Sommerkleidchen zum 3. Geburtstag

Wie die Zeit vergeht! Jetzt wird Lotta schon drei Jahre alt. Zum Geburtstag habe ich ein Sommerkleidchen mit Flügelärmelchen genäht. Der Wunsch war: Bitte mit Tierchen! Im Fundus habe ich lange gekramt und über Tierapplikationen nachgedacht, traf dann aber auf einen leichten, luftigen Sommerstoff mit Eulen und Waldtieren. Den hatte mir Anne noch überlassen. Hätte ich aber ganz aus diesem Stoff genäht, wäre es wohl kaum möglich gewesen, die Zahl 3 noch unterzubringen. So hat sich eine unifarbene Passe dazu gesellt, damit die Applikation 3 noch möglich wurde.

Der Schnitt ist klassisch und schlicht. Die Passe habe ich aber nicht gefüttert, so bleibt es schön luftig, sondern habe Hals- und Armausschnitte mit Schrägband abgefasst. Die Flügelärmelchen sind dann untergenäht. Hinten wird das Kleid mit Knöpfchen verschlossen. Für Festtage ist ein solcher Schnitt wirklich passend, siehe:

Wir werden zwar angesichts des Wetters kein Gartenfest feiern können, aber es wird noch schöne Tage für das luftige Sommerkleidchen geben.

Den Stoff habe ich noch reichlich. Wer also ein solches Kleidchen genäht haben möchte – auch mit anderen Zahlen und in anderen Größen – sollte sich an meine email wenden.

Mädchenfein zur Hochzeit

Das war doch mal ein passender, freudiger Auftrag für mich. Stefanie, für deren Mädels ich vor zwei Jahren schon einmal nähte, erinnerte sich an mich, weil eine Einladung zur Hochzeit ansteht. Da will man doch fein gehen! Stefanie suchte einen Stoff aus – romantische Blümchen über Stoffe.de – und ich nähte nach dem vereinbarten klassischen Schnitt in Größe 116/122 und 92/98.

Ich stelle mir einen tollen Auftritt der Blumenmädchen vor. „Oh wie süß!“, wird wahrscheinlich der Kommentar sein. Später sind die Kleidchen sehr wohl für den Alltag geeignet. Die Streublümchen und die gedeckte Farben verzeihen Fleckchen und der ausgesuchte Stoff ist robust. Mit unterschiedlichem Drunter sind die Kleidchen für fast jede Wetterlage geeignet. Die rückwärtige Knopfleiste ist breit, insbesondere beim kleineren Exemplar ist der Saum großzügig. So wachsen die Kleidchen noch ein wenig mit, denn Knöpfe lassen sich versetzen und Säume lassen sich rauslassen.

Für Interessierte biete ich fertige Mädchenkleider im shop an. Oder aber ich erfülle spezielle Wünsche über

email: sew-to-new@t-online.de, Anfragen auch telefonisch unter: 02266 2397

Upcycling T-Shirt zu Nachtkleid

Leni zieht gerne bequeme Nachtkleidchen an. Es fehlen Sommerexemplare. So nahm ich zwei Shirts von Katrin aus dem Fundus, um ein neues Exemplar zu nähen.

Kleid oder Nachtkleid aus zwei Shirts

Als Schnitt verwendete ich meinen easy-peasy-Schnitt, zu dem ich auch schon einen ausführlichen Artikel veröffentlichte.

Ich habe es mir ganz einfach gemacht:

Den Halsausschnitt des braunen Shirts habe ich so übernommen wie er war. Damit ist das Nachtkleid etwas halsfern, aber gerade für ein Nachtkleid ist das passend. Das schmale braune Shirt gab die übergeschnittenen Ärmelchen nur her, indem ich einen Teil des Ärmels vom Ausgangsshirt mit verwendete. Ich denke, die zusätzliche Naht an der übergeschnittenen Stelle ist sogar chic. Das Bündchen des gelben Shirts hielt für die Ärmeleinfassung her. Die Saumnaht des gelben Shirt blieb bestehen. Ich schnitt von unten her zu, so fiel auch ein Fleckchen im oberen Bereich des gelben Shirts weg. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Das Kleidchen oder Nachtkleidchen war binnen einer Stunde entstanden, weil Vorhandenes erhalten blieb. Ein Vorteil beim Upcycling!!!

Neues Leben für ein geliebte Kleidchen

So sieht es aus, das geliebte Kleidchen von Cilly in Größe 110 – 116. Nun ist es zu klein, es müsste Größe 122 haben. Es ist nicht hochwertig, aber das Motiv gefällt Cilly so sehr und ich unterstütze die Identifikation mit Pippi, denn Pippi ist ein starkes Mädchen.

Lieblingskleidchen

Ich musste lange suchen, aber ich fand farblich Passendes in Form eines T-Shirts, dessen Rücken noch verwendbar war. Ebenso fand sich Bündchenware in orange aus der Restekiste, die mir Anne überließ. Da ich nicht abschätzen konnte, was der geraffte Rock hergeben könnte, trennte ich ihn erst einmal ab und legte das Maßband an. Dabei entdeckte ich auch noch einen Flecken, der offenbar die Wäschen überlebt hatte. So schnitt ich dann alles auseinander und den Flecken weg, um zu reflektieren, was gehen könnte. Schnell war klar, ein neues, größeres Kleidchen würde nicht gehen, egal wie man es zusammensetzen würde. In meinem Kopf entstand eben kein schönes Bild.

Ausgangskleidchen auseinander geschnitten

Dann also ein Röckchen! Aus Rücken- und Vorderteil schnitt ich 4 Teile, die die Bahnen des vormals gerafften Teils verlängern sollten. Immer noch zu kurz! Deshalb wurde der Stoff als Oberstoff mit Pippi zu einem vorne rafften Röckchen verwendet. Der Unterstoff aus dem T-Shirt ist dann etwas länger. Die Idee zu einem zweilagigen Rock hatte ich aus Pinterest aufgeschnappt.

Röckchen mit Ober- und Unterstoff

Das Band zum Raffen wurde im Übrigen als Schrägstreifen aus einem Sommershorts von Gregor geschnitten. So haben insgesamt drei abgelegte Kleidungstücke, von denen man üblicherweise dachte, dass sie entsorgt werden müssten, ein neues Leben erhalten. Nachhaltigkeit ist das eine, aber zudem hatte ich Freude an den Überlegungen und beim Nähen. Und Cilly wird sich bestimmt freuen, Pippi wieder zu sehen.

Jersey und Webware vereinen

Jersey ist dehnbar. Deshalb ist es so beliebt, denn es passt sich an. Auf Verschlüsse kann meistens verzichtet werden. T-Shirts, Tuniken oder Kleider werden über den Kopf gedehnt angezogen. Näht man Gleichartiges aus Webware müssen Knopfleisten oder Reißverschlüsse eingeplant und Bequemlichkeit durch Weite realisiert werden. Deshalb habe ich bei meinem easy-peasy-Schnitt für ein Mädchenkleid zwei Versionen vorgesehen, eine Anleitung und ein Schnitt für Jersey und eine veränderte Version für Webware.

Aber es geht auch in Kombination von Jersey und Webware! Mit diesem Nähtrick geht es leicht!

Zunächst wird ein Gummifaden in der Länge der Verbindungsnaht zwischen Jersey und Webware, gemessen am Jersey, zurecht geschnitten.

Der Gummifaden wird dann an die Webware genäht, wobei auf ein gleichmäßiges Raffen dadurch geachtet wird, dass Mitte auf Mitte kommt. Die Webware wird immer fülliger geschnitten, damit die Bequemlichkeit erhalten bleibt. Der Gummifaden im Unterschied zu einem festen Kräuselfaden erhält die Dehnbarkeit.

Der Faden wird knappkantig mit Zickzack festgenäht, so wie man es beim Smoken macht. Nun ist die Webware bereit, um an den Jerseyteil genäht zu werden, dies mit der Overlock, damit die Dehnbarkeit erhalten bleibt.

Beim Anziehen und beim Tragen ist diese Naht dehnbar und bequem, obwohl Webware mit verwendet wurde.

Diese Kleidchen wurden im vorhergehenden Artikel beschrieben.

Easy peasy Kleidchen aus Bettwäsche

Kinderbettwäsche ist meist nach Gebrauch keineswegs verschlissen, denn die Zeit zwischen Babybett, Kinderbett und großem Bett ist doch recht kurz. Die kleinere Kinderbettwäsche hat also schnell ausgedient und man sollte sie nicht entsorgen. Die Stoffe sind meist schön, kindgerecht, robust und eben aus 100% Baumwolle.

Ich habe schon häufiger die Vorzüge von Bettwäsche beim Upcycling gelobt und genutzt: https://sewtonew.blog/2020/12/26/nachthemden-aus-biberbettwaesche/ oder https://sewtonew.blog/2019/07/30/nachthemd-und-bettwaesche-werden-zu-kindernachthemd/ oder https://sewtonew.blog/2018/06/24/sommerkleidchen-aus-kinderbettwaesche/

So wanderte diesmal ein Bezug mit Herzen in meinen Fundus. Er passte zu Jersey in rosa, von dem ich noch einen großen Vorrat besitze. Angesichts der Stoffmengen und des einfachen und schnellen Konzepts habe ich gleich zwei Kleidchen genäht, eins für Cilly, das andere für Leni.

Upcycling Bettwäsche im Doppelpack
angeschnittene Ärmelchen

An dieser Stelle verweise ich auf den Schnitt für ein schnelles Kleidchen und den Blogbeitrag dazu.

Dann muss ich noch den Nähtrick verraten, wie dehnbarer Jersey und feste Webware störungsfrei und unter Beibehalten der Bequemlichkeit zu verbinden sind. Dies im nächsten Artikel.

Harmonie mit starken Motivstoffen

Den Motivstoff von Disney mit MickyMouse musste ich einfach kaufen. Manchmal überfällt mich eine Kauflust, obwohl das Nähzimmer voller Stoffe liegt und ich damit nähen kann, bis die Enkelkinder groß sind. Der Stoff schien mir passend für die etwas wilde, quicklebendige, lustige Cilly. Wenn man mit einem größeren, extrovertierten Bruder aufwächst, entwickeln sich Mädchen offenbar recht taff.

Die Tunika ganz aus dem Stoff mit den Mickys zu fertigen, schien mir dann aber doch zu unruhig. Kurzerhand habe ich den Schnitt für eine glockige Tunika vorne bogenförmig unterteilt und einen harmonierenden einfarbigen Stoff eingefügt.Der blaßrosa Baumwoll-Strickstoff macht die Tunika etwas ruhiger und mädchenhafter. Die Ärmel haben Fake-Bündchen und unten ist die Tunika mit gewelltem Rollsaum abgeschlossen.

Offenbar neige ich zu solchen Lösungen. Wenn die Motivstoffe sehr stark sind, geselle ich einen passenden, ruhigeren Stoff dazu.

Angebote zu Partnerstoffen gibt es auch im Shop: https://sewtonew.blog/product-category/stoffe/

Mädchenstoffe stars und unicorn

Die schönen Partnerstoffe von Makoware, die hochwertige Makobaumwollen „stars“ und „unicorn“, habe ich noch einmal verwendet, um Cilly eine Freude zu machen. Sie mag diese pinken Stoffe und sie wünscht sich noch einmal ein weites Kleid wie das mit den Stoffen von Sussybee: https://sewtonew.blog/product/maedchenkleid-sommerwiese/

pink für Mädchen
Ärmelöffnung: unten eingefasst, oben „Flügelchen“

Der Schnitt ist ein Eigenbau. Demnächst werde ich ihn digitalisieren und veröffentlichen. Derweil biete ich die Stoffe im Shop an: https://sewtonew.blog/product/baumwollstoff-sterne-serie-daydream-je-50-cm/ und https://sewtonew.blog/product/baumwollstoff-einhorn-serie-daydream-je-50-cm/. Ein anderes Kleid, nämlich das mit dem Herzausschnitt im Rücken, hatte ich mit diesen Stoffen schon vorgestellt: https://sewtonew.blog/2021/03/14/ein-maedchentraum-in-pink/.

Easy peasy Kleid bei jeder Witterung

Kleid und Schnitt für ein Kleidchen, das auch Nähanfängerinnen schnell hinbekommen, hatte ich vorgestellt und das Kleid eben easy peasy genannt: https://sewtonew.blog/2021/03/10/easy-peasy-maedchenkleid/.

Nun zeigt sich im Gebrauch, dass das eigentlich als Sommerkleid konzipierte Kleid auch bei kälteren Temperaturen sehr beliebt ist, mindestens bei Cilly. Das Kleid erweist sich als Allrounder, weil es mit einem langärmeligen T-Shirt und mit Strumpfhose drunter chic aussieht und seinen Dienst sehr wohl leistet. Als Farben kommen in diesem Fall – so denke ich – dunkelblau oder weiß infrage.

Kleid nach easy peasy Schnitt von hinten
Kleid nach easy peasy Schnitt von vorne

Cilly ist eine Tobemaus. Das bequeme Jerseykleidchen macht alles mit. Es freut mich, dass sie das Kleidchen liebt, dann macht das Nähen umso mehr Spaß.

Von Mutter zu Tochter, Kleiderupcycling

Christl war shoppen, was zur Folge hatte, dass ich fünf abgelegte Kleider zum „Zerschneiden“ bekam, alle noch tiptop. Ein gutes Gewissen beim Shoppen und bei Lust auf Neues kann man haben, wenn Upcycling in Aussicht steht. Da Christl glatte, gerade geschnittene, nicht taillierte Kleider liebt, war die Sache einfach, weil glatte, große Stoffstücke zur Verfügung standen.

neues Kleidchen für die Tochter
Applikation Blumen in pink

Das Strickkleid war gerade geschnitten und hatte kurze Ärmel. Den Halsausschnitt habe ich so wie er war übernommen, weil Größe S von Mutter fast der lang aufgewachsenen Tochter mit 9 Jahren entspricht. Der Halsausschnitt wird dem Töchterchen etwas fern liegen, aber ein Zerschneiden hätte sich m. E. nicht gelohnt. Die Seiten habe ich schmaler genäht, den Schulterbereich verkürzt und die Ärmel verkürzt und verschmälert. Damit aus dem tristen Gestreiften etwas freundlich Kindliches wird, ist die Applikation entstanden.

Aufhübschen durch Applikationen ist mein bewährtes Verfahren im Upcycling trister Erwachsenenkleidung für Kinder. Bei Pinterest habe ich inzwischen fast 1000 Anregungen dazu gesammelt: https://www.pinterest.de/sewtonew/zauberhafte-applikationen/.

neues Kleid für Töchterchen

Bei diesem Beispiel lag ein Sweatshirtkleid zugrunde, das einen mit Abnähern versehenen Uboot-Ausschnitt besaß. Der Ausschnitt und die Ärmel waren mit schwarzem Leder eingefasst. Um die Abnäher nicht auftrennen zu müssen, bin ich beim Zuschneiden nach unten gerutscht und habe den ursprünglichen Saum übernommen. Am Hals habe ich aus einem Stoffrest ein Bündchen angenäht. Ärmel, Schultern und Seiten wurden angepasst. Stoffreste ergaben dann die Ärmelbündchen und eine mit Applikation erweiterte aufgesetzte Tasche. So ist es wieder freundlich, kindlich geworden.

Claras neue Tunika
Aufhübschen mit Webbändchen

Ausgangspunkt war ein glattes Sweatkleid mit kurzen Ärmeln. Hinten hatte es einen kurzen Reißverschluss und einen mit Belegen versäuberten Halsausschnitt. Den habe ich übernommen, d.h. der Halsausschnitt wird dem Kinderhals etwas fern liegen. Ansonsten wurden wieder Schulter, Ärmel und Seiten angepasst und das ganze zur Tunika verkürzt. Damit es freundlicher wird, habe ich diesmal einfach passende Webbändchen aufgebracht, sozusagen ein Ruck-Zuck-Verfahren zum Aufpeppen.

Sonnenblumen-Kleidchen

Das weich fließende, schmale Kleidchen in S mit Kurzärmeln kam unter die Schere. Wieder habe ich aber den Halsbereich übernommen, das Bündchen blieb bestehen. Schulternähte, Ärmelnähte und Seitennähte sowie der Saum wurden neu und kleiner bzw. kürzer genäht. Der Stoff ist zwar weich fließend und angenehm, vom Muster her aber doch trist. Macht nichts, eine Applikation hilft.

So sind schon einmal aus 4 Kleidern der Mutter 4 Kleidungsstücke für die Tochter entstanden. Das fünfte Exemplar ist ein Jeans-Hemdblusenkleid mit vielen Nähten für z.B. Taschen. Daraus werde ich noch einen Rock fertigen. Ein gänzliches Upcycling zum Kleid wäre hier zu aufwändig, zu viele Nähte am Ausgangsstück! Demnächst geht es also mit Röckchen für Clara weiter …