Jeansjacke – Upcycling Jeans

Beim letzten Besuch gab mir Katrin eine Tüte mit, in der sich drei Herrenjeans zum Upcycling befanden, gute Marken, aber im Schritt verschlissen. Man hätte die Schadstellen flicken können, aber dazu fehlt den meisten Menschen mitten im Leben die Zeit … Die Hosenbeine waren noch wunderbar in Ordnung, auch nicht verbeult, was mich dazu veranlasste, gleich über eine Verwendung nachzudenken.

Jeansstoff ist sehr robust und eignet sich hervorragend zum Upcycling. Unter Pinterest findet man ganze Seiten, die die Möglichkeiten darstellen, was alles entstehen kann. Ich selbst habe schon aus Jeansstoff gezaubert:

Schön ist es, wenn weite Beine von großen Herrenjeans zur Verfügung stehen, dann findet man leichter die passenden Stoffstücke für den Schnitt. Außerdem ist es gut, wenn mehrere Jeans der gleichen Farbgebung vorhanden sind. Die äußere Kappnaht ist m. E. immer zu verwerfen, sie trägt zu mächtig auf. Aber die innere, glatte Beinnaht kann als Teilungsnaht weiter verwendet werden. Im aktuellen Projekt ist sie in der Mitte des Rückens und längs über den Ärmenl wiederzufinden. Insgesamt habe ich zwei Jeans zerschnitten und verwendet.

Als Schnitt habe ich nochmals den Schnitt Bella in Größe 104 eingesetzt, Schnitt von Zipfeljacke Bella verwendet. Er eignet sich, weil die Seiten gerade geschnitten sind. Für eine A-Linie hätten die Hosenbeine nicht gereicht.

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Für das Innenfutter, die Paspeln und den Schriftzug habe ich abgelegte Bettwäsche verwendet. Sie war an manchen Stellen schon etwas dünn, aber ich habe geeignete Stellen herausgeschnitten und verwendet.

Für den Matsch und Sand ist die robuste Übergangsjacke wunderbar geeignet.

 

 

 

 

Schnitt von Zipfeljacke Bella verwendet

Aus dem Projekt Das Besondere gibt es nur, wenn du selbst nähst! war noch Stoff übrig. Ein passender Innenstoff fand sich im Fundus. Für ein Mäntelchen reichte der Rest jedoch nicht, allenfalls für eine Jacke oder für eine warme Weste. So habe ich mich auf die Suche nach einen kostenfreien Schnitt gemacht und wurde bei Rabaukennaht fündig. Für die große Zipfelkapuze war dann leider zu wenig Stoff vorhanden, aber man kann ja verändern: So ist ein Stehkragen entstanden, denn die Kinder haben ja schließlich Halssocken und Mützen. Für ein bisschen mehr Pepp habe ich die Taschenvariante des vorherigen Mäntelchens übernommen und für eine lieblichere Anmutung der Tasche eine gehäkelte Litze aufgenäht.

Clara ist nun Testerin für den Schnitt. Wenn ich eine positive Rückmeldung erhalte, werde ich den Schnitt zu den häufig verwendeten legen. Er hat noch den entscheidenden Vorteil, dass die Passe in einem anderen Stoff gearbeitet werden kann. Das ist immer gut für Upcycling „sew to new“. Dass der Rücken hinten länger geschnitten ist, wird sich wahrscheinlich als überaus praktisch erweisen.

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