schwarz). Wenn mein Utensilo einschließlich Umschlag also 25 cm hoch werden soll, benötige ich eine Höhe von 25 cm + 2 cm + 5 cm = 32 cm.

Diese Stück Stoff mit 22 cm x 32 cm benötige ich 4 mal, wenn das Utensilo gefüttert wird. Alle 4 Stücke werden gleich zugeschnitten, nämlich 22 cm x 32 cm mit unten rechts und links je einem Eckeneinschnitt mit 5 cm Kantenlänge.

Utensilo mit rechteckiger Grundfläche:

Nehmen wir einmal eine Breite von 15 cm an und eine Tiefe von 12 cm, sowie eine Höhe von 25 cm. Dann ergibt sich:

Stoffbreite: 15 cm + 2 cm + 6 cm + 6 cm = 29 cm

Eckeneinschnitte: 6 cm x 6 cm

Höhe: 25 cm + 2 cm + 6 cm = 33 cm

Wie es dann weitergeht mit dem Nähen wird in zahlreichen Blogs beschrieben z. B. hier

Man kann sich also jedes beliebige Maß vorstellen und den Schnitt selbst erstellen. Ich hoffe ich habe dazu beigetragen, dass man es schafft.

Ich selbst backe jedes Jahr zu Weihnachten für zahlreiche liebe Menschen Plätzchen. Jedes Jahr packe ich sie anders ein. Diesmal gibt es Stoff-Utensilos als Verpackung. Wenn ich fertig damit bin, werde ich die Behältnisse präsentieren. Bis dahin eine stressfreie Vorweihnachtszeit!

Upcycling Tasche – diesmal für Mutter

Beim Shoppen in der Stadt oder aber beim Surfen im Internet stößt Frau bisweilen auf neue Ideen. So kam der Wunsch zustande, ich möge eine Tasche nach dem Vorbild Chobe nähen. Die Anleitung erhielt ich über diesen Link und setzte mich mit dem Projekt auseinander. So habe ich gleichzeitig allgemein gelernt, wie man Taschen herstellt, denn die Anleitung lässt sich auf viele Varianten in Material, Design und Größe übertragen. Insofern: wieder etwas gelernt! Meinen Ehrgeiz, aus dem Upcycling-Fundus so viel als möglich zu verwenden, konnte ich befriedigen. Ein bunter Wickelrock mit verschiedenen Mustern und mit einer doppelten Außentasche, eine alte Lederjacke und diverse Reststücke abgelegter Jeans reichten aus. Die schon vorhandenen Taschen machten es mir leicht. Voilà:

Chobe als Ganzes:

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Detail Innenleben:

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Detail Rückseite:

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Gegenüber der Anleitung habe ich die Tasche als Umhängetasche gearbeitet. Das scheint mir angesichts des Formats günstiger. Wo ich noch keine Erfahrung habe: Reicht die Stabilität des Leders für den Riemen aus? Das wird sich zeigen. Falls nicht, kann man den Riemen doppelt arbeiten oder ein anderes Material verwenden. Dann arbeite ich eben noch etwas nach und bin anschließend schlauer.

Ich hoffe, Hanna wird zufrieden sein und die Tasche häufig nutzen.

Wenn die Mutter mit der Tochter

demnächst im sommerlichen Garten gemeinsam und von Oma gemeinsam benäht auftaucht, ist Oma nicht nur stolz auf Garten und Nähen, sondern der Partnerlook signalisiert, wie stolz Mutter auf das Töchterchen ist – und das kann sie auch wahrlich sein.

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Die Idee zum Partnerlook tauchte im Gespräch am Rande auf und inspirierte mich. Auf der Suche nach Schnitten wurde ich bei Topas von Farbenmix fündig – kostenfrei nach Anmeldung. Ich erhielt 1A Anleitung und Beratung.

Es handelt sich um ein Upcycling-Projekt. Entstanden sind die Kleidungsstücke aus Omas Midi-Kleid mit Bahnen, das wegen der Farbe für Oma ein Fehlkauf war. Gedecktere Farben machen Oma schlanker. Also hing das Kleid beinahe ungetragen im Schrank. Die Bahnennähweise machte erforderlich, dass gestückelt werden musste. So haben die Teile nicht nur zwei Seitennähte, sondern insgesamt 5 bzw. 6 Längsnähte, seitlich bzw. mittig. Da die ausgesprochen leichte Viskose kaum Dehnung hat und Topas für  Jersey vorgesehen ist, habe ich beim Kinderkleidchen einen Schulterverschluss am Halsring gearbeitet. Dann kommt Leni auch ohne Dehnung in das Kleidchen. Außerdem habe ich den Halsring doppelt gearbeitet – außen rosa Feincord, innen Kleiderstoff – und wie bei Manschetten verdeckt genäht. Das untere Ärmelloch sowie den Saum habe ich mit einer schönen Litze abgeschlossen.

Impressionen aus meinem Garten, in dem das Foto entstand:

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Das Sitzhäuschen hat Martin mir nach einem Foto aus Landlust – gefunden bei Pinterest – noch sehr viel schöner als in der Fotovorlage gezimmert.

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Wie man sieht, sind Wildnis, Bauerngarten und mixed border des cottage garden meine Inspirationsquellen. Alle Stauden sind selbstgezogen und ich lerne jährlich dazu – an der Nähmaschine übrigens sicher wöchentlich. Blütenpracht im Bergischen zu erreichen, ist eine echte Herausforderung, das trockene Frühjahr hat mir auf unserem Lehmgrund geholfen.