Maritimer Stil für die Ferien

Ab in die Ferien, so könnte man angesichts des Kleids mit passendem Rucksack denken.

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Der Stoff lag noch in meinem Fundus. Ich hatte ihn einmal in einem schönen Stoffgeschäft in Lindau – Marie Lind – erstanden. Er stammt von Création France, Impressions de Nature. Diese Firma ist für Dekorationsstoffe bekannt, der Stoff ist also schön fest und robust. Das Muster zeigt abstrakte Fische in einem Farbspiel von weiß, über hellblau, grünlich, grau bis dunkelblau und rot. Er schrie förmlich nach einem Ferienkleid, und es muss wohl am schönen Osterwetter gelegen haben und an den Besuchen, bei denen wir über Ferien redeten, dass mir die Idee kam.

Das Kleid ist an Hals und den Armausschnitten mit grüngrauer Baumwolle eingefasst. Es hat zwei aufgesetzte Taschen, die sind grau und ebenso eingefasst. Sie haben ein zusätzliches Zierband mit maritimem Muster. Der absolut passende und robuste Stoffrucksack wiederholt die Stoffe und Zierden des Kleids.

Das Ensemble ist wie gemacht für die Ferien am Meer und ich denke, dass gerade maritime Muster und Applikationen für einen solchen Urlaub passend sind.

In der Vergangenheit hatte ich Curd schon einmal ein Upcycling-Shirt für den bevorstehenden Texelurlaub genäht und denselben Gedanken verfolgt: Applikationen – Kleidung für Kinder verschönern

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Das Ensemble mit Rucksack biete ich bei Etsy an, derweil ich derzeit noch am eigenen shop auf dieser Website bastele.

 

Köln Shirt mit Applikation Kölner Dom

Verbundenheit und Zugehörigkeit werden häufig durch Kleidung ausgedrückt. Man denke nur an die Fanartikel von Fußballvereinen. Meine  beiden großen Enkel besitzen schon einen FC-Köln-Schal und sind ganz stolz darauf.

Die Applikation Kölner Dom ist bei unseren Kölnern sehr beliebt, schon Babymützen haben eine solche Applikation.

Mein nächstes Upcyclingprojekt verarbeitete unter dem Motto: „Aus zwei mach eins!“, ein Schwangerschaftsshirt mit Streifen von Mama und ein Poloshirt von Hannas Mann.

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Schon farbstark fehlte dem Raglanshirt nach Fertigstellung eine Kleinigkeit, wie ich fand. So fiel die Wahl auf eine kleine Applikation, die vorne deutlich hervorsticht. Mit diesem kleinen, roten Farbakzent war ich dann zufrieden mit meinem Werk.

In der Vergangenheit habe ich oft schon solche Motive verwendet:

Upcycling Blockstreifen für Kinder?

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Kleid für kleine Kölnerin

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Hurra, Carlotta ist da! – Babydecke zur Geburt

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Und den Kölner Dom als Knistertuch haben wir auch schon häufig verschenkt:

 

 

Dein Ort oder deine Stadt lässt sich ebenso gut verarbeiten, wenn du die entsprechende Skyline oder Silhouette im Netz suchst oder ein passendes Bild verwendest, ausdruckst und für die Applikation die Außenlinien seitenverkehrt auf Vliesofix überträgst.

Für Koblenz wäre das eine schöne Vorlage: Quelle

Bildergebnis für abendhimmel koblenz

Viel Spaß mit dem Nähen für Fans der Stadt!

 

 

 

 

Schöne Mädchenkleider für den Sommer

Schon eine ganze Weile beschäftige ich mich mit dem Thema Mädchenkleider. Das ist angesichts von drei Enkeltöchtern ein aktuelles, aber auch wahrscheinlich zukunftsträchtiges Thema für mich. Es wird sich aber wandeln.

Bei Pinterest sammle ich deshalb Ideen zu diesem Thema, die Pinnwand heißt Mädchenfein.

Es kristallisieren sich dabei folgende Gedanken heraus:

Partnerstoffe verwenden!

Ganz vorweg: Für den Sommer sollte es immer Baumwolle sein, die verarbeitet wird, und gute Webware ist auch zu empfehlen, die ist luftig.

Ein Kleidchen ganz aus einem einzigen Stoff zu gestalten, das wäre doch dann langweilig. Schön sind mindestens zwei harmonierende Stoffe. Dabei hat sich bewährt, einen herausstechenden Stoff zu verwenden, den anderen zurückhaltender zu wählen. Ich denke, man sollte sich nicht verleiten lassen, nur auf die ausgefallenen Stoffe zu setzen. Im Stoffvorrat sollten sich immer unifarbene oder nur leicht gemusterte Stoffe befinden, die sich zum Kombinieren eignen. In letzter Zeit habe ich mit hochwertigsten Stoffen in Makoqualität Folgendes realisiert (sämtlich bei Etsy):

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Der herausragende Stoff darf dabei durchaus üppig ausfallen.

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Auch in der Vergangenheit habe ich diesen Gedanken oftmals verfolgt: Feine, fröhliche Kleidchen – Weniger ist manchmal mehr!

Mit Applikationen spielen!

Nicht ohne Grund sammle ich auf der Pinnwand zauberhafte Applikationen alles, was mir ins Auge sticht. Kindliche Motive machen aus den Kleidungsstücken für die Kinder Lieblingsstücke. Die morgendliche Frage nach dem, was angezogen werden soll, kann dann beantwortet werden mit: die Maus!, die Katze! usw..

So entstanden beispielsweise diese Kleidchen:

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bewährte Schnitte verwenden!

Ein Sommerkleidchen sollte luftig sein, d.h. nach unten hin sollte es Bewegungsfreiheit und Luftdurchzug ermöglichen.

Das gelingt mit Hängerchen, die daneben den Vorteil haben, dass sie mit wechselndem „Drunter“ ggf. ganzjährig tragbar sind. Bei der einfachen Variante gelingt es, die Weite dadurch zu schaffen, dass schon am Halsausschnitt vorne und hinten gekraust wird, oder aber es wird eine Falte gesetzt, wie in den Beispielen mit den Applikationen s.o..

Oftmals wird die Weite unterhalb einer Passe durch glockenartigen oder gekrausten Rockteil geschaffen, so in den Beispielen weiter oben. Die Passe kann unterhalb des Brustbereich oder in Taillenhöhe oder sogar im Hüftbereich enden, siehe Schönen Grundschnitt gefunden!. Die Passe kann doppelt genäht, d.h. gefüttert werden oder aber sie ist an Hals- und Armausschnitten eingefasst oder gesäumt. Statt einer unten waagerecht endenden Passe, ist eine runde Passe ebenso attraktiv (Kleid bei Etsy).

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Noch luftiger wird es, wenn, der Rücken teilweise frei ist oder mit Spaghettiträgern gearbeitet wird. Deshalb mein Verweis auf das Schnittmuster mit Herzausschnitt im Rücken, siehe Schnittmuster in der Menüleiste.

Es liegen noch weitere schöne Stoffe im Nähzimmer. Meine Sommerkollektion wird im Mai noch wachsen.

Der heiße Sommer kann dann ruhig kommen!

 

 

 

 

 

 

 

traumhafte Mädchenkleider für Frühjahr und Sommer

Es ist soweit, jetzt ist das besonders schöne Kleidchen fertig. Wie unter traumhafte Stoffe – manchmal muss es etwas Besonderes sein schon beschrieben, war ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Stoffen, denn neben dem Upcycling nähe ich dann auch Kleidchen aus neuen und eben besonderen Stoffen. Beim I-Tüpfelchen in Koblenz war ich fündig geworden. Dem Stoff  „Sugar Berry – Strawberry Pie – by flaurie & finch“ konnte ich wahrlich nicht widerstehen. Flaurie & Finch kreieren Stoffe, deren Motive sich aus der Natur speisen, das spricht mich besonders an, und der Erdbeerstoff passt doch genau in die Zeit. Für die kleinen Mädchen – und nicht nur für die – ist wichtig, dass der Stoff leicht glitzert, aber eben sehr zurückhaltend, dass ich das mit dem Foto kaum einfangen konnte. Die Erdbeeren haben am Rand glitzernde Nüsschen. Wieso Nüsschen? Als ehemalige Biologielehrerin der Hinweis: Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht – das nur nebenbei. Der Partnerstoff mit Punkten glitzert in den roten Punkten.

Und das ist also entstanden:

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Eines der Kleidchen geht zu Etsy bzw. zu meinen Angeboten, das andere bekommt Cilly für einen festlichen Anlass.

Heute sind die ersten Stoffballen mit weiteren ausgesuchten Stoffen angekommen. Ich denke, ich habe Schönes aufgetan. Demnächst werde ich also wieder traumhafte Mädchenkleider für das Frühjahr und den Sommer vorstellen.

 

Upcycling Pullover oder T-Shirt – ein Ruckzuckvorschlag

In meinem Blog gibt es zahlreiche Beispiele, was aus abgelegten Pullovern oder Shirts entstehen kann. Mein Besuch beim I-Tüpfelchen in Koblenz, ich berichtete: traumhafte Stoffe – manchmal muss es etwas Besonderes sein, hat dann als Nebeneffekt noch ein sehr einfaches Verfahren zum Upcycling hervorgebracht. Ich sah nämlich ein Jerseyhängerchen als Muster hängen und wunderte mich darüber, dass mittig quer keine Teilungsnaht vorhanden war, obwohl das Kleidchen gekrauste Bereiche zum Rock hin hatte. Ich drehte natürlich auf die linke Seite und da fiel sozusagen ein Groschen. Es ist gar nicht nötig, für Weite im Rock ein Kleidchen mit vollständiger Teilungsnaht zwischen Passe und Rockteil zu versehen. Das hatte ich bisher gedacht, Polohemd wird zum Polokleidchen.

Wenn du so schneidet,

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bleibt der untere Saum und ein Großteil der Seitennähte erhalten. Arbeit gespart! Es sind dann Schulternähte und kurze Seitennähte der unvollständigen Passe zu schließen. Dann wird der seitlich herausstehende Bereich so stark gekraust, dass er auf den unteren Einschnitt in die unvollständige Passe zu liegen kommt. Seitlich wird dann zwischen Passe und Rockteil eine Naht waagerecht gesetzt. Jetzt musst du dich noch um die Ärmel, den Halsabschluss und evtl. um einen Verschluss bei nicht dehnbarem Material kümmern. Ein Kleidchen ist dann im Nu fertig. Mehr als eine Stunde wirst du nicht benötigen.

Entstanden aus Mutters Pullover:

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Entstanden aus Vaters Polohemd:poloblau

 

Bubikragen – oh wie süß! – eine Anleitung

bubikragen

Im vorhergehenden Artikel hatte ich schon erwähnt, dass ich zwei der Kleidchen mit dem schönen Erdbeerstoff nähen werde, traumhafte Stoffe – manchmal muss es etwas Besonderes sein.

Das Kleidchen für Cilly ist eines mit Bubikragen geworden, wirklich mädchenhaft.

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Es ist relativ einfach, einen Bubikragen zusätzlich zum vorhandenen Schnitt selbst zu konstruieren.

Bubikragen

Dazu werden die Schnittstücke von Vorderteil und Rückenteil an der Schulterlinie zusammengelegt. Zuvor legt man ein Zeichenpapier unter. Nun wird die Halskante nachgezeichnet und die vordere und hintere Mitte wird an den Enden der Zeichenlinie markiert. Jetzt legt man die Schnittstücke beiseite und zeichnet eine Bubikragenhälfte. Dabei hilft ein Lineal, um von der Halskante entfernt immer im gleichen Abstand die Außenlinie der Bubikragenhälfte zu zeichnen. Vorne wird ein schöner Bogen gezeichnet, hinten eine abgeschrägte Kante.

Der entstandene Schnitt für den Bubikragen ist dann insgesamt 2 x 2 zu verwenden, man benötigt links und rechts jeweils einen Ober- und einen Unterkragen. Die Nahtzugabe außen kann knapp bemessen sein. Wenn Unter- und Oberkragen zusammengenäht und gewendet sind, werden die beiden Hälften zwischen Oberstoff und Futter bzw. Beleg des Kleids oder der Bluse gefasst. Ist der Stoff sehr dünn, empfiehlt es sich, auf den Oberstoff noch Vlieseline in gleicher Form zu bügeln.

Ganz wichtig für ein schönes Fallen und dafür, dass der Beleg sich schön innen hält, ist, dass die Nahtzugabe der Halskante mit einer Untersteppnaht an Beleg oder Futter eng an der Halskante entlang festgenäht wird.

Da ein Fest bevorsteht, ist Cilly schon einmal chic. Ihre Mutter sucht noch ein Outfit für eine Hochzeitsfeier.

traumhafte Stoffe – manchmal muss es etwas Besonderes sein

Mein Blog heißt Nähen und Upcycling. Meist geht es um Ideen, wie aus Abgelegtem Schönes entstehen kann. Manchmal nähe ich dennoch aus neuen Stoffen. Wenn ich aber schon neu kaufe, muss der Stoff wirklich etwas Besonderes haben, siehe auch feinster Bassetti-Stoff für ein Mädchenkleid.

Es musste ja so kommen… Eine Reise an die Mosel führte uns auch nach Koblenz. Und dieses Ziel ist immer wieder einen Ausflug wert. Die schöne Altstadt, die kleinen Läden und die wunderschönen Plätze laden zum Bummeln und Verweilen ein. Wir können die Zeit dort jedesmal genießen. Von der Bundesgartenschau ist immer noch etwas übrig geblieben, alle Plätze sind reich mit Blumen geschmückt, selbst jetzt Anfang März gab es reichlich Stiefmütterchen. Man macht sich dort wirklich Mühe, ein angenehmes Klima zu schaffen. Ja, und dann gibt es da noch das schöne Stoffgeschäft. Das I-Tüpfelchen hat eine Türe weiter einen größeren Laden eröffnet. Und ich konnte mich gar nicht einkriegen ob des traumhaften Angebots. Ein Stoff schöner als der andere! Die Preise sind durchaus gehoben, aber der Vergleich im Netz zeigte dann doch, dass es eben um Qualitätsstoffe geht.

Da Cilly bzw. Petra Erdbeermotive mag, habe ich mich mit derartigen Motivstoffen in zwei Varianten versorgt, ausreichend insgesamt für vier Kleidchen. Passende Partnerstoffe wurden mir herausgesucht, in der Fülle des Angebots hätte ich sie gar nicht alleine gefunden.

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Ein derartiges Kleidchen ist für Cilly, das andere geht zu Etsy

Wenn Cilly das Kleidchen anprobiert hat und die Größe wirklich sitzt, werde ich mich den anderen Stoffen mit Erdbeermotiv zuwenden.

Zwischenzeitlich hat der Sturm Eberhard einen Nähsonntag beschert. In meinem Fundus lagen noch ebenso außergewöhnliche Stoffe, vor allem ein Motivstoff mit Miezen, den mir Anne schenkte. So habe ich heute gleich weitergenäht.

Kleid Größe 92:

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Kleid Größe 98 – 104:

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Beide Exemplare gehen zu Etsy bzw. zu Angeboten, siehe Menüleiste.

 

 

 

feinster Bassetti-Stoff für ein Mädchenkleid

Es ist schon einige Jahre her, da reisten wir ins Saarland, um einer vorgeschlagenen Gartenrundreise zu folgen. Wir haben wunderschöne Gärten gesehen und allerlei Anregungen mit nach Hause genommen.

Die Reise führte uns u. A. nach Merzig. Dort ist die Innenstadt wie in Bad Münstereifel zu einem Outlet-Zentrum geworden. Eine gute Idee, um die Städte lebendig zu erhalten! Die Anbieter kamen überwiegend aus dem Segment gehobene häusliche Ausstattung. So war Bassetti vertreten. Neben fertigen Bettwaren wurden ebenso Stoffe aus der Produktion angeboten. Ich nahm einen Plaidstoff mit. Er geriet dann in Vergessenheit, bis ich mit meiner Pensionierung das Nähen wieder anfing.

Der erstandene Baumwollstoff steht für sich, jede Art von „Tüdel“ würde ihn schmälern. Er ist extrem hautfreundlich und hat einen super weichen Griff. Die Streifung begrenzt die Überlegungen zum Schnitt.

Und so ist dann ein schlichtes und feines Kleidchen entstanden.

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Um dieses Exemplar zu schneidern, habe ich einen Schnitt auf einfache Art und Weise verändert. Diese Anregung gebe ich gerne weiter.

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Der linke Grundschnitt wurde im unteren Teil links und rechts erweitert. Der Saumbogen wurde begradigt. Am oberen Ansatz des zusätzlichen Stücks wird ein Einschnitt angebracht. Nun kann man den unteren Teil im Einschnittbereich krausen und auf die Länge des oberen Stücks bringen. Dann wird ein Abnäher gesetzt. der den Schnitt wieder zusammenführt. Dabei wird außen mehr Material gefasst, zur Mitte hin läuft der Abnäher aus.

Was ist damit erreicht? Das Kleidchen hat Weite, die Längsstreifen werden nicht angeschnitten und der Saumbogen wird dennoch erreicht, indem seitlich mehr Material im Abnäher verschwindet als zur Mitte hin. Ich denke, diese Schnittvariante ist wirklich einfach zu realisieren.

Das Kleidchen ist über Etsy zu beziehen oder über meinen Weg per Email, siehe Angebote.

 

 

Schönen Grundschnitt gefunden!

Eine Reise ins Allgäu brachte mir neue Erkenntnisse. Nicht nur, welche Mengen an Schnee es geben kann, sondern die Reise mit der Bahn hatte Folgen für mein Nähen. Im Bahnhof bei Wartezeiten hielt ich mich in der Buch- und Zeitschriftenhandlung auf. Welche Fülle an verschiedensten Zeitschriften! Wirklich gut sortiert war auch das Regal für DIY und Handarbeit. Mir fiel das aktuelle Heft B-TRENDY12 (*Werbung) in die Hände und ich sah in der Übersicht zu den Schnittmustern gleich, dass ich das Heft mitnehmen musste. In meinen Sammlungen von Ideen zu Mädchenkleidern fehlte dieser wirklich neue Schnitt noch.

btrendyaus B-TRENDY12

Was mich sofort ansprach, war der glockige Rock, der in der Höhe der Hüfte ansetzte, die übergeschnittenen Ärmel und der schöne, schlichte Kragen.

Ich habe dann, wieder zu Hause angekommen, drei Kleidchen mit dem Schnittmuster genäht. Zusammenfassend kann ich den Schnitt nur weiterempfehlen:

  • Der Schnitt ist recht einfach umzusetzen.
  • Das Nähen nimmt nicht sehr viel Zeit in Anspruch, der Erfolg ist schnell greifbar.
  • Wie sich zeigte, eignet er sich für sehr verschiedene Stoffe, z.B. Jersey, Sweat, Webware.
  • Der glockige Rock kommt bei den Mädchen überaus gut an.
  • Der Kragen schmiegt sich sehr schön am Hals an. Sehr kleidsam, wie ich finde!
  • Für den Upcycling-Gedanken: Stoffe und Stoffreste können kombiniert werden.
  • Für die Kreativen: Es lässt sich mit dem Schnitt „spielen“. Es ist ein Grundschnitt für vielerlei Abwandlungen.

Beispiel 1:

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In diesem Beispiel habe ich einen Jerseystoff in lila-pink mit grauen Mäusen verwendet. Mein Spielen bestand darin, in der Trennlinie zum Rock links und rechts je eine in der Naht eingearbeitete Tasche zusätzlich zum Schnitt unterzubringen. Über den Taschen habe ich eine Lasche beim Nähen mitgefasst. Sie ist aus grau gepunktetem Jerseystoff, der sich am Kragen wiederfindet.

Beispiel 2:

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Hier sieht man sehr schön, dass der Schnitt dazu anregt, verschiedene Stoffe zu kombinieren. Ich habe zwei verschiedene Sommersweatstoffe kombiniert. Was ich auch noch gegenüber dem Schnitt verändert habe, ist, dass der Ärmelumschlag durch einen quer angesetzten Stoffstreifen ersetzt wurde. Bündchenware ist hier auch denkbar.

Beispiel 3:

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Dieses Kleid ist ein Upcyclingprojekt. Ausgangspunkt war Opas gemütliches Herrenhemd aus locker gewebter Baumwolle. Es war an den Ärmeln nicht mehr schön.

Nun habe ich statt einen Reißverschluss vorne einzuarbeiten die Knopfleiste des Herrenhemds übernommen. Das bedingt, dass der Kragen um die Breite der Knopfleiste zu verlängern ist. Das Herrenhemd gab dann nicht mehr den glockigen Rock in zwei Stücken her, so wie es der Schnitt vorsieht. Macht nichts: Den Rock habe ich aus 6 Teilen zusammengesetzt.

Die Webware des Herrenhemds war so locker, dass es mir ratsam erschien, am Saum, an den Ärmeln und für den Kragen einen dichteren, leichter zu verarbeitenden Stoff, nämlich einen gepunkteten Jersey, zu verwenden. Ich denke auch, dass der unruhige Karostoff so einen ruhigen, lieblichen, mädchenhaften Abschluss rundum findet.

Meine Enkelinnen werden sich sicher über die neuen Kleider freuen. Das Kleid mit den Mäusen geht zu Etsy.

Fazit: Wirklich ein toller Schnitt, der bei meinen zukünftigen Projekten immer wieder eine Rolle spielen wird.

 

 

Katzenkostüme aus Stoffresten und T-Shirts

Leni und Lotta werden zu Karneval Miezen. Bisher dachte ich, Tierkostüme würde man als Overall mit Kapuze fertigen. Ein bisschen Recherche zeigte mir allerdings, dass es auch anders gehen kann und eben mädchenhafter.

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Was ich nur kaufen musste, waren zwei Meter Tüll. Der schwarze Stoff und der plüschige, weiße Stoff – beide Polyester – fanden sich noch in meinem Fundus in Annes Stoffrestekiste. Da ich sicherlich niemals Polyester zu Kleidchen oder sonstigen Bekleidungsstücken für meine Enkel verwenden werde – hier kommen mir nur Baumwolle, Baumwollmischungen oder Wolle unter die Nähmaschine -, darf es für einmaliges Tragen an Karneval eine Ausnahme geben. Ich habe einen einfachen Kleiderschnitt verwendet, diesen sehr kurz gehalten und in Höhe obere Hüfte den gekrausten Tüll angenäht. Das war ein ziemliches Gefummel angesichts der Tüllmassen. An dem Kleid habe ich eine Linie markiert und zunächst den längeren unteren Tüll angenäht, dann auf derselben Naht die obere Lage Tüll. Gekraust wurde der Tüll zuvor mit dem Rüffler bei stark krausender Einstellung, Rüffler, eine feine Sache. Der verwendete Tüll ist Gott sei Dank eine leichte Ware. Ich musste die Kanten nicht einfassen, er pikst nicht. Ich erinnere mich an nur ungern an Tüll. Petticoats in meiner Kindheit hinterließen blutige Beine und flogen deshalb schnell in die Ecke. Ich gehe davon aus, dass Leni eine schwarze Leggings zu dem Kostüm tragen wird, der leichte, aber dennoch ggf. unangenehme Tüll kommt also nicht an ihre Beine. Die Länge der unteren Tüllbahn kann ich noch einkürzen – einfach abschneiden -, dies aber erst nach Anprobe. Ein Haarreif mit Ohren und ein ansteckbarer Schwanz sind schon vorhanden.

Für die kleine Lotta, die noch im Kinderwagen sitzt, gibt es nun tatsächlich einen Overall. Das Kind wird am Karnevalszug schön eingepackt sein. Den Schnitt hatte ich schon einmal verwendet: Unsere Kleinste wird nicht frieren, deshalb ging es leicht.

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Das gesamte Kostüm ist ein Upcyclingprojekt: 4 schwarze Shirts sind verwendet worden. Das erste für die Beine, ein zweites für den Körper, Ärmel eines Longshirts samt Bündchen für die Ärmel, und die Kapuze entstand aus dem vierten T-Shirt. Da ich sonst Schwierigkeiten habe, Schwarzes für Kinderkleidung zu verwenden, hat das jetzt richtig geräumt im Fundus der geschenkten, abgelegten Kleidungsstücke.

Nun also Alaaf und Miau!