Bubikragen – und schon wird es fein und fesch!

Bubikragen oder Peter-Pan-Kragen für Mutter und Kind im Partnerlook

Unsere Mode mit den dehnbaren Jerseystoffen ist verarbeitungstechnisch meist kragenlos. Nur Strickkragen kommen an Rollis, Troyern oder Poloshirts zum Einsatz. Die kragenlose Gesellschaft kommt so recht schmucklos, bisweilen abgerissen daher. Selbst Fernsehmoderatoren trauen sich mit T-Shirts unter Jacketts vor die Kamera. Wie chic würden die Hälse und Ausschnitte mit einem Kragen in unsere Wohnzimmer schauen!!!

Nun will man nicht unbedingt auf die bequemen, dehnbaren Kleidungsstücke verzichten. Mit einem kleinen Accessoire kann sich Frau dennoch Chic verleihen und im klassischen Mädchenlook einmal auf Kette oder Halstuch verzichten.

gepunktet zu weißem oder schwarzem Shirt

Mit einem flach auflegebaren Bubikragen zum Wechseln liegen Mädels voll im Trend und die Mode der frühen 20er Jahre lebt wieder auf. Selbst genäht lässt sich der Bubikragen oder auch Peter-Pan-Kragen an den eigenen Stil, die eigenen Farben und die kleinen oder großen Events anpassen, wechselnd auf Shirt, Kleid oder Pullover. Das It-Piece geht einfarbig, gemustert, mit Spitze, Pailletten, Nieten oder Rüschen – ganz nach Belieben.

für Mutter und Kind zum Binden

Und ich setze noch einen drauf: Mutter und Töchterchen laufen im Partnerlook auf, ein reizendes Statement!

für Mutter und Töchterchen geblümt

Denn ich habe den Schnitt für die Kindergrößen 110 – 134 und für die Damengrößen 36 – 44 kreiert. Eine bebilderte Anleitung garantiert auch der Nähanfängerin Erfolg. Und es ist ein schnelles und einfaches Projekt mit wenig Stoffbedarf, das zudem nur die normale Nähmaschine verlangt. Stoffreste oder Upcycling-Stoffe genügen.

Es sind zwei Varianten beschrieben. In einem Fall wird der Kragen vorne gebunden, im anderen Fall vorne geknöpft, sichtbar oder verdeckt.

Wenn ein Kleidungsstück nicht den normalen Rundhals aufweist, sondern einen weiteren Ausschnitt, so wird auch beschrieben, wie man den Schnitt anpasst.

Also Mädels, große und kleine, macht euch chic für die kommenden Festtage!

Der Schnitt wird in meinem ➜ Shop angeboten: https://sewtonew.blog/product/schnittmuster-bubikragen-fuer-mutter-und-kind/

Einhorn out, Bambi in?

istock-492443641-50bbbc4e-13de-45ff-b201-6d18779ee0edDass das Einhorn einen Hype erlebt hat, beweisen die Verkaufsregale mit Macht. Auf der Einschulungsfeier meines Enkels wurde es mir wieder einmal vor Augen geführt, Einhörner, wohin das Auge sah. Schultüten, Ranzen, Kleidchen, Sticker, Geschenkpapier, die Mädchen wurden mit solcherlei Glitzer in Einhornmanier bedacht. Nun ist man es aber wirklich etwas leid.

Mir ist das sowieso ein wenig schleierhaft, wahrscheinlich bin ich zu rational veranlagt. Mir war lediglich ein Innenfutter für Lenis letztjährigen Winteroverall mit Einhörnern untergekommen. Dies aber auch nur, weil der Stoff farblich zum Oberstoff harmonierte.

Mein Unverständnis erfuhr nun eine gewissen Rechtfertigung, als ich in der Berliner Morgenpost las, dass die Sache mit dem Einhorn auf einen Irrtum zurückgeht. In babylonischen Reliefs waren wahrscheinlich Auerochsen abgebildet und man konnte nur ein Horn ausmachen. Auerochsen haben aber tatsächlich zwei Hörner. Macht nichts, die Sage war geboren.

Sollte es so sein, dass Irrtümer zu Sagenhaftem und Märchenhaftem führen?!

Jedenfalls hat es funktioniert. In der Morgenpost las ich weiter: „Dass die Vermarktung des sagenhaften Wesens auch noch im dritten Jahrtausend und 35 Jahre nach dem Kinofilm „Das letzte Einhorn“ funktioniert, lässt sich laut Peter Wippermann, Trendforscher und Professor für Kommunikationsdesign an der Universität Essen, gut erklären. „Das Einhorn verkörpert etwas Märchenhaftes, und es steht für die Realisierung von Träumen“, sagt er.“

ixxi-disney-bambi-thumperDas süße Rehkitz kann man hierzulande in echt bestaunen. Weil so realistisch und nah, hat Bambi (Quelle Disney) es etwas schwerer, einen solchen Erfolg wie das Einhorn zu haben. Weil es so süß ist, wurde es aber ebenso filmisch genutzt, und taugt gleichermaßen fürs Märchenhafte und sogar für Filmpreise.

Jedenfalls tauchen nun Stoffe mit Bambi auf. Dass sie den Mädchen gefallen werden, steht außer Frage. Für meinen Geschmack eignen sie sich wohltuend weniger für ein Übermaß an Glitzer. Für die kommende herbstliche und winterliche Zeit sind sie bestens brauchbar. Ich habe also zugegriffen. Und das ist entstanden:

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Ich realisierte wieder einmal die Kombination: Organisches, Einfarbiges, Geometrisches. Ein Kleid nur im Bambistoff schien mir zu langweilig. Der Passenstoff ist ebenso dehnbar wie der Bambistoff und kommt flauschig passend zu kühleren Tagen daher. Er fand sich in der Restekiste von Anne, einer echten Fundgrube.

Nun kann man gespannt sein, ob Bambi einen Trend ergibt.