Ein kleiner, allerliebster Stoffrest aus dem vorherigen Projekt Erneut Ballontunika „Wirbelkind“ war noch übrig. Für eine Passe reichte er noch. Ich fand ein leichtes Sommerkleid von Hanna in blaugrau, oben BH-ähnlich geschnitten, unter der Brustlinie mit Smokraffung und unten auslaufend mit Blumenmuster. Es war mir zum Zerschneiden gegeben worden. Der Farbton sagte mir passend zum Stoffrestchen zu. Die Smoklinie wollte ich erhalten, die dazugehörige Weite ebenso. Oberhalb des Blumenmusters war noch genügend einfarbiger Stoff vorhanden, also hieß es, Blumenranken wegschneiden. Ich habe dann den Schnitt Mimmy in 86/92 verwendet, Schnitt „Mimmy“ ist super, ihn aber abgewandelt. Den vorderen Bogen habe ich nach unten gerade verlängert, weil ich unterhalb der Passe die Smokraffung rundum annähen wollte. Zwischen den Blumenranken fanden sich dann noch einfarbige Stoffstücke für die Ärmel. Sie haben sog. falsche Bündchen, das war schon einfach. Einfach und gleichzeitig raffiniert war es auch, den Smokstreifen wieder zu verwenden. So hat Cilly noch ein chices und schnelles Kleidchen.
lila wie liebe stellt das freebook dazu kostenfrei zur Verfügung. Noch einmal vielen Dank dafür. Wenn man den Schnitt ein zweites Mal verwendet, ist das ja wohl ein Gütezeichen und ein Lob. Der Schnitt ist auch deshalb so gut, weil das Kleidchen einen amerikanischen Ausschnitt hat. So lässt es sich absolut bequem überziehen, und der Halsausschnitt schmiegt sich schön an.
Petra bestellte ein Stoffpaket, in dem sich ein wirklich hübscher Motivstoff in rosa-beere befand. Obwohl ich derzeit das linke Handgelenk in Gips habe – Fußballspielen mit dem Enkel Curd -, ging das Nähen etwas langsamer als sonst, dennoch flott von der Hand, weil der Schnitt so schön und gut handhabbar ist.
Cilly und Mutter werden sich freuen, so hoffe ich.
Leni liebt die Geschichten mit der Maus. Die kleinen Videos sind auch zu drollig. Sie lacht herzhaft vor Freude, wenn mit einer Pointe unerwartet Lustiges geschieht. Die Macher der Sendungen haben wirklich Humor und können sich in Kinderseelen hinein denken.
Warum also Maus und Elefant nicht als Applikation beim Nähen verwenden. Ich gehe davon aus, dass das wahrscheinlich geschützte Muster für die private Nutzung – sozusagen Privatkopie – frei ist, und ich mich keiner Urheberrechtsverletzung schuldig mache.
Ich habe den von mir entworfenen Hängerchenschnitt verwendet. Dieser schafft Weite über eine Falte vorne und hinten. Die Druckknöpfe hinten setzen die Faltenlinie fort und die inneren Umschläge der Knopfleiste sind die oben aufgeschnittene Falte. Ärmel- und Halskante und diesmal auch der Saum sind mit Bändchen gefasst. Der gepunktete Jeansstoff ist dehnbar. Dadurch wird das Hängerchen schön bequem. Der karierte Stoff ist ein fester Baumwollstoff und entstammt einer ehemaligen Tischdecke.
Es wird nicht gut sein, wenn du gleich loslegst, Musselin zu nähen. Der Trendstoff, die schönen Bilder und die Angebote verführen dazu, gleich eine Idee zu entwickeln, Stoff zu kaufen und deine Idee umzusetzen. Ich rate nach Ersterfahrung dazu, erst einmal zu lesen und mit vorhandenen Stoffen wie ehemaligen Spucktüchern zu beginnen.
Allgemeines über Musselin, sehr viel Interessantes und eine wundervolle Übersicht bietet sewsimple.
Was das Nähen angeht, informiert farbenmix wieder einmal hervorragend, ausführlich und mit Nähvideo. Die geeigneten Sticharten werden besprochen und es gibt jede Menge Ideen für luftige Mädchenbekleidung.
In Ermanglung eines Obertransportfußes habe ich mich zunächst mit der Overlock versucht. Dabei ist wirklich wichtig, dass der Stoff nicht gebügelt ist, sondern geschrumpft verarbeitet wird. Außerdem muss die Overlock auf Raffen, dabei maximale Stärke, eingestellt sein, anderenfalls schlägt die Naht Wellen. Außerdem habe ich extrem langsam genäht, der Stoff flutscht leicht seitlich weg. Das erste Ergebnis, hellblaues Übungsstück mit dunkelblauer Overlocknaht, stellte mich nicht zufrieden. Die vom Overlockmesser hinterlassene Kante sieht unsauber aus. Deshalb habe ich beim grauen Exemplar die Kante umgeschlagen genäht und so geführt, dass das Overlockmesser die Kante nicht traf, Auf der anderen Seite der Naht habe ich anschließend überschüssiges Material wie an der Kante einer Applikation entlang vorsichtig entfernt. Das Ergebnis ist doch viel sauberer!
Das hellblaue und das graue Exemplar waren zuvor Babyspucktücher. Da sie für ein Halstuch etwas zu klein waren, habe ich die äußeren Versäuberungsnähte aufgetrennt und so ein paar Zentimeter gewonnen. Man sieht noch die Einstiche der ehemaligen Naht. Ich hoffe, die Löcher schließen sich bei der ersten Wäsche.
Das dunkelblaue Exemplar war groß genug. Hier habe ich jenseits der Säume eine Ziernaht (Wabenstich) in pink gezogen. Gezogen ist aber falsch, beim Nähen habe ich den Stoff gleichmäßig vor dem Füßchen geschoben, damit die Naht nicht wellig wird.
Fazit: Es näht sich gut mit raffenden Overlockstich und es wird funktionieren unter Verwendung eines Oberstoff-Transportfüßchens. Verschiedene Fadenspannungen sollten noch in die Erprobung gehen, ehe ich mich an Kleidung aus Musselin wage.
Es nähern sich die Tage, an denen es manchmal schon ganz nettes Wetter gibt, an anderen Tagen ist es wieder kühl bzw. gegen Abend kühlt es doch noch kräftig aus, entsprechende Situation früh morgens. Aprilwetter eben! Dann ist es gut, wenn sich Muttern beim morgendlichen Anziehen der Kleinen für den Lagenlook entscheidet. T-Shirt, leichter Pulli, Strickjäckchen, Weste, diese Kleidungsstücke helfen beim Kombinieren.
Leni hat noch keine Weste. Ich fand den Schnitt bei BTRENDY, Heft 7, musste aber den Schnitt als pdf herunterladen. Dies ging über http://www.madebyoranges.com mit dem code BTRENDY0726. Ich gehe davon aus, dass du, auch wenn du das Schnittheft nicht gekauft hast, dennoch den code nutzen kannst.
Die Weste ist super einfach zu nähen. Innen habe ich Plüsch in rosa verwendet, außen einen passenden Baumwollstoff, alles noch Stoffreste von Anne. Da der Stoff schön gemustert ist, habe ich auf weitere Dekoration verzichtet. Ich stelle mir aber vor, dass mit diesem Schnitt und überhaupt im Thema Westchen reichlich mit Tüdelkram gespielt werden kann.
Bald ist Ostern! Vielleicht denkst du auch schon über deine Osterdekoration nach. Petra gab mir einen Tipp: Graziela bietet eine kostenfreie Anleitung an, die dir hilft, Osterhasen als Eierwärmer zu nähen (Foto aus dem link).
Für Petra, Thomas und die lieben Enkel Curd und Cilly habe ich das dann gleich ausprobiert. Stoffreste fanden sich noch.
Im Unterschied zur Anleitung hatte ich nur Füllvlies, das sich nicht aufbügeln lässt. Ich habe das Vlies mithilfe von Sprühkleber fixiert, das geht genauso gut. Dann fand ich es schwierig, die untere Naht in einem so engen Teil zu führen, denn ich wollte innen auch noch etwas höher füttern. So habe ich noch Puschel hergestellt und mit dem lang gelassenen Faden der Puschel den Umschlag zusammen mit dem Puschel von Hand befestigt. So ist der Puschel auch gut fest und lässt sich nicht von der kleinen Cilly abreißen. Tasthaare auf der Vorderseite in Nasenhöhe fand ich auch noch schön.
Beim letzten Besuch gab mir Katrin eine Tüte mit, in der sich drei Herrenjeans zum Upcycling befanden, gute Marken, aber im Schritt verschlissen. Man hätte die Schadstellen flicken können, aber dazu fehlt den meisten Menschen mitten im Leben die Zeit … Die Hosenbeine waren noch wunderbar in Ordnung, auch nicht verbeult, was mich dazu veranlasste, gleich über eine Verwendung nachzudenken.
Jeansstoff ist sehr robust und eignet sich hervorragend zum Upcycling. Unter Pinterest findet man ganze Seiten, die die Möglichkeiten darstellen, was alles entstehen kann. Ich selbst habe schon aus Jeansstoff gezaubert:
Schön ist es, wenn weite Beine von großen Herrenjeans zur Verfügung stehen, dann findet man leichter die passenden Stoffstücke für den Schnitt. Außerdem ist es gut, wenn mehrere Jeans der gleichen Farbgebung vorhanden sind. Die äußere Kappnaht ist m. E. immer zu verwerfen, sie trägt zu mächtig auf. Aber die innere, glatte Beinnaht kann als Teilungsnaht weiter verwendet werden. Im aktuellen Projekt ist sie in der Mitte des Rückens und längs über den Ärmenl wiederzufinden. Insgesamt habe ich zwei Jeans zerschnitten und verwendet.
Als Schnitt habe ich nochmals den Schnitt Bella in Größe 104 eingesetzt, Schnitt von Zipfeljacke Bella verwendet. Er eignet sich, weil die Seiten gerade geschnitten sind. Für eine A-Linie hätten die Hosenbeine nicht gereicht.
Für das Innenfutter, die Paspeln und den Schriftzug habe ich abgelegte Bettwäsche verwendet. Sie war an manchen Stellen schon etwas dünn, aber ich habe geeignete Stellen herausgeschnitten und verwendet.
Für den Matsch und Sand ist die robuste Übergangsjacke wunderbar geeignet.
Der Winter war bis jetzt eher mild. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch einmal so kalt wird. Die Ostströmung hat uns noch einmal fest im Griff. Unser Kamin wird den ganzen Tag nachgefüllt. Die im letzten Jahr gefällte Tuja ist fast verschwunden. So ist es schön gemütlich.
Leider habe ich letzte Woche schon einen Zug Gänse gesichtet und ihre Rufe vernommen, derweil sie gen Norden flogen. Das tun sie immer Mitte Februar, und mich freut das normalerweise, weil ich denke, das Frühjahr naht. Aber diesmal haben sich die armen Tiere und ich mich offensichtlich vertan. Die Verfrühten finden hoffentlich am Ankunftsort Vogelfreunde, die ihnen mit Futter aushelfen. Bei der Kälte werden sie reichlich Nahrung verbrennen müssen, um sich warm zu halten.
Die Kälte veranlasste mich, Stoffreste in Fleece zu verarbeiten. Der Schnitt ist aus Ottobre 5/15 (Titelbild) und super leicht zu nähen. Es war ein kurzes Nachmittagsprojekt. Die Jacke ist hinten etwas länger geschnitten und insgesamt glockig. Knöpfe sind eigentlich nicht vorgesehen, aber ich finde die Jacke praktischer mit Knöpfen. Für das Schalstück musste ich einen passenden Stoff kombinieren, der gemusterte reichte nicht mehr. Das beige Schalstück hatte den Vorteil, dass die Vorderkante sich von selbst wellte, deshalb so belassen werden konnte und nicht versäubert werden musste.
Leni, die ich morgen besuche, wird sich einmummeln können, zumal sie wegen Erkältung das Haus hütet.
An verschiedenen Stellen hatte ich schon berichtet, welche Freude mir beschert wird, wenn ich im Upcycling-Fundus krame, nach Passendem suche, überlege, vielleicht eine Nacht darüber schlafe, und schließlich eine Vorstellung entsteht, was aus den abgelegten T-Shirts und den schönen Stoffrestchen entstehen könnte. Im Prozess der Umsetzung gibt es dann oft noch Änderungen. Beispielsweise kann es sein, dass die ausgesuchte Applikation doch nicht gut aussieht und ich mich für eine Alternative entscheide.
Die Schnitte sind Grundschnitte, die ich entsprechend abändere, um mit den Stoffstücken hin zu kommen. So wird eifrig zusammengesetzt. Die Grundschnitte habe ich nunmehr in Größe 104 kopiert, weil Leni ordentlich gewachsen ist und bis zu wärmeren Temperaturen ja noch hin ist.
Kleidchen 1: aus hellem Sommertop und aus einem winzigen Stückchen zauberhaftem Bambistoff, zusammen Harmonisches
Kleid 2: aus zwei verschiedenen beigen T-Shirts und einem Streifenstoff, die Ärmel zum Aufkrempeln wurden übernommen, zusammen Harmonisches
Kleid 3: aus einem gelben T-Shirt ohne Ärmel sowie einem Rest Streifenstoff und einem Rest Tiermotivstoff, Leni liebt große Taschen, zusammen Harmonisches
Mein lieber Enkel Curd ist jetzt schon 6 Jahre alt. Weil meine Nähmaschine einen Defekt hat, gibt es das Geburtstagsshirt etwas verspätet. Sein Spielzeug hat er natürlich schon zum Geburtstag bekommen, das war die Hauptsache.
Den Sweatstoff hatte ich vor langer Zeit gekauft, aber ihn schon für Curd vorgesehen. Unter Pinterest finde ich schöne Geburtstagsshirts mit Applikationen wie Wimpel, mit Tierchen, mit Autos oder Baggern, aber auch mit Sternen, in jedem Fall mit der passenden Zahl. Curd ist den kindlichen Applikationen schon entwachsen, aber ich dachte mir, dass die Zahl und ein Stern noch passend sind. Für die Applikation hatte ich noch Stoffreste.
Einen Supertipp für Applikationen auf und mit dehnbaren Stoffen muss ich dann unbedingt noch erwähnen und weitergeben. Die Applikationen sind mit Vliesofix aufgebügelt. Dennoch gibt es auf dehnbaren Stoffen eventuell Wellen bei Festnähen. Statt nun Stickvlies oder Backpapier zum Fixieren auf die Rückseite zu geben, geht es auch mit Papier von der Küchenrolle! Ich kann dem Tipp nur zustimmen und ihn weiter empfehlen. Es ging leicht und wunderbar, insbesondere beim anschließenden Entfernen von der Rückseite.