Zugegeben, Kleidung ist wirklich spottbillig geworden. Dennoch lohnt ein Blick auf die Stoffqualität, den Schnitt und die Innenansicht. In Polyester wird man schwitzen und müffeln, in Baumwolle und Leinen nicht. Ob die Kleidung in Form bleibt, hängt auch von der Dicke des Stoffs ab. Das macht einen Preisunterschied. Vorder- und Rückenteil mit zwei Seitennähten zu verbinden, das geht schnell. Wenn das Material dehnbar ist, wird es schon irgendwie passen, Einheitsgröße und Unisex. Gibt es Abnäher, gibt es formende Seitenteile? Hier zeigen sich Qualitätsunterschiede. Und dann der Blick ins Innere! Wenn man nur Overlock- und Coverlocknähte sieht, dann weiß man, wieso es so preiswert ist. Kappnähte sind da schon edler und besonders schön wird es mit eingefassten Verbindungsnähten.






Werden Mädchenkleider mit doppelter Passe genäht, verschwindet die Taillennaht – manchmal dick, weil gekraust – unsichtbar innerhalb der Passe. Auch Ärmelabschlüsse oder Halsabschlüsse sind innen wie außen sauber, auch ohne Verblendstreifen, die dazu neigen könnten, nach außen zu rutschen.
Der schöne Motivstoff lohnte den Aufwand. Ausserdem ist der Passenstoff dünner, doppelt gleicht er sich von der Festigkeit dem Rockstoff an.
Den Schnitt habe ich im vorhergehenden Artikel angegeben.
Zu Versäuberungen habe ich schon einmal berichtet: https://sewtonew.blog/2023/03/13/nicht-ohne-streberstreifen/