Unter Pinterest sammle ich gute Ideen für Applikationen. Die Miezen hatte ich schon lange in der Nase. Nun war das Wetter heute so scheußlich, dass ich mich mit den Miezen amüsierte und darüber hinweg tröstete, dass selbst im Gewächshaus die Gartenarbeiten noch warten müssen. Zudem war aus dem Projekt Kleid für kleine Kölnerin noch das Oberteil des engen Unterziehrollis übrig. Ich ergänzte mit Stoffresten für die Miezen und mit neuem grauen Pünktchenstoff. Das Oberteil beließ ich vollständig so, wie es aus dem vorhergehenden Projekt übrig war. Damit das Kleidchen für Clara passend wird, raffte ich beim Ansetzen des Rockteils und zog ein Gummiband unter, ebenso wurden die Ärmel mit den Bündchen enger gezogen. Die Miezengesichter waren eine erneute Übung im Nähmalen – tolle neue Nähwelten.
Dass dieser Trend schnell seinen Weg sucht, ist völlig klar, denn Nähmalen erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere für Kinderkleidung ungemein. Ich hatte schon auf Verschiedenes hingewiesen – Tristesse adé, Kleidung für Kinder aufhübschen-, wie man Langweiliges zu fröhlicher Kinderkleidung umgestaltet. Nähmalen ist dann ein echter Satz nach vorne.
Nach ein paar Versuchen mit dem Stopffuß und dem aus Kindertagen noch aufgehobenen Stickrahmen wagte ich mich zunächst nur an einem Schriftzug.
Der Strampler für Cilly ist übrigens nach einem freebook genäht, und der Schnitt erweist sich als super gut, Strampelhose.
Ich nahm hier Soluvlies zur Hilfe. Das ist eine tolle Sache zum Übertragen der Linien. Allerdings verwendete ich zunächst mangels Stickvlies auf der Rückseite einfach Backpapier. Im Weiteren machte ich dann die Erfahrung, dass Backpapier leichter abzulösen ist als Stickvlies, aber ebenso gut das Nähgut (Jersey!) befestigt. Ich meine, das Geld für Stickvlies kann man sich also sparen.
Dann wagte ich mich – nach Motivanregung über Pinterest – an Komplizierteres, wohl wissend, dass ich zumindest beim Applizieren über sichere Basisfertigkeiten verfüge.
Longshirt für Leni
T-Shirt für Clara
Ich denke, mit den ersten Werken in neuer Technik kann ich zufrieden sein. Ich gebe allerdings einen deutlichen Tipp für die Reihenfolge des Arbeitens. Zunächst sollte man das Gesamtwerk zumindest mit einigen Markierungsstrichen mittels Trickmarker (tolle Erfindung!) auf der Unterlage skizzieren und dann erst die zu applizierenden Stücke aufbügeln. Danach kann man mit Trickmarker feinarbeiten und anschließend entlang der Linien sticken. Da ich die Reihenfolge nicht beherzigte, gerieten die Arme des Ballonmädchens etwas zu lang bzw. die Beine zu kurz – beim nächsten Mal besser!
Ich bin sicher, ich werde meine Nähmalfertigkeiten weiter entwickeln. Die Technik macht Riesenspaß.