Upcycling total: Nur Fetzchen blieben von Oma Inges Pullover übrig.

Der schöne rosa Pullover wurde zum Upcycling gegeben. Er war bis auf Schweißgeschehen an den Achseln vollkommen in Ordnung, der Bereich fällt beim Upcycling für Kinder natürlich weg. Das tolle Material war weich, wärmend und ohne Fussel, ein Upcycling lohnte wirklich.

  • Vorder- und Rückenteil wurden zu Ärmeln am größeren Kleid.
  • Die Ärmel wurden zu Ärmeln am kleineren Kleid.
  • Der Rollkragen lieferte Hals- und Armbündchen am größeren Kleid.
  • Reste aus Vorder- und Rückenteil wurden zu Mäuschen und zu Bündchen am kleineren Kleid.
  • Abschlusskanten des Pullovers unten wurden zu Abschlusskanten an den Taschen.

Diese Verfahren ermöglichte, zwei baugleiche Kleidchen für die Schwestern Leni und Lotta herzustellen. Omas Pullover umschlingt nun wärmend in gleicher Weise die beiden Enkelinnen.

Der dunkelrote Stoff ist ein samtener, weicher und warmer Stretch-Cord, der mit dem Strickstoff harmoniert. Er ist aus Baumwolle, und ich erstand ihn bei der Auflösung eines Stoffgeschäfts. Da dem Pullover die Etiketten fehlten, kann ich nun keine Hinweise für die Waschanleitung geben. Katrin wird noch erfragen, ob der Strickstoff nur kalte Wäschen vertragen kann.

Den Schnitt hatte ich schon einmal verwendet und er kam super an:

Was werden die Schwestern hübsch aussehen! Ich freue mich.

zusammengesetzte Kleidchen für den Herbst

Jetzt ist Langärmeliges gefragt. Ich wollte dazu abgelegte Stücke aus dem Fundus und Stoffreste verwenden. Beim Stöbern fand ich farblich Passendes und wählte zum Kombinieren den schon oft verwendeten Schnitt „Mimmy“.

Die Passe und die Ärmel sowie die Taschen lieferte der Rücken eines abgelegten Herren-T-Shirts. Der Saum der Ärmel war zuvor der Saum des T-Shirts. Die Vorderseite des T-Shirts war mit einem nicht verwendbarem Plot versehen und wurde entsorgt. Der untere Teil des Kleidchens ließ sich aus einem Stoffrest schneidern. Ein kleinstes Stoffrestchen bot Herzchen, die ich ausschnitt und applizierte.

Hier war es ähnlich: Passe und Ärmel lieferte der Rücken eines Männer-T-Shirts, dessen Frontplot mit Surfmotiv in der Tonne landete. Der Rockteil entstammt einem weiteren Herren-T-Shirt, bei dem beide, also Vorder- und Rückseite verwendbar waren. Damit es wenigsten ein wenig kindlich wird, habe ich ein Kinder-Webbändchen am Ärmelende angenäht.

Die Passe war ehemal ein Sommertop. Mit seinen Spaghettiträgern konnte es aber die Ärmel nicht mehr hergeben. Der Lillestoffrest mit St. Martin Motiv reichte aber noch für Rockteil und Ärmel. Er war leider zu kurz, um den Frontbogen des Schnitts zu kreieren. Nun ist der Übergang von Passe zu Rockteil also gerade geworden, auch gut.

Die Kleidchen sind für Lotta. Sie bekommt üblicherweise Sachen der größeren Schwester. Jetzt ist sie mal extra benäht worden und freut sich hoffentlich.

warmes Kleid aus Doubleface-Jersey

Die Freude war groß

Zu meinem neuesten Stofferwerb gehört ein dickerer, etwas elastischer, doppelter Jersey. Er besticht nicht nur wegen des wärmenden und gemütlichen Charakters, sondern dadurch, dass er zwei schöne und verschiedene Seiten hat. Die eine Seite zieren Flamingos in Glitzer und rosa, die andere Seite klassische Streifen in weiß und rosa.

Und rosa bzw. pink, diese typischen Mädchenfarben, sind ebenso Lieblingsfarben meiner Enkeltöchter. Es muss doch etwas mit den Genen und Hormonen zu tun haben, dass die Mädels auf diese Farben stehen, denn die Mütter und die weitere Umgebung leben diese Farben nicht vor.

Der Schnitt ist einfach: A-Linie und vorne eine Falte für die Bewegungsfreiheit. Der Stoff ist so elastisch, dass ich keine Schließung arbeiten musste, sondern mit gestreiften, elastischen Bündchen abschließen konnte. Die Taschen habe ich aus dem gewendeten Stoff gefertigt, so dass die Innenseite zum Vorschein kommt. Taschen sind immer praktisch beim Spielen.

Mit dem Kleid werde ich auch noch Leni und Lotta erfreuen, ich kaufte einen größeren Stoffvorrat.

Für die, die sich auch freuen möchten, aber nicht selbst nähen, stelle das Kleid in Größen 86 – 122 in meinem Shop ein.

Partnerlook für Schwestern

Es ist ja ein wenig schwierig, dass sich Geschwister vertragen. Die Erstgeborenen haben mit dem nächsten Geschwisterkind so ihre Probleme, und wenn man sich hineinversetzt, ist das ja auch wirklich hart, die volle Aufmerksamkeit nun teilen zu müssen. Bei Leni und Lotta ist der Prozess recht gut gelaufen, Zeiten mit „ein Herz und eine Seele“ sind doch recht häufig. Deshalb dachte ich mir, dass ein Partnerlook ganz gut passt, und außerdem ist keiner eifersüchtig, wenn der eine etwas bekommt und der andere nicht. Beide bekommen in ihrer Größe fast Identisches.

Partnerlook für die Schwestern

Den schönen Stoff mit Mäusen hatte ich noch. Einen Winteroverall für Leni hatte ich im letzten Herbst damit gefüttert, aber damals konnte ich im Stoffgeschäft nicht widerstehen, den Stoff in größerer Menge zu kaufen – zu süß!

schöner Kinderstoff mit Mäusen

So gibt es also jetzt Shirts mit langen Ärmeln für die lieben Mäuse mit Mäusen, denn der Herbst naht. Als Schnitt habe ich wieder den Ottobre-Schnitt verwendet, der ein mädchenhaftes Aussehen kreiert, siehe auch: https://sewtonew.blog/2020/05/01/maedchenhaftes-shirt/

tolle Stoffe fordern ein Upcycling ein

Ein wirklich toller Stoff, der mir da unter die Nähmaschine geriet, feinste, dennoch feste Baumwolle, die auch ein wenig elastisch ist! Keine Flecken, keine Schwitzränder – man fragt sich, wieso so ein tolles Sommerkleid weggegeben wurde. Das Kleid machte Lust aufs Upcycling! Oma Inge hatte das Sommerkleid der Nachbarin vor dem Abfallsack gerettet, ihr sei Dank.

Das Kleid war vorne mit spärlicher Passe gearbeitet, Spaghettiträger führten zu einem kleinen Rückenriegel, hinten war das Kleid rückenfrei. Also eigentlich Stoffmangel, aber der lange Rock generierte Vorstellungen für ein Upcycling: Ich trennte den Reißverschluss hinten am Rock auf, ebenso die Abnäher. Vorne trennte ich den Rock von der Passe und löste die Rockfältchen. Der Rockteil war dann vorne wesentlich breiter als hinten. Verziert war der Rock vorne mit einer Fake-Knopfleiste, die aber Gott sei Dank doppelt angelegt war.

Ich überschlug die Länge des Rocks : Sie reichte für ein ganzes Kinderkleid.

Ich überschlug die Breite des hinteren oberen Rockteils: Sie reichte für die Passe eines Mädchenkleids, wenn man die Reißverschlussnaht wieder vernähte.

Die Breite des vorderen oberen Teils reichte natürlich reichlich für eine vordere Passe. Nur musste ich die Fake-Knopfleiste in eine echte Knopfleiste umarbeiten, indem ich durchgenähte Knöpfe abtrennte, Knopflöcher arbeitete und die Knöpfe wieder annähte. So ist das Kleidchen leicht an- und auszuziehen.

Da der hintere Rockteil wesentlich schmaler als der vordere war, bot sich ein gekrauster Rock für das Mädchenkleid an. Dann verschwinden zwei Längsnähte im Gekrausten und fallen nicht als unsymmetrisch, da nicht seitlich, auf.

Auch im Rockteil des Mädchenkleids arbeitete ich den obersten Knopfbereich in einen echten um.

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Hals- und Armloch fasste ich rot ein. Die rote Farbe wiederholt sich im Garn der neuen Knopflöcher. Das fand ich chic.

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Es war ein wenig Arbeit, sie hat mir wirklich Freude bereitet, weil Überlegungen nötig waren, und es hat sich wegen des tollen Stoffs gelohnt.

Hier verweise ich auf meinen allerersten Artikel: Wann lohnt es sich?

und auf meine Startseite, wo sich erste Impressionen zum Upcycling befinden: https://sewtonew.blog/

Von da aus kann man für das eigene Projekt auf Ideensuche gehen.

feinstes Sonntagskleidchen aus Oma Inges Etuikleid

In meinem Fundus lag schon länger ein feines Etuikleid von Oma Inge. Im Schulterbereich gab es ein Minifleckchen, weshalb das Kleid wahrscheinlich weggegeben wurde. Im Schulterbereich stört ein solcher Makel fürs Upcycling nicht. Was Überlegungen verlangte war einerseits die schöne, damenhafte Stoffart und andererseits, dass das Kleid in Bahnen gearbeitet war, um den Brustbereich schön auszuarbeiten.

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Lösung für die Stoffart:

Ein ebenso feiner Kinderstoff namens „garden party“ gesellte sich zum mit Ranken strukturierten hellgelben Damenstoff. Damit wurde das Kleidchen mädchenhaft.

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Rankenstoff „garden party“, auch im Shop

Es war ein wenig aufwändig: Mit dem Kinderstoff wurde ein Taillenband und ein Schleifenband ansetzend in der Seitennaht hergestellt. Darüber hinaus ist die Halspartie mit einem breiten Einsatz kindgemäß aufgepeppt. Dazu musste ich mir den Schnitt erst einmal herstellen.

Lösung für den Stoff in Bahnen:

Den Rockteil habe ich unten aus dem Kleid genommen, so wie er war. Hinten trennte ich ein kleines Stück des Reißverschlusses heraus, damit war der Schlitz für den nun angekrausten Rockteil schon fertig. Den Saum unten musste ich nicht mehr nähen. Die Bahnenteile hätten dann nicht mehr ganz das Kleidchenoberteil ergeben. Aber ich habe ja das Taillenband und den Halsabschluss aus dem Kinderstoff dazu gewählt. So reichten die Bahnenstückchen des Etuikleids.

Fazit:

  • Ein wunderschöner Stoff wurde erhalten.
  • Kleine Stücke Kinderstoff machen ein Upcycling für Kinder möglich.
  • Ganz ohne Überlegungen geht es nicht, man muss sich etwas einfallen lassen.

Nun noch ein paar Bilder mit dem Kleid im Garten, weil es wirklich ein Kleidchen für eine Gartenparty ist.

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Sommerwiesenstoff Susybee

Die Stoffe von Susybee, die ich auch im Shop anbiete, wollte ich noch einmal verwenden, um daraus ein luftiges Sommerkleid für Leni zu nähen. Für größere Größen scheint mir aber die geknotete Variante oder die Variante mit den Flügelärmelchen nicht geeignet. Statt dessen finde ich für größere Mädchen schön, wenn die luftige Weite ab der Taille beginnt. So habe ich nach einem absolut klassischen Schnitt gearbeitet und das ist dabei heraus gekommen:

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Passe fein pink gestreift, Rock Susybee-Stoff

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hinten geknöpft

Da Lotta das Kleidchen mit den Flügelärmeln besitzt – allerdings noch ein wenig hineinwachsen muss – können die Schwestern nun im Partnerlook laufen.

Diese Variante eines Sommerkleids werde ich auch im Shop einstellen.

Was aus einem echt langweiligen Shirt werden kann!

In meinem Fundus der Altkleider von Verwandten und Freunden fand sich ein Herrenshirt mit Ringeln in taupe – echt langweilig und gar nicht für Kinderkleidung geeignet, sollte man zunächst denken. Vorteile waren aber: Es war ziemlich groß und breit, es hatte keine Brusttasche und es hatte keine Knopfleiste, die hätte berücksichtigt werden müssen. Genug Stoff stand also zur Verfügung.

Ich wählte den großzügigen Schnitt, der schon einmal für eine glockige Tunika Verwendung fand: mädchenhaftes Shirt, arbeitete aber mit kurzen, glockigen Ärmeln, weil das Ausgangsshirt eben nur kurze Ärmel besaß und ich diesen Stil zu dem weiten unteren Saum als passend empfand. Ich erweiterte dazu den Ärmelschnitt durch ein eingefügtes Dreieck. Der Ärmelabschluss wie auch der untere Saum sind mit einem Rollsaum gearbeitet, damit fällt die Tunika besonders locker.

Was macht nun den neuen Pepp aus? Einerseits fiel meine Wahl auf ein Stoffrestchen in türkis mit Punkten für Halsbündchen und Applikation. Gerade Punkte wirken kindgerecht fröhlich und der gewählte Farbkontrast ist stark. Eine einfache Applikation Blume schmückt die Tunika.

Und was Stoff mit Punkten ausmacht, zeigt auch das nächste Beispiel: Kinderpulli aus Mutters sommerlichem Baumwollpulli, siehe unten

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glockige Tunika aus Herrenshirt

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Applikation Blume

Mit dem inneren Versäubern des Halsbündchens habe ich mir wieder professionelle Mühe gemacht, so ist die Arbeit schön ordentlich.

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Verblendstreifen von Schulternaht zu Schulternaht

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Upcycling Sommerpulli

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Applikation Vögelchen

Die beiden Vögelchen passen zu den beiden Schwestern Leni und Lotta, weil derzeit Lotta anfängt zu plappern und sich die Schwestern durchaus auseinandersetzen.

Schnitt kreiert – angeschnittene Ärmelchen

Im vorhergehenden Artikel Kinderkleid Minnie Mouse in Größe 128 hatte ich meine Begeisterung für einen Ottobre Schnitt mitgeteilt.

Inzwischen habe ich überlegt, gemessen, geschnitten und die Sache mit den angeschnittenen Ärmelchen auf eine kleine Größe angepasst sowie mit bewährten Lösungen für gekrauste Mädchenkleider kombiniert.

Und das ist dabei heraus gekommen:

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Wie Ihr seht, ist die Passe zum Rock hin gebogen geschnitten. Sie ist gefüttert. Der Rockteil ist gekraust, wobei ich die volle Stoffbreite verwendete, Seitennähte sind also nicht vorhanden. Hinten ist die Passe geknöpft. Die Öffnung geht in einen Schlitz im Rockteil über.

Der Stoff ist von acufactum, Design Daniela Drescher, und wie gemacht für das Frühjahr.

Das Kleid wird nun zu Cilly gehen. Petra wird mir zurückmelden, was sitzt und was evtl. zu verbessern ist. Anschließend werde ich den Schnitt digitalisieren und zur Verfügung stellen. Das dauert noch ein wenig – oder aber doch nicht so lange, wir haben ja derzeit  reichlich Muße für unser Nähhobby, zumindest die Omas. Mamas sind wahrscheinlich damit beschäftigt, den Tag für die Kinder interessant zu halten. Aber zur Entspannung:  Langeweile ist heilsam, sie führt zu Kreativität, so denke ich.

Der Stoff reicht noch für ein weiteres Kleid. Ich stelle es in meinem Shop Mädchenfein ein.

Die Rückmeldung liegt inzwischen vor: Passt prima, keine Änderungen am Schnitt nötig!

Kleid Minnie Mouse

Auf der Suche nach schönen Schnitt bin ich auf „Daisy“ gestoßen. Er findet sich in Ottobre kids fashion 3/15 für die Größen 128 – 152. Es ist ein Schnitt mit übergeschnittenen Schultern. So entstehen kurze Ärmelchen gleichzeitig mit der Passe, très chic. Der Rockteil hat vorne eine große Falte und hinten zwei kleine, so dass genügend Bewegungsfreiheit gegeben ist.. Das Kleid geht bis zu den Knien.

Mir ist mit diesem Schnitt, der eigentlich keine Taschen vorsieht, Minnie Mouse eingefallen.

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Schnitt Daisy mit aufgesetzten Taschen

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applizierte Händchen

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angeschnittene Ärmelchen

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hinten Reißverschluss

Die kleidsam gebogene Passe ist schwarz gefüttert. Der Rockteil ist aus gepunktetem Baumwollcord in anthrazit gefertigt, die Passe ist aus rotem Baumwollstoff mit kleinen weißen Sternchen genäht.

Das Kleid geht in meinen Shop. Auf Anfrage nähe ich es auch in anderen Größen. Ich werde mir vornehmen, den Schnitt auch noch zu verkleinern. Demnächst also mehr.